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VERDICT - Reflections of pain  
 
CD - VÖ 2002  
Thrash-Metal - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
Mit VERDICT liegt mir zur Abwechslung mal keine Death Metal-Band vor. Diese Band, die mal wieder aus Deutschlands Süden kommt, hat sich dem Thrash-Metal verschrieben, der ja zum Glück doch nie so richtig totzubekommen ist. Zwar sind auch VERDICT nicht frei von modernen Einflüssen, aber Neo-Thrash kann man ihren Sound nun wirklich nicht bezeichnen. Hauptsächlich wird im Stile der alten Helden mit einem leichten Power-Metal Touch gethrasht. Die Musik hat zwar auch ihre schnellen Momente, bewegt sich aber größtenteils im Mid-Tempo, womit Freunde von SEPULTURA und SLAYER hier nicht ganz richtig wären. Die Band ist um Abwechslung bemüht und fügt Groove, verspieltere Passagen, viel Doublebass und auch Melodie zusammen, worauf ein typisch schreiender Sänger kommt, der mich etwas an eine harmlosere Version von KREATORs Mille erinnert. Der Sound ist sehr gut und überhaupt macht die Scheibe einen professionellen Eindruck. Leider Mir persönlich kickt die Scheibe trotz des guten Sounds irgendwie zu wenig. Wer aber nach einer Thrash-Band sucht, die nicht krampfhaft Old-School und auch nicht Neo-Stakkato-Thrash ist, könnte bei VERDICT richtig liegen. Mehr Infos unter www.verdict.de.
Karim
 
 VERMIN - A nihilistic swarm  
 
CD - VÖ 2006  
Death-Metal - Holland -  Deity Down Rec.  
 
Nein, diese VERMIN sind nicht die schwedischen Death-Metaller. Vielmehr kommen die Urheberrechtsinhaber an "A nihilistic swarm" aus Holland, spielen aber auch Death-Metal wenngleich der weniger schwedisch als über weite Strecken fatal südamerikanisch klingt. Großer Einfluß der Holländer sind neben alten Prügel-Helden wie MORBID ANGEL und IMMOLATION ganz klar CANNIBAL CORPSE, die im technischeren Riffing hervorkommen wie auch MESHUGGAH, die von der Rhytmik hier und da (z.B. gleich im Opener "The Plague") als Einfluss bemüht werden. Oh Mann, Karim hat wieder Nesquick gekokst... erst von Südamerika faseln und dann keine einzige Band im Vergleich nennen. Gut beobachtet (oder auch nicht)... mit südamerikanisch meine ich in erster Linie, daß hier old-schoolig gedeatht wird und ganz besonders gern MORBID ANGEL Style gehackt. Insbesondere das Drumming ist aber tierisch rumpelig und dadurch hektisch, wodurch ich eher an die ganzen Südamerika-Satanisten als an tighten U.S. Stoff erinnert werde. Dazu gesellen sich hier aber zahlreiche technischere Einflüsse wie die erwähnten MESHUGGAH-Rhytmiken, CORPSE-mässige Hammering- und Tapping-Riffs sowie und einige Dissonanz-Sachen wie bei "Conquer", die im Bandinfo als DILLINGER-Einfluss genannt werden. Prinzipiell ist "A nihilistic swarm" eine ordentliche Death-Metal Kelle und live konnte die Band so auch überzeugen und sich den Platz auf dem diesjährigen Fuck the Commerce erspielen. Der Sänger hat ein sympathisch old-schooliges Death-Metal Organ und versucht den Gesang immer durch verschiedene Schreiereien aufzulockern. Das Problem an der Scheibe ist nur, daß sich VERMIN sehr oft total verheben. Nicht nur das Drumming, auch die Gitarristen klingen in den Frickeleien hörbar unsicher und viele Breaks sitzen nicht. Das schmälert den Hörgenuss leider ziemlich. Wer sich einen Kreuzüber aus klassisch-bösem Death-Metal mit starkem modernerem und verspielterem Einschlag wünscht, bekommt genau dies hier geboten. Abgesehen von der ausbaufähigen Umsetzung ist die Mucke nämlich auch auf CD ordentlich. Einfach mal reinhören.(
Karim
 
 VERMINOUS - Impious Sacrilege  
 
CD - VÖ 2003  
Death-Metal - Schweden -  Xtreem Music    
 
Die Jungs hier kommen aus Schweden und hauen eine dicke Kelle aus der Death-Metal Gulaschkanone, die von ziemlich weit unten gelöffelt wurde. Das ist erstmal keine Wertung, sondern bezieht sich darauf, daß „Impious Sacrilege“ eine total old-schoolige Scheibe ist, die schon im Info mit den ganzen alten Schweden-Grössen wie DISMEMBER, ENTOMBED und GROTESQUE verglichen wird. Auch wenn man sicher Einflüsse ersterer beider Schweden-Death Legenden aus dem Sound von VERMINIOUS heraushört, so passen davon GROTESQUE dann aber doch am ehesten, denn die Mucke kommt über den Großteil der Spielzeit ziemlich hektisch ballerig daher und der Gesang ist eher in höheren Tonlagen daher und klingt eher geschrien als gegrunzt. Durch den Gesang (der stellenweise fast SODOM-asig klingt) und das Geprügel hat das ganze auch einen thrashigen Einschlag, der durch die vereinzelten Dudelsoli in bester SLAYER-Tradition noch unterstrichen wird. Vom schlecht gezeichneten Krakel-Cover über Songtitel wie „Spawn of Satans Curse“ oder „Grotesque Visions“ ist die Scheibe an allen Ecken und Kanten Old-School. Damit sollte der Kreis der geneigten Hörer schon eingegrenzt sein und musikalisch würde ich das ganze als Mischung aus südamerikanischem Satanic-Prügel-Death und der angesprochenen ganz ganz alten Schwedischen Schule bezeichnen. Mein Ding ist das überhaupt nicht, da ich mit diesem hektischen old-school Geballer nicht die Bohne anfangen kann und dieses hier leider verglichen mit dem Düster-Death alter schwedischer Helden ziemlich dominiert. Für Fans der alten Satanic-Schule, die von hektischen Fiedel-Soli keinen Sackhaar-Ausfall aber sicher eine Scheibe für den Wunschzettel, denn in der Richtung gibt es definitiv schlechteres. Übrigens hat die Band vorher unter dem Namen DELVE eine Mini-CD mit dem Titel „The dead amongst“ veröffentlicht. Vielleicht hilft das beim genaueren Einordnen...
Karim
 
 VERMIS - Liturgy of the annihilated  
 
CD - VÖ 2005  
Death-Metal - Deutschland -  Darkwind Rec.  
 
Na, das nenne ich ja mal ne Überraschung. Wenn „Liturgy of the annihilated“ nicht ein megafettes Debüt ist, dann will ich es aber wissen. Die Musiker von VERMIS sind zwar keine Neulinge mehr, da sie sich vorher bei Bands wie OBSIDIAN GATE und KHAOSICK abreagiert haben, die aber zumindest im ersteren Falle noch Black-Metal ablieferten. Nun waren MORBID ANGEL für mich eh immer der logischste Link von Death- zu Black-Metal und da wundert es dann auch nicht, daß der Sound von VERMIS sich vollste Kanne in deren Fahrwasser und noch viel mehr in dem von HATE ETERNAL zu „Conquering the throne“-Zeiten bewegt. Der Opener „God abhors the living“ jedenfalls hätte auch gut auf dieser Scheibe sein und ballert tight und hyperschnell mit interessantem und oft zweistimmigem Riffing verziert voran. Für Freunde von HATE ETERNAL, denen wie mir das Debüt am liebsten ist sollte dies ein Pflichtkauf zusammen mit der neuen HOUR OF PENANCE sein. Zwar kommt mir das eine oder andere Riff fast schon zu bekannt von alten HATE ETERNAL Hymnen vor aber VERMIS machen ihr Ding einfach runder als rund. In Songs wie „Void of fallen grace“ oder „Worldend Catharsis“ hört man dann im langsameren Bereich den überdeutlichen MORBID ANGEL Einfluss von Songs wie „God of Emptiness“ oder „Blessed are the sick“ raus. Dabei kommt besonders der Gesang richtig fett böse und kraftvoll rüber und bedient sich auch der einen oder anderen David Vincent Gesangsrhytmik. Wie gesagt macht man auf „Liturgy of the annihilated“ keinen Hehl daraus, von wem man sich beeinflussen lassen hat. Insgesamt webt man sich aber trotz allem ein abwechslungsreiches, technisches und brutales Album zusammen, daß genug eigene Ideen integriert und von den Grooves und stellenweise dem Riffing auch in CANNIBAL CORPSE Regionen geht. Zu den üppigen 42 Minuten Spielzeit (die übrigens in verdammt fettem Sound aus den Boxen bratzen) gibt es dann auf dem Multimedia-Track der CD noch ein sehr ordentliches und professionelles Video zu dem Song „Room 1166“, in dem man mit einer kleinen Rahmenstory verziert klassisch im Stile von VADERs „Dark Age“ in Fabrikruinen lärmt. Für eine Underground-Veröffentlichung kann sich das von den KRAKWORK-Jungs fabrizierte Video locker mit manch geistlosem MTV-Video messen... drei dicke schmierige Daumen nach oben, Jungs! Also nochmal... wer auf bösen Death-Metal mit der richtigen Dosis sauschneller Blastbeats steht kann hier blind zugreifen, und ihr wisst daß ich sowas selten sage!
Karim
 
 VESANIA - Firefrost Arcanum  
 
CD - VÖ 2003  
Black-Metal - Polen -  Empire Rec.  
 
Hut ab! Was sich in den letzten Jahren in unserem östlichen Nachbarland in Sachen Metal getan hat ist schon mehr als beachtlich. Nicht nur im Death Metal Bereich gibt es mittlerweile zig gute Bands aus dem Land der Krakauer, auch im Black Metal hat man ordentlich aufgeholt. Bestes Beispiel hierfür sind VESANIA, die auf Ihren Debüt „Firefrost Arcanum“ eine sehr gute Mischung aus alten Emperor gepaart mit neueren Dimmu Borgir kreiert haben. Das alles in einem super Sound (Selani Studio, u.a. Behemoth), einem super CD Artwork (Jacek Wisniewski, u.a. Vader, Decapitated) mit einem super aufgemachten CD Booklet mit tollen Fotos (Photosession mit Sado, u.a. Behemoth), das diesen Release schon mehr als professionell ausschauen lässt. Aber VESANIA brauchen sich auch wirklich nicht hinter anderen Black Metal Bands zu verstecken, denn sie haben es technisch sehr drauf und verstehen es zudem gute Songs zu schreiben, die sie mit ihrer etwas avantgardistischen, teilweise auch sehr dramatischen Art der Keyboarduntermalung bestens umsetzen. Was Emperor zu „Anthems to the Welkin at Dusk“ Zeiten früher ausmachte, haben VESANIA jetzt zu bieten. Hinzu kommen noch einige Dimmu Borgir Einflüsse in Punkto Ohrwurmqualitäten, die aber in den Hintergrund gestellt wurden um nicht als bloßes Plagiat da zu stehen. In Polen hat man schon die ersten Konzerte absolviert und es ist auch eine Empire Records Tournee in Planung, welche die Band hoffentlich auch hierzulande vorbeikommen lässt, denn wenn sie live das Niveau der CD halten, darf man noch mit einer sehr großen Zukunft der Jungs rechnen. Kein Wunder, dass VESANIA in Polen schon als der „Newcomer 2003“ gewertet werden. Wer seine Emperor Sammlung nach dem Ableben dieser Band nur noch an glorreiche Zeiten traurig erinnernd im Schrank stehen hat und nach Alternativen sucht, ist mit VESANIA bestens bedient und wird endlich wieder mit technisch anspruchsvollen Black Metal verwöhnt. Diese Band sollte man sich unbedingt merken!
Ingo
 
 VESPERS DESCENT - Visions of verse  
 
CD - VÖ 2006  
Death/Thrash - Australien -  Prime Cuts Music  
 
Das australische Label Prime Cuts scheint sich zu einem soliden Output für heimische Underground-Perlen zu mausern. Nach dem sehr geilen Debüt der Black/Deather THE FUROR und dem ebenfalls ziemlich soliden MALIGNANT MONSTER-Debüt, liegen die Australier VESPERS DESCENT qualitativ auf dem selben Niveau. Musikalisch wird hier melodischer Death/Thrash der schwedischen Schule mit etwas old-schooligerem Touch und Schwerpunkt auf Abwechslung geboten. Die Songs kommen in einem sehr guten und klaren Sound daher und werden von einem recht heiseren Zeitgenossen besungen, der thrashig oder vielmehr noch nach CARCASS' Jeff Walker mit mehr Bass klingt. Von CARCASS covert man dann auch zum Abschluss in leider eher mauer Form "This mortal coil", der auch mit Abstand der prügeligste Song auf "Visions of verse" ist. Meist setzen die Australier nämlich auf Melodie, rockiges Gestampfe, Mid-Tempo in mal grooviger (z.B. "All that remains") mal treibender Form und der Thrash-Knüppel und die Blastbeats sind recht sparsam dosiert wie in "Plains of azure light", das im Intro mit dem Geprügel fast etwas Black-Metal lastig klingt. Insgesamt ist die Scheibe allen Fans von melodischem Thrash mit Death-Metal Ecke voll zu empfehlen, soweit nicht permanent der Thrash-Knüppel geschwungen werden soll. Im Endeffekt macht genau das VESPERS DESCENT auch interessant, da sie sich nicht zu x-ten AT THE GATES Kopie degradieren und "Visions of Verse" ist voll von schön treibenden fast old-schooligen Grooves, coolen Riffs die oft etwas verspielt wirken und ausgewogen dosierten Melodien die gut in die Lauscher gehen. Also hört ruhig mal rein in die Scheibe, den vom Thrasher über den CARCASS bis hin zum Melo-Death Fan ist für jeden was dabei und selbst der tolerante Freund melodischen Metalcores könnte hier richtig sein!
Karim
 
 VIA MISTIKA - Testamentum (In Hora Mortis Nostre)  
 
CD - VÖ 2003  
Gothic-Metal - Polen -  Metal Mind    
 
Immer wenn ich eine CD bekomme, die laut Label-Info in das Genre "Doom-/Gothic-Metal" einzuordnen ist und die Liste der Bandmitglieder dann auch noch viele osteuropäisch klingende Namen enthält, dann bekomme ich es mit der Angst zu tun und rechne mit dem Schlimmsten. Meistens bewegen sich diese Within Temptation / The Gathering / Theatre Of Tragedy Ripp offs aus dem Vormittagsland auf derartig dünnen Qualitätsniveau, dass dagegen die "Best of Roland Kaiser" wie eine Top-Ten-Scheibe der letzten Metal-Dekade wirkt. Dann bekomme ich wieder dieses nervöse Zucken, den eitrigen Ausschlag im Innenohr und noch einige andere Symptome, die mir mein Proctologe bis heute nicht so recht erklären konnte.
Rein von den äußerlichen Umständen her standen daher auch bei Via Mistica die Zeichen wieder auf Sturm, bzw. auf chronischen Darmwind und ich habe vorsichtshalber schon mal in der Nachbarschaft darum gebeten, mir einen Notarzt zu bestellen, sofern ich nicht alle 15 Minuten einen Kontrollanruf tätige.

Entgegen meinem hurtig eingeleiteten Notfallplan kam es dann aber ganz anders denn auch Via Mistica klingen ganz anders als die ganze Schermüterkompanie vom Donauoberlauf. Hier wird mal nicht in dilettantischer Manier versucht, die Gothik aus dem Sack zu hauen indem man so'n bisschen rumträllert und zwischendurch seine Wodkafantasien in die Membran flüstert (oder auch mal schreit/krächzt/keift - je nachdem was die Stimme gerade am wenigsten hergibt...) sondern es wird durchaus musiziert und das in einer sehr überzeugenden Weise: Die Instrumentalisten - vom Drummer über die Saiten- und Tastenfraktion bis him zu Cellisten - verstehen ihr Handwerk und setzen ihre Werkzeuge gekonnt und songdienlich ein, die Kompositionen sind durchdacht und stimmungsreich und auch die Dame des Hauses kann durchaus gesanglich überzeugen und ist nicht nur in der Kapelle, weil sie sich immer so lieb um den Bandleader kümmert. Stilistisch ist man von der Aussage im Bandinfo, dass Theatre Of Tragedy Fans nicht enttäuscht sein dürften, in der Tat nicht weit entfernt und schwimmt durchaus auf der selben Bahn, bisweilen erinnern mich die Nummern auf "Testamentum" auch an etwas weniger verzwickte und etwas flotter aufgemachte Versionen von so manchem My Dying Bride Klassiker. Alles in allem gibt es von mir einen ganz klar nach oben gestreckten Daumen - das ist nach den ganzen Flachpfeifen in der Düsterecke, die ich in den letzten Monaten so ertragen musste, doch mal wieder ein echter Lichtblick in der dunklen Abteilung (was für ein Oxymoron, Karim, was?)
Lutz
 
 VICIOUS - Vile, Vicious and victorious  
 
CD - VÖ 2004  
Death/Thrash - Schweden -  Sound Riot Rec.    
 
Mit VICIOUS kommt eine weiter Band aus Schweden, deren Mitglieder ungewöhnlicherweise bis auf den neuen Sänger Henke (SKYFIRE) nicht in anderen bekannten Bands aktiv sind oder waren. Musikalisch erwartet den Hörer auf "Vile, vicious..." keine grosse Überraschung. Die Band spielt eine sehr thrashige Form melodischen Death-Metals, der sich oft wie im fast schon etwas nach BOLT THROWER auf Thrash klingenden Opener "Beast" im stampfenden Mid-Tempo bewegt. Vom Riffing wechselt man zwischen thrashig-verspielten und melodischen Gitarren, die für mein Gehör besonders in den Soli einen starken Heavy Metal Einfluß haben. Mitunter wird zwar auch rumgeprügelt, was der Band aber wie bei "Trigger needs some Action" überhaupt nicht zu Gesichte steht und reichlich rumpelig klingt. Überhaupt haben VICIOUS für meinen Geschmack keinen richtigen Groove und klingen oft etwas lustlos und abgegriffen. Von den Gitarren sind sicher einige interessante Ideen dabei, insgesamt haut mich aber nichts auf der Scheibe wirklich vom Hocker, obwohl der Sound sehr sauber und die Band an sich schon um Abwechslung bemüht ist. Der etwas im Hintergrund verlorene Schrei-Gesang ist aber wieder mal scheissmonoton, auch wenn hier und da etwas in tiefere Tonlagen gegriffen wird, wo auch gesanglich der Death-Metal Einfluss hörbar wird. Der rohe Trash-Knüppel wird nur vereinzelt wie im Rausschmeisser "The Feeder of evil" ausgepackt und da klingt es fast schon etwas old-schoolig Teutonen-thrashig. Eher eine Scheibe, die man nicht unbedingt haben muß... wer aber gerade Kohle übrig hat und auf Heavy-Metal beeinflussten und thrashigen Melodic-Death steht, kann ruhig mal reinhören.
Karim
 
 VICTIMS - Killer  
 
CD - VÖ 2008  
Crust/Grind - Schweden - Combat Rock Industry    
 
Geil! Ich habe lange keine Crust-Scheibe mehr in die Hände bekommen, die so grundsolide eingehämmert, fett produziert und zudem abwechslungsreich rockend Arsch tritt. Die Schweden hauen hier eine Mischung aus Crustcore, Rock und Punk raus, die Freunden schwedischer Crustkapellen die es auch gern mal rockiger und nicht zu roh haben wollen gut die Zeit vertreiben sollte. Die drei Schweden treiben sich bereits seit Mitte der 90er in der Szene herum und haben mehrere Veröffentlichungen raus, was die Qualität von "Killers" erklärt. Die Scheibe ist extrem rund und Party-kompatibel. Das Material rockt ordentlich zwischen Metal, Rock und Punk-Rock ab, haut eine gehörige Kerbe Crust dazu und erinnert mich mitunter an eine crustigere Version von BONEHOUSE. Die Songs rocken arschtretenderweise irgendwo zwischen DISFEAR, MOTÖRHEAD und oft sehr punk-rockigem Flair, wo auch typisch lässige Rock-Soli nicht fehlen und kommen kurz knackig aus den Boxen gedrückt so daß hier alles wie Arsch auf Eimer passt. Auch gesanglich langweilt "Killer" zu keinem Zeitpunkt... coole Scheibe, coole Band. Unbdingt mal anchecken!
Karim
 
 VICTORY - Fuel To The Fire  
 
CD - VÖ 2005  
Heavy Metal - Deutschland -  Armageddon Music    
 
Eine Legende schlägt zurück! Die Hannoveraner Kult Band zählt ohne jeden Zweifel zu den absoluten deutschen Top Bands im Metal/Hard & Heavy Genre, die auch international wahnsinnig abgeräumt haben und dies bestimmt auch weiterhin werden. „Fuel To The Fire“ ist kein neues Album im herkömmlichen Sinne, sondern eine exzellent zusammengestellte Art Best-Off Scheibe mit den stärksten Gassenhauern und Hits dieses Aushängeschilds deutschen Rocks. Mit „Felt It Coming“ enthält das gute Teil auch eine neue, bis dato unveröffentlichte Komposition. Das besondere an dieser Scheibe ist, dass sämtliche Tracks neu eingespielt wurden und ein zeitgemäßes, druckvolles Soundgewand verpasst bekommen haben. Somit zieht das Quintett wieder ein ums andere Mal mächtig vom Leder und die alten Songs brettern fulminant aus den heimischen Lautsprechern. VICTORY machen einen gelungenen Spagat zwischen Tradition und Moderne und können durchwegs begeistern. Erdiger, kraftvoller und geradliniger Hard & Heavy Rock wird hier zelebriert. Das Gitarren Duo um Tommy Newton und Hermann Frank fährt wieder ein mächtiges Geschütz auf. Die Riffs braten fetzig, ganz zu schweigen von den wahnsinnigen, melodischen Solis und Leads, die ein wahres Feuerwerk entfachen. Premiere auf dieser Scheibe hat auch Jioti Parcharidis, seines Zeichen neuer Gesangsakrobat bei den Norddeutschen, der sich auf Anhieb dem Weltklasse Niveau anpasst. Prima! Wer weiß es besser, wie ein Album zu klingen hat, als die Musikern selbst. Darum haben Hermann Frank und Tommy Newton in den Area 51 Studio bei der Produktion selbst Hand angelegt und wie nicht anders zu erwarten haben die beiden dem Langeisen einen würdigen, genialen Sound verpasst. Hard Rocker der ersten Stunde und Fans von absolut geilen, erstklassigen Hard Rock/HM können hier ohne zu zögern zuschlagen. VICTORY are back! Und wie!!!
Michael
 
 
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