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Angezeigte Kategorie: "NEWS" - Anzahl Reviews: 25
ALK-IN   JOE-SUB  THE-WOR  
 

 JOE THRASHER - Metal Forces  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Kanada - Eigenveröffentlichung    
 
Eigentlich könnte man die Besprechung recht kurz machen: cooler Bandname, geiler Titel und Klasse Musik! Die Kanadier gibt es seit 2003 und rocken mit ihrem Erstling in bester Power/Thrash Manier alles in Grund und Boden. Man hält sich nicht lange mit unnötigen Balast auf - neun gelungene Tracks, kurz und bündig in knapp 27 Minuten runtergeholzt. JOE THRASHER sind geradlinig, erdig, dreckig - kurz gesagt ehrlicher und purer Metal vom Faß, der richtig Spaß macht. Die Songs werden recht flott dargeboten ohne sich dabei in sinnlose Speedorgien zu verzetteln. So richtig schön direkt in die Fresse. Man meint hier verschmelzen der alte Spirit von Legenden ala EXCITER, steinalte METALLICA und räudige NWOBHM Akts zu einer tollwütigen Legierung. Knackg-knusprige Riffs, die voll auf die Rübe zielen und druckvolles und treibendes Drumming verleihen diese lebendigen Platte Seele. Die coolen, rauhen Vokals von Frontmann & Tieftonakrobat Scott sind da nur noch das Tüpfelchen auf dem "I". Vom soundtechnischen Aspekt präsentieren sich die Tracks ungeschliffen und ursprünglich, dennoch erzeugen diese jede Menge Druck und Power. Oder Vielleicht gerade deshalb. JOE THRASHER sind ein Geheimtipp für all diejenigen, die auf handwerklich ehrliche und pure Metalkost stehen. Anspieltipps: Die treibenden "SST" und "Waking The Dead" (mit EXCITER Flair) das speedige Titelstück "Metal Forces", das ruppige "Riot" oder der fullminante Rausschmeißer "Assassin Of Lies". Da kann man sich schon auf den zweiten Streich der Holzfäller freuen, denn zehn neue Kracher stehen schon in den Startlöchern und warten nur darauf losgelassen zu werden!
Michael
 
 MONSTERWORKS - Singularity  
 
CD - VÖ 2009  
Death/Thrash - Neuseeland -  Casket Music    
 
"Image Is Nothing, Metal Is Everything". Dieser Slogan steht auch nach wie vor representativ für die beiden Neuseeländer (und ihren britischen Weggefährten) mit Wahlheimat England. "Singularity" ist bereits das sechste Album dieser Truppe und entpuppt sich als absoluter Hammer. Meine Fresse, was für ein Album!! Dies gilt gleichermaßen für die Musik wie auch für das lyrische Konzept der Scheibe. Zusammen mit dem Vorgänger "Spacial Operations" erzählt man einen aberteuerlichen Weltraum/Sience Fiction Epos, dessen Story genauso komplex und fanszinierend ist wie der passende Soundtrack dazu. Kurz zusammengefasst der Inhalt des ersten Kapitels des 2 Alben Konzepts: Man befindet sich im Jahr 2227. Kapitän Sam und ihre Crew befinden sich auf einen Routineflug zum Saturn als ihr Raumschiff 'Rouge' in unbekanntes Territorium, hunderte von Lichtjahren von der Heimatgalaxis entfernt, katapultiert wird. Dort trifft die Besatzung auf eine parallele menschliche Zivilisation auf dem Planeten Corollas, die sich in einem entsetzlichen politisch/religiös motivierten Krieg befindet. Sie treffen dort Prinz Gannon, dem Oberbefehlshaber der Royal Spacial Forces, der dem König treu ergeben ist und normalerweise gegen das Imperium von Gardar kämpft, das den König stürzen will. Da kommt allerdings noch eine andere Bewegung ins Spiel. Obertyrann Merrick, von unbekannter Herkunft und mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet, eignetsich sich daraufhin widerrechtlich den Thron durch Mord- und Totschlag an und unterjocht das Volk. Die Erdlinge verbünden sich mit dem eigentlichen Thronfolger Prinz Gannon um dem ein Ende zu setzen, doch der erste Versuch scheitert. Notgedrungen muss man sich mit Gannons Erzfeind, dem Kaiser von Gardar verbünden. Merrick aber durchschaut diese Pläne und startet einen totalen Angriff auf die Truppen, was vielen das Leben kostet. Nach totalem Chaos und gefährlichen Abenteuern schaffen es ein paar Überlebende irgendwie mit dem Schlachtschiff 'Magma Maiden' durch eine Art Wurmloch (enstanden durch eine Explosion) wieder zurück in unsere Galaxis zu kommen.
Hier setzt dann der zweite Teil der Story an. Die schwer beschädigte 'Magma Maiden' wird von dem Weltraumpiraten Flood und seiner Crew gefunden, der wiederum daraufhin ins Geschehen verwickelt wird um die Erde vom bevorstehenden Schicksal zu warnen, da Merrick die intergalaktische Herrschaft anstrebt. Zusammen mit Gannon möchte man die unterdrückten Völker vom Corollas Sternensystem von dessen Herrschaft entgültig befreien. Der komplette Inhalt der Geschichte würde den Rahmen hier aber total sprengen. Nachlesen könnt ihr ja selber! Musikalisch ist das Ganze in eine wuchtige, enorm druckvolle Legierung aus Death/Thrash und Heavy Metal umgesetzt worden, die aufgrund der Komplexität schon einen progressiv, monumentalen Charakter besitzt. Die Gitarristen verdienen hier die absoluten Höchstnoten, denn was die hier vom Leder ziehen, das hört man auch nicht gerade alle Tage. Riffs, die vor Power nur so bersten, wahnsinnige Melodielinien, atemberaubende Leads - wild, emotional, majestätisch. Mal schmettert man sich aggressiven, wütenden Stoff aus dem Ärmel, mal geht es gefühlvoll und melodisch zur Sache. Das Ganze, gepaart mit einer wuchtigen Rhythmussektion und den einzigartigen Vokals (was für eine Stimmbandbreite) von Frontmann Jon, beschert den Hörer einen einzigartigen Hörgenuß. Passenderweise wird das Epos noch mit allerlei Effekten unterlegt - man könnte somit meinen, es handelt sich um einen Filmsoundtrack! Zusätzlich beinhaltet das Abum den kompletten Vorgänger "Spacial Operations" als mp3 Format auf der Disk, sowie Videos, Song By Song Stories sowie weiteren Features. Wer MONSTERWORKS kennt wird einmal mehr begeistert sein. Alle übrigen sollten der Truppe mal Gehör für eines der faszinierendsten und außergewöhnlichsten Scheiben dieses Jahres, fernab jeder Trends, schenken. Killerstoff!!
Michael
 
 NINEZERO - Sanity  
 
CD - VÖ 2009  
Heavy Metal - Japan - Outbreak Rec.    
 
Nach zwei Kracherscheiben hatten sich NINEZERO und seine Mannen die Messlatte für ihren längst überfälligen Longplayer selbst ganz schön hoch gelegt. Nun rotiert besagte Scheibe in meinem Player und ich muss sagen, dass das Quintett es einmal mehr geschafft hat, die Vorgänger zu toppen. "Sanity" rockt wie die Sau und tritt voll in den Allerwertesten. Vor allem die Klangqualität ist eine Wucht. Wahnsinnig druckvoll, dennoch dreckig knallen die Tracks aus den Boxen - eine regelgerechte Metal/Rock'n' Roll Abrißbirne! Besser als mit "Nine Seconds Till I Die" könnte die Platte nicht starten. Ein treibender Smasher, der ja von der letzten Mini noch bekannt sein dürfte. Im übrigen haben es bekanntermaßen noch drei weitere Stücke mit auf die Disk geschafft. Allesamt Klassiker der Band wie der Knaller "Dance With The Devil", "Rock City" und "I Hate You Hate Me" beschören die guten alten Rock Geister herauf. Aber auch die neuen Tracks haben es in sich. "Tattoo Nation" ist ein urtypischer NINEZERO Stampfer. Purer, zeitloser Metal mit echten R & R Spirit. Manchmal zügelt man die schier endlose Power und liefert etwas ruhigeren Stoff ab ("I Made You Cry"). Mit "Bottle Of Sin" hat man dann auch wieder einen absoluter Speedhammer mit an Bord. Knallt voll rein das Teil. Wie gewohnt lassen die Musiker auf diesem zehn Tracker absolut gar nichts anbrennen. Die Sechssaitenfraktion zieht alle Register ihres Könnens und rasselt ein wildes, voller Leidschaft gespieltes Soli nach dem anderen runter, die Riffs machen Dank der bereits erwähnten fetten Produktion mächtig Alarm. Die Rhythmussektion nagelt alles zu und der Meister selbst gibt sich mit seinem genialen, charismatischen Gesang keine Blöße. NINEZERO in absoluter Topform wie ich meine. Bei den beiden letzen Tracks "Oh My God" und "Sanity" kommt sogar eine etwas düstere, depressive Stimmung auf. Diese Facette passt ebenfalls gut zur Band. Ansonsten sind die Lyriks wieder voll aus dem Leben gegriffen. Rock'n'Roll pur halt. Für alle, welche die beiden Vorgänger schon vergöttert haben oder für alle, die auf exzellent vorgetragene, zeitlose Heavy Metal/Hard Rock Mucke stehen, sind NINEZERO eine Topadresse. Hätte nur noch mal "Social Window" gefehlt. Kniet nieder vor dem neuen Gott des R&R!! Absolut geil!
Michael
 
 NOEAZY - The Mirror  
 
CD - VÖ 2008  
Metalcore - Südkorea - GMC Rec.    
 
NOEAZY kommen aus Korea und sind eine der vielversprechendsten Metalcore Akts im GMC Records Stall. Der Fünfer ist gewissermaßen der kleine Bruder der Szenegröße VASSLINE, die in Südkorea quasi Legende und Topakt zugleich ist. Zwar erreicht man noch nicht die Klasse ihrer Vorbilder, dennoch ist man auf dem besten Weg dahin. Die Scheibe braucht zwar ein bisschen bis sie Fahrt aufnimmt, dann aber ziehen die Jungs munter vom Leder. Spätestens bei „Brave“ und „Manipulated Memories“ schlägt man sich auf die Seite dieser sympathischen Truppe aus dem Fernen Osten. Der Sound dröhnt fett aus den Boxen, so wie man es von GMC eigentlich gewohnt ist. Auf ihren Instrumenten ist die Schwadron fit und leistet sich grob gesehen keine Schnitzer. Wer diverse GMC Bands bereits kennt und diese schätzen gelernt hat, der kann bei NOEAZY ebenfalls blind zuschlagen, da sich die Formation nahtlos ins qualitätsbewusste Lager des Labels einreiht.
Michael
 
 PRAYERS OF SANITY - Religion Blindness  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Portugal - Eigenveröffentlichung    
 
Ein Freund von mir empfahl mir kürzlich diese Horde einmal anzutesten, da PRAYERS OF SANITY ordentlich Alarm machen würden. Gut, dass ich den Rat meines Kollegen gefolgt bin, sonst wäre mir noch eine erstklassige Platte entgangen. Die Portugiesen, die sich irgendwann 2005 zusammengerottet haben, lassen wirklich ein schönes Pfund vom Stapel und treten mit ihrem old schooligen Thrash Metal voll in den Arsch. Klar, es wird auch hier auf altbewerten Stoff gesetzt, vor allem die Bay Area Fraktion ala TESTAMENT, EXODUS, FORBIDDEN & Co. schimmert deutlich durch und hat es den Jungs angetan. Trotzdem serviert uns diese Schwadron ihre Songs knackig & frisch, gepaart mit der Kraft und Energie der Gegenwart, auf dem Silbertablett. Das Ganze klingt , obwohl tief in den 80igern verwurzelt, keineswegs altbacken. Obwohl man durchaus technisch versiert wirkt, legt man den Schwerpunkt sichtlich auf eine gestandene Aggressivität und Härte sowie Geradlinigkeit, was auch ein Verdienst des etwas raueren Soundgewands von "Religion Blindness" ist. Diese Art von gezügelter Wildheit passt hervorragend zur Truppe wie ich finde. Zudem ist man meist relativ forsch unterwegs und knallt einen die knusprigen Riffs nur so an dem Helm, dass einen Hören und Sehen vergeht. Tracks wie das Titelstück, "No Redemption", "Evil May Die" oder "Waiting On Death-Row" machen Spaß und bieten beste Metal Unterhaltung. Wer vom guten alten 80er Thrash Metal nicht genug bekommen kann oder einfach eine gute Underground Combo unterstützen möchte, der liegt mit dem Vierer hier wieder einmal goldrichtig. Feines Debüt!
Michael
 
 PREMONITION - The plague of ignorance  
 
CD - VÖ 2009  
Death/Thrash - Saudi Arabien -  Salute Rec.    
 
Die schwedischen Underground Experten von Salute Records sind ja immer wieder für eine Überraschung gut. So auch im Fall PREMONTION. Hierbei handelt es sich um ein Solo-Projekt aus Saudi Arabien für das sich ein gewisser Arjun Gill verantwortlich zeigt, der dann auch logischerweise sämltiche Instrumente selbst eingespielt hat. Auf der Myspace Seite prangt im Hintergrund die Flagge mit dem roten Ahorn und ich nehme jetzt einfach mal an, dass unser Recke seine Zelte in Kanada aufgeschlagen hat. Erstaunlicherweise wartet dieser Metalhead saudiarabischen Ursprungs mit einer recht ordentlichen Scheibe auf, die auf alle Fälle ein paar recht interessante Schoten zu bieten hat und welche man jetzt nicht unbedingt erwartet hätte. Stilistisch nicht all zu eng gefasst bietet "The Plague Of Ignorance" eine bunte Mischung aus Death/Thrash/Black und Heavy Metal und bietet somit einiges an Abwechslung. Instrumental macht Arjun seine Sache recht ordentlich, besonders auf der Axt (Schlagzeug kommt aus der Konserve). Schwachpunkt ist der Gesang und man merkt unseren gestählten Freund hier doch noch an, dass er auf diesem Gebiet noch etwas mehr Erfahrung sammeln muss. Songs wie "Raiders", das recht gute und schwedisch klingende "You Are In Hell", "Axe" (ordentliches Instrumentalstück) oder das schwere "The Death Of Alex Martin" dürften Freunde von totalen Undergoundstoff bzw. exotischen Liedguts durchaus gefallen. Beim Sound muss man klar ein paar Abstriche machen, was aber auch zu erwarten war bzw. bei Demos halt nun mal so ist. Coole Underground Sache!
Michael
 
 REVTEND - Spread the word  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Portugal - Luci Disk    
 
Nachdem uns PRAYERS OF SANITY aus Portugal ein ordentliches Pfund vorgelegt haben wetzen ihre Landsmänner von REVTEND die Messer und blasen ebenfalls zum Angriff. Der Bandname ist eine Abkürzung und steht für ‚Revolution Tendencies‘. Vier Songs haben den Weg auf die Disk gefunden und bieten ohne Ausnahme solide Thrash Metal Kost, die ihre Einflüsse zum größten Teil aus der Bay Area der End 80er bezieht. Handwerklich solide, wenn auch vielleicht technisch nicht so beschlagen wie ihre Vorbilder, holzt sich das Quartett mehr als ordentlich durch das Material. Aggressives Riffing, gut gesetzte Breaks und eine handvoll guter Leads lassen gepflegte Underground Stimmung aufkommen. Dazu trägt sicherlich auch die etwas ruppigere, rauhere Produktion bei, die mir recht gut gefällt und die Gitarren richtig schön ‚sägen‘ lässt. Dennoch hat die Platte einen guten Sound und alle Instrumente kommen gut rüber. Mit der instrumentalen Leistung kann
Sänger Pedro, der gleichzeitig auch den Tieftöner bedeint, nicht ganz mithalten und muss noch das ein oder andere Manko ausmerzen. Das heißt aber nicht, dass der gute total daneben langt. „Spread The Word“ ist ein durch und durch cooles Stück Underground Thrash Metal, das sich Die Hard Thrasher ohne Bedenken in die Sammlung stellen können. Anspieltipps: „Welcome To Hell“ und „Revolution Tendencies“.
Michael
 
 SARATAN - The Cult Of Vermin  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Polen -  My Kingdom Music    
 
SARATAN aus Polen sind ein Hochkaräter in Sachen technisch versierten Thrash Metal. Die Vier Osteuropäer zelebrieren auf „The Cult Of Vermin“ einen ziemlich anspruchsvollen Sound mit atemberaubenden musikalischen Fähigkeiten auf Seiten der einzelnen Musiker. Meine Fresse, die Jungs ziehen hier wirklich mächtig vom Leder und knallen uns trotz der technischen Brillanz der Tracks ein knallhartes, knochentrockenes Thrash Metal Album um die Ohren, das mit dezenten Death Metal Einsprengseln aufgepeppt wird. Donnernde Doublebass, knackige, mächtige Riffsalven, halsbrecherische und melodische, dennoch wilde Leads und Harmonien findet man zu Hauf. Trotz des gehobenen Standards gehen die Songs irgendwie gut ins Ohr und es lässt sich recht gepflegt dazu die Matte schütteln. Allen voran die sechs Saitenfraktion überrascht immer wieder mit geschickten Tempowechseln und urplötzlichen Breaks. Unnachgiebig und wuchtig klopft der Schlagzeuger einem die Birne zu Matsch. SARATAN präsentieren sich auf ihrem Album wahnsinnig tight und liefern elf Komposition ab, die keine Schwachstellen offenbaren. Die klare, druckvolle Produktion ist eigentlich nur noch das Sahnehäubchen auf ein rundum perfektes Werk. Anhängern von qualitätsbewussten Thrash Metal sei die Truppe wärmstens empfohlen!
Michael
 
SOLITUDE - Poisoned Population  
 
2CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - U.S.A. - Divebomb Rec.    
 
Ein Killer Re-release den uns Divebomb Records hier auftischen! Dies trifft gleichermaßen auf die Musik wie auch auf den Umfang dieser Veröffentlichung zu. Anlaß, dass die komplette Diskographie der Thrasher aus Wilmington/Delaware wieder ans Tageslicht befördert worden ist, kann man wohl mit den Umstand erklären, dass das Quartett vor kurzem eine Reunion gemacht hat. Über Sinn oder Unsinn, darüber lässt sich bekanntlich streiten. Bereits 1983 gegründet gehörten die Vier zu den stärkeren Akts der zweiten oder dritten Welle von Thrash Bands. Das erste Demo wurde 1987 unters Volk gebracht und nannte sich "Focus Of Terror". Ein Jahr später folgte ein weiteres Tape ("Sickness") und 1990 schließlich die dritte Veröffentlichung "Fall Of Creation". Obwohl die Band ausnahmslos auf ihren Releases überzeugen konnte und sich kontinuierlich steigerte, sollte der langersehnte Plattendeal noch ein paar Jahre auf sich warten lassen. Da halfen auch geniale Shows mit FORBIDDEN, SACRED REICH und anderen Killerakts leider nicht. 1994 war es dann soweit und "From Within" erblickte nun endlich das Licht der Welt. Das Material welches SOLITUDE auf dieser Scheibe zum Besten gab gehört sicherlich mit zu den technisch stärksten seiner Zeit. Die Jungs lieferten eine perfekte Symbiose aus Melodie, Aggressivität, Technik und leicht progressiven Strukturen ab, die auch heute noch zu begeistern weiß. Paradestück der Band ist sicherlich das Gitarrenduo Dan Martinez und Keith Saulsbury, das sich massenweise erstklassige Solis und Riffs aus den Ärmel schüttelt. Trotz zahlreicher guter Reviews und einer treuen lokalen Fanbasis blieb der Truppe der Erfolg leider verwährt. An der Klasse der Band hat es wohl kaum gelegen, vielmehr aber am Umstand, dass der Thrash Metal beim Erscheinen der Scheibe völlig am Boden lag und Black Metal den Markt total überschwemmte. Vielleicht kommt die Wiederveröffentlichung jetzt gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn der gute alte Thrash Metal ist gegenwärtig wieder mächtig angesagt. "Poisoned Population" beinhaltet alle drei Demos plus das Album auf zwei Silberlingen. Als Bonus gibts zusätzlich reichlich Extramaterial in Form von Videos. Zudem gibts im Booklet neben den Lyriks auch noch ein Interview mit der Band zu lesen. Ein feines Schmankerl wie ich finde, das Thrash Gourmets mit einen Faible für Bay Area ähnlichen Sounds sicherlich munden dürfte. Bleibt zu hoffen, das SOLITUDE ein bisschen vom Kuchen abbekommen. Verdient hatten sie es allemal.
Michael
 
 SUBMISSION - Blind Sighted  
 
CD - VÖ 2009  
Heavy Metal - Namibia - Eigenveröffentlichung    
 
Erinnert sich noch einer an die absolut genialen ARCANA XXII aus Namibia, die uns mit einigen sehr guten Alben verzauberten? Falls ja, dann dürften die jenigen unter Euch auch durchaus was mit dem Namen SUBMISSION anfangen können, da diese Band mehr oder weniger der legitime Nachfolger oben genannter Formation ist. Nach dem Split gründeten drei Mitglieder (von denen jetzt nur noch Sänger Willie und Axeman Sven dabei sind) 2005 das neue Aushängeschild Windhoeks in Sachen Heavy/Power Metal. Nach dem ersten Demo 2006 konnte man mit der zwei Jahre später erschienenen EP "I Mortal" bereits einigen Staub aufwirbeln. Mit dem neuen Edelstahlbrocken "Blind Sighted" versucht das Quintett aus dem Südwesten Afrikas diesen Erolg noch zu toppen - und die Zeichen stehen auf Grund des exzellenten Songmaterials wahrlich nicht schlecht. Gleich mit dem ersten Track "Lords Of Chaos" schickt man einen ordentlichen Stampfer ins Rennen, der mit treibenden Klampfen und feinen Soli ausgestattet ist und unweigerlich US Power Metal Feeling aufkommen lässt. Gleich im Anschluß schiebt man mit "Zeitgeist" ebenfalls einen treibenden Banger nach. So geht es eigentlich auf dem ganzen Album weiter. Mal schaltet man einen Gang zurück wie etwa bei "Silent Pain (Of Your Demise)" mit seinen ruhigeren Beginn oder lässt den Hammer wieder kräftiger kreisen ("Blind Sighted"), wo man auch kernig/erdig grooved (im positiven Sinne). Instrumental lässt man absolut nichts anbrennen und man serviert immer wieder knackiges Riffing gepaart mit feinen melodischen Leads, druckvolles Drumming sowie ausdruckstarken Gesang und knurrenden Basslines. Die fünf präsentieren meiner bescheidenen Meinung nach auf dem Album durch die Bank feine und grundsolide Metalkost, die jedem Stahlgourmet sicherlich schmecken dürfte. Die Produktion, die man selbst in die Hand genommen hat, kann sich durchaus sehen lassen und braucht sich ebenfalls hinter keinem internationalen Produkt zu verstecken. Ein starker Longplayer, der hofentlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.
Michael
 
 
ALK-IN   JOE-SUB  THE-WOR