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Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
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 FUCK I'M DEAD - Bring on the dead  
 
CD - VÖ 2001  
Death/Grind - Australien -  Razorback Rec.    
 
Australien .... unendliche Weiten. Und zwischen einem Haufen debiler Knastkolonie-Nachkommen unsere Helden Dave, Tom und Jay, die sich irgendwann entschließen ihr Geld statt in Bierpaletten mal in einen Drumcomputer zu investieren. Geboren war FUCK I'M DEAD, die man auf Grund der Tatsache mit dem Drumcomputer eigentlich schon mal gleich in den Müll schmeißen könnte, weil so viele Schrottbands, für die sich jeder Drummer zu Schade ist in letzter Zeit mal einen Roland in den Proberaum stellen. "Bring on the dead" aber ist irgendwie cool. Der Sound der Scheibe ist nämlich überraschend gut und druckvoll und der Drumcomputer klingt richtig schön bratzig. Musikalisch gibt's bei dem Trio schönen sauberen Grind/Death, der voll auf Tempo setzt und 23 Songs runterrotzt, die echt kicken und wenige aber effektive Breaks und Verschnaufpausen und Mid-Tempo Passagen haben. Gesang zwischen Death-Grunts und hysterischen Schrei-Vocals und Titel wie "Slowly raped with a chainsaw" dürften "Bring on the dead" also zu einem Tip für alle Grinder machen, die von Drumcomputern keine Pickel am Arsch bekommen!
Karim
 
FUCK OFF - Hell On Earth  
 
CD - VÖ 2006  
Thrash-Metal - Spanien -  Dark Rails Rec.    
 
Die Spanier von FUCK OFF zählten in ihrer Heimat zur Speerspitze in Sachen Thrash Metal und konnten mit „Another Sacrifice“ und eben „Hell On Earth“ zwei erstklassige Scheiben unters Volk bringen. Zwar dürfte sich das mit ‚Unters Volk’ ziemlich relativieren, da die guten Stücke nur in begrenzter Zahl die iberische Halbinsel verließen und somit nur vorwiegend die einheimischen Thrashern in Verzückung brachten. Grund waren wieder einmal mehr die bekannt schlechten Distributionsdeals. Dark Rails Records haben sich deshalb aufgerafft und bringen Album Nummer zwei endlich auf digitalen Tonträger heraus. Und das Teil kann sich durchaus hören lassen. Als erstes fällt einem der im Gegensatz zum Debüt deutlich druckvollere Sound auf, von der vor allem das Gitarrenduo um Sänger und Mastermind Pep (zockt nun bei BARBARIAN) profitiert. Aber auch das tighte und technisch versierte Drumming zieht nur positives aus dem stärkeren Sound und peitscht das Material mit Wucht nach vorne. Spieltechnisch agiert man etwas komplexer und gereifter als auf „Another Sacrifice“ ohne aber die aggressive Linie weder zu vernachlässigen noch zu verlieren. Songs wie „Midnight Confession“, „Blasphemy“ oder „Hell On Earth“ sind schon Klasse. Die Spanier versprühen dabei diesen besonderen Charme, den man u.a. auch von einigen brasilianischen Bands her kennt. Die Aufmachung der Disk ist hervorragend und das dicke Booklet hält neben Songtexten noch massig alte Fotoshots bereit. Zudem wurden noch vier weitere, bislang unveröffentlichte Songs zu den zehn original Tracks als Bonus hinzugefügt, die übrigens in spanisch eingesungen wurden. Thrasher sollten bei Gelegnheit durchaus einmal in die Scheibe reinhören. Kann auf keinen Fall schaden, da das Material sehr solide ist.
Michael
 
 FUCK THE FACTS - Backstabber Etiquette  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Grind - Kanada -  GWN Rec.  
 
Diese kanadischen Chaoskollegen hier haben sich ja einen schönen, dem Zeitgeist entsprechenden, Bandnamen zugelegt. Laut Bandinfo spielt die Band "Bastardized Grind" und ist eine crustigere Version von DILLINGER ESCAPE PLAN, aber das gibt dann auch höchstens die grobe Marschrichtung in die etwas chaotisch-verspielte Ecke an. Wenn man mal von dem reichlich nervtötend (mal wieder endlos monotonen) Schrei/Kreisch-Gesang absieht, der sich schon irgendwo auf der Schwelle zwischen Hardcore und Black-Metal bewegt (könnte auch stellenweise eine harmlosere Version von ANAL CUNT Schreihals Seth sein), erinnert mich die Musik auf "Backstabber Etiquette" eher an chaotische Death/Grind Kapellen wie CEPHALIC CARNAGE. Vereinzelt kommt auch hier Death-Metal Gesang zum Einsatz, aber leider nur sehr selten und im Gegensatz zu DILLINGER sind FUCK THE FACTS auch oft mal am grinden und ballern. Dazu kommen dann viele schwere treibende Passagen, hektische Breaks und Gitarrenläufe, ein paar noisige Elektro-Experimente. Auch bei den cleanen Entspannungspassagen zwischen der Hektik dürften CEPHALIC CARNAGE Pate gestanden haben, nur daß die hier nicht jazzig klingen, sondern leider sogar ziemlich amateurhaft rüberkommen. Wer auf weniger bekiffte und chaotische CEPHALIC CARNAGE abfährt könnte mit "Backstabber Etiquette" warm werden, denn bis auf die Ausrutscher in den cleanen und melodischen Passagen ist die Scheibe nicht schlecht.
Karim
 
 FULLMOON - Face  
 
CD - VÖ 2007  
Heavy Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
FULLMOON waren in den vergangenen Monaten nicht untätig rumgesessen, sondern haben fleißig an neuem Material gearbeitet. Die Früchte des Schaffens kann man nun auf der neuen, ebenfalls wieder in Eigenregie veröffentlichten, Scheibe vernehmen. Die Nippon Metal Krieger sind sich ihrem Stil treu geblieben und liefern einmal mehr ein recht solides melodisches Power Metal Album ab. Wie schon auf dem Vorgänger präsentiert man sich bei den einzelnen Songs recht speedig und ist vom Tempo her wieder recht flott unterwegs. Konnte man beim Debütalbum noch bemängeln, dass sich die Tracks zu sehr ähneln, so haben die Japaner es diesmal geschafft bei den Stücken deutlich mehr zu variieren („A Warning Moon“ oder dem eher ruhigeren „Skylight“). Obwohl mit gelöster Handbremse zu Werke gegangen wird klingt alles ausgereifter und durchdachter wie noch auf „Awake The Moon“. Wie nicht anders zu erwarten entpuppt sich die Gitarrenarbeit als äußerst versiert und kompetent. Der gute Marcy leiert sich ein Killersoli nach dem anderen aus dem Ärmel und überzeugt auch sonst mit filigranen, technisch brillanten aber dennoch eingängigen Riffing. Auf der Position des Gesangs hat es einen Wechsel gegeben. Für Sanoko ist Kumasato in die Bresche gesprungen, was sich als eine absolut gute Wahl herausstellt. War die erste Sängerin noch für ungeübte Ohren recht gewöhnungsbedürftig so entpuppt sich der Gesang der Neuen als absolute Bereicherung. Eine absolut feine Stimme. Produktionstechnisch konnte man sich ebenfalls etwas verbessern, dennoch gibt es vor allem in der Gitarrenabmischung noch einige Luft nach oben. Trotz des kleinen Makels im Gesamtsound dürften speedige Tracks vom Schlage „No One Under The Sky“, „Rusty Moon“, „Or Die“ oder „#ff0000“ relativ schnell seine Anhänger finden. Einmal mehr recht solider Nippon Stahl.
Michael
 
 FULLMOON - Awake The Moon  
 
CD-R - VÖ 2006  
Heavy Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
Und nochmals eine Heavy Truppe aus Fernost. FULLMOON stammen ebenfalls aus Japan und haben sich dem melodischen Power Metal verschrieben. Das Quartett geht vorwiegend im höheren sprich flotten Geschwindigkeitsbereich zu Werke und drückt nur vereinzelt auf die Bremse. Langsame oder ruhigere Passagen bilden eher die Ausnahme. Die einzelnen Songs, die alle in japanisch eingesungen wurden, sind von der Basis her recht melodisch und dennoch rifflastig zugleich, besitzen aber dank der unpolierten Produktion einen recht rauen Charakter. Man könnte die Mucke als eine Art Mischung aus Teutonen Metal und Japan Metal Trademarks bezeichnen. Die Formation ist um Abwechslung in den einzelnen Tracks bemüht, dennoch ähneln sich vor allem die schnellen Stücke etwas zu sehr. Trotzdem kann man dem Vierer ein solides Machwerk bescheinigen. Allein Frontfrau Satoko dürfte für gespaltene Meinungen seitens der Hörerschaft sorgen, da ihre etwas höheren Vokals wohl nicht jedermanns Sache sein dürften. Wer allerdings regelmäßig Nippon Stahl konsumiert und mit diversen japanischen Metal Sängerinnen vertraut ist, der sollte allerdings kein Problem damit haben. Ein Lob verdient auch das Booklet, das auf recht starken Hochglanzpapier gedruckt ist und von der Band in Eigenregie gemacht wurde. Hat so den Hartcover Charme der 80er. Nippon Maniacs sollten bei der Truppe durchaus einmal reinhören.
Michael
 
 FUNEBRARUM - The sleep of morbid dreams  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - U.S.A. -  Cyclone Empire    
 
Im April 1999 gründeten Gitarrist Nick Orlando (Evoken) und Sänger Daryl Kahan, der vielen älteren Hardcorehörern noch von den New Yorkern Citizen Arrest bekannt sein sollte (der geneigte Grindgourmet sollte der Name Assück etwas sagen), die Band FUNEBRARUM.
Mit „The sleep of morbid dreams“ bringen die fünf Jungs aus New Jersey ihr zweites Album und das erste seit sieben Jahren auf den Markt. Musikalisch hat sich nicht viel geändert, gespielt wird immer noch Retro Brutal-Deathmetal mit unglaublich fiesem Gurgelgesang. Der Sound ist oftmals ziemlich Bass lastig und der Gesang etwas übersteuert, was sicherlich Absicht ist, aber nicht stört. Produziert wurde das Ganze von Don Fury, der eigentlich Bands wie Agnostic Front oder Helmet produziert, aber auch hier einen klasse Job gemacht und das 80er Jahre Feeling gut einfangen konnte. Ganz vergessen hat Herr Kahan seine Punkwurzeln glücklicherweise nicht, obwohl er schon länger in zig Metal Bands sein Unwesen treibt und so treibt sich doch der ein oder andere Crustpart auf dieser Platte rum.
Diese Platte kann ich mit gutem gewissen jedem Oldschool Deathmetal Freund empfehlen!
Andy
 
 FUNEBRARUM - Split mit INTERMENT  
 
CD - VÖ 2007  
Death-Metal - U.S.A./Schweden -  Conjuration of Thorns    
 
Ein gefundenes Fressen für alle Old School Death Metal Maniacs dürfte diese Split auf Conqueror Of Thorns Records sein. Beim Abspielen der Disk mit dem Arbeitstitel „Conjuration Of The Sepulchral“ macht man praktisch eine Zeitreise zur Glanzzeit dieser Epoche. Beide Horden bieten auf dieser höllischen Scheibe absolut genialen, brutalen Todesstahl wie er besser nicht sein kann. Nach einem Intro heizen einem die Amis von FUNEBRARUM dermaßen ein, dass man erst mal mit heruntergeklappter Kinnlade dumm aus der Wäsche schaut. Der Fünfer aus den Staaten fängt den Spirit und das Feeling der alten Tage perfekt ein und brennt quasi ein Feuerwerk nach dem anderen ab. Die Gitarren sind megafett und ultratief gestimmt und besitzen diesen geilen Sound wie man ihn von skandinavischen Killerbands Ende der 80er/Anfang der 90er her kennt. Herrlich crunchig und brutal. Die Vokals erinnern mich zum Teil an finnische Truppen wie DEMILICH (vor allem beim Opener „Kingdom Of Suffering Souls“). Neben einer weiteren Eigenkomposition („Grave Reaper“) hat man noch zwei brillante Coverversionen mit am Start. Eine starke Version von GRAVE’s „Into The Grave“ und mein Lieblingsstück der Finnen ABHORRENCE „Caught In A Vortex“. Vergesst die meisten „All Star“ Old School Death Metal Bands, denn die können dieser Truppe kaum das Wasser reichen. Geiler kann man diese Mucke nicht runterholzen zumal die Produktion absolut tödlich ist. Warum die Schweden von INTERMENT seiner Zeit kein Album auf den Markt gebracht haben, scheint mir bislang absolut unverständlich, zumal die `90er Demos durchaus vielversprechend waren. Die vier (plus Outro) dargebotenen superben Elchtod Geschosse jedenfalls sind keinen Deut schlechter als die damaligen & heutigen musikalischen Ergüsse von Größen wie DISMEMBER, ENTOMBED, UNLEASHED und dergleichen. Authentische Old School Mucke mit packenden Riffs, feinen Läufen und dem richtigen Feeling. Das geilste daran ist, das die Schweden immer noch aktiv sind, denn bei dem hier vertretenen Material handelt es sich um aktuelle Aufnahmen. Das schreit förmlich nach noch mehr Stoff (und den werden wir sicherlich auch bekommen)! Abgerundet wird das Teil einmal mehr durch eine cooles, morbides Coverartwork von Meister Chris Moyen. Absolut essentielles Stück Todesblei für alle Death Metal Fanatiker der alten Schule. Ein Hammerteil!!
Michael
 
 FUNERAL - As The Light Does The Shadow  
 
CD - VÖ 2008  
Doom/Death - Norwegen -  Indie Rec.    
 
Nach drei Alben und einer EP melden sich die Skandinavier mit ihrem vierten vollen Output „As The Light Does The Shadow“ zurück. Einmal mehr kriechen schleppende, zähflüssige Riffs aus den Abgründen des Doom Metals an die Oberfläche, gepaart mit dazu passenden klagenden, tieftraurigen Vokals. Trotz der insgesamt langen Spieldauer der einzelnen Songs erreichen FUNERAL ein Maximum an Abwechslung um der depressiven Kost eine ansprechende Verpackung zu verabreichen. Was mir an der Scheibe etwas sauer aufstößt sind die teils sehr orchestralen, ja fast schon bombastischen anmutenden Keyboards. Hätte man diese mehr oder weniger in sakraler oder morbiderer Form dargeboten, wie es auch bei einzelnen Passagen der Fall ist, dann hätte man wesentlich mehr Effekt erzielt. Am besten wäre es gewesen, man hätte ganz auf die Synths verzichtet, was der düsteren Grundstimmung wesentlich mehr zu Gute gekommen wäre. Zwar können die Norweger noch nicht am Doom Olymp von Götterbands wie CANDLEMASS, SOLITUDE AETERNUS oder den nur genialen, apokalyptischen Funeral Doomsters THERGOTHON kratzen, dennoch muss man ihnen wieder eine grundsolide Leistung attestieren, die Doom Jüngern ein Reinhören wert sein sollte und mit Sicherheit munden dürfte.
Michael
 
 FUNERAL FEAST - Genocide Ad Nauseam  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Black - Finland -  Northern Sound  
 
Irgendwie hab ich das Gefühl, das momentan vermehrt Black Metal Bands ihrem Sound eine dicke Portion an Death Metal verpassen, wobei man den Stil solcher Acts dann aber auch wirklich als Black/Death Metal bezeichnen kann, im Gegensatz zu all den melodischen Schweden Acts, die vor wenigen Jahren noch allgemein unter diese Kategorie fielen. FUNERAL FEAST sind noch eine recht neue Band die mit „Genocide Ad Nauseam“ ihr Debut eingebrettert hat. Rein optisch fahren die Finnen anscheinend auch stark die Black Metal Schiene, musikalisch bilden die 33 Minuten aber eine durchaus gelungene Vermischung an satanischem Death Metal der Sorte ANGEL CORPSE mit direktem Dauer-Knüppel Black Metal der Gattung MARDUK und teilweise auch neueren MAYHEM, wobei die Jungs hier alles sauber eingeholzt haben. Rifftechnisch lässt sich auch Talent erkennen, so gibt’s hier viele typisch rasende und leicht melodiöse „Black“ Parts, die dann wieder mehr brachial „Death“ werden, dabei aber auch alles wieder durch viele Tempowechsel aufgelockert wird, wobei sich dann auch wieder im Midtempo Bereich eher „Death“-mäßige Parts sowie dunkle disharmonische „Black“ Parts die Waage halten. Allerdings hat hier schon alles irgendwie einen schwarzmetallischen Anstrich verpasst bekommen, sodass von reinem Death Metal nicht wirklich geredet werden kann. Die Boltzerei ist vom Tempo auch ordentlich und flott, während gesanglich meist Black Metal-mäßige kreischende Vocals verwendet werden, die ganz passabel klingen, stellenweise kommt da aber noch eine akzeptable tiefe growlige Todestimme hinzu, ja und manchen Part hat man dann noch mit cleanen chorartigen Vocals untermalt, was ich aber ziemlich nervtötend finde. Wer jetz meint, dass das alles völlig sinnlos zusammengezimmert wurde, der irrt, denn diese Stilwechsel haben FUNERAL FEAST wirklich passend ineinandergefädelt und generell eine gute Mischung geschaffen. Erstaunlicherweise verzählt auch das Labelinfo in diesem Fall mal keinen kompletten Gehirnstuhlgang. Tja, wie bewerte ich das nur jetzt? Ich würde auf jeden Fall sagen, dass der Black Metal Eindruck hier deutlich überwiegt, da FUNERAL FEAST mir in erster Linie als „moderne“ Black Metal Band mit kleinem Death Metal Anstrich erscheint, und auch wenn die Finnen durchaus eine gute aggressive aber auch variable Ballerscheibe geschaffen haben, so richtig kicken tut´s bei mir nicht, zumal auch der Sound bei aller Wucht mir noch zu klar rüberkommt und die Band irgendwie nicht so recht die nötige Rohheit vermittelt. Anchecken kann sich aber lohnen, auch wenn FUNERAL FEAST hier nicht so ganz nach meinem Geschmack kloppen, Black Metaller die wie gesagt auf modernen Sound der Sparte MARDUK oder die letzte MAYHEM abgehen könnten an FUNERAL FEAST durchaus Gefallen finden.
Björn
 
FUNERAL REVOLT - The perfect sin  
 
CD - VÖ 2005  
Metal/Rock - Griechenland -  Sleaszy Rider Records    
 
Laut Info wurden FUNERAL REVOLT bereits 1989 als Deathmetal-Kapelle mit Doomfeeling gegründet und schmissen die Brocken nach 2 Demos und 'ner EP 1994 entnervt hin. Im Jahre des Herrn 2004 entschloss man sich in gleicher Besetzung wieder Musik zu machen. Haben die etwa 10 Jahre im Koma gelegen??
Wer jetzt aber glaubt, Griechen wären per se langweilig und berechenbar und sie könnten nur Gyros, Ouzo, Schafskäse konsumieren und Fußball-Europameister werden, der wird mit Eselreiten, nicht unter 3 Stunden, bestraft. Denn FUNERAL REVOLT haben ihre Liebe zum Kommerz entdeckt und präsentieren sich als griechische Antwort auf die Frage, wie viel 666 zum Quadrat ist. Industrial-Rock mit Metal- und Gothic-Elementen. Klingt vom Riffing, Rhythmus und den Elektrospuren her mal nach RAMMSTEIN wie im Opener „Six Was Nine“ und dank elektrischer Gesangsverfremdung („Fear Formula“) mal nach MARILYN MANSON. Eine kräftige Dosis TYPE O NEGATIV ist auch nicht zu verleugnen, insbesondere der Abschlusstrack „But Not Forgotten“ könnte aus der Feder von Long-Dong Peter Steele geflossen sein, wobei der Gesang mich sogar teilweise an das CARNIVORE-Debut erinnert.
Bevor die Herren aber mit ihren Gyrosspießen auf mich losgehen, möchte ich ausdrücklich betonen, dass FUNERAL REVOLT trotz obiger Einflüsse verdammt eigenständig klingen und mit der richtigen Promotion sicherlich Chartpotenial hätten. Auch die Produktion ist höchst professionell und konsensfähig. Deshalb dürfte „The Perfect Sin“ auch in erster Linie die Leserschaft des (Metal) Hammers ansprechen, wo ihr letztjähriges Demo gar Demo des Monats wurde. Denn mit Deathmetal haben FUNERAL REVOLT nix mehr an der Mütze.
Wolfram
 
 
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