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Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
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 FORSAKEN, THE - Manifest of hate  
 
CD - VÖ 2001  
Death-Metal - Schweden -  Century Media  
 
Ein weiterer schwedischer Newcomer, doch dieser hat es wirklich in sich. Wie schon im Interview erwähnt, liegen The Forsaken irgendwo zwischen At the Gates, Arch Enemy und Dissection und durch die teilweise sehr atmosphärischen Parts könnte man auch Morbid Angel als Vergleich heranziehen. Beim Opener und härtesten Track "Seers Hatred" wird in alter US Death Manier dem Hörer klargemacht, das die Band mit In Flames etc. nichts zu tun hat, denn dafür sind sie viel zu brutal. Höchstens Track 3 "Betrayal within Individuals" erinnert ein wenig an die Melodic Death Metal Bands. Ansonsten gehen die Jungs ziemlich brutal zu Werke, und das auf einem sehr hohen spielerischen Niveau. Man kann der Band wirklich nicht anhören, das sie aus Schweden kommt und das ist ihr großer Vorteil. Produktionsmäßig wurde die Scheibe zwar in Schweden im Abyss eingezimmert, jedoch klingt sie wesentlich rauer als die meisten Produktionen, die dort herkommen. Sänger Anders wechselt auch ständig zwischen tiefen Growls und heiserem Geschreie, so das ich The Forsaken in Punkto Eigenständigkeit wirklich diverse Pluspunkte geben muss, denn sie ist mit keiner anderen Band zu vergleichen. Wenn ihr auch nur eine der o.g. Bands mögt, dürfte "Manifest of Hate" ein Pflichtkauf für Euch sein, von dieser Band wird noch einiges zu hören sein, da bin ich todsicher. Alles weitere wie schon oben erwähnt im Interview in diesem Heft! .
Ingo
 
FORSTH - Winterfrost  
 
CD - VÖ 1998  
Black-Metal - Schweiz - M.O.S. Rec.    
 
Bei diesen lustigen Gesellen aus dem Schoki-Land reichen zwei Farben nicht nur für die heitere Kriegsbemalung aus ... Nein, auch das Cover ist dezent in Schwarz/Weiß gehalten. Und wer sich lyrisch mit dem am Arsch nagenden Winterfrost auseinandersetzt setzt das natürlich akustisch auch mit Kreischgesang und mal rasenden, mal stampfenden Songs um. Dabei fällt aber erst mal der verhältnismäßig gute Sound auf und auch die Musik kann vor allem bei den langsameren Passagen überzeugen. Keyboards gehören ja inzwischen auch zum normalen Handwerkszeug eines Schwarz-Metallers und somit fehlen auch bei den schwarz/weißen Schoki-Freaks keine Flächensounds und auch die Damen, bei denen sich Ragnath und Co. die Kosmetika geborgt haben dürfen hier mal säuseln. Tja, auf jeden Fall eine der besseren Veröffentlichungen aus dem Kasperle-Theater. Schwarze Seelen dürfen sich die Ergüsse unserer bleichen Freunde hier also ruhig mal antun.
Karim
 
 FOZZY - All That Remains  
 
CD - VÖ 2005  
Metal/Rock - U.S.A. -  SPV/Steamhammer    
 
"All That Remains" ist das mittlerweile schon dritte Album von Fozzy, einer Band, von der ich vorher ehrlich gesagt - trotz des etwas albern anmutenden Namens - noch nie bewusst Notiz genommen habe, obwohl sie lt. Infoblatt wohl durchaus schon einige Einsätze auf MTV und MTV2 hatte. Das kann zum einen allerdings daran liegen, dass dies nicht unbedingt meine bevorzugte Fernsehunterhaltung ist und außerdem daran, dass diese Band sich musikalisch eher im Schnittbereich von Metal und Rock bewegt, was ich auch nicht für meine primäre Baustelle halte. Nichtsdestotrotz hatte ich beim ersten Anspielen der Scheibe sofort das Gefühl, die Songs schon mal gehört zu haben. Das hat seine Ursache vermutlich darin, dass einerseits der Gitarrensound der Rhytmusbegleitung verdammt nach Stuck Mojo klingt (was ja auch nicht weiter verwundert, wenn man weiß, dass u.a. Rich Ward, der ehemalige Bandleader von Stuck Mojo, hier in der Gitarrenabteilung arbeitet) und die Songs außerdem sehr stark auf der Linie von Bands von Limp Bizkit, Kid Rock oder P.O.D. liegen, deren Songs man sich ja kaum entziehen kann, wenn man zwischendurch das Radio laufen lässt und die sich dadurch heimlich in das verbliebende Resthirn gebrannt haben. Im Vergleich zu den genannten Bands klingen Fozzy aber noch eine ganze Spur rockiger, roher und nicht so kommerztauglich glattgebügelt. Stellenweise fühle ich mich an alte C.O.C.-Sachen erinnert, manchmal ist auch der Stuck Mojo-Stil angenehm dominant, was die Songs ziemlich dick aus den Boxen grooven lässt ("phat" wollte ich als Attribut vermeiden...).
Vielleicht um dem ganzen noch ein bisschen mehr Metal-Anstrich zu geben, dürfen dann auch noch mal Marty Friedman (Ex-Megadeth) und Ozzy's finest guitarman Zakk Wylde ein kleines Stelldichein geben und so'n bisschen an den Saiten zupfen. Wider meinen Erwartungen beim Lesen dieser Informationen wirken diese Parts aber nicht aufgesetzt, sondern passen sich gut in das restliche Songgefüge ein, Beleg dafür ist vielleicht, dass ich die Stellen an denen die Herren Virtuosen zum Einsatz kommen, größtenteils nur raten aber nicht definitiv bestimmen kann.
Den Part am Mikrofon übernimmt mit WWE-Wrestler Chris Jericho ein Mann, der weiß, wie man eindrucksvoll vor sich hinschreien kann, um die Menschen zu beeindrucken, erstaunlicherweise trifft er aber auch die etwas ruhigeren Töne, die in manchen Songs vorhanden sind, sehr gut. An manchen Stellen klingt er sogar wie der junge Herr Osborne, bevor er angefangen hat, vor einem Millionenpublikum mit Schinken und gammeligen Brot auf seine Nachbarn zu schmeißen und sich das Gehampel von MTV bezahlen zu lassen (vielleicht ist der wylde Zakk ja auch nur dem Klang der Stimme gefolgt und daher nur versehentlich bei Fozzy im Studio gelandet...) Man hat definitiv nicht den Eindruck, der gute Chris ist nur als prolliger Promo-Clown auf die Besetzungsliste geschoben worden oder macht das hier nur, um auf Deibel komm raus auf allen Kanälen auf sich aufmerksam zu machen, wie das bei anderen Herrschaften aus der Branche ja manchmal so üblich ist.
Nach mehreren Hördurchläufen fällt auf, das diese Scheibe an mehreren Stellen sehr hohen Wiedererkennungswert hat und sowohl durch etliche knackige Grooveparts als auch durch zahlreiche "ohrenschmeichelnde" Hooklines begeistern kann. Wer sich musikalisch mit den o.g. Bands dacor erklären kann und es gerne auch mal etwas roher aber trotzdem ordentlich zum Mitwippen mag, der sollte sich "All That Remains", mal näher zu Gemüte führen, ich für meinen Teil werde gleich nochmal die Repeat-Taste drücken.
Lutz
 
 FRAGMENTS OF UNBECOMING - Skywards (Chapter II - A Sylphes Ascension)  
 
CD - VÖ 2003  
Death-Metal - Deutschland -  Metal Blade Rec.  
 
Der Nachwuchs in Deutschland ist nach wie vor noch vorhanden. Und es gibt auch noch Bands die es in der heutigen Zeit sogar noch schaffen einen Plattenvertrag bei einer renommierten Plattenfirma zu ergattern. Eine davon sind FRAGMENTS OF UNBECOMING, die durch Ihre selbstfinanzierte Mini CD schon durchaus für Aufsehen im Underground gesorgt haben und nun verdienter maßen Ihre Debüt CD über Metal Blade veröffentlichen. Musikalisch spielt man melodischen Death Metal, der sehr an die großen schwedischen Vorbilder orientiert ist, jedoch auch teilweise recht brutal rüberkommt. Manchmal erinnert mich der Sound ein wenig an die Frühwerke von Night in Gales oder auch Dark Tranquillity, manchmal aber auch eher an Bands wie z.B. Kataklysm zu Ihrer melodischen Phase. Obwohl der Sound an sich nichts weltbewegend neues bietet, klingen FRAGMENTS OF UNBECOMING ziemlich frisch und unverbraucht und es macht Spaß die Songs zu hören. Hier und da ist vielleicht ein Riff zuviel des Guten, doch die Jungs verstehen es immer noch irgendwie die Kurve zu kratzen und den roten Faden nicht zu verlieren. Die größtenteils ziemlich schnellen und technisch auf sehr hohem Niveau gespielten Songs werden zur Auflockerung immer durch Akkustikinstrumentals aufgelockert, so dass nie wirklich Langeweile aufkommt. „Skywards...“ ist somit von vorne bis hinten eine solide Melodic Death Metal CD geworden, die an die guten Zeiten der Anfangstage im Göteborg Death Metal erinnert. Freunde von alten Dark Tranquillity, In Flames, Unanimated und auch At the Gates werden mit dieser CD bestens klarkommen. Die Produktion ist auch ordentlich ausgefallen und klingt sogar ein wenig roh und nicht so perfekt arrangiert wie z.B. Produktionen aus dem Fredman Studio, was mir persönlich sehr zusagt, denn dadurch gewinnt die Band sogar noch ein wenig mehr an Härte.
Wer schwedischen Death Metal liebt, kann sich eine weitere Band notieren und FRAGMENTS OF UNBECOMING hoffentlich auch weiterhelfen Ihren eingeschlagenen Weg erfolgreich weiter zu führen.
Ingo
 
 FRANTIC BLEEP - The Sense Apparatus  
 
CD - VÖ 2005  
Progressive Metal - Norwegen -  Earache  
 
Puh, das ist ja mal wieder ein schwer zu beschreibendes Stück Musik, dass Frantic Bleep aus Norwegen hier mit ihrem Debut vorlegen. Im Labelinfo werden Bands wie Cynic, Latter-Day, Death, Arcturus, Borknagar und Spiral Architect genannt, wobei ich die heftigeren Vertreter in dieser Auflistung doch eher weiter hinten an stellen würde, im groben Durchschnitt fällt "The Sense Apparatus" dafür zu soft aus (jetzt mal bezogen auf die Durchschnittsgeschwindigkeit der Songs). Der Cynic-Vergleich ist gar nicht mal so schlecht, wenn man hier die eher ruhigen Nummern vor dem geistigen Auge hat, spontan fallen mir auch noch Sachen wie Gordian Knot oder - und das passt vielleicht noch am besten - Aghora. Wenn man dann noch weiß, dass Agnete M. Kirkevaag von Madder Mortem an dieser Scheibe mitgewirkt hat, dann hat man noch ein Teilchen mehr in diesem Soundpuzzle gefunden, um das ganze zu einem Komplettgebilde zusammen zu setzen.
So vielschichtig wie die genannten Vergleiche ist auch die Musik von Frantic Bleep, die, durchgängig auf hohem technischen Niveau arrangiert und umgesetzt, zwischen ruhigen, schweren und melancholischen Passagen bis hin zu heftigen, mit druckvollen Gitarrenriffs untermauerten Parts pendelt. Der rote Faden, der sich durch diese Scheibe zieht, ist etwas, was ich in Ermangelung besserer Bildsprache als ein schweres Klanggewand bezeichnen möchte, wie ein schwerer Mantel, bei dem man während des Tragens spürt, wie er die Schultern nach unten drückt und den Träger in die Knie zwingt, wenn er nicht standhaft die Beine durchdrückt; der Strudel in der Mitte des Sees, der einen erbarmungslos nach unten in die kalte Dunkelheit zieht, wenn man sich zu weit hinausgewagt hat... Heijeijei, das waren ja mal wieder haptische Vergleiche par exellance, das gibt doch bestimmt 'ne Klammerbemerkung vom Chef...
Wenn man sich diese Scheibe so anhört, hat man das Gefühl, dass der Release vom Feeling her besser zum Herbst oder Winter gepasst hätte, anstatt als musikalischer Frühjahrsbote in die Läden gestellt zu werden aber vielleicht ist gerade dies der notwendige Kontrast bei all den aufkeimenden Frühlingsgefühlen und der aufkeimenden Glückseligkeit - Frantic Bleep holen Euch wieder runter. Alles in allem eine sehr höhrenswerte, wenn auch nicht gerade einfache Scheibe, die nicht mal eben nebenbei gehört ist (wenn man sich denn mit der Musik auseinandersetzen möchte, was in dem touchierten Genre aber ja wohl gängige Praxis sein dürfte...) und für die man sich ruhig mal ein paar Minuten Zeit nehmen sollte - nicht unbedingt der Dudel-Soundtrack zum Angrillen mit der Maurerkiste, eher was für 'ne ruhige Pulle Rotwein auffem Balkon vorm Sonnenuntergang.
Lutz
 
 FREEDOM CALL - The Circle Of Life  
 
CD - VÖ 2005  
Heavy Metal - Deutschland -  SPV/Steamhammer    
 
"The Circle Of Life" ist der mittlerweile sechste Output von Freedom Call (inkl. einer EP und einer Live-Scheibe) und so wie es scheint, bleibt die Band ihrem eingeschlagenen Weg treu und liefert hier einen Output ab, der zwar nicht für großartige Überraschungen sorgt, anderseits aber in der gewohnten Qualität aus den Boxen kommt, so dass Fans der Band nicht enttäuscht sein dürften. Musikalisch wird die komplette Bandbreite des Melodic-Metal abgedeckt, soll heißen, es sind Songs dabei, die man schon fast in die Abteilung "Pop meets Hardrock" einordnen könnte (und wo ich zwischenzeitlich schon fast ein schlechtes Gewissen habe, die Scheibe für ein Magazin namens "Lärmbelästigung" zu rezensieren...), anderseits geht es zwischenzeitlich aber auch ganz ordentlich zur Sache und die Klampfen knattern ein anständiges Soundgewitter aus den Membranen. Die obligatorischen Chöre dürfen natürlich auch nicht fehlen und werden wohl dosiert und sehr effektiv eingesetzt. Alles in allem eine Scheibe, für die Freedom Call wohl nicht unbedingt den Originalitäts-Nobelpreis abstauben dürften aber Ihre Fangemeinde sicher bei Laune halten werden und vielleicht den einen oder anderen potientiellen Interessenten dazugewinnen können.
Lutz
 
 FREEVIL - Freevil burning  
 
CD - VÖ 2008  
Death/Thrash - Schweden - Nastified Prod.    
 
Mit Tomas Andersson (DENATA), Mique Flesh (SÉANCE, WITCHERY, SATANIC SLAUGHTER) und Roger Blomberg (auch DENATA) sind die Bandmitglieder fest etablierte Größen in der schwedischen Metal-Szene – auch wenn keine Heroen. Diesen Bands bin ich noch nie aktiv begegnet, was dazu führt, dass ich FREEVIL ganz ohne Vergleiche rezensieren kann. Ob das ein Vorteil ist, weiß ich nicht, denn eigentlich ist Freevil Burning (ihr Debüt) eine sehr unausgegorene Geschichte. Es ist nicht 100 % Scheiße, denn man merkt natürlich, dass die Herren nicht erst gestern angefangen haben, ihre Instrumente zu spielen. Aber gefallen mag mir’s nicht. Das fängt alleine schon beim Cover an, dass irgendeine nackte Tuse mit Tomatenketchup („Blut“) übergossen zeigt. Aber das grösste Manko sind wirklich die unglaublich präsenten Keyboards, Synthesizer, Orgeln, Star Trek-Pfeifen, Akkordeons usw. Keine Angst, symphonisch ist das nicht, sondern schon melodischer Death/Thrash – aber toll auch nicht. Sehr, sehr gewöhnungsbedürftige Halford-Vocals mischen sich ins Bild (und dominieren es auch!). Also alles nicht so richtig Fisch oder Fleisch, wovon auch die zu langen Lieder (zumindest kommen sie mir lang vor) beitragen. Die spazieren oft wirklich ins Nirgendwo und bleiben da auch viel zu lange. Klar, die Scheibe hat auch ihre sympathischen Momente, wenn die Lieder von doomig-schleppenden Passagen begleitet werden (z.B. „Killing Spree“). „Hate“ könnte soagr fast PARADISE LOST aus der Gothic-Ära sein, wobei sie da auch gleich mal lieber eine Frauenstimme ans Ende geschmissen haben. Mir kommt bei der Scheibe keine frohe Laune, obwohl die Kirmesorgeln das wohl eigentlich erreichen sollten. Kann sein, dass es Fans ihrer anderen Bands gefällt (und anscheinend hat die Scheibe auch gute Reviews in der Metal-Presse bekommen…). Ich muss es mir aber nicht antun. Tut mir ja leid.
Henrik
 
 FRIGHTMARE - Midnight Murder Mania  
 
CD - VÖ 2004  
Death/Grind - U.S.A. -  Razorback Rec.  
 
Alle was weltweit ähnlich wie Impetigo, Terrorizer, Autopsy oder Repulsion rumrumpelt wird ja bekanntlich von Billy unter Vertrag genommen. Generell begrüße ich das auch sehr von ihm ,da ich die Labelpolitik von Razorback sehr geil finde und mir 89,666% seiner Releases super gefallen. Bei Frightmare aus den USA ist das diesmal aber nicht ganz so der Fall. Im Booklett zu „Midnight Murder Maniac“ danken die Jungs folgenden Bands für Einflüsse: Misfits, Repulsion, Napalm Death, Danzig, Carcass, Metallica, Pungent Stench, Suicidal Tendencies und weitere.. Nun generell eine nette sache, aber für mich klingen Frightmare wie eine abgeschärfte Version von Impetigo mit Hang zur Melodie. Also nicht so der Hammer. Der Gesang ist ziemlich drucklos, ebenso wie die rumpelige Produktion. Natürlich lassen sich die Einflüsse von Carcass nicht leugnen (Logo alte Carcass!), aber irgendwie zieht die Scheibe nicht.
Thomas
 
 FUBAR - Justification of criminal behaviour  
 
CD - VÖ 2005  
Grindcore - Holland -  Bones Brigade  
 
Die Kegelbrüder von FUCKED UP BEYOND ALL RECOGNITION haben ja schon einige geile Split-Veröffentlichungen und 7“-Singles verbrochen, wobei mir besonders die Split mit CATHETER noch glückliches Aufstoßen verursacht. Auch auf den Bühnen der Welt machten die Holländer in der letzten Zeit mächtig Alarm, so dass sie es vermutlich bitter ernst meinen.
Über den Umweg des französische Label Bones Brigade, welches inzwischen reichlich kultige Veröffentlichungen im Grind- und Gorebereich zu verantworten hat, findet nun endlich das „Debütalbum“ den Weg in die Kinderzimmer. Schade nur, dass die Puste noch nicht mal für ein halbes Stündchen Krach gereicht hat, aber wozu gibt es die Repeat-Taste?
Musizierten F.U.B.A.R. auf der Split mit CATHETER noch mittig auf der Old-School-Grindcore-Spielwiese mit leichter Crustkante, überrascht „Justification Of Criminal Behaviour“ durch eine deutliche Kurskorrektur: Crustcore, Power Violence und Hardcore ist extrem angesagt und klassischer Grindcore findet nur noch am Rande statt.
Besonders deutlich sticht der neue Stil dem Hörer bei den Vocals ins Ohr: Neben gewohntem Grunzgesang schreit sich die zweite Stimme gleichberechtigt im typischen Hardcore-Style die Seele aus dem gebeutelten Leib. Das grindtypische Schweinequieken bleibt dabei zerstückelt am Schlachthausboden zurück und wird nicht weiter bemüht. Allerdings nervt mich bei einigen Tracks die Hardcore-Shouterei an, die ruhig etwas mehr in die zweite Reihe gedrängt werden dürfte.
Dafür bleibt der irre hohe Energie- und Aggressionslevel erhalten und die Scheibe wurde verdammt fix eingeprügelt. Auf großartige Riffs, Refrains oder sonstigen Firlefanz wurde zum Großteil verzichtet, weshalb die Songs beim ersten Hören sich kaum von einander abheben und mehrmaliges Durchhören Pflicht wird. Halt, „Buy This“ kann mit einem prallen Chorus aufwarten und während „At The Frontlines Of Obliteration“ blitzt kurz ein fettes Riff auf.
Obwohl die Scheibe recht lärmig und oft etwas chaotisch rüberkommt, liegt das eher an den Kompositionen und dem Gitarren-Geschreddere als an der Produktion, denn jedes einzelne Instrument ist heraushören. Insbesondere der röhrende Basssound tritt gewaltig Arsch!
Als Rausschmeißer überrascht uns noch ein kurzer Hardcore-Techno-Remix, den ein Kumpel der Band zusammengeklickt hat. Der Track hört auf den Namen „Fucked Up Beyond 7C“ und erinnert entfernt an Soundexperimente von ATARI TEENAGE RIOT, bleibt aber letztendlich wenig spektakuläres und zu langes Gimmick zum Abschluss.
Lyrisch bleiben F.U.B.A.R. ihrer punkigen Linksaußen-Attitüde treu und das ist auch gut so: Hier heißt es Krieg dem Krieg und mit verdammt dickem Hals wird gegen Staatsterror, die verlogene Gesellschaft, Sex-Tourismus und all die anderen Schweinereien gewettert, die der Großteil der mündigen Bürger mittlerweile als Selbstverständlichkeit hingenommen hat. Natürlich sind die Texte zum Selbststudium und Vorsingen im Booklet enthalten.
Somit erkläre ich „Justification Of Criminal Behaviour“ zur europäischen Antwort auf BENÜMBs endgeilen Hassbatzen „By Means Of Upheaval“, wobei die Holländer wegen dem übertriebenen Hardcore-Gebölke nach Abzügen in der B-Note nur eine fette Zwei Plus einfahren können.
Wolfram
 
 FUCK I'M DEAD - Split mit ENGORGED  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Grind - Australien/U.S.A. -  No Escape Rec.    
 
Auf dem FUCK...I`M DEAD eigenen Label No Escape erscheint nun diese 26minütige Killer Split MCD, die mit zwei der besten Bands im derzeitigen Death/Grindcore Sektor aufwartet. Zunächst legen FUCK…I´M DEAD nach ihrer Debut Scheibe „Bring on the Dead“ kräftig nach und prügeln acht neue Kracher durch, die mich echt extremst plätten. Zum einen wäre da dieser möderextreme Drumcomputer der so tonnenschwer programmiert ist und immens Druck unterm Arsch macht, und wie bei einem Computer ja eigentlich zu erwarten, auch einige verdammt schnelle Blastbeats ausspuckt. Ich störe mich auch nicht dran es kein echter Drummer ist, denn FUCK…I´M DEAD hauen einfach viel zu kräftig auf die Kacke hier, gesanglich wird wie gewohnt rumgegrowlt und mit hyterisch fanatischen Kreischvocals gepaart, während die Gitarrenarbeit sehr variabel daherkommt, viele frickelige Parts und auch mal kurze melodische Anpielungen, dann wieder nach vorne deathgrindend, dazu dieses wildgeworden Drumgeballer. Die Jungs machen konstant auf verdammt harte Weise Druck und gehen konstant nach vorne los und verlieren sich wirklich niemals in Wiederholungen und Eintönigkeit, zumal auch die Songs extrem variabel zwischen wie gesagt Hypergeballer, Groove und Midtempo oder verzwickter Frickelei sind. Der Abwechslungsreichtum der Tracks ist wirklich beängstigend und nahezu unerreicht in dieser Sparte Musik, aber auch die Intensität wird hier in ungeahnte Höhen hochgeschraubt, wozu auch der sehr dichte und wuchtige Sound sein übriges tut. Ich bin echt baff, so geil und erfrischend hatte ich FUCK…I´M DEAD gar nicht in Erinnerung. Weiter geht’s dann mit den freakigen ENGORGED, die hier aber kein neues Zeugs an den Start bringen, sondern 5 ältere Songs von Singles etc. präsentieren, bei denen noch Sänger Akkad hinterm Mikro rumprollt. Das Material ist dabei noch im eher straighten, thrashenden direkt in die fresse Grindcore Stil der frühen ENGORGED, also viel direktes schnörkelloses aber abgedreht wildes Geprügel, mit wilden Growls und Mitgröhl Refrains sowie allerlei Soloeinlagen, die mitunter sehr melodisch ausgefallen sind aber den Tracks auch eine eigene Note verleihen. Soundmäßig kicken alle Tracks ordentlich in die Eier und beweisen dass ENGORGED einfach eine saukultige und verdammt wilde Grindhorde sind. Eine Sammlung an verdammt geilem ENGORGED Zeugs also. Tja und insgesamt ist die Scheibe somit ein absoluter Pflichtkauf, da hier einfach zwei Killerbands ausnahmslos Druck machen und eine Offenbarung an wüstem, wilden, fetten, gnadenlosen Abgeh Death/Grind zelebrieren. Wahnsinn!!!
Björn
 
 
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