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Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
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 FOREVER NEVER - As Ice  
 
CD - VÖ 2006  
Metalcore - England -  Casket Music    
 
ModernMetal nenne ich das mal, was die Engländer hier bieten. Eigentlich ein weiterer überflüssiger, weil ausgeschlachteter Trend. Der Haken dabei ist, dass diese Band mir sogar zusagt. Die Refrains sind richtig hymnisch und das Dutzend spannender Songs ist präzise eingehämmert worden. Der ModernMetal Liebhaber sollte eigentlich alles finden was er an diesem Genre mag: gutes Geschrei und teilweise knüppelhartes (recht eigenständiges) Riffing, daneben die melodische Komponente mit den Refrains (guter Gesang!). Dazu kommt eine nicht zu vernachlässigende Variabilität (fast ein bisschen technisch angehaucht), so dass man auch längere Zeit Freude
an diesem Album haben kann. Als Gegen-/Negativbeispiel fallen mir hier die unsäglich langweiligen LinkinPark mit ihren zweieinhalb Tönen pro Lied und ungefähr einer Arrangementidee pro Album ein.
Die Produktion ist schön fett (aber nicht übertrieben), sprich passend zur Musik modern angehaucht. Schon lange konnte mich keine britische Band derart überzeugen (auch wenn es ganz und gar nicht meine Stilrichtung ist). Sofern die Zielgruppe noch nicht durch den gehypten Mist völlig taub in Bezug auf Qualität geworden ist, könnte der Fünfer durchaus etwas reißen.
Falls ihr neugierig geworden seid: holt euch diesen vielversprechenden Newcomer
Xaver
 
 FOREVER SLAVE - Alices Inferno  
 
CD - VÖ 2005  
Gothic-Metal - Spanien -  Armageddon Music    
 
„Hmm, mal ehrlich: dieses Album könnte man mit drei Sätzen beschreiben. Ach was, mit drei Worte: Gothic, Frauengesang, nett. Da wir uns hier aber alle dem Kulturgut deutsche Sprache verschrieben haben, wollen wir mal das Beste draus machen. Die Mannen um Sängerin/Gründerin Lady Angellyca haben sich also dem traurig-schummrigen Genre des Gothic verschrieben und sich gedacht: „Wir klingen eh wie alle anderen (the Gathering, Nightwish), also lasst uns ein Konzeptalbum machen“. Gesagt, getan und nun gehört. Im groben handeln die Sopranvocals der Lady und die teilweise eingeworfenen Growls des Drummers in Verbindung mit symphonisch-düsteren Songs nun denn also von benannter Alice, die ihre Eltern umgebracht haben soll, sich daran jedoch nicht erinnern kann und in einer Irrenanstalt wieder aufwacht. Als dann muss sie nun also versuchen des Rätsels Lösung alleine zu finden. Nette Idee sagt man da. Nur musikalisch weiss die Band nicht wirklich zu überzeugen. Treffen Vergleiche mit anderen (siehe oben) durchaus zu, ist das Problem, dass diese besser sind. Sowohl Songwriting, Umsetzung und vor allem Produktion lassen hier zu Wünschen übrig. Wenn man sich eh generell auf düsteren Lebens- und Musikpfaden befindet und auch bei vierzig Grad im Schatten lieber im abgedunkelten Zimmer sitzt und Räucherstäbchen schnieft, dann sollte man sich diese Gothic(nach)geburt mal zwischen die Ohren klemmen. Ansonsten: es gibt Bessere(s)!“
Andre
 
 FOREVER WILL BURN - Forever will burn  
 
CD - VÖ 2007  
Metalcore - Südafrika -  Witchdoctor Rec.    
 
Das Debüt der Südafrikaner FOREVER WILL BURN macht rundherum eine gute Figur. Auf den zehn vertretenen Stücken frönt man einer Legierung, die man ansonsten eher aus skandinavischen Gefilden gewohnt ist. Unüberhörbar hat die Mucke der fünf Afrikaner einen massiven schwedischen Einschlag. Eindeutiger Beleg dafür ist die exzellente Gitarrenarbeit mit seinen packenden Harmonien und soliden Riffing. Kurz und knapp könnte man die Band als melodische Death Metal Formation bezeichnen, die ihr Material mit einer Dosis Thrash sowie einer Prise Metalcore verfeinert. Das Musiziertempo bewegt sich überwiegend im gehobenen mittleren Geschwindigkeitsbereich und lässt die Melodien so perfekt zur Entfaltung bringen. Das Qualitätslevel der Tracks ist hoch und gleichbleibend, kein Song fällt irgendwie ab, aber es sticht auch keiner sonderlich heraus. Von gesangstechnischer Seite ist Abwechslung angesagt. Man mixt altbewährten Kreischgesang mit tieferen, gegrowlten Vokals und schiebt ab und an auch ein paar „normale“ Gesangspassagen mit ein. Die Produktion des Album ist vortrefflich ausgefallen und hat durchaus internationalen Standard. FOREVER WILL BURN spielen unbekümmert und frisch drauflos und können somit ein paar Pluspunkte mehr einheimsen als vergleichbare Akts aus europäischen Gefilden. Anhänger genannter Stilrichtung können bei Sichtung den Fünfer durchaus mal anchecken. Solides Album!
Michael
 
 FORGOTTEN SUNRISE - Willand  
 
CD - VÖ 2007  
Electro/EBM - Estland -  My Kingdom Music    
 
Heidewitzka, beim Hören dieses Albums kehrt die Erinnerung an das Roskilde-Festival von 2006 zurück, als ich gut angetrunken mit einem Kumpel nachts um drei in das riesige Techno-Zelt gestolpert bin und überall Rauch, Laser und Menschen in weißen Plastiksack-Kostümen waren. Ein surreales Erlebnis, dass mit einem Sonnenaufgang in feinstem Rosarot und einem gigantischen Schwarm Möwen endete. Soweit zu diesem Tagebucheintrag… Warum das Ganze? Tja, weil My Kingdom wirklich ein sehr eklektisches Label ist und keinerlei Scheu kennt. So sind sie, die Italiener (solange sie keine RHAPSODY (OF FIRE!)-Kopien engagieren…).
Anscheinend waren die Esten wohl mal eine Death/Doom-Band in ihren jüngeren Tagen. Das sind sie jetzt auf gar keinen Fall mehr. Dafür gibt’s jede Menge programmierter Drum-Beats für die Ecstasy-Generation, männliche und weibliche, Gothic-angehauchte Stimmen, ‚fretless’ Bass und sogar jüdische Harfen. Das Cover ist auch eigenartig aufgemacht: ein kahler, verzweifelter Mann mit einer hervorstechenden Wirbelsäule, der sich wohl in der Badewanne das Leben nehmen möchte, weil er ein Engel ist. Interessant, nicht? Genauso wie die Musik, die im Laufe des Albums noch etwas komischer wird. Da gibt’s eine Art Balladen in Prophylactic EUthanAsia und The Ownle: Noise, in Veri De:p Shortgut erkennt man die härteren Tage der Gitarren und mit Manyone tritt ein Lied auf, dass über die Plage der Moskitos berichtet (Ganz richtig, Moskitos sind aufgrund Malaria usw. ein richtiger Killer!). Die weniger freakigen Lieder erinnern an Ulver in ihrer experimentellen Phase (was deutlich machen sollte wie ‚anders’ die meisten Lieder sind) und der Drum’n’Bass kommt auch ins Rampenlicht. Schon ein Hirnfick die Platte… Für die meister Leser dieser Seite wohl eher nix, aber für Leute, die für alles offen sind, ist es ein Anspieltipp. Die genannten Lieder gefallen mir persönlich sehr gut, aber alle anderen, die zu Techno-mässig sind, leider gar nicht.
Henrik
 
 FORGOTTEN TOMB - Loves Burial Ground  
 
CD - VÖ 2004  
Black-Metal - Italien -  Adipocere Rec.    
 
Hektisch versuche ich das Päckchen aufzureißen und schon nach wenigen Sekunden lächelt mich freundlich die dritte und aktuelle Scheibe der italienischen Suicider „Forgotten Tomb“ an. Na ja mehr oder weniger freundlich, so versucht doch gerade covertechnisch ein Kleinkind Bekanntschaft mit einer schicken Knarre zu machen. Da stellt sich mir doch prompt die Frage, ob das der Zögling eines der Bandmitglieder ist, der seine Kindheit in ständig dunklen Kellerräumen und unter dem Banner der Rasierklinge verbringen „darf“ oder nicht.
Wundern würde es mich jedenfalls in Anbetracht dieses rundum herrlich depressiven Machwerkes auf keinen Fall. Die 9 Songs sind sowohl musikalisch als auch lyrisch so dermaßen glaubwürdig auf Selbstzerstörung und Ausweglosigkeit getrimmt, dass einem teilweise die Nackenhaare zu Berge stehen. Dabei spielen die Italiener geschickt mit der Gefühlswelt eines jeden Hobbyselbstmörders, indem sie über kurze Strecken eine Art akustischen Hoffnungsschimmer inszenieren, um den Hörer dann nur wenig später nackt und allein in völliger Dunkelheit zurückzulassen. Durch diese Überraschungsmomente bleibt das Album auch nach längerem Konsum noch spannend und lädt immer wieder gerne zu Ausflügen in dunklere Gefilde der Seele ein.
Der Mix aus Shining, alten Katatonia und Burzum überzeugt über die komplette Spielzeit und enthält von extrem langsamen Parts über Akkustickspielereien bis hin zur puren Raserei alles, was das schwarze Herz zum Leben oder eben Sterben benötigt.
Ein weiterer Pluspunkt von „Love´s Burial Ground“ ist ausserdem die hervorragende Weiterentwicklung, die die Band durchgemacht hat. Angefangen als mayhemartiger Black Metal Vertreter, gestellten sich im Laufe der Zeit immer mehr depressive Doom Metal Elemente zum rohen Sound der Anfangstage, der nun seinen Höhepunkt in Form dieses Albums erreicht.
Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass der Coverquälgeist den Abzug nicht gefunden hat und stattdessen leichte Arbeiten in Papas Kohlegrube verrichten darf. Sollte sich das für manchen immer noch wie die perfekte Kindheit anhören, ist dieser mit Forgotten Tomb definitiv richtig bedient, aber auch alle anderen, die trotz passabler Kindheitserinnerungen zu Depressionen neigen, können sich das Teil ohne Bedenken in Ihre Sammlung stellen.
Sören
 
 FORLORN HOPE - Wilted  
 
CD-R - VÖ 2005  
Black-Metal - Sri Lanka - Eigenveröffentlichung    
 
Mit “Wilted” legt die erste mir bekannte Black Metal Band aus Sri Lanka Zeugnis ihrer Schaffenskunst ab. FORLORN HOPE nennt sich das Sextett von dem Inselstaat und beweißt einmal mehr, das Metal schon lange die Globalisierung hinter sich hat. Das sechs Track Demo startet mit einem Instrumental (Pianoklänge sind zu vernehmen) und schon beim ersten Track werden die Hauptprobleme dieses Teils hörbar: nämlich die wahrlich recht abenteuerliche Soundqualität des Ganzen. Tja, das kann man schon fast nicht mehr Produktion nennen. Würde eine US oder europäische Truppe so was abliefern, dann würde ich diese jetzt wie einen Buslenker rund machen (obwohl Beherit und Co. in der Vergangenheit auch einige Mülleimer Sounds aus den Hut gezaubert haben). Hier drück ich noch mal beide Augen zu, da sich die jungen Burschen hier nun mal keinen besseren Sound leisten konnten. Ist halt wie überall ne Geldfrage. Leider werden durch den Sound alle Ansätze im Keim erstickt und man kann nur erahnen, dass sich die Band bemüht und in welche Richtung das Schaffen geht. Die Gitarren fuzzen vor sich hin, der Bass wummert, die Drums sind pappig. Lediglich Gesangsakrobat Buddikha kommt ganz nett rüber und erinnert mich ein bisschen an Killjoy von NECROPHAGIA zu „Seasons Of The Dead“ Zeiten. Auch finde ich es recht unglücklich, dass die Demo CD mit einem Instrumental und einem Outro beendet wird. Klingt recht ungewöhnlich. Leider wird die Combo mit diesem Output keinen Schwarzwurzel Anhänger aus dem Wald hervorlocken. Somit hoffe ich, dass die Defizite im Sound und einiger songschreiberischer Mängel auf dem nächsten Release verbessert bzw. abgestellt werden. Für Exotenfreaks zum Sammeln geeignet, der Rest Finger weg. Auf ein Neues Jungs!
Michael
 
 FORNICATION - Unleashed Wrath  
 
CD - VÖ 2005  
Death-Metal - Brasilien -  Brutalized Rec.  
 
Brasilien scheint ein einziges, verarmtes und stinkendes Slum zu sein. Wackere, von Gott verlassene Death Metal-Rebellen lärmen auf selbstgebauten, geklauten oder auf dem Müll gezockten Instrumentennachbauten in Papp- und Wellblechhütten herum. Logo, dass FORNICATION aus Kostengründen deshalb nur eine schmucklose Promo auf CD-Rom an den Start bringen können, obwohl sie mit Brutalized Records ein Label aus Fleisch und Blut im Nacken haben. Das diese „Geiz ist geil!“-Attitüde aber gnadenlos fortgesetzt wird und die Promo-CD lediglich 4 der 10 Tracks des „Unleashed Wrath“-Albums aufweist, führt bei mir zu unangenehmen Juckreiz im Intimbereich!
Vorliegende 4 Tracks gehen allerdings ordentlich nach vorne los. Wichtigstes Merkmal ist das Hasenfick-schnelle Snare-Gehacke, das mich sofort mitreißt. Allerdings schleicht sich hinterrücks der Gedanke ein, ob da im Studio das Tempo der Blast-Attacken nicht durch Technikeinsatz künstlich beschleunigt wurde. Denn der Herr hinter der Schießbude geht insgesamt wenig filigran zur Sache und dürfte folglich sicher nicht mit BRODEQUIN auf Tour gehen.
Weiterer Pluspunkt sind die Old-School-Vocals. Obwohl gänzlich auf Effekte verzichtet wurde und der Knabe die Lyrics teilweise sogar verständlich aus der Kehle growlt, kommt die Stimme (Richtung Glen Benton) verdammt hasserfüllt und brutal rüber. Den Daumen dafür hoch, Bruder!
Klampfenspiel und Bassdrumsound gehen in der schwammigen Produktion etwas unter; dennoch bleibt der Gesamtsound hörbar und wuchtig.
Und obwohl die Band selbst hier wohl anderer Meinung ist und ihre durchaus gelungenen Riffs und Soundwände als anspruchsvolle Kunst deklariert, präsentieren die Brasilianer sich in meinen Ohren nicht sonderlich technisch. Trotzdem sind die 4 Titel von Rhythmuswechseln und langsamen Breaks durchsetzt, ohne dabei an Durchschlagskraft zu verlieren.
FORNICATION bedienen sich grimmig aus dem Gemischtwarenladen von DEEDS OF FLESH, KRISIUN und stumpferen MORBID ANGEL, ohne dabei zur bloßen Kopie zu verkommen. Kein Innovationsfeuerwerk, aber passendes Kraftfutter für die Zielgruppe.
Sollten die restlichen Tracks in die selbe, blutige Kerbe schlagen, wird „Unleashed Wrath“ zu einem gefundenen Fressen für alle Anhänger des derben Südamerika-Geprügels, die dennoch nicht auf ein gewisses musikalisches Niveau verzichten wollen.
Wolfram
 
 FORNICATION - Descendants of the degenerated race  
 
CD - VÖ 2003  
Death-Metal - Brasilien -  Black Hole Prod.  
 
Es ist schon scheisse, wenn man doof ist oder nennen wir es lieber „unorganisiert“. Nicht nur, daß ich Oberprofi natürlich mal wieder das Bandinfo unter meinem Stapel Tittenhefte verschludert habe. Mit meiner sorgsamen Handhabung (Leiht mir eure Lieblings-LP und ihr habt einen Grund mehr mich zu hassen!) habe ich auch die Promo in einen Zustand gebracht, der die Mucke ab dem dritten Song der Scheibe arg nach hektischem Drum’n’Bass klingen lässt, da mein CD-Player die massiven Kratzspuren auf der CD nicht mehr ignorieren möchte. Das ist schade, denn was ich von diesen Brasilianern hören konnte gefällt mir ziemlich gut. Zwar ist das alles absolut nichts neues aber es bretzelt gut nach vorne und erinnert mich sehr oft stark an DEEDS OF FLESH, da hier Blastbeats und schnelle Doublebass dominieren und das Riffing und der Drive auch in die Ecke gehen, wobei FORNICATION aber bei den Gitarren deutlich straighter und weniger verspielt sind. Der Gesang wird auch ähnlich eingesetzt und hier und da zweistimmig mit Schreien verstärkt, wobei der Sänger aber nicht so tief wie bei DEEDS OF FLESH klingt, sondern eher old-schoolig heiser und etwas gepresst rüberkommt. Der Sound ist ziemlich glatt und ungewöhnlich wenig bassig, was aber nicht wirklich stört und der Scheibe einen sehr sauberen Anstrich gibt, zumal die Songs auch sauber eingehämmert wurden. Zwar sind FORNICATION wie die meisten ihrer südamerikanischen Kollegen gut am holzen und auch der gewisse MORBID ANGEL-Touch ist da, aber trotz der Old-School Einflüsse klingen FORNICATION nicht wirklich typisch südamerikanisch. Eine solide Ballerscheibe für alle die sich an einer Mischung aus DEEDS OF FLESH und satanisch old-schooligem Death-Metal erfreuen können. Das gezeichnete Cover kommt auch sehr cool.
Karim
 
 FORSAKEN - Dominaeon  
 
CD - VÖ 2005  
Doom-Metal - Malta -  Golden Lake Prod.    
 
„Wieder wird meine Zeit leider nutzlos verschwendet und heute geht der Dank dafür an Forsaken (die ihrem Namen alle Ehre machen). Langweiliger Langsammetal (gemeinhin als „Doom“ bekannt, das trifft hier aber nicht zu, denn Doom kann durchaus spannend sein) trifft Power Metal Gesang. Vier talentfreie „Mucker“ schnappen sich ihre Instrumente, schraddeln ein bisschen auf und ab und schließlich wird das Ergebnis auf Silberlinge gepresst. Aber wirklich, Kurzweile kommt dabei nicht auf! Selten wurde ich von einer CD derartig gelangweilt. Es gibt keine Highlights, keine guten Melodien, nicht mal einzelne Parts wissen zu betören. Also: Tonne! Und dann was ordentliches aus dem Genre kaufen….“
Andre
 
 FORSAKEN, THE - Traces of the past  
 
CD - VÖ 2003  
Death-Metal - Schweden -  Century Media  
 
Die Schweden von THE FORSAKEN dürften ja mittlerweile ziemlich bekannt bei der wehrten LAERMBELAESTIGUNG Leserschaft sein, denn durch Interviews in der Print und auch Onlineausgabe, hatte man ja genug Gelegenheit sich vorzustellen. Zudem gab es Tourneen im Vorprogramm von NILE und THE HAUNTED im Jahr 2001 sowie GRAVE im letzten Jahr, wo man auch an der Livefront positiv von sich Reden machen konnte. Tja, und nun liegt auch schon bereits Album Nummer 3 auf meinem Tisch, das ja immer so als ein Do or Die Album gehandelt wird. Im Falle THE FORSAKEN denke ich mal, dass sich die Band auf jeden Fall im Vergleich zu den Vorgängeralben verstärkt hat, jedoch immer noch das "Problem" hat, sich zwischen zu vielen Stühlen gesetzt haben. Da gibt es hyperschnelle blastige Songs wie z.B. den Opener "A Time to die", die ganz klar von US Bands wie Cannibal Corpse oder Suffocation beeinflusst wurden, dann etwas schleppende und atmosphärische Songs wie "Serpent's Tongue", die ein wenig in Richtung Hypocrisy tendieren und es hat auch ganz gehörig der Thrash Metal der neuen Generation von Bands wie The Haunted oder auch Carnal Forge beim Songwriting von THE FORSAKEN Einfluss genommen, was man beispielsweise bei "First Weapon of Choice" hören kann. Und da genau liegt meiner Meinung nach auch der Grund, das THE FORSAKEN nicht wirklich den Durchbruch in die Death Metal Champions League schaffen werden, denn die Band hat es auf drei Alben noch nicht geschafft sich stilistisch festzusetzen und klingt stellenweise sogar zu abwechslungsreich. Außerdem sind die Songs nicht unbedingt die Killer, die sofort nach dem ersten Hören hängen bleiben, sondern man muß das Album eigentlich immer nur als ganzes betrachten. Keine Frage THE FORSAKEN sind technisch mehr als begabt und gehören mit Ihren musikalischen Fähigkeiten definitiv in die erste Liga, doch musikalisch top heißt nicht gleich top Songwriting, das ohne Zweifel nicht schlecht ist, jedoch in der Flut der Veröffentlichungen nicht so stark herausragt, das man von einem neuen Meilenstein sprechen kann. Wem solider, abwechslungsreicher und sehr gut produzierter Death Metal ohne songwriterische Höhepunkte ausreicht, ist mit THE FORSAKEN wieder mal bestens bedient, doch wer die Qual der Wahl hat, sollte vorab lieber einmal reinhören. Auf jeden Fall ist die sehr geile Metallica Coverversion von "Blackend" hörenswert, wo die Jungs mal so richtig rumblasten. Hoffe mal, Metallica bekommen das irgendwann mal zu Gehör, besonders Lars Ulrich, denn da kann er endlich mal hören, wie man richtig Gas gibt, wenn er denkt, auf dem neuesten Metallica Album so schnell wie nie zuvor getrommelt zu haben.
Ingo
 
 
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