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Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
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 FIDGET - Celebrate Another Day Living  
 
CD - VÖ 2003  
Hardcore - Deutschland -  Supermusic    
 
Fidget sind eine Band, von der ich vorher noch nie etwas gehört habe. Das mag zum einen daran liegen, dass ich ein absoluter Ignorant bin und eigentlich keine Ahnung von Musik habe, zum anderen aber auch daran, dass ihre Musik nicht gerade typisch für das ist, was die Zielgruppe dieses Magazins - und damit auch ich selber - so an Musik konsumiert. Das sowas unter Umständen dazu führt, dass man so manche Perle zeitgenössischer Klangerzeugung schlicht verpasst, ist sehr schade, vor allem wenn es sich um eine Band wie diese handelt. Aber - und das scheint hier ja nach und nach meinen Ruf als "Randgruppenbeauftragter" zu etablieren - dafür habt Ihr ja mich, um Euch wie im Falle von Fidget einen Output empfehlen, für den es sich lohnt, mal über die Genregrenze hinauszuspähen und seinen musikalischen Horizont zu erweitern.
Wohin die Reise geht lässt sich allerdings nicht ganz so eindeutig definieren, dafür ist die Musik von Fidget einfach zu vielschichtig. Unter dem Dach "Alternative" tummeln sich Elemente aus Rock und Punk aber auch groovende Crossoverelemente. Stilprägend dürfte dabei allerdings der Wechselgesang der Vocalakrobaten Tom und Darline sein, der auf den Hörer nicht selten wie eine Art gesanglicher Dialog wirkt und teilweise Assoziationen zu (sehr) modernen Musicals aufkommen lässt. Darlines Stimme variert dabei sehr stark, so dass ich mich stellenweise u.a. an Sandra Nasic (Guano Apes), Pink, Gwen Stefani (No Doubt) und sogar Gabrielle erinnert fühlte. Unabhängig von jeder subjektiven Assoziation hat diese Scheibe aber auf jeden Fall gehörigen Dampf und die Songs lassen an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Wer sich also für tolerant genug hält, neben Deathgrunts und Blastbeats auch mal einem Stück eher fröhlicher Musik zu lauschen, darf sich hiermit aufgefordert fühlen, "Celebrate Another Day Living" mal näher anzutesten.
Lutz
 
 FINAL BREATH - Let me be your tank  
 
CD - VÖ 2004  
Death/Thrash - Deutschland -  Remedy Rec.  
 
Die deutschen Thrasher FINAL BREATH sind mit neuem Album und neuem Label am Start, nachdem man ein kurzes Intermezzo bei Nuckel Ballast hatte und dort wie die meisten deutschen Underground Bands nicht an der Wand kleben blieb. Mein letztes Hörerlebnis mit der Band war „Flash Burnt crucifixes“, das mir aber wie auch die Eigenveröffentlichungen davor ziemlich am Gedächtnis vorbeigerauscht ist. Entweder FINAL BREATH haben sich massivst weiterentwickelt oder ich höre die Band einfach das erste Mal mit gewaschenen Ohren. Von „Flash burnt crucifixes“ sind hier nämlich zwei Songs in neu aufgenommener Fassung zu finden, die sich nicht wirklich nennenswert von den restlichen 8 Songs unterscheiden. „Let me be your tank“ ist eine absolut runde und professionell klingende Thrash-Scheibe mit einigen Death-Metal Einflüssen. Das Teil drückt in einem schön fetten Sound aus den Boxen und schafft es vor allem, nicht sofort in die schwedische THE HAUNTED und Co. Plagiatkiste zu wandern. Dabei ist die Musik weit davon entfernt Fans von Bands a la HAUNTED, CARNAL FORGE und Co. abzuschrecken. Aber die Jungs hauen eben nicht voll in diese Kerbe, sondern haben in erster Linie einen ordentlichen Schluck des alten Thrash-Feelings genommen, siehe zum Beispiel die Gangshouts bei „Sociopathically insane“. Auch der Gesang ist nicht so kreischig wie beim Großteil der Konkurrenz, sondern klingt richtig schön thrashig auf der Grenze zum Death-Metal und bei einem Song wie „Greed for Revenge“ fast schon etwas Hardcore-mässig. Die Mucke bietet ordentlich den Thrash-Knüppel, lockert den Sound aber mit treibendem Mid-Tempo, rhytmisch-groovigen Elementen und einigen melodischen Einlagen auf. Zwar finde ich den Titeltrack hochgradig scheisse und MTV-kompatibel, aber das Ding macht wie das restliche Material durch die grundsolide Ausführung und Produktion gut Alarm. Wer also KREATOR bis Schweden-Thrash in Dauerrotation laufen hat, ist gut beraten „Let me be your tank“ mit in den CD-Wechsler zu schieben und das dämliche Cover zu ignorieren. Thrash or be thrashed...
Karim
 
FINAL CRY - Spellcast  
 
CD - VÖ 1997  
Thrash-Metal - Deutschland - OTR Prod.    
 
Grandioserweise habe ich von Final Cry keinerlei Infomaterial, was natürlich gerade bei Underground-Bands umheimlich klasse ist, weil man sich dann mal wieder einiges aus der Nase ziehen muss, um der Band und ihrem Werk einigermassen gerecht zu werden und die Kontakaufnahme für Interessenten zu ermöglichen. Ganz besonderer Dank geht daher an Karim und seinen allseits geschätzten Ordnungssinn, dem nur in Ausnahmefällen mal die eine oder andere Bandinfo zum Opfer fällt (Komischerweise immer die, die ich nun gerade bräuchte. Seltsam, oder?). Dann also mehr oder weniger freischwebend mit Infos aus dem Internet: Final Cry bestehen seit 1989 und machen Trash der melodischen Sorte, soll heißen heftige Attacken mit werden zwischendurch von schönen Melodien mit Keyboardunterstützung abgelöst, bzw. ergänzt. Diese Kombination gefällt mir außerordentlich gut, allerdings gibt es ein paar Faktoren, die den Gesamteindruck etwas trüben: Zum einen währe da der etwas unentschlossene Gesang, der irgendwo jenseits von gut und böse liegt, soll heißen: für die Melodieparts zu kratzig und auch nicht immer ganz „in tune“, für das Geknüppel stellenweise ein bisschen zu drucklos. Ein weiterer Punkt ist, dass die Songs teilweise ein wenig hektisch und unstrukturiert wirken und dadurch auch etwas an Originalität verlieren. Dazu kommt ein etwas undifferenzierter Sound der den Songs einen Großteil ihrer Dynamik nimmt. Summasummarum ein hoffnungsvoller Ansatz der, reduziert um die erwähnten Mankos, durchaus darauf hoffen lässt, dass wir von Final Cry auch in Zukunft noch einiges hören werden. Wer die Band durch Zukauf des hier vorgestellten Tonträgers auf ihrem Weg unterstützen möchte, sollte mal im gutsortierten Fachgeschäft um die Ecke oder beim einen oder anderen Mailorder seine Bestellung platzieren.
Lutz
 
FINAL VENGEANCE - Within the realm  
 
CD - VÖ 2009  
Heavy Metal - U.S.A. -  Texas Metal Underground    
 
Zunächst einmal führt der Bandname etwas in die Irre. Es handelt sich bei FINAL VENGEANCE nicht um eine Band, sondern der Name wurde aus zwei recht angesagten Underground Akts aus Texas zusammengesetzt. FINAL ASSAULT und VENGEANCE hießen die beiden Truppen aus dem Bundesstaat der Ewings. Nach dem Split von FINAL ASSAULT hoben Sänger Alexander und Bassist Alex Beltron VENGEANCE aus der Taufe. Trivia: Manager von FINAL ASSAULT war anfangs Rodney Dunsmore, seines Zeichen Frontmann der Thrasher DEVASTATION und in der selben Stadt beheimatet (nämlich Corpus Christi) wie unsere Helden hier. Ebenso gehörte der spätere DEVASTATION Axeman David Burk zum ersten Line-Up von F.A., welche er nach dem Aufnahmen des ersten Demos verließ. Nach so viel Hickhack nun zum wesentlichen, nämlich der Mucke. Diese ist dann wie zu erwarten vom Allerfeinsten und reiht sich ohne weiteres in das hohe Qualitätslevel, welches man von texanischen Metalakts gewohnt ist, ein. Auch hat man mit vielen Bands aus diesen US Staat eines gemeinsam: der große Durchbruch auf internationaler Ebene blieb ihnen, wie so vielen ihrer Mitstreiter, verwehrt. Warum das so war, wird wohl nie mehr ans Tageslicht kommen. Vielleicht war man zu gut oder spielte nicht die Art von Musik, die gerade angesagt war bzw. sich leicht vermarkten ließ. An der Qualität hat es wohl kaum gelegen. Sei's drum. Im Nachhinein kann man jetzt noch einmal das 1988er Demo "The Second Coming" (von FINAL ASSAULT) und ein bislang unveröffentlichtes Rehearsal von VENGEANCE auf diesem Silberling genießen. Einfach nur genialer Stoff. Eine herrliche, edle Speed/Power Metal Mixtur, verfeinert mit melodischen Thrash Einschüben. Wie für Texanische Schwadronen üblich besaßen die Jungs hier ebenfalls einen Sänger, dessen Stimme etwas in den höheren Regionen angesiedelt war. Passt aber perfekt zum dargebotenen Material und Alexander wirkt meinen Meinung auch nicht zu aufdringlich. Dessen Sirene erinnert mich etwas an ANGEL STEELS Shouter John Cyris oder an HAVE MERCY. Die Axtfraktion ist in beiden Fällen erhaben und rifft sich die Seele aus dem Leib, geschweige denn von den furiosen, alles zerfetzenden Solis. Die Soundqualität geht durchaus in Ordnung und für Demo Verhältnisse ist die Produktion auf alle Fälle recht ordentlich. Das VENGEANCE Material gefällt mir sogar noch einen Tick besser. Fans von MILITIA, WATCHTOWER, HELSTAR etc. müssen hier einfach zuschlagen.
Michael
 
 FINNUGOR - Darkness needs us  
 
CD - VÖ 2004  
Black-Metal - Ungarn -  Karmageddon Media    
 
FINNUGOR besteht im Kern aus den beiden Musikern Gabriel Wolf aus Ungarn und Tomi Kalliola aus Finnland, die sich auf dieser CD nicht weniger als 10 Gastmusiker oder besser gesagt Gastsänger wie z.B. Attila Csihar (ex-Mayhem), Ville Sorvali (Moonsorrow), Sture Dingsoyr (Windir) oder auch Marcus Ehlin (Siebenbürgen) ins Boot geholt haben. Zu hören gibt es auf „Darkness needs us“ Black Metal, der natürlich sehr symphonisch ist, aus der Retorte kommt und wie eine arme Version von Limbonic Art klingt. Die Arrangements kommen einen irgendwie alle schon mal gehört vor, in Punkto Dramatik kommt nichts rüber und die Songs plätschern so gelangweilt wie der Hörer selbst vor sich hin. Da helfen auch die bekannten Genregrößen am Gesang nicht mehr viel, die Musik ist einfach nur langweilig und ausgelutscht und fad. Zumindest ist das CD Booklet recht ausführlich und originell ausgefallen und strotzt vor Informationen und Bildern und kommt mit einem wirklich guten passenden Artwork. Soundtechnisch ist FINNUGOR’S drittes Album auch in Ordnung, nur die Songs bringen es eben nicht. Symphonische Black Metal Jünger können die CD vielleicht mal anchecken, von einem Blindkauf aufgrund der illustren Gästeschar sei aber dringend abgeraten.
Ingo
 
 FINNUGOR - Death before Dawns  
 
CD - VÖ 2003  
Black-Metal - Frankreich -  Adipocere Rec.    
 
Eine weitere Band aus Frankreich, die aber im Vergleich zu Ihren Landsmännern von FURIA deutlich verlieren, obwohl man musikalisch ungefähr in die gleiche Richtung tendiert. Die lautet theatralischer Black Metal mit Kreischvocals und ordentlich Keyboardgeplänkel. Da standen die britischen Vorreiter von Cradle of Filth mal wieder Pate, jedoch kommen FINNUGOR nicht ansatzweise an dieses Niveau heran. Dazu trägt auch der jämmerliche Sound bei, der total dumpf und verwaschen klingt und mich teilweise an die ersten Releases der Griechen von Rotting Christ erinnert. Das ist aber mittlerweile auch schon 10 Jahre her und mittlerweile hat sich die Aufnahmetechnik derart verbessert, so dass sich FINNUGOR mit diesem Release eigentlich schon vorher begraben hätten können. Ach ja, wen es interessiert, der Name FINNUGOR ist ein Wort das einen Mix von ungarischer und finnischer Sprache beschreibt, die es vor Urzeiten mal gegeben haben sollte. Und noch etwas, der ex Sänger von Mayhem – Attila Csihar – ist auch auf dieser CD als Gastsänger bei einem Track dabei. Na, wenn das nichts ist...
Ingo
 
FIREBIRD - Firebird  
 
CD - VÖ 2001  
Metal/Rock - U.S.A. -  Music for Nations    
 
Mögt ihr die Spiritual Beggars, Deep Purple oder Carcass? Wenn ja, werdet ihr möglicherweise auch Firebird mögen. Was all das miteinander zu tun hat, fragt ihr? Musiker und Schubladen, sozusagen. Verbergen sich doch hinter Firebird keine geringeren als Bill Steer (ehemals Carcass), Ludwig Witt (Spiritual Beggars) und Leo Smee (Cathedral). Das die letzteren beiden die Seventies lieben ist nichts neues, doch von Bill Steer hätte man wohl auch andere Sachen erwarten können. Was aber nicht heißen soll, daß er seine Sache hier schlecht macht. Ganz im Gegenteil. Der Mann scheint sich in seiner neuen musikalischen Heimat sehr wohl zu fühlen. Firebird klingen frisch und locker, wie einst Deep Purple im Mai. Zumindest läßt sich jene Band ab und an heraushören. Ebenso alte Hardrocklegenden wie Cream, Mountain, Grand Funk Railroad bzw. die Bluesgröße Johnny Winter. Aber auch die Mitmusiker haben ihre Spuren hinterlassen. Jeder scheint hier das zu machen, was ihm Spaß macht. Man hört´s. Und alles klingt gut. So richtig "Retro" halt. Firebird eben. Mir gefällt´s, und wenn ich eben nur was über die coole Vergangenheit der Rockmusik lerne. Oder eben deswegen. Auf jeden Fall klingen Firebird nicht oldfashioned, höchstens spontan. Und das ist heutzutage ziemlich wichtig. Richtig?
Torsten
 
 FIREWIND - Allegiance  
 
CD - VÖ 2006  
Power Metal - Griechenland -  Century Media    
 
Schon die im Internet zu hörenden Streams vor der Veröffentlichung von „Allegiance“ ließen einiges erwarten. Der Eindruck, dass ein fabelhaftes Power-Metal-Album auf die metallische Gemeinde losgelassen werden würde, bestätigt sich nun mit dem Erscheinen besagten Albums. „Allegiance“ strotzt vor Kraft, Ideen und Spielwut! Nachdem ein „Firewind“ (…) durch die alte Belegschaft raste, präsentiert sich die Band um Gitarrenwizard Gus G. als Funken sprühende Einheit, die sich anschickt, mit ordentlich Feuer im Hintern, durchzustarten! Mit den neuen, abwechslungsreichen Songs sollte es der Truppe denn auch gelingen. FIREWIND nehmen sich von allem das Beste, zitieren beispielsweise Whitesnake, AC-DC, Ayreon oder wagen sich auch mal in die Nähe von Nightwish. „Breaking The Silence“ heißt jener Song, der beim ersten Hören zu deutliche Vergleiche zu den Finnen zu offenbaren scheint. Doch mit jedem weiteren Genuss dieses Liedes verblassen die Zweifel und das hässliche Entlein entpuppt sich als formidabler Schwan (will meinen: HIT!). Die Dame, namens Tara (Tarja…?), welche zuerst mit den Zähnen knirschen lässt, darf als gelungene Überraschung gewertet werden, denn ihre tolle Stimme veredelt „Breaking…“ anstatt den Song zu zerträllern. Was treibt das Mädel sonst noch?
Power Metal lebt bekanntlich vom Gegensatz von hart und schnell zu einprägsam und melodiös. Das ist auch auf „Allegiance“ nicht anders. Manche Refrains sind denn auch verdammt catchy und erscheinen ZU melodisch. Na ja, wenn Metaller unbedingt mitsingen wollen, können sie das hier nach Herzenslust tun. (Ich muss dann schnell was von Unleashed einlegen…) Aber der Qualität dieser Scheibe können Kleinigkeiten wie diese nichts anhaben. FIREWIND werden ihren Weg gehen. Ganz sicher! Schönes Ding!
Torsten
 
 FISTFUCK - 23 Songs In The Same Hole  
 
CD - VÖ 2004  
Grindcore - Kanada -  GWN Rec.  
 
Mit Ex-DAHMER Mitgliedern und geballter Faust winken uns FISTFUCK aus Kanada über den Atlantik. Neben dem geilen Bandnamen entdeckten sie auch schnuckelige Beachboy-Models für das originelle Covermotiv, welches überraschenderweise überhaupt nicht im Porno-Look daher kommt. Warme Gedanken kann Mann sich dazu aber schon machen...
Im Gegensatz zu DAHMER dreht sich bei FISTFUCK alles um die Freuden und Leiden des Unterleibs, insbesondere des Genitalbereichs.
Und der Titel ist Programm. 23 Mal bekommt der Grindcore-Hengst, was er begehrt: Einen Mix aus Old-School-Grindcore aus der Gründerzeit mit zum Teil deutlich crustigen Einflüssen der Marke EXTREME NOISE TERROR. Da darf der Wechselgesang zwischen dem grunzenden Bullen und dem zeternden Zwergenkönig natürlich nicht fehlen. Und da für die 23 Stöße gerade mal eine halbe Stunde von Nöten ist, stimmt sowohl das Tempo als auch der Anteil der groovigen Parts, welche jeden Song eigenständig und unterscheidbar machen. Die Vocals fröscheln und blubbern ein wenig, d.h. sie wurden mit maßvollem Einsatz des Effektgerätes aufgewertet. FISTFUCK zeigen sich nicht nur gesanglich, sondern auch vom Riffing latent von den neueren US-Deathmetal-Horden beeindruckt und sind damit eindeutig im 21. Jahrhundert angekommen.
Ein Großteil der Songs ist in französisch verfasst, so dass ich den Unterschied zwischen „Osterlämmer-brutal genommen“ und „Friede auf Erden“ eh nicht peilen würde. Tracks wie „Madball“, „Metal Punk“ oder „Drop Dead“ scheinen aber Huldigungen an musikalische Vorbilder oder Einflüsse zu sein, wenngleich die Lahmarschigkeit von MADBALL zum Glück hier nicht vorkommt.
Aber nicht nur das Songwriting ist vorbildlich, sondern auch soundtechnisch machen die Kanadier ein Fass auf: Schön druckvoll, aber nicht zu sauber produziert weiß „23 Songs In The Same Hole“ klanglich zu gefallen und die Schmalzstulle zügig vom Magen durch den Darmtrakt zu befördern. Besonders der röhrende Bass tritt Arsch! Dabei spielen die Jungs schön präzise, so dass trotz der entfesselten Energie der Sound nie zur Beliebigkeit verkommt.
Kurzum, wer schnörkellosen Grindcore mit von Hand eingehämmerten Blasts, versetzt mit etwas Crust und US-Baller-Death mag, sollte zügig die Backen spreizen, denn er wird FISTFUCK lieben!
Wolfram
 
FLAME - Into The Age Of Fire  
 
CD - VÖ 2005  
Death/Black - Finnland -  Iron Pegasus Rec.    
 
Nach dem obligatorischen, den Sturm heraufbeschwörenden Intro geht’s dann in die Vollen, dass es sich gewaschen hat. Der Gehörnte läuft Amok und versohlt Marias Rotzlöffel erst mal gewaltig den Arsch. Die Mannen von Blackvomit & Co., besser bekannt als FLAME, metzeln in bester old School Manier ihren blackened Thrash runter, dass es eine wahre Freude ist. Ich hör’ zwar schon wieder ein paar Kleingeister nörgeln, dies sei doch nur wieder ne weitere Retro Band, aber diesen Kollegen kann man schon mal den größten aller Finger entgegenstrecken. Zwar erfinden die Finnen (übrigens ehemalige URN & BARATHRUM Mitglieder) das Rad nicht neu, aber sie legen eine Spielfreude an den Tag, welche man nur selten hört. Das Liedgut liegt irgendwo in der Schnittmenge alter Thrash Größen wie alte Sodom, Kreator, Bathory und Co. kombiniert mit einer Prise rauen Black Metal. Dennoch klingt das Material keineswegs angestaubt sondern frisch und wird ohne viel Firlefanz dargeboten. Vergleiche zu Truppen wie URN oder GOSPEL OF THE HORNS seien gestattet, da die in ähnlichen Wassern schippern. Unnötiger Ballast kommt erst gar nicht an Bord. Das Tempo ist meist rasend schnell, gewürzt mit rifflastigen, bangerfreudigen Midtempo Parts, die zum allgemeinen ‚Thrash Till Death’ einladen. Der Sound der höllischen Tracks ist hervorragend und setzt die ganze Chose gut in Szene.....entfaltet genug Druck und geht nach vorne los. Jedenfalls hatte ich in der knappen halben Stunde ne Menge Spaß. Für Freunde oben genannter Bands und Maniacs, die auf kompromisslosen, traditionellen Black/Thrash Sound stehen sicher eine lohnende Investition. Reinhören lohnt sich allemal.
Michael
 
 
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