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Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
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 FATAL EMBRACE - Dark pounding steel  
 
CD - VÖ 2006  
Thrash-Metal - Deutschland -  Pure Steel Rec.    
 
Die deutschen Thrasher FATAL EMBRACE lümmeln sich ja nun schon eine Ecke länger durch den Underground und fröhnen dem rohen Sound der alten Schule, was der geil prollige Titel dieser Scheibe gut in Worte fasst. Dunkles stampfendes Metall, Digger! Vom Bandfoto über Songtitel wie "Born in Blasphemy" oder eben "Dark pounding steel" bis hin zu jedem Ton auf dieser CD haben die Fünf Mattenshaker räudigen Old-School Spirit getankt. FATAL EMBRACE nehmen keine Gefangenen, zuppeln nicht lange an ihren Instrumenten rum, sondern fangen mit Ufftata-Thrash an und hören damit nach knapp 39 Minuten erst wieder auf. Dazwischen wird zum grössten Teil erbarmungslos der Thrash-Knüppel in rohem und etwas rumpeligem Sound geschwungen. Abgesehen von durchgängigen Stampfern wie "And the evil walks your way" oder dem etwas schnarchigen "Don't sacrifice my soul" wird der Thrashknüppel relativ überschaubar ab und zu durch nackenfreundliche Mosh-Parts zum Verschnaufen aufgelockert. Dabei hat der Spass dem Titel entsprechend eine düstere und Death-Metal artige Ecke, die Songs wie "Storming in my mind" massiv an SLAYERsche "Hell awaits"-Zeiten (genaugenommen sogar in einigen Passagen an "Crypts of eternity") erinnern lässt. An jene Zeiten erinnern auch die dudeligen Soli, die mir in einigen Passagen reichlich bekannt vorkommen und regelmässig auf die Songs geshreddet werden. Durch die Geradlinigkeit und Räudigkeit kommen mir in Songs wie "Assassination" auch immer mal wieder alte ONSLAUGHT in den Sinn. Gesanglich wird nämlich exzellent in räudig gebrüllter Thrash-Manier abgeprollt, die durch die Heavy-Screams und Death-Metal Elemente aufgelockert wird und verdammt sympathisch rüberkommt. Der gute Heiländer am Mikro klingt etwas nach Kronos meets Tom Araya mit Death-Metal Einfluss und lässt sich um klassisch zu bleiben auch mal von druckbetankten Gangshouts begleiten. "Dark Pounding Metal" ist an allen Ecken und Kanten schon da gewesen, hat aber den Spirit der das Material trotzdem gut hörbar macht, was ich in erster Linie dem authentischen Gesang zurechne. Wie gesagt ist einiges noch etwas rumpelig oder in den Soli nervig und im langsameren Bereich oft reichlich langatmig aber die 10 Songs machen Spass und meist regiert hier eh der Knüppel. Für Old-School Fans also allemal ein netter Silberling um dazu mit gereckter Metalkralle ein Sixpack zu vernichten.
Karim
 
 FATAL EMBRACE - Legions of armageddon  
 
CD - VÖ 2002  
Thrash-Metal - Deutschland -  Bruchstein Rec.    
 
Jau, Fatal Embrace sind definitiv old-school Thrash Metal! Nach diversen Eigenveröffentlichungen und dem 2000er „The ultimate Aggression“ Output auf Gutter Records sind die Jungs jetzt beim kultigen Bruchstein Label gelandet und führen ihren Thrash Metal Weg mit ihrer zweiten Full-Lenght „Legions of Armageddon“ gnadenlos fort. Schon das Intro ist sehr old-school, danach das erste Riff und man weiß Bescheid was Sache ist. Irgendwo zwischen alten Dark Angel, Assassin, Darkness und älteren Deathrow könnte man Fatal Embrace einordnen, ab und zu gibt es aber auch noch ein paar Death Metal Anleihen wie z.B. bei „Mentally Perversion“ bei dem ein wenig mehr abgegrunzt wird. Auch die Produktion klingt schön altbacken und man merkt kaum den Unterschied von 1987 zu heute. Logisch das auch das Coverartwork sehr altmodisch ausgefallen ist, jedoch nicht so lächerlich wirkt, wie manche Artworks von vermeintlich true old-school Metal Bands wie Manowar oder gar Hammerfall. FATAL EMBRACE lassen den Spirit des deutschen Thrash Metals der 80er Jahre voll aufleben und wer in der Zwischenzeit o.g. stark vermisst hat oder gar nicht gemerkt hat, das 15 Jahre vergangen sind, muss sich „Legions of Armageddon“ ins Regal stellen. Wer zu der Zeit noch in die windeln geschissen hat, sollte vorab reinhören, denn wie gesagt, alles klingt hier sehr nach alter Schule...
Ingo
 
 FATALITY - Metal as hell  
 
CD - VÖ 2008  
Thrash-Metal - Nord-Irland - Eigenveröffentlichung    
 
Eine recht coole Underground Thrash Platte, die uns die aus Lisburn/Nordirland stammende Horde hier vor den Helm ballert. Die Jungs klingen sehr old schoolig, was vor allem an der durch und durch 80er angelehnten Produktion liegt. Man könnte glatt glauben, dass das Album in etwa aus dem Jahre 84/85 wäre. Dennoch schafft man es nicht angestaubt zu wirken und thrasht sich unbekümmert und frisch durch die acht vertretenen Songs. FATALITY klingen von Gesamtsound dennoch sehr britisch, auch wenn die US Szene ebenfalls deutliche Spuren hinterlassen hat, allen voran MEGADETH. Neben den gekonnt gespielten thrashigen Riffs verwurstet der Vierer auch dezente punkige Elemente sowie einen ordentlichen Schuss traditionellen Metals. Letztere Einflüsse kommen recht ungehobelt rüber und sind logischerweise Verneigungen an der NWOBHM. Ein großes Lob verdienen meiner Meinung nach auch die beiden Gitarristen Tom und Steve, die sich öfters exzellente Axtduelle mit guten Leads liefern. Highlights des Silberlings sind der schnelle, aggressive Opener „Terminal Aggression“, „Shock Treatment“ (klingt bei einigen Riff Passagen sehr nach METALLICA vom ersten Album), das vorzügliche „Bring Back The Days“ sowie „Metal As Hell“, das sich bestimmt Live als regelgerechte Hymne entpuppen dürfte. Die Nordiren besitzen die richtige Attitüde und haben mit ihrer Eigenpressung ein ordentliches Debüt auf die Beine gestellt, das zwar nicht den Standard der überragenden WARPATH oder etwa GAMABOMB erreicht, dennoch für beste Unterhaltung sorgt und gut nach vorne los rockt/thrasht. Für Fans von MEGADETH und diversen 80er Thrash Outfits von der Insel sicherlich mal ein reinhören wert. Ganz nach dem Motto des Bonustracks: Are you ready to rock? Yes, we are!
Michael
 
FATE - No Sense  
 
CD - VÖ 2001  
Death-Metal - Frankreich -  Mafia Underground/Le Commando  
 
Den Einfluss von Drogen auf Musik kann man anhand einiger Bands recht gut aufzeigen. Ich will hier nicht auf die Härtefälle von CEPHALIC CARNAGE eingehen, daher nehmen wir mit FATE mal fünf Bongfetischisten aus der unmittelbaren Europäische Nachbarschaft, genauer gesagt aus Frankreich. Was erwartet einen hinter einer Scheibe, auf deren Cover Polizisten und Vermummte hinter einem Hip-Hop Style Logo stehen und wo auf dem Bandphoto drei Hip-Hopper, ein Rastamann und ein Mattenmetaller mit SUFFOCATION-Shirt in die Kamera glotzen?? Politischer Crossover mit Grunzvocals?? Weit gefehlt, denn FATE könnte man am ehesten irgendwo zwischen DYING FETUS und CEPHALIC CARNAGE ansiedeln. Einen deutlichen U.S. Einfluss haben sie allgemein und vom Grundstil haut DYING FETUS von den Grooves hin. Allerdings waren hin und wieder doch 1-2 Gramm zuviel im Bong und so wird es manchmal ziemlich wüst (muß ich erwähnen, daß ich CEPHALIC CARNAGE auch für wüst halte?). Was "No Sense" ausmacht ist erstmal ein schön fetter Sound, fähige Musiker und ein doch recht eigener Stil, der vor allem durch einen Scratcher (!!) aus der Menge der U.S. Abkopierer heraussticht. Die Jungs haben scheinbar ihren Spaß, denn oft brechen sie von richtig geilen Grooves (und die rocken mit dem Scratcher wirklich richtig!) in totales Chaos aus und auch Gesanglich setzt man sich keine Grenzen. Hauptsächlich erinnert der Gesang an die tiefen DYING FETUS Vocals, teilweise wird dann noch richtig kaputt in Richtung DEVOURMENT und Co. gegrunzt, aber auch mal etwas hardcoriger. FATE sind auf jeden Fall eine weitere interessante Band auf Frankreich, die ihr Ding durchziehen und dabei aus dem Einheitsbrei herausstechen. Daß sie dabei oft ziemlich wirr rüberkommen, könnte den einen oder anderen stören. Reinhören sollten Fans der erwähnten Bands aber auf jeden Fall mal und live dürfte hier ziemlich die Party abgehen ... also Augen auf, wenn es im lokalen Club mal wieder süsslich riecht!
Karim
 
 FAUST AGAIN - Hope against hope  
 
CD - VÖ 2006  
Metalcore - Polen -  Circulation Rec.    
 
Wie immer sehr solide Metalcore Kost gibts von dem deutschen Qualitäts-Label Circulation Records um die Ohren. FAUST AGAIN kommen aus Polen und liefern mit "Hop against hope" ein druckvolles und variables Album ab, das Metalcore, Melodic-Death und etwas Emo-mässiges Zeug zu einem kurzweiligen Spaß vermengt. Dabei geht die Melodik nicht selten in Richtung von AT THE GATES und Co., wobei FAUST AGAIN aber wesentlich mehr Wert auf Abwechslung legen. Neben wohldosierten und mitunter recht brachialen Abgeh- und Up-Tempo Passagen gehören walzende Doublebass, schwere Grooves und viel moshbares Zeug zu den Trademarks der Polen. Der Gesang ist schön aggressiv und meist geschrien, allerdings weit davon entfernt die übliche Monotonie zu verbreiten. Der Frontmann sorgt mit seiner Stimme jedenfalls für Abwechslung zwischen corigem Geschrei, einigen Death-Metal Elementen und melodischen Shouts, die auch immer wieder in richtig cleane Gesangslinien übergehen. Dabei verfügt Sänger Marcin nicht nur über ein aggressives Organ sondern kann auch in den cleanen Passagen voll überzeugen. Für letztere haben FAUST AGAIN nicht nur vom Gesang ein Gespür sondern auch musikalisch. Clean melodische Songs wie "Dream of you..." gehen gut ins Ohr und beweisen daß hier durchweg talentierte Musiker an der Arbeit sind. Den ohrenbetäubend schrägen Hidden-Track werte ich also mal als eigenwilligen Spaß zum Abschied. "Hope against hope" hat also für so ziemlich jeden was zu bieten und auch wenn die Elemente oft bekannt klingen, schaffen es FAUST AGAIN daraus ein interessantes Album zu schustern, das nicht nur abgeht sondern auch stellenweise fast schon ohrwurmig ist. Ran an den Speck!
Karim
 
 FEAR MY THOUGHTS - Hell sweet hell  
 
CD - VÖ 2005  
Death/Thrash - Deutschland -  Lifeforce Rec.  
 
Boah... hätte mir jemand diese Scheibe blind vorgespielt, ich wäre drauf reingefallen und hätte das nächste grosse Ding aus Schweden auf Nuclear Blast oder so vermutet. Zwar ist mir der Name der deutschen FEAR MY THOUGHTS geläufig, musikalisch war mir die Band bisher aber nicht bekannt. Das wird sich aber nicht nur bei mir mit "Hell sweet hell" geändert haben. Die Scheibe ist mordsmässig fett von Mischpult-Zauberer Jacob Hansen produziert und knallt nicht nur von der Seite. Das Material ist arschtight eingethrasht, geht immer gut nach vorne und macht nicht nur ordentlich Tempo sondern feuert mit geilem Riffing (man höre z.B. das Intro von "In the hourglass"). Dabei hat nicht nur die Gitarrenfraktion offensichtlich auch ein Faible für Heavy- und Power-Metal, auch gesanglich wird vom schwedischen Gekreische abgewichen und klare Gesangslinien eingeflochten. Dabei überzeugt man durch ein gesundes Mass an verdammt eingängiger Melodik, schönen Zweistimmigkeiten bei den Gitarren, einigen dezenten Synthie-Einlagen und einen mitunter etwas proggig angehauchten Einschlag vor allem bei den Solo-Passagen. Da klingen natürlich wie in "My delight" im thrashigen Up-Tempo mit Melo-Riffing öfter AT THE GATES durch, was aber fast die abgegriffensten Momente auf "Hell sweet hell" darstellt. Vielmehr schreiben die Jungs meist wirklich abwechslungsreiche Songs mit Ohrwurmcharakter, die an Bands wie SOILWORK und Co. erinnern. Soweit ich weiß kommen FEAR MY THOUGHTS aus der Hardcore-Ecke, wovon hier aber bis auf das ab und zu auftauchende rhytmische Stakkato-Riffing nicht viel zu hören ist und selbst dies würde ich eher in die moderne Thrash-Ecke schieben als die HC-Karte zu ziehen. Mit dem Gesang kann man Songs wie "Ghosts of Time" teilweise zwar auch als Metalcore bezeichnen. "Hell sweet hell" ist für meinen Geschmack aber ein fettes Oberliga-Album für alle Schweden-Freunde des Abgeh-Thrash meets Melo-Death, das mit einer ordentlichen Portion Heavy-Elementen und nicht zu vordergründigen technischen Raffinessen gewürzt ist. Meine Daumen zeigen sämtlichst nach oben und ich kann der Band nur wünschen, daß sie mit diesem Teil die Aufmerksamkeit der Metalmassen bekommt.
Karim
 
 FEARER - Backfire  
 
CD - VÖ 2005  
Death-Metal - Deutschland -  Remission Rec.  
 
Die Ostfriesen Walze rollt wieder und alles was sich ihr in den Weg stellt wird zermalmt. Das neue FEARER Album, welches den Titel „Backfire“ trägt, ist ein absoluter Brecher von erstklassiger Güte. Das Material der neuen Scheibe haut wieder dermaßen auf den Kürbis, dass es sich gewaschen hat. Und wer da noch fragt warum, der kriegt gleich noch eins auf die Waffel gebraten. Die Produktion ist wieder die absolute Wand geworden und entfacht einen wahren Death Metal Orkan. Herrlich intensiv und brutal fegen die Songs aus den Boxen und äschern förmlich alles ein. Ohne jeden Zweifel hat man da im Oldenburger Soundlodge wieder fantastische Arbeit geleistet (wo ist bitte das Morrissound Studio??). Der mächtige Sound des Vorgängers „Descent“ konnte sogar noch einmal verfeinert werden. Neben dieser soundtechnischen Seite haben die Vier Norddeutschen auch ausschließlich Killermaterial am Start. Stilistisch regiert wieder das totale old School Brett, irgendwo in der Schnittmenge zwischen MALEVOLENT CREATION und VADER, verfeinert mit ein paar schwedischen Death Häppchen und anderen feinen Zutaten. Die tiefergelegten Riffs werden treffsicher platziert und shredden total ab, das Biest hinter der Schießbude malträtiert die Felle im Stile eines Berserkers und Shouter Tom kann wiederum durch seine Vocal Parts mit John Tardy Einschlag voll überzeugen, egal ob hier nun geröchelt oder normal tief gegrowlt wird. So unglaublich es klingt: der Blastfaktor konnte nochmals erhöht werden! War das Vorgänger Album schon schnell, so setzt dieser Longplayer dem Ganzen nochmals die Krone auf. Aber der Reihe nach. Das Album startet mit dem Intro „Evoke“ bevor der Opener und Titeltrack „Backfire“ einen förmlich an die Wand nagelt. Absolut geil! Geschickt wird da auch mal das höllische Tempo gedrosselt, die Double Bass bis zum Anschlag durchgetreten und alles plättende Mid Tempo Parts eingebaut um dann wieder erbarmungslos loszuschlagen. Herrlich. „Pain Will Come“ atmet durchaus etwas von der Intensität alter BOLT THROWER, veredelt mit ein paar skandinavischen Todesblei Anleihen. Eine echt groovende Walze. Bei „Subjection“ wird das Tempo wieder angezogen und „Various Forms Of Defence“ lebt von dem Wechselspiel gnadenloser Blasts und schweren, mittelschnellen Parts. Ja, die Jungs haben den Bogen raus wie man Klasse Songs schreibt und irgendwie schafft es die Band scheinbar mühelos die intensiven Tracks noch mit genialen Melodielines aufzulockern. Egal ob man nun „Eclipse Of Light“, „False Prophets“ oder „Deliacy Of Flesh“ anspielt, hier gibt’s immer was heftigst auf die Mütze. Das ganze Album kann mich durch die Bank überzeugen. Mit „Backfire“ hat die Todesschwadron einen absoluten Hammer im Gepäck und dieses verschärfte Stück kann ohne weiteres zu den stärksten Teilen im Todesblei Sektor in diesem Jahr gezählt werden. FEARER unterstreichen hier einmal mehr, dass man, neben FLESHCRAWL, EMBEDDED, ANASARCA, DEADBORN und ein paar anderen, zu den besten einheimischen Bands gehört und international absolut keine Konkurrenz zu scheuen braucht. Ganz im Gegenteil! Solange es solch starke Releases gibt braucht man sich um den deutschen Underground wahrlich keine Sorgen zu machen. Pflichtkauf!!
Michael
 
 FEARER - Descent  
 
CD - VÖ 2004  
Death-Metal - Deutschland -  Remission Rec.  
 
Tja, auch diese Cd ist schon ein paar Tage auf dem Markt und schlummerte freidlich in Karims Promohäufchen vor sich hin. Obwohl er - das mal vorne weg – sogar für das Layout Design des CD Booklets verantwortlich war, was ganz ordentlich ausgefallen ist, genauso wie das Coverartwork, wofür sich Splisshaar Westphal verantwortlich zeichnete und ebenfalls gute Arbeit ablieferte (obwohl ich mich irgendwie an das erste Vio-Lence Cover erinnert fühle). Musikalisch geht auf „Descent“ ordentlich der Death Metal Fuchs ab, druckvolle Produktion, coole Riffs, schön tiefer Gesang und meistens immer voll in die Kauleiste. Das die Jungs nicht erst seid gestern Musik machen hört man sofort (die Vorgängerband Vomiting Corpses gab es ja schon 1990 oder gar länger) und Fearer sind ja nun auch schon seid 10 Jahren aktiv. FEARER sind im Vergleich zum Vorgänger „Confession to Hate“ auch ein wenig direkter und eingängiger geworden und klingen dadurch wesentlich aggressiver und brutaler. Wer Bands wie Obituary, Bolt Thrower, Monstrosity, Malevolent Creation mag, ist mit FEARER bestens bedient, denn die Jungs brauchen keineswegs den internationalen Vergleich zu scheuen, bei dem sie locker mithalten können. Wird am Ende auch noch mal durch das famose „From Beyond“ Coverstück der göttlichen Massacre klargestellt, das in der FEARER Version sogar noch ein wenig brutaler klingt als das Original. Solange Deutschland Bands wie FEARER hervorbringt, braucht man sich keine großen Gedanken um den Death Metal hierzulande zu machen.
Ingo
 
 FEAST FOR THE CROWS - When all seems to be burned  
 
CD - VÖ 2006  
Metalcore - Deutschland -  Bastardized Rec.    
 
Mit FEAST FOR THE CROWS hauen Bastardized eine weitere heimische Kapelle aus der Metalcore/Melodic Death-Metal Richtung auf den Markt, die sich durch nette Melodien von der Gitarrenfraktion, treibende Doublebass, schwere rhytmische Breakdowns und hardcorige Grooves sowie einen ebenso hardcorigen Schreihals am Mikro auszeichnet. Das ist alles schön und gut aber wie so oft doch reichlich bekannt. Was mich an dieser Scheibe aber schon nach zwei Minuten total abgeturnt hat ist das absurd mechanische Schlagzeug, das besonders vom Snaresound und in den Fills quasi nach R2D2 beim Bumsen einer Schlagbohrmaschine klingt. Speziell wenn die Band mal das Tempo in Blastbereiche zieht wie am Anfang von "Take it back" klingt es dermassen steif und aus dem Computer geschossen, daß ich mich frage was das eigentlich soll und ob hier nicht echt eine Maschine am Start ist (und selbst voll synthetische Blechkollegen habe ich schon deutlich authentischer gehört!). Auch wenn die Musik vom Pinnochio-Schlagzeug mal abgesehen durchaus ordentlich produziert und eingespielt ist und die Gitarrenfraktion einige schöne Schädelspalter-Riffs mit dezenter Thrash-Kante zockt ist mir neben dem Identitätsproblem einfach einiges noch nicht rund genug. Das Songwriting klingt in manchem Song wie dem Titeltrack mitunter noch konstruiert und auch gesanglich haut mich die Scheibe mit dem recht hysterischen Gekeife zwischen Hardcore-Schreiereien und fast an alte AT THE GATES erinnernde Hysterie nicht vom Hocker. Die Death-Metal Exkursionen im tieferen Bereich oder Hardcore Shoutereieen wie bei "Skycleaver" zünden auch nicht so recht. Vielleicht sind das alles Punkte, die nicht so sehr ins Gewicht fallen würden, wenn dieser schreckliche Drumsound nicht die Trommelfelle schänden würde aber sie werden es FEAST FOR THE CROWS jedenfalls nicht leicht machen in der Sintflut der Metalcore-Kapellen nicht unterzugehen. Wer es zwischen HEAVEN SHALL BURN Treibjagden und angethrashtem Melo-Death mag sollte selbst hören ob er damit leben kann. Ich persönlich sehne mich fast wieder nach alten Purismus-Zeiten, als Drumcomputer noch tabu waren und auch die Schiessbuden-Arbeiter noch menschlich klangen. Dieser Synthetik-Sound geht mir jedenfalls mehr und mehr auf die Eier und ich zieh mir jetzt ne olle Rumpelscheibe zum Ausgleich rein!
Karim
 
FEASTEM - Fear in concrete  
 
CD - VÖ 2009  
Crust/Grind - Finland - Scrotum Jus Rec.    
 
Oh. Post aus Finnland, das kann ja nur Gutes bedeuten! Und ja, mit „Fear in concrete“ is mir watt ganz besonderes ins Haus geflattert. Die vier Jungs spielen crustigen Grind der ganz brutalen Sorte. Klingt nach Rotten Sound mit dem Gesang von Extreme Noise Terror und ner kleinen Prise Afgrund, was daran liegen könnte das deren Sänger Panu auch beim Aufnehmen anne Knöppe gesessen hat und beim Song „Soul eater“ mitbrüllen durfte. Die Lyrics behandeln den wohlverdienten Untergang des Menschen und andere negative Aspekte des Lebens. Trotz der immens hohen Geschwindigkeit der Songs gibt’s ein paar Ohrwurmgaranten wie „Zombie Armageddon“, „Torso Party“ und meinen Lieblingssong „Worthless“ (Your live is worthless, cause your worthless).
Mit einer Laufzeit von 24 Minuten - also ca. 1 Minute und 20 Sekunden pro Song - ist der Spaß viel zu schnell wieder vorbei. Da bleibt einem nur zu hoffen FEASTEM bald mal live erleben zu dürfen!
Andy
 
 
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