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Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
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 FALL OF SERENITY - Royal Killing  
 
CD - VÖ 2004  
Melodic-Death - Deutschland -  Metal Age Prod  
 
Mit ihrem zweiten Full-Length Album "Royal Killing" stauben die deutschen FALL OF SERENITY ja momentan recht gutes Feedback ab. Bisher ist mir die Band immer nur vom Namen bekannt gewesen und treibt sich bereits seit 1998 in der melodischen Death-Metal Szene umher. Der Opener "Thirst for knowledge" hinterlässt mit cleanem Gesang und einer dazu passenden poppigkeit einen etwas faden Eindruck, aber der darauf folgende Titeltrack legt dann schon ordentlich einen Zacken zu und offenbart, daß die Band neben einem Einfluss der schwedischen Melo-Death Schule auch ordentlich Thrash mit in ihrem Stilcocktail vermischen. Dabei erinnert mich das thrashige Zeug oftmals an ihre Landsleute DEW SCENTED. Zusammen mit den melodisch bis poppigen Elementen, die nicht nur im Opener auftauchen, sondern festes Stilelement bei FALL OF SERENITY sind kann man sich schon ausmalen, daß die Musik auf "Royal Killing" alles andere als einförmig ist. Irgendwie wird die Band ja auch immer im Zusammenhang mit der momentan Pokal einheimsenden Metalcore-Bewegung genannt und tatsächlich haben die Jungs auch mal eine Split mit HEAVEN SHALL BURN veröffentlicht. In einem Song wie "The forthcoming" kommt zwar der BOLT THROWER Einfluss klar raus, aber Hardcore ist auf dieser Scheibe so minimal drin, dass man ihn auch getrost unter den Tisch fallen lassen kann. Erfreulich besonders was den Gesang betrifft, denn der schreit zwar auch gern munter rum, ist aber nicht so scheiss-monoton und kreischig wie bei vielen schwedischen Melo-Death Bands oder Metalcore-Kapellen, sondern hat klar einen tieferen Death-Metal Einschlag. Natürlich kein Geröchel aber zumindest mit ordentlich Druck und Abwechslung in der Stimme. "Royal Killing" ist also eine durchaus empfehlenswerte Scheibe für Fans von Bands wie DEW SCENTED und EDGE OF SANITY. Irgendwo dazwischen könnten FALL OF SERENITY nämlich gut liegen und teilen sich mit den Mannen um Dan Swanö die Affinität zu eingängig-poppigen Melodien und eben klaren Gesangs-Experimenten, die übrigens auch nicht in die Hose gehen, sondern ungewohnt präzise die Töne treffen. Ordentliches Teil also, das zwar mit bekannten Elementen arbeitet aber daraus eben ein nettes und kurzweiliges Süppchen köchelt.
Karim
 
 FALLEN SAINTS - Source of Decease  
 
CD - VÖ 2004  
Death-Metal - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
Diese deutsche Metalformation hat bereits eine MCD namens “The Final Tragedy” draussen und kann des weiteren schon auf einige Gigs mit bekannteren Namen sowie einige positive Reviews in der Heavy-Presse zurückblicken. Nun legt man in Selbstproduktion eine etwas mehr als 40 minütige Full-Length nach, welche ein ordentlich aufgemachtes Booklet sowie eine saubere Produktion abbekommen hat und deren Tracks dann stark in die Melodic Death Ecke drängen. Grösstenteils sind die Tracks mit viel Double Bass im Midtempo Sektor angesiedelt, dazu dann melodisches Seitenschrubben, wobei stellenweise die Rhythmus-Gitarre auch mal tieftönend als Grundlage für melodischere Spielereien dient.
Das ganze weckt zusammen mit den heiseren Growls Erinnerungen an die erste AMON AMARTH MCD, erreicht für mich aber nicht ganz das gleiche Niveau, denn irgendwie finde ich „The Source of Decease“ speziell bei der Länge extrem entönig und langweilig. Das soll nicht heissen das die Band nicht ordentlich spielen kann, dies ist gewiss nicht der Fall, aber dieser Stil wird hier einfach nicht genügend ausgebaut bzw. es klingt alles irgendwie etwas lahm und einseitig, und dieses langwierige SingleString Melodic Picking das langsam vor sich hindudelt will mir einfach nicht gefallen, genau wie leider auch die „straighteren“ Powerchord Riffs nicht wirklich reinhauen, gute Ansätze und gelunge Parts seitens FALLEN SAINTS hin oder her, ich höre hier nichts Mitreissendes, sorry.
Björn
 
 FALLEN YGGDRASIL - Prospect of Prey  
 
MCD - VÖ 2006  
Melodic-Death - Deutschland - Eigenveröffentlichung  
 
An die vor sechs Jahren erschienene “In No Sense Innocence” MCD (dem 2004er Album konnte ich bisher leider keinen Hörtest unterziehen) des Quartetts kann ich mich noch wage erinnern und laut meinen verbliebenen grauen Zellen machten die Schwaben damals einen recht ordentlichen Eindruck. Dies wird auch nach dem Hörgenuss der drei Track Promo „Prospect Of Prey“ intensiv bestätigt. Sämtliche Kompositionen präsentieren die Truppe bärenstark und mit Sicherheit dürfte der Vierer zu den stärksten Formationen in der heimischen (melodischen) Death Metal Szene zu zählen sein. Die Jungs haben einfach ein gutes Gespür wie ein Song klingen muss und packen jede Menge Elemente hinein. Das Endresultat klingt dann keineswegs zu kompliziert oder überladen, sondern brettert ziemlich flüssig aus den Boxen. Präzises, knallhartes Riffing, herrliche und furiose Melodieläufe, ordentlich Tempo mit vereinzelten Blasts (die zur richtigen Zeit kommen und nie übertrieben werden), solides Drumming und aggressiver, dennoch variabler Gesang beherrschen die Szenerie (Growls und Gekreische geben sich ein munteres Stelldichein). Durch die vermehrten Stakkato Riffs wird dem melodischen Death Metal zudem eine starke thrashige Kante verliehen. Garniert werden die drei Tracks von einem knackigen Soundgerüst. Mir ist es eigentlich ein Rätsel, warum FALLEN YGGRDASIL weiterhin ohne Label dastehen. An der spielerischen Klasse kann es kaum liegen. Wahrscheinlich liegt es wieder an der Herkunft der Band. Talentierte einheimische Bands haben es halt weitaus schwerer als ihre Kameraden aus Skandinavien. Von dort oben wird ja jede Band unter Vertrag genommen, die halbwegs geradeaus mit einer Gitarre laufen kann (ums mal übertrieben zu formulieren). Da kann man eigentlich jeden Anhänger von soliden und melodischen Death Metal nur raten, sich die drei Songs der Promo zu besorgen, die auf der bandeigenen Homepage zum Download bereitstehen.
Michael
 
 FALLEN YGGDRASIL - Building up a ruin to come  
 
CD - VÖ 2004  
Melodic-Death - Deutschland -  Supreme Chaos Rec.  
 
Diese Deutsche Melo-Death Kapelle treibt sich ja nun mit einigen Outputs schon eine ganze Weile im Underground herum, genaugenommen seit 1996/1997. Dabei stellt ihr neues Album „Building up a ruin to come“ allerdings zum einen das erste komplette Album dar und zum anderen das erste, das nicht in Eigenveröffentlichung erscheint. Ich habe FALLEN YGGDRASIL irgendwie immer in der Schublade der Bands gehabt, die nach dem Erfolg von NIGHT IN GALES in Deutschland wie verrückt aus dem Boden poppten und im groben kann man auch das neue Album der Band mit ihren Landsleuten NIGHT IN GALES vergleichen. Man ist dem Stil treu geblieben und spielt immer noch melodischen Death-Metal, der aber noch ordentlich nach vorne geht und vor allem für meinen Geschmack eine gehörige Portion Thrash im Sound hat. Das trifft auch für den abwechslungsreichen wenn auch leider oft etwas prolligen Gesang zu, der neben Death-Metal Stimmlage und obligatorischen Schreiereien auch mal etwas corig bis thrashig heiser rumgröhlt, was oft an die klassichen Gang-Shouts der alten Bay Area Thrash-Heroen erinnert. Die Scheibe ist ordentlich produziert und sauber eingehämmert und an sich gibt es da nix zu nörgeln. Irgenwiezündet das ganze bei mir aber absolut nicht. Das liegt zum einen am schon erwähnten oft sehr prolligen Gesang, der mir persönlich nicht so zusagt und zum anderen daran, daß doch vieles sehr altbekannt rüberkommt. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn nicht auch das Songwriting oft sehr „unrund" und konstruiert klingen würde und viele Riffs doch etwas arg überstrapaziert würden. „Building up a ruin to come“ ist keine schlechte Scheibe, aber eben etwas unspektakulär und mit einigen Haken. Da ich ausserdem permanent das Gefühl habe, daß die Scheibe ein paar Jahre zu spät dran ist, kann ich das Teil nur totalen Underground-Freaks empfehlen.
Karim
 
FALLEN, THE - Front toward enemy  
 
CD - VÖ 2002  
Death/Thrash - U.S.A. -  Metal Blade Rec.    
 
Die bereits seid 1992 existierenden THE FALLEN spielen auf Ihrem Debüt eine Mischung aus Death/Thrash Metal mit einer ordentlichen Prise groovenden Hardcore, das die Band selber als Death Core tituliert. Hm, nichts besonders aufregendes, jedoch gewann die Band einen von Metal Blade organisierten Online mp3 Wettbewerb namens "Metal Search 2000, der den Deal mit Metal Blade letztendlich zustande brachte. Produziert wurde "Front Toward Enemy" auch von niemand anderen als von Produzentenlegende Bill Metoyer (Slayer, Six Feet Under, WASP), so dass die Startbedingen für The Fallen nicht besser sein könnten. Doch das alles macht die Musik nicht besonders aufregender, zu zäh, zu langweilig und zu unentschlossen kommt die Musik aus den Speakern. Es gibt zwar ein paar Momente, bei denen man mit den Fußspitzen zu zappeln beginnt, das liegt aber am Groove, nicht am Songwriting, das mir viel zu langweilig ist. Parallelen könnte man eventuell zu den Highspeedthrashern Demolition Hammer ziehen, deren Klasse The Fallen aber lange nicht erreichen. Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, das einen Band die einen online Wettbewerb gewinnt gleich mit einen Deal der Marke Metal Blade ausgestattet wird, denn es gibt bestimmt Hunderte Bands auf diesen Planeten die genauso gut sind wenn nicht sogar besser als The Fallen, die jedoch nie in den Genuss eines solchen Vertrages kommen werden. Glück für The Fallen also, für potenzielle Käufer ist doch dringend der Vorabcheck zu empfehlen, denn mit langweiliger höchstens durchschnittlicher Allerweltsmucke kann man auch mit Metal Blade Deal keinen Fisch vom Teller ziehen.
Ingo
 
 FANTASTIKOL HOLE - Mathematikol Oil  
 
CD - VÖ 2005  
Death/Grind - Frankreich - Basement Apes Industries    
 
Welches fantastische Loch sich diese Franzosen für ihre Namensgebung ausgesucht haben wird wohl immer ein Mysterium bleiben. Angesichts ihres "experimentellen" Sounds könnte es ein schwarzes Loch ebenso wie ein braunes sein oder irgendein anderes wo sie ihre Baguettes mal drin hatten. Mir soll es auch egal sein... so egal wie daß einige Musiker sich schon bei Bands wie STILLE VOLK verdient gemacht haben. Wie steht es doch im Info: "... The Fantastikol Hole is a musical entity worth itself and speaking for itself with no need to show more than their music". Genau Baby... und das was die Franzmänner mir hier so zeigen und sagen wollen geht mir voll nicht in die Synapsen sondern schlägt eher direkt auf meinen Verdauungstrakt durch. Sie basteln sich im Schnitt so 1minütige Songs zusammen, die irgendwo zwischen Neo-Hardcore, Grindcore, Death-Metal, Noise und Sound-Experimenten hängen. Dabei wird recht regulär obendrauf geschrien, gebrüllt und gegrunzt wie man es von diversen aktuellen Freaky-Kapellen kennt. Musikalisch allerdings ist die Musik oft sowas von belanglos, das Riffing sowas von scheisse und demo-mässig und die Klang-Experimente sowas von pseudo, daß ich mich frage was das eigentlich soll. Was die Sache am unerträglichsten macht ist der absolut hundsbeschissene Sound, die kraflos-kratzigen Klampfen und vor allem der Drumcomputer. Den haben FANTASTIKOL HOLE sicher mit Absicht so dosig und kraftlos eingestellt um ihre künstlerische Vision umzusetzen. Abgesehen von den R2D2-Hyperblast hätte jeder einarmige Epileptiker das alles mit mehr Groove spielen können, denn genau wie die Riffs klingt vieles einfach nach Demo-Band. Ganz schlimm wenn man einen auf noisig-doomig machen will und dabei Null Atmosphäre hat oder billige Death-Metal Riffs mit Drums abliefert, die man nur erahnen kann. Wer auf experimentelle Musik steht und unter "experimentell" versteht einfach diverse für sich genommen langweilige Sachen aneinanderzureihen und mit einem miesen Sound zu garnieren wird das hier vielleicht als große Entdeckung sehen. Mich nerven Bands wie diese genauso wie Kunstausstellungen wo Brote auf Leinwände genagelt oder Kinderschmierereien bewundert und fachmännisch interpretiert werden. Manches muß nicht interpretiert werden, auch wenn man eine noch so Avantgard-mässige Wurst ins Klo gelassen hat... einfach spülen und nicht reden. L'art pour l'arsch sozusagen. Me not care!
Karim
 
 FAR BEYOND - An angels requiem  
 
CD - VÖ 2005  
Black-Metal - Deutschland -  Source Of Deluge Records    
 
Bei FAR BEYOND handelt es sich um ein Soloprojekt aus deutschen Landen welches eine Art symphonischen Black Metal macht. Als Vergleich fällt mir spontan Summoning ein – der symphonische Soundteppich und der heisere Gesang sind die Markenzeichen Summonings, die sich auch bei FAR BEYOND wiederfinden. FAR BEYOND gehen noch einen Schritt weiter und bauen verstärkt langsame Part mit cleanem Gesang ein, die allerdings so wenig überzeugen, dass der Schritt eher nach hinten als nach vorne zu deuten ist. Davon abgesehen ist die Musik wirklich nicht schlecht – die Songs besitzen eingängige Melodien und Atmosphäre. Störend sind die bereits erwähnten Gesangsversuche und die teilweise stark dominierenden Keyboards. Dass hier ein Drumcomputer verwendet wird, ist aufgrund der Tatsache dass es sich um ein Soloprojekt handelt zu verzeihen und fällt nicht negativ ins Gewicht. Alte Summoning Anhänger sollten ruhig mal ein Ohr riskieren.
Marcel
 
 FAREWELL TO WORDS - Tear down this wall  
 
CD - VÖ 2006  
Metalcore - Deutschland -  Bastardized Rec.  
 
Wieder eine deutsche Band auf Bastardised Rec., die der Metalcore meets Melo-Death Bewegung zuzuordnen ist. FAREWELL TO WORDS legen auf "Tear down this wall" mit sehr Heavy-lastigem Riffing los, das sich allerdings schnell als eine Komponente in einem sehr variablen Sound herausstellt (mir allerdings immer verdammt gut gefällt wie im geilen Intro von "In front of your hope". Dazu gesellen sich dann aber schnell schon im Opener "Allurment to the void" schwere Grooves und Breakdowns mit etwas dissonanten Akkorden und auch mal thrashig beeinflusstes Up-Tempo sowie die obligatorischen melodischen Refrains. Da legt der Opener dann auch gegen Ende ziemlich poppig und ohrwurmig los und man wundert sich warum Sänger Mo plötzlich die Eier verloren hat. Das klärt sich mit einem Blick ins Booklet auf, denn mit Jessi hat man noch weibliche Unterstützung am Mikro in der Band, die sich in den melodischen Passagen ausgiebig beteiligt aber dabei leider eine ganze Ecke hinter dem variablen Gesang von Mo aus der Taverne herhinkt. Der gute Mann beherrscht nämlich die Hardcore-Schreiereien wie auch die melodischen Stimmlagen verdammt gut und lockert mit corigen Brüllereien, Death-Metal Einflüssen und den mitunter zuckersüssen und fast melancholischen Gesangslinien gut auf. FAREWELL TO WORDS machen eben durch diesen Abwechslungsreichtum Spass und schaffen es Schwedisches Geballer, treibende Grooves, schwere und rhytmische Breakdowns und dezent eingebundene DILLINGER-Style Dissonanz-Riffereien in Punkto Härte mit MTV-kompatibler Ohrwurmigkeit und Melodie zu vereinen ohne konstruiert zu klingen. Schöne Sache dies, die dann gar mit einem schleppenden und fast doomigen Song namens "The empty stare" endet, der dann auch die Herzen der ISIS/CULT OF LUNA Jünger nochmal höher schlagen lässt. Schöne Scheibe, die zwar von der zweiten Stimme etwas gewöhnungsbedürftig ist aber mit den weiblichen Gesangsparts auch recht sparsam umgeht... also reingehört!
Karim
 
 FARMAKON - A warm glimpse  
 
CD - VÖ 2003  
Progressive Metal - Finland -  Earache    
 
Was zwar solide aber altbekannt im Stile von Landsleuten wie CARNAL FORGE und AT THE GATES beginnt, wandelt sich bei dieser finnischen Kapelle schnell in eine sehr eigenwillige Mixtur aus zahlreichen Musikstilen, bei denen der Schweden-Style Death/Thrash ziemlich in den Hintergrund wandert. Viel mehr fabrizieren FARMAKON eine sehr bunte Mischung diverser Stile, die im Bandinfo nicht ohne Grund mit EPHEL DUATH und OPETH verglichen wird. Wahrscheinlich würde wirklich in etwa die Musik auf "A warm glimpse" dabei herauskommen, wenn man Progressiven Death-Metal mit OPETH in einen Topf schmeisst und mit etwas AT THE GATES abschmeckt. Die Schweden wollen sich jedenfalls partout nicht auf einen Stil festlegen und vermischen eine dermassene Vielfalt an Einflüssen, daß es schwer wird das auf einen Nenner zu bringen. Auf jeden Fall ist der wilde Stilcocktail nur wirklich sehr offenen Death-Metallern zu empfehlen und dürfte eher Proggies ein strammes Höschen verpassen. Die Progressiv-Elemente erschöpfen sich hier nämlich nicht nur in Frickeleien und ein paar jazzigen Einlagen sondern es wird ausgedehnt mit cleanen Gitarren und vor allem auch cleanem Gesang gearbeitet, was mal jazzig, mal poppig und mitunter auch etwas funky oder ethno-mässig klingt. Dabei macht der cleane Gesang neben Death-Metal- und Skandinavien-Schreigesang gut die Hälfte der Vokalakkrobatik aus und treibt es mit den Improvisationen am Ende von "Flavoured Numereology" dann voll auf die Spitze mich zu nerven. "A warm glimpse" ist eine interessante Scheibe, die aber für meinen Geschmack keinen roten Faden hat und mich vor allem vom Gesang oft ziemlich nervt. Es gibt viele coole Passagen aber keinen durchgehend coolen Song, da ständigzwischen Prog, Atmosphäre, Death-Metal und Funkigen Sachen hin und hergesprungen wird. Wer auf so wildes Zeug steht, kann dem ganzen ja mal ein Ohr leihen. Die Zielgruppe dürfte hier aber recht klein sein, da es trotz viel Melodie und atmosphärischen Elementen alles andere als entspannend ist.
Karim
 
 FAST TAKER - Fast Taker  
 
MCD - VÖ 2005  
Heavy Metal - Puerto Rico - Eigenveröffentlichung    
 
Eine hervorragendes Metal Minialbum kommt aus der Karibik zu uns rübergeschwappt. FAST TAKER nennt sich das Quartett aus Puerto Rico und serviert den Metal-Gourmets einen feinen Happen soliden Stahls. Die sieben Songs der Silikon Scheibe lassen Erinnerungen an längst vergangene, kultige Eigenpressungen der 80er wach werden, denn das Material der Verfechter des klassischen Metals hat in der Tat eine starke US Metal Schlagseite. Den Auftakt macht „I Can See“, ein treibender Metal Song im typischen amerikanischen Metal Stil. „Hopeless Addict“ atmet auch von diesem Flair, ein typischer Stampfer mit etwas kommerzielleren Chorus. Weitere erstklassige Stücke sind die Midtempo Hymne „My Nature“ und das in spanisch gesungene „Morir En El Asfalto“, ein rauer, kantiger und schneller Track, der die CD ausklingen lässt. Selbst eine Ballade wie „Broken Dreams“ wird gekonnt dargeboten und wirkt zu keiner Zeit kitschig. FAST TAKER verfügen mit Gabriel Colon über einen ausdrucksstarken Sänger, der eine klare und angenehme Stimme besitzt und nur vereinzelt in höheren Gefilden wandelt. Gitarrist Yamil Gonzales ist ein kleiner Wizzard an seinem Instrument und drückt den Kompositionen unweigerlich seinen Stempel auf. Das Riffing kommt wie aus einen Guss und die Solis sind brillant und ausgefeilt. Herrlich! Die Rhythmus Fraktion bildet einen soliden Klangteppich für das schnörkellose Material. Zu Überzeugen weiß auch die Produktion des Silberlings. Die Stücke kommen klar und kräftig rüber und besitzen dieses gewisse 80er Feeling. Anhänger traditioneller Stahl Schmiedekunst, vor allem Fans des 80er US Metals, sollten dieser exquisiten Band durchaus einmal ihre Aufmerksamkeit schenken. Es dürfte sich durchaus lohnen!
Michael
 
 
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