laermbelaestigung.zine

interviews on tour news reviews printzine
    
   FAECES ERUPTION
   FAERGHAIL
   FAINT IN PAIN
   FAIRY MIRROR
   FAIRY MIRROR
   FALCHION
   FALCIFORM
   FALL OF A SEASO...
   FALL OF EVERY S...
   FALL OF SERENIT...
NEWS 1 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Suche:  nur Wortanfang Stil:  [?]  
Angezeigte Kategorie: "F" - Anzahl Reviews: 106
FAE-FAL  FAL-FAS  FAT-FEA  FEC-FET  FID-FLA  FLA-FLE  FLE-FOR  FOR-FOR  FOR-FUC  FUC-FUN  FUN-FUR  
 

FAECES ERUPTION - Split mit ANAL PENETRATION  
 
MCD - VÖ 2005  
Noise/Grind - Holland - Last House on the Right Rec.  
 
Ha, ha, und wieder wird der Stuhl fangfrisch direkt vom Erzeuger gefrühstückt! Wenn da mal nicht das Cover der ersten WACO JESUS Pate gestanden hat! Was den interessierten Toiletten-Fachangestellten auf dieser Split-CD erwartet, dürfte somit klar sein: Noisiger Porn ´n Goregrind aus der Lo Fi-Abteilung des Kellers der örtlichen Nervenklinik!
Dabei bemühen sich FAECES ERUPTION, die One-Man-Army des coprophilen Holländers Geert Lucassen, um echtes Songwriting. Goregrind mit saftig blubbernden Gesangslinien und manisch ratterndem Digital-Drumming schlägt uns entgegen. Trotz der Covergestaltung zeigen sich die Samples und Songtitel wie „Squashed Bodies“ und „Regurgitations Of Decomposing Flesh“ eher in der Uncut-Splatterabteilung als im Porno-Shop verwurzelt. Nach sechs gleichwertigen Songs in nicht mal 10 Minuten geben FAECES ERUPTION ihre harte Krücke an ANAL PENETRATION weiter. Diese beliebte Combo durfte bereits auf der Split mit ANAL WHORE alle Verklemmungen und sexuellen Minderwertigkeitsgefühle ihres einzigen Mitgliedes Nydoom ausleben. Statt des angekündigten 99-Track Longplayers werden hier aber nur 7 Titel, verteilt auf 3 Tracks aus dem Enddarm gedrückt. Hier gibt es mehr fiesen Porno vom Straßenstrich Osteuropas und obendrauf deftiges Grundrauschen in den Songpausen, welches ansonsten gnadenlos zugelärmt wird. Natürlich hört der Soundfetischist den bereits aus dem Jahre 2003 stammenden Titeln das Homerecording (Kassetten-Recorder) an. Dem künstlerischen Ausdruck, nämlich möglichst abgefuckt, derbe und extrem zu klingen, tut der noisige Sound aber eher gut.
Gespannt bin ich aber auf das nach wie vor angekündigte Album, auf dem Luc von F.U.B.A.R. und der Boris von SUPPOSITORY und Ex-LAST DAYS OF HUMANITY das Mikro vor die Mund-Rosette halten sollen, wollen oder dürfen!
Weitere Erläuterungen zu dieser 15-minütigen Wolke von Darmwind und ihren therapeutischen Qualitäten sind überflüssig. Wahre Ästheten wissen, warum dieses Teil in ihre Sammlung gehört und allen anderen wird schon beim Anblick des Covers schlecht!
Wolfram
 
FAERGHAIL - Where Angels Dwell No More  
 
CD - VÖ 2001  
Black-Metal - Holland -  LSP Company    
 
Ich bin mir sicher, dass überall dort, wo die Mucke von FAERGHAIL gespielt wird nicht nur Engel das weite suchen, denn bei FARGHAIL wird Langeweile noch groß geschrieben. Und noch mal für alle, was auf dieser Scheibe geboten wird ist extremst laaangweeiiilig! Permanent die gleiche lahme Rhythmik, eigentlich nie Tempo, schlechtes Metal Riffing, blödes Gefauche/Gekreische, dämliche düstere Synthie-Schwaden. Ich hasse so pseudo-dunkles billig romantisches Gedudel. Was soll das hier bitte sein? Das ist auch verdammt noch mal kein Black Metal, sondern arschgefickt klingender Schrott. FAERGAY haben´s definitiv NICHT raus energievolle, kräftige und anspruchsvoll melodische Musik zu schaffen. Neues Futter für die Mülltonne.
Björn
 
 FAINT IN PAIN - Monzetsu Gannen  
 
MCD - VÖ 2006  
Heavy Metal - Japan -  Yggrdrasill Rec.    
 
Wieder einmal eine junge talentierte Truppe aus dem schier unerschöpflichen Underground Nippons. Der Fünfer ist irgendwo in der Heavy Metal/Hard Rock Ecke (mit typisch japanischen Flair) angesiedelt und bietet auf diesem sechs Songs starken Minialbum mehr als nur ordentliches Material. Dabei lassen die Youngsters instrumental nix anbrennen und zocken schon recht routiniert vom Leder. Sicherlich muss man in Zukunft noch ein paar Feinjustierungen vornehmen, aber die Truppe zeigt schon ein recht großes Potential. Man gibt sich abwechslungsreich und beherrscht getragene, rockige wie auch speedige Passagen vorzüglich. Die Stärken der Formation liegen meiner Meinung nach im Uptempo Bereich und bei den treffend platzierten Melodien. Die Sängerin von FAINT IN PAIN kann auch positive Akzente setzen und gefällt mit ihren angenehmen, teils halbhohen Vokals. Die Soundqualität von „Monezetsu Gannen“ ist für ein Debüt ausgezeichnet ausgefallen und lässt die Songs gut zur Geltung kommen. Zwar kann man noch ein paar Briketts drauflegen, was aber wohl beim ersten vollen Album der Fall sein wird. Für Japan Metal Anhänger erneut hochwertiges Material zum Antesten.
Michael
 
 FAIRY MIRROR - Silence  
 
CD - VÖ 2005  
Power Metal - Japan - Miracle Whoracle    
 
“Silence” ist das zweite Langeisen der melodischen Power Metal Truppe FAIRY MIRROR, die ihr Hauptquartier in Osaka aufgeschlagen hat. Irgendwie fristet der Japan Metal in unseren Breitengraden ein Mauerblümchen Dasein, was mir aufgrund der Qualität der meisten Bands ein absolutes Rätsel ist. Zum Glück gibt es aber dennoch eine eingeschworene Fangemeinde die das metallische Liedgut aus Fernost zu schätzen weiß und die werden das Quartett hier mit offenen Armen aufnehmen. Ein weiteres Problem, mit dem japanische Bands zum kämpfen hatten war die Tatsache, dass ihre Shouter vom Stimmvolumen her nicht so üppig waren, was aber auch des öfteren widerlegt werden kann. Gut, einige Zeitgenossen werden mit Sängerin Miyako hier Schwierigkeiten haben, vor allem wenn sie in extrem hohen Tonlagen singt. Ich jedenfalls hab damit kein Problem und die gute macht ihre Sache recht ordentlich. Vom instrumentalen Bereich her gibt es nichts zu meckern. Die beiden Gitarristen Koichi und Mori haben alles voll im Griff und überzeugen mit ihrem durch und durch gekonnten Spiel. Man präsentiert ausgefeilte Arrangements mit herrlichen Twin Guitar Duellen, fantastischen Solis und treibenden Riffs. Die Rhythmus Fraktion bildet einen soliden Klangteppich und pumpt nach vorne. Stilistisch erinnert man durchaus ein ums andere Mal an diverse deutsche Metal Größen, die sich ja im Land der aufgehenden Sonne großer Beliebtheit erfreuen. Mit den beiden im moderaten Uptempo gehaltenen „Tears Of A Unicorn“ und „The Fear In A Blank“, dem schnelleren „A Verse To The Unverse“ und dem fast schon groovigen, pumpenden „Dream Machine“ hat man vorzügliches Songmaterial am Start. Beim über elf Minuten langen Abschluss- und Titeltrack “Silence“ kann sich die Band noch einmal so richtig austoben und liefert einen abwechslungsreichen Song ab, der alle Facetten des Genres abdeckt. Zum guten Ton bei Japan Veröffentlichungen gehören die sehr professionelle Präsentation und Aufmachung des Albums sowie ein druckvoller, sehr satter Sound. Für alle Japan Metal Fanatiker ein Muss!
Michael
 
 FAIRY MIRROR - Eternal Fortress  
 
CD - VÖ 2003  
Power Metal - Japan - Miracle Whoracle    
 
Das in Japan die Uhren etwas anders ticken ist bekannt. Vor allem erfreut sich deutscher Metal dort großer Beliebtheit und in keinem anderen Land gibt es so viele weibliche Metalfans zu bewundern wie in diesem fernöstlichen Inselstaat. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass mit Sängerin Miyako und Bassistin Mari gleich zwei Mädels bei der Band mit von der Partie sind. Da man bislang noch keinen Schlagwerker gefunden hat übernahm kurzerhand Yu-Ki als Gastmusiker von KAIZER das Amt um die Felle zu verdreschen. „Eternal Fortress“ ist das Debüt Album des Fünfers aus Osaka und bietet wie auch schon der Nachfolger „Silence“ (Review an anderer Stelle unseres Zines) solide melodische Power Metal Kost vom Feinsten. Auf den zwölf Stücken bekommt man wieder reichlich Twin Guitar Duelle zu hören und einmal mehr ziehen die beiden Gitarristen mit ihren brillanten Solis und Harmonien mächtig vom Leder. Spieltechnisch voll auf der Höhe lassen sie nichts anbrennen und auch die Rhythmus Truppe steht ihnen keinesfalls nach. Die Songs sind bis ins letzte Detail ausgetüftelt und wurden in ein amtliches, professionelles und exzellentes Soundgewand gesteckt. Mit dem soliden „Deathblow“, dem flotten, kräftigen „The Will“, „Flash Back“ (ein schneller Power Song), dem Midtempo Stampfer „Nine Warriors“ oder dem ausgefeilten Titelstück hat man wieder genug hochklassiges Material am Start. Ja selbst bei eher getragenen, balladesken Stücken wie „Holy Tune“ oder „Guardian Angel“ kann das Quintett durchaus überzeugen. Das Album ist wieder sehr schick aufgemacht und lässt von der Präsentation absolut keine Wünsche offen. Japan Metal Addicts werden wieder sofort zugreifen (sofern noch nicht geschehen) und alle anderen Fans melodischer Metal Klänge sollte FAIRY MIRROR durchaus einmal eine Chance geben. Reinhören lohnt sich auf alle Fälle und Gelegenheit bietet sich auf der exzellente Homepage der Band.
Michael
 
 FALCHION - Chronicles of the Dead  
 
CD - VÖ 2008  
Pagan/Viking - Finland -  Massacre Rec.    
 
FALCHIION ist die Gehirngeburt von Juho Kauppinen, der seines Zeichen auch Akkordeonspieler bei KORPIKLAANI ist. Wegen dieser Verbindung und dem Verweis auf die ‚folkigen Elemente’ bei FALCHION sträubten sich bei mir schon die Haare südlich der Grenze. Glücklicherweise handelt es sich bei FALCHION um keine biergetränkte Humppa-Humppa Band. Stattdessen wird melodischer Death Metal gespielt, der meist nah an der Grenze zum melodischen Heavy Metal ist. Die etwas langweiligen Death Metal-Vocals drücken das Ganze jedoch in den Death-Bereich. Gewisse Folk-Elemente sind vielleicht schon präsent, allerdings niemals mehr als beim typischen BLIND GUARDIAN-Lied. Die sind manchmal gar kein schlechter Vergleich, denn wenn etwas dieses Album auszeichnet, dann ist es die Melodik: Je öfter man das Album hört, desto mehr kommt einem Chronicles of the Dead wie ein einziges langes Solo vor. Wenn man kurz wegdriftet, sind die Chancen gross, dass man vom nächsten Solo oder einer neuen Lead-Gitarren-Linie ganz schnell wieder zurückgeholt wird. Mir kommen da Gedanken an SINERGY oder gar YNGWIE MALMSTEEN. Wie bei Letzterem ist scheint auch bei FALCHION das Problem zu sein, dass bei der ganzen Solo-Arbeit – die ich nun ja schon loben muss: da geht’s die Skalen hoch und runter! – leider die Liedstrukturen ein wenig verloren gehen. Obwohl ich die CD verdammt oft und in allen möglichen Situationen gehört habe, ist mir bis jetzt noch schleierhaft, ob’s da Refrains gibt. Ich bin mir fast sicher, dass es die gibt, aber mit Gewissheit kann ich’s nicht sagen. Vielleicht mache ich das Album gerade schlechter als es ist, denn handwerklich kann man nicht viel aussetzen, und wenn man mal konzentriert hinhört, ist es ja wirklich nett (obwohl die Produktion vielleicht ein klein wenig ohne Charakter scheint). Mehr leider auch nicht… Tja, Leute, die den KORPIKLAANI-Sticker sehen, werden wohl zugreifen. Alle anderen sollten es sich noch mal überlegen. Für’s nächste Mal: weniger Gedudel, mehr Lied. Dann wird das auch was mit dem Nachbarn (oder mir).
Henrik
 
 FALCIFORM - Limits Of Power  
 
CD-R - VÖ 2003  
Death/Thrash - Neuseeland - Eigenveröffentlichung    
 
Mann, es ist immer wieder erstaunlich was für tolle Truppen dort unten in Neuseeland kreuchen und fleuchen. Eine echte Schande, dass man hier in unseren Breitengraden kaum etwas von dort mitbekommt. Nun haben FALCIFORM leider schon das zeitliche gesegnet, dennoch hat es sich die Band mehr als verdient mit ihrem letzten Machwerk gewürdigt zu werden, posthum sozusagen. Die Band wurde unter dem Namen DENIAL bereits 1993 gegründet und im Jahr 2000 in FALCIFORM umbenannt. „Limits Of Power“ ist das zweite Langeisen unter diesen Bandnamen, nach dem der Erstling „Contagion“ 2001 unters headbangende Volk gebracht wurde. Geboten bekommt man sieben erstklassige Songs technischen Death/Thrashs, die zwar spielerisch anspruchsvoll, jedoch nicht zu überdreht frickelig sind und erstaunlich eingängig und nachvollziehbar wirken. Die Musiker sind fit auf ihren Instrumenten, das merkt man sofort, und das Songmaterial ist sehr tight. Von der Rhythmik erinnern mich manche Passagen an die seeligen ORDER FROM CHAOS. Die Kompositionen wurden recht abwechslungsreich in Szene gesetzt und decken das komplette Spektrum extremen Metals ab. Es macht jedenfalls Spaß sich Tracks wie „Cannibal Christ“ (guter technischer Death/Thrash mit interessanten Breaks & Solis und sporadischen Blasts), das eindeutig deathigere „Mutation Of Lies“ (hat was von ORDER FROM CHAOS), das technische, schwere meist im Midtempo gezockte Stück „One False Move“ (mit schnellen und doomigen Passagen verfeinert) oder den recht flotten technischen Banger „King Of Kings“ reinzuziehen. Es macht eigentlich nur Freude, da die Balance zwischen Brutalität und technischer Versiertheit stimmen. Die Vocals sind auch recht ordentlich und bieten neben recht rauen, death artigen Gesang auch eine eher kreischig, schreiende Komponente als Kontrast. Erinnert mich wieder etwas an ORDER FROM CHAOS oder ANGEL CORPSE.....weiß auch nicht warum. Um es kurz zu machen: „Limits Of Power“ ist ein erstklassiges Underground Death/Thrash Metal Album und sollte auf jeden Fall einmal angecheckt werden, falls sich die Gelegenheit dazu bietet.
Michael
 
 FALL OF A SEASON - Decades in a bleeding world  
 
CD - VÖ 2004  
Metalcore - Deutschland -  Circulation Rec.  
 
Das deutsche Label Circulation Records ist mir wirklich schnell sympathisch geworden, da sämtliche Veröffentlichungen sehr solide sind und Freunde von melodischem Death/Thrash und Metalcore hier bisher kaum enttäuscht worden sein sollten. Dies trifft nach Labelkollegen wie SOULGATES DAWN und BAAL auch auf die deutschen FALL OF A SEASON. Keine Ahnung warum es momentan alle so mit dem Fallen haben, denn spätestens als FALLEN YGGDRASIL und FALL OF SERENITY den DISMEMBER Support gemacht haben, habe ich den Überblick verloren. Nicht nur namentlich sind FALL OF A SEASON ihren fallenden Landsleuten nahe, auch musikalisch sind so einige Parallelen vorhanden. Nennt es Metalcore wie es momentan so angesagt ist, für mich bleibt es melodischer Death-Metal, bei dem die Hardcore Elemente nicht wirklich vordergründig sind. Ob die Songs auf "Decades in a bleeding world" nun stellenweise also nach AT THE GATES, IN FLAMES oder DARKEST HOUR klingen ist eine Frage des Standpunktes zur Metal/Hardcore Grenzlinie. Fakt ist, daß man melodische Riffs und thrashiges Up-Tempo mit treibenden Doublebass-Passagen und Schreigesang mischt und dies handwerklich wie soundtechnisch blitzblank abliefert. Wirkliche Hardcore-Grooves kommen natürlich auch immer mal wieder und besonders gegen Ende der Scheibe öfter mal vor wie bei dem ziemlich fett rockenden "A kiss bittersweet". Auch akustische Zwischenspiele und mitunter recht poppige Melodien werden ab und an eingebaut (man höre den ruhigen etwas weinerliche Ausklang von "The hollow"). Die Musik ist zwar sehr eingängig gestrickt aber man merkt, daß die Band sich bemüht ihren eigenen Sound zu basteln und hier und da von der Standard-Marschrichtung abzuweichen. Es sind wirklich einige interessante Passagen und zündende Melodien in den knapp 35 Minuten enthalten und auch clean-melodischer Gesang wie bei "Laureen" wird absolut überzeugend eingebaut. So solide "Decades..." umgesetzt ist, insgesamt schaffen es FALL OF A SEASON leider doch nicht ganz, sich von der immer noch stetig anschwellenden Melo-Metalcore-Flutwelle (Huch, politisch unkorrekt?) abzusetzen. Im Verhältnis zu den interessanten Ideen überwiegt doch das altbekannte zu sehr und lässt die Scheibe nur als grundsoliden Tipp für alle Freunde des Genres stehen, die einfach nicht genug bekommen können. Hinter den Grossen der Szene müssen sich FALL OF A SEASON aber mit ihrem ersten Full-Length Album beileibe nicht verstecken.
Karim
 
 FALL OF EVERY SEASON - From below  
 
CD - VÖ 2007  
Doom-Metal - Norwegen -  Aftermath Music    
 
Hört, hört! Das ist ja mal ein ganz feines Scheibchen Doom, was mir da aus Trondheim hereingeschneit kommt. Das erste Album des Alleinunterhalters Marius Strand, der hier alle Instrumente selber spielt, ist ein wahrer Kracher für alle die auf melodischen und melancholischen Doom stehen. “From Below“ ist eine der großen Entdeckungen des sich zu Ende neigenden Jahres. Hier werden wirklich die besten Zutaten des Dooms europäischer Prägung zusammengemischt um ein absolut stimmiges Gesamtwerk zu kreieren.
Die Hauptingredienzen sind zu finden bei solchen Klassikern wie alten ANATHEMA und KATATONIA sowie denjenigen, die die melodische Seite des Dooms hochhalten (z.B. NOVEMBERS DOOM und AGALLOCH). Die nahezu perfekte Mischung wird durch klaustrophobische Riffs, lang gezogene Soli, akustische Parts und Piano erreicht. Ganz deutlich standen auch OPETH bzw. deren ruhigere Stellen auf ihren Erstlingswerken Pate. Die klare Stimme erinnert eindeutig an Mikael Åkerfeldt und wechselt sich gekonnt mit dem sehr tiefen Death-Growl ab. Der Songaufbau ist vortrefflich. Besonders hat es mir „The Triumphant Beast“ angetan, welches von langsamem Riffing getragen wird und zum Teil schon in Funeral Doom-Gefilde abwandert. Dies wird stimmigerweise von „Escape of the Dove“ gefolgt, was nur mit Piano, Akustikgitarre und Bass auskommt. Schon unglaublich, dass wir es nur mit einem Musiker zu tun haben. Kein Instrument fällt aus der Reihe: alles ist unglaublich klar und ausdrucksstark. Ob wir es hier mit dem nächsten Dan Swäno zu tun haben? Um es ganz kurz zu fassen: Alle, die an den genannten Bands auch nur ein wenig Interesse haben, dürften nicht an diesem Album vorbeikommen. Das Artwork und die Texte sind ebenfalls allererster Sahne. Ich bin schwer beeindruckt! Nuff said.
Henrik
 
 FALL OF SERENITY - Bloodred Salvation  
 
CD - VÖ 2006  
Death-Metal - Deutschland -  Lifeforce Rec.  
 
Die deutschen Death-Metaller FALL OF SERENITY sind wieder mit neuem Label und ihrem inzwischen vierten Album am Start."Bloodred Salvation" ist eine ordentliche Angelegenheit geworden, die in der mir leider massiv zu den Ohren rauskommenden Schnittmenge aus Melodic-Death und Metalcore liegt, wobei ich ehrlich zugebe daß mit die Grenze langsam aber sicher vor den Augen verschwimmt. Nennen wir die Musik also Death-Metal zwischen Old-schooliger Geradlinigkeit und schwedischer Melodik und teilweise auch der entsprechenden Thrashigkeit (siehe bzw. höre z.B. "Swallowing lies"). Die Jungs legen meist Wert auf Tempo und thrashen, blasten und doublebassen sich durch einen Großteil der Spielzeit, wobei sie mit Melodie auch recht ausgewogen umgehen. Zwischendurch gibt es dann auch einige Rhytmus-Passagen oder corige Breakdowns und Sänger Rene lässt seine schön kraftvolle und variable Schrei-Grunz Stimme passenderweise auch mal von DEW SCENTEDs Leffe unterstützen. Alles schön und gut und ordentlich produziert. Nur muß ich sagen, daß es totalstens bekannt klingt. Angesichts der Schwemme an Bands aus der Ecke kann ich hier also nicht gerade von einem Pflichtkauf reden und speziell das überkandidelte Schlagzeug nervt wieder mal massiv mit einer penetrant vordergründigen Computer-Bassdrum und reichlich R2D2-mässigen Blastbeats. "Nett" aber leider nicht fett.
Karim
 
 
FAE-FAL  FAL-FAS  FAT-FEA  FEC-FET  FID-FLA  FLA-FLE  FLE-FOR  FOR-FOR  FOR-FUC  FUC-FUN  FUN-FUR