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Angezeigte Kategorie: "U" - Anzahl Reviews: 43
ULC-UNA  UNA-UND  UNE-UNL  UNR-URK  URU-UTU  
 

 ULCERATE - Of fracture and failure  
 
CD - VÖ 2007  
Death-Metal - Neuseeland -  Neurotic Rec.    
 
Mit ihrer Mini konnten die Neuseeländer von ULCERATE schon für Aufsehen im Underground sorgen. Jetzt feuert man via dem holländischen Neurotic Rec. das erste vollständige Album in die Szene und dürfte damit alle, die es eigenwillig mögen ansprechen. Gegenüber dem was ich von ULCERATE kenne, klingt das Material auf "Of fracture..." noch eine Ecke wilder. Die Band spielt Death-Metal, der seine Wurzeln irgendwo bei MORBID ANGEL hat, deren Rhytmik-Experimente aber deutlich weiter treibt und mit Einflüssen der neueren Schule vermengt. Da käme mir durch die Dissonanzen und den hohen Ballerfaktor GORGUTS in den Sinn, allerdings durch die vielen Rhytmik-Einlagen und auch einigen Grooves auch Vertreter der Neo-Hard/Grindcore Frickelei im Stile von ION DISSONANCE oder CROWPATH. Irgendwo zwischen diesen Elementen liegt das Material auf dieser Scheibe, das wirklich nichts für Leute ist, die es eingängig und tanzbar mögen. Meistens klingt das Material fast chaotisch und breakig, pendelt zwischen schönen Blastereien, schweren Grooves, vielen Breaks und am feinsten düster-schleppenden Passagen, die an GORGUTS oder MORBID ANGEL erinnern. Dabei werden die Songs auch schon mal bis zu 8:30 Minuten und binden wie in "The mask of the satyr" auch mal ruhige Passagen zur Entspannung ein. Nicht nur da sticht das verspielte und fast jazzige Drumming ins Auge, das besonders durch den üppigen Einsatz der Becken glänzt und an Bands wie CEPHALIC CARNAGE erinnert. ULCERATE liefern hier grundsoliden und eigenwilligen Stoff mit Sinn für Abwechslung und Experimente ab, der allen die es nicht freaky genug haben können das Höschen nassmachen dürfte. Allerdings sollte man vor dem Kauf der Scheibe doch reinhören, denn es ist schon ziemlich anstrengende Kost, die hier abgeliefert wird und mir persönlich auch eine Ecke zu wild. Interessant aber am Stück doch hart zu konsumieren.
Karim
 
 ULCERATE - The Coming Of Genocide  
 
CD - VÖ 2006  
Death-Metal - Neuseeland -  The Flood Rec.    
 
Bereits seit sechs Jahren machen ULCERATE den Underground in ihrer Heimat unsicher und können getrost als eines der Aushängeschilder der extremen Szene von Neuseeland gezählt werden. Das man locker internationalen Standard besitzt und viele Bands der alten Welt und Amerika an die Wand spielt belegt dieses Album recht deutlich. Bei „The Coming Of Genocide“ handelt es sich um die Wiederveröffentlichung der beiden Demos („The Coming Of Genocide“ von 2004 und dem 2003er Debüt „Ulcerate“) dieser brutalen Horde aus Auckland. ULCERATE liefern durch und durch sehr soliden, technisch äußerst versierten und brutalen US Sytle Death Metal Stoff ab und sollte für Fans von DEEDS OF FLESH, GORGASM, HATE ETERNAL und dergleichen ein gefundenes Fressen sein. Das Gitarrenriffing ist sehr präzise, äußerst versiert und hält so einige technische Kabinettstückchen (irre Solis) bereit. Wieselflink, schnell und durchaus verspielt. Jamie, der Mann an der Schießbude, malträtiert sein Arbeitsgerät wie ein Tollwütiger und wartet mit zerstörerischen Blasts, überraschenden Loops & Rolls und anderen Spielereien auf. Wer war doch gleich das Schlagzeugtier bei der Muppetshow? Absoluter Wahnsinn! Shouter James hat alles voll im Griff und liefert eine souveräne Vorstellung ab. Diese Unbekümmertheit, Spielfreude und das handwerkliche Können dieser Truppe macht einfach nur Spaß und lässt die knapp 30 Minuten der Scheibe wie im Fluge vergehen. Der Sound passt (vor allem bei den vier Kompositionen des 2004er Werks) und somit gibt’s hier absolut nichts zu meckern, zumal die CD auch noch mit CD-Rom Material ausgestattet ist. Laut Angaben der Band wird das neue Album, das in Kürze via Neurotic Records erscheinen wird, die alten Aufnahmen deutlich in den Schatten stellen. Wir können uns ab Oktober selbst davon überzeugen und falls auch nur die Hälfte davon stimmt, dann können wir uns auf einen ganz schönen Kracher gefasst machen.
Michael
 
ULME - Ordinary Diva  
 
CD - VÖ 1998  
Metal/Rock - Deutschland - BluNoise Rec.    
 
Jaaaa ... die kaputten Flensburger mit Vorliebe für Photos aus dem Familien-Album sind wieder da. Das selten bescheuerte Cover stößt mich zwar im Gegensatz zum ansonsten geil gestalteten Booklet eher ab, aber das paßt doch gut zur Musik der drei Brüder und zu Arnes krankem Gekreische. Musikalisch ist es immer noch eine undefinierbare Mischung aus Doom, Noise, Psychedelic, Alternative und Hardcore, aber Arne schreit nicht mehr so viel rum wie auf „Refuse Me“ und der klare Gesang steht oft im Vordergrund. Zu der Musik von ULME kann man nicht viel sagen, man muß sie hören und sie dann lieben oder hassen. Ich halte mich da eher an ersteres, auch wenn ich „Refuse Me“ vorziehe, da die düstere Grundstimmung hier etwas in den Hintergrund gerückt ist, obwohl „Ordinary Diva“ teilweise eher derber ist als sein Vorgänger. Songs wie „Bitch Blues“ sind zwar immer noch alles andere als lustige Liedchen, aber einen Song wie „Stormchild“ hätte ich hier nicht erwartet. Wer auf eigenständige Musik steht kommt an ULME eh nicht vorbei und deshalb bleibt nur noch eins zu sagen ... “Kaufen!!“ ... und natürlich „Cleaning Woman“ ...
Karim
 
 ULTERIOR - Sudden Death Comes Demo  
 
CD-R - VÖ 2005  
Thrash-Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
Die vier Japaner von ULTERIOR treiben zwar schon seit 1990 ihr Unwesen im Underground, dennoch konnten sie noch nicht großartig auf sich aufmerksam machen, was vor allem an den ständigen Line-Up Problemen lag. In den Anfangstagen war die Truppe noch deutlich von der NWOBHM mit Bands wie IRON MAIDEN beeinflusst und auch der gute alte deutsche Metal war den Vieren nicht unbekannt. Doch schon nach einiger Zeit wurde klar, dass man wesentlich aggressivere Mucke machen wollte und die Entwicklung hin zum Thrash Metal Akt war dann auch nur die konsequente und logische Folge. Mit ihrem vier Track Demo „Sudden Death Comes“ fahren ULTERIOR auch ein ganz schönes Brett auf. Hier regiert der gute alte old School Thrash und es wird ohne großartig Kompromisse einzugehen kontrolliert drauflosgeholzt. SLAYER und andere Hochkaräter schimmern immer wieder mal durch, aber die Jungs kochen doch schon ihr eigenes Süppchen und pures kopieren liegt ihnen fern. Die Tracks knallen recht solide aus den Boxen und sind recht tight und technisch perfekt eingespielt worden. Darf man bei einer Band, die schon so lange aktiv ist, auch erwarten. Die Soundqualität ist sehr professionell, wie auch die Aufmachung des Demos. Es geht bei den Stücken relativ flott zu Sache und die Geschwindigkeit ist schon im oberen Bereich angesiedelt. Man knüppelt aber nicht auf Teufel komm raus, sondern lässt sich schon etwas Raum für einige Finessen und auch das ein oder andere Break wird geschickt platziert, ebenso wie diverse Tempowechsel. Der Gesang des Herrn Sekizuka ist angenehm rau gehalten und passt perfekt zu den dargebotenen Metal Ausbrüchen. Thrasher, die sich gerne an soliden, fernöstlichen Liedgut ergötzen, sollte hier durchaus mal ein Ohr riskieren.
Michael
 
 ULTIMATUM - Lex Metalix  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - U.S.A. -  Retroactive Rec.    
 
ULTIMATUM stammen aus New Mexico und sind bereits seit 1992 im Underground aktiv. Mit bislang vier Langeisen und einer EP im Rücken hat die Truppe um den ehemaligen VENGEANCE RISING Mitbegründer Robert Gutierrez eine durchaus ansehnliche Menge Material am Start, von dem mir allerdings nicht alles bekannt ist. Nach dem letzen Studioalbum "Into The Pit" aus dem Jahre 2007 kommt nun ein neues Werk in die Läden. "Lex Metalis" lautet der Arbeitstitel des 13 Trackers, der aber kein neues Album im eigentlichen Sinne darstellt, zumindest was Eigenkompositionen angeht. Vielmehr huldigen die Thrasher ihre Lieblingsbands und Einflüsse aus alten Tagen und zollen ihnen somit den nötigen Respekt. Man mag von Tributalben halten was man will, aber ich persönlich fand diese eigentlich immer recht in Ordnung, vor allem wenn die Umsetzung dementsprechend ausgefallen ist und die passt im Falle von ULTIMATUM. Es tummeln sich erstklassig eingehämmerte und umgesetze
Coverversionen von den üblichen Verdächtigen auf dem Silberling wie etwa "Creeping Death" (Metallica), "Steeler" (Judas Priest), "Wrathchild" (Iron Maiden), der alte Gassenhauer "Metal Health" (Quiet Riot), eine obligatorische Huldigung an Lemmy & Co. ("Iron Fist"), "Ton Of Bricks" (Metal Church), "Powersurge" von der NJ Thrash Institution Overkill oder das vorzügliche "Moto Psycho" von Dave Mustains Megadeath. Aber auch hierzulande unbekanntere Sachen oder nicht oft gecoverte Bands findet man auf dem Silberling wie z.B. Vengeance Rising ("Can't Get Out") oder den mir völlig unbekannten The Moshketeers mit "Locked In Chains". Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass die Truppe spieltechnisch über alle Zweifel erhaben ist und ein wahres Feuerwerk abbrennt. Hier wird gerifft und gethrasht, dass sich die Balken biegen. Die Stücke setzen jede Menge Energie frei und machen jede Menge Spass. Man bleibt nahe am Original, aber verleiht den Tracks
gleichfalls eine gewisse eigene Note. Neben der erstklassigen Gitarrenarbeit gefällt mir auch Sänger Scott Waters recht gut, der mit seiner eigenen, etwas kauzigen Art den Songs einen zusätzlichen eigenen Pfiff verleiht und zudem jede Stimmlage beherrscht. Die Produktion ist wuchtig und dynamisch, jedoch keinesfalls überladen und fängt somit den Charme dieser 80er Songs relativ gut ein. Auch hat man sich die Mühe gemacht zu jeder Coverversion Liner Notes zu verfassen, in die auch persönliche Erlebnisse einfließen. Ein erstklassiges Stück harten Stahls, in das Headbanger mit einem Faible für die gute alte Zeit auf alle Fälle mal reinhören sollten. Klasse!
Michael
 
 ULTRA VOMIT - M. Patate  
 
CD - VÖ 2004  
Grindcore - Frankreich -  Sacral Prod  
 
Die Franzosen scheinen ein lustiges Völkchen zu sein. Ob das Trio mit dem sympathischen Namen ULTRA VOMIT die gute Laune unter zu Hilfenahme von Rauschmitteln erreicht oder ständig ein Baguette in der Rosette stecken hat?
Auf jeden Fall machen sie den Hörer mit 21 Tracks feinstem grindcorehaltigem Gebräu verdammt glücklich. Ähnlich wie bei den Landsmännern von GRONIBARD mischen diese Erbrecher ernsthafte musikalische Ergüsse mit Albernheiten und Veralberungen in zahlreichen Schattierungen. Musikalisch verwursten ULTRA VOMIT schamlos Einflüsse aus dem Hardcore, Thrash- und Death-Metal und setzen dem Bastard die Grindcore-Krone auf. Dazu gesellt sich die dementsprechend vielseitige Vocalakrobatik der jungen Herren. Da darf geschrieen, gegrunzt und gegrölt werden bis hin zum Harmonizer-Gegurgele! Und das ganze groovt und mosht dabei wie Sau! An dieser Stelle ein klein wenig Name-Dropping zur groben Orientierung: GRONIBARD, DECRYPT, DEVOURMENT, SLAYER, BIRDFLESH, S.O.D., NASUM. Wer aber schon beim Namen denkt, die Mischung sei schwer verdaulich und reizt den Magen, dem sei das Gegenteil gesagt. Die Songs stecken zwar voller schräger Ideen gehen aber schnell ins Ohr und sind leicht verdaulich! Vorausgesetzt man kann Songthemen wie „Captain Igloo“ (jawohl, der notgeile, alternde Seebär, der kleinen Jungs goldene Stäbchen zwischen die Backen steckt) oder Verarschungen des 80er Jahre Disco-Hits „Wot?“ (hier „Phoned To Death“) vom inzwischen scheintoten THE DAMNED-Musikanten Captain Sensible und anderen Nonsens ertragen.
Ich kann´s und find´s auch auf nüchternen Magen geil! Insbesondere weil die Produktion allen Ansprüchen gerecht wird und einem trotz vorhandener Transparenz die Eier ordentlich vor den Hosenlatz geknallt werden! Und da die Musik ernsthaft und gutklassig vorgetragen wird (der Drummer ist ein richtiges kleines Tier!) und dabei tatsächlich groovy as fuck aus den Speakern hüpft, kann man sich das Lachen auf Wunsch auch mal verkneifen.
Als Gimmick packten ULTRA VOMIT noch jede Menge Live- und Studiovideos für den PC auf den Silberling, so dass das Teil auch von der Spielzeit her aufgewertet wird.
Gitarist und Sängerknabe Festus schreit im Übrigen auch gerne mal mit einem fetten Plastikrohr (Dildo?) im Mündchen ins Mikro. Sieht auf den Pix im Booklet unglaublich bescheuert aus, macht aber mehr Sinn als die Übung mit Tischtennisbällen durchzuziehen. Das sieht zwar definitiv cooler aus, aber ohne Notarzt besteht akute Lebensgefahr durch Verschlucken!
In diesem Sinne: Schluckt die Breche, ihr Luder!
Wolfram
 
 ULTRAWURSCHT - Cheese Ass build my hot dog  
 
CD - VÖ 2008  
Death-Metal - Deutschland -  Bad Land Rec.    
 
Auf diesen Album geht es im wahrsten Sinne des Wortes um die „Wurst“. Die deutsch/österreichische Death/Grind Kapelle legt in ihren lyrischen Ergüssen eine recht durchgeknallte wie auch aberwitzige Art des guten Geschmacks vor. Das fängt vom verpönten Käse an und endet in allerlei derben Mundart Fluchereien und Phrasen. Man gibt quasi zu jederzeit den passenden Senf dazu, wo wir dann auch wieder beim Ausgangsthema, nämlich der Wurst, angelangt sind. Der Albumtitel ist eine Anlehnung an MINISTRY’S „Jesus Built My Hot Rod“, welche unsere vier wackeren Metzger mundgerecht umgewandelt, um nicht zusagen verwurstet, haben. Musikalisch bieten unsere frohen Fleischergesellen typische Hausmannskost und beackern das Terrain des Death/Grinds recht solide, wobei die recht druckvolle Produktion sicherlich ihr Quäntchen dazu beiträgt. Wer also nicht alles bierernst nimmt und dennoch auf gut abgehendes Gehacke steht, der kann sich die (Wurst) Platte ja mal reinziehen. Aber im Endeffekt ist eh alles Wurscht. In diesem Sinne: Mahlzeit alle miteinander!
Michael
 
 UNAFRAID - Penetrative Voltage  
 
CD - VÖ 2008  
Heavy Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
Schon nach den ersten Riff wird eins glasklar: UNAFRAID haben sich durch und durch den klassischen Heavy Metal/Hard Rock verschrieben. Nicht nur musikalisch sondern auch von der Produktion her erinnert "Penetrative Voltage" an die gute alte Zeit - sprich ein (Früh) 80er Touch ist unüberhörbar. Handwrklich bescherrschen die vier tradtionellen Metalheads aus Japan ihre Arbeitsgeräte und entlocken ihnen wohlige Klänge. Kraftvoller, erdiger Stahl mit viel Leidenschaft und Hingabe gespielt bietet dieser acht Tracker, der von der Band im Alleingang geschmiedet wurde. Stilistisch deckt man erwartungsgemäß alle Facetten des Genres ab und so befinden sich schnelle Power Hämmer ala "Burning", knackige Stampfer mittleren Tempos ("I Feel The Power") oder auch mal ein getragener Song auf der Platte. Hervorragend finde ich, dass der Baß sehr gut zur Geltung kommt. Man höre sich nur das coole Tiefton Soli bei "Walk In The Dark" an. Prima! Wer auf tradionelles Liedgut abfährt und dazu noch ein Faible für alten Nippon Stahl & Hard Rock besitzt, der sollte durchaus mal in die recht gute Scheibe reinhören.
Michael
 
 UNANIMATED - In the light of darkness  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Schweden -  Regain Rec.    
 
In Zeiten von technischer Maßlosigkeit und schon abartig gewordenen Geschwindigkeitsorgien fehlen einem manchmal die Bands mit etwas mehr Seele und traditionelleren Ansätzen zu den ich die alten Hasen von UNANIMATED unbedingt zählen würde. Nach zarten 14 Jahren ist die Band mit einem absolut unverkennbarem Schwedentod Werk in guter gewohnter UNANIMATED Qualität zurück. An klassischen Black/Death Zerealien wurde in den 10 sehr charakteristischen Kompositionen alles aufgewendet was das Genre zu bieten hat. Von Brutalen Hassparts über groovige Nackenbrecher bis zu tragischen Epikausbrüchen wird alles angeboten was die dunklen Herzen und die kalten Seelen der Schweden erfüllt und ausmacht.
Beim Durchhören fühle ich mich des Öfteren an Bands wie Dissection und Celtic Frost erinnert und schwelge im Andenken an die Entdeckerzeit dieser Szene die durch UNANIMATED sicherlich mit beeinflusst wurde.
Ich bin kein großer Fan von den ganzen Reunion Eskapaden der alten Helden aber in diesem Fall muss man ehrlich zugeben das hier eine tolle Band ein fettes Album rausgetan hat was sicherlich einiges reißen wird.
Jens
 
UNANIMATED - Ancient god of evil  
 
CD - VÖ 1994  
Death-Metal - Schweden -  No Fashion Rec.    
 
1994 war es wieder so weit und Schwedens heimliche Vorreiter des melodischen Death/Black Metals haben nach Widereinstieg Richard Daemons den Nachfolger zu „In the Forest of the Dreaming Dead“ zusammen mit Dan Swanö in dessen heiligen Unisound Studios eingespielt, was dann gleich schon mal einen perfekten, kräftigen Sound mit sich gebracht hat. Aber auch an den Songs selbst gibt´s nichts, aber auch wirklich gar nichts zu meckern, denn entstanden ist ein weiteres Meisterwerk an schwedischem Death/Black Metal, wobei der Begriff Meisterwerk auch voll und ganz gerechtfertigt ist. Auch wenn „Ancient God of Evil“ stilistisch in die gleiche Kerbe wie der Vorgänger haut, klingt die Scheibe doch etwas anders, da sie eine deutliche musikalische Weiterentwicklung der Band demonstriert, die das neue Material zwar etwas weniger brutal als das teilweise noch recht knüppelige Debut, dafür aber gleichzeitig um einiges gereifter und anspruchsvoller ausfallen lässt. Dennoch, „Ancient God of Evil“ klingt noch intensiver und vielfältiger, es werden Unmengen an schnellen melodischen Riffs und beeindruckenden, gefühlvollen Solo-Parts mit kräftigen Akkord Strukturen kombiniert, treibende schnelle Parts wechseln mit langsamen und recht „heavy“ daherkommenden Parts ab, während gesanglich alles von sehr gelungenen und energischen heiseren Vocals gekrönt wir. Auch vom Songwriting und den Arrangements her sind UNANIMATED meilenweit über dem Durchschnitt, denn die Tracks sowie eigentlich das gesamte Album kommen wie in einem Fluss daher, harmonieren und passen perfekt zusammen ohne das hier stumpf und taub Riff an Riff geheftet werden, stattdessen wird eine unvergleichliche Spannbreite und Abwechslung geschaffen, wie sie selten im Death und Black Metal ist und zudem den Hörer mit jeder Sekunde zu fesseln vermag. Hier werden auf einzigartige Weise Power und Härte mit „dunklen“ und auf ihre Art gefühlvollen Parts verbunden. Also, ich hab´s schon mal gesagt und trichter es euch hier noch mal ein: „Ancient God of Evil“ ist ein unerreichtes Meisterwerk welches nicht ein schwaches Riff aufweist, bei aller Melodik absolut nicht tuntig klingt sondern Riffgeschosse von fesselnder Kraft und Erhabenheit garantiert (welche mich beknackte Formulierungen wie letztere dichten lassen…). Beachtung verdient auch noch das superbe gestaltete Booklet, in dem jedem Song ein eigenes Motiv zugeordnet wird. Hammer Scheibe und Schweden Death/Black Metal wie er besser nicht sein kann.
Björn
 
 
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