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Angezeigte Kategorie: "Z" - Anzahl Reviews: 18
Z-B-ZIH  ZOM-ZYK  
 

 Z-BLAZE - Burnin Soul  
 
CD - VÖ 2007  
Heavy Metal - Japan - G.I. Rec.    
 
Z:BLAZE gehören zu einer Spezies, die auch in Japan immer seltener anzutreffen ist. Der Vierer hat sich nämlich dem traditionellen Hard Rock/Heavy Metal verschrieben mit unüberhörbaren Roots aus der Frühphase der NWOBHM. Gut sieben Jahre sind vergangen seit man das Debütalbum „Igniter Of Blast“ unter die Leute gebracht hat. Seitdem hat sich im Lager der Band auch einiges getan. Anno 2007 ist man von Trio auf Quartett Größe angewachsen. Zudem gab es auch einen Wechsel im Line-Up zu verzeichnen. Vom Urgestein sind nur noch Drummer Makoto und Sänger Kane mit von der Partie. Die Position am Tieftöner wurde von Tatsu übernommen und als neuer Axeman konnte Charmmy verpflichtet werden. Auch musikalisch zeigt man sich verbessert und das komplette Material wirkt eindeutig erdiger. Die Keyboardpassagen, die an manchen Stellen auf der erste Scheibe zu hören waren, wurden komplett gestrichen. Ein gute Entscheidung wie ich finde, da dies den hart rockenden Sound nicht so verwässert. Nach einem Prolog startet man in bester Heavy Rock Manier („Last Betting“) durch. Speediger geht es mit „Endless Desire“ weiter bevor man die obligatorische und einzige Ballade „Aurora“ zum Besten gibt. Ganz deutlich kommen die alten NWOBHM Elemente beim guten Titelsong und „Fall Down Blackout“ zum Vorschein. Mit dem achten Track, welcher geschickt das Tempo variiert, hält die Truppe ebenfalls einen guten, treibenden Rocker parat. Gewöhnungsbedürftig allerdings dürfte die Gesangsvorstellung von Kane sein, der doch einer der typischen japanischen Vertreter seiner Zunft ist. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Leute damit so ihre Probleme haben. Handwerklich wird der Heavy Stoff allerdings durchaus solide vorgetragen. Anerkennung verdienen die Jungs auf alle Fälle, da sie auf gängige Trends pfeifen und ohne wenn und aber ihr Ding durchziehen. Anhänger von japanischen Heavy Stoff, aber auch traditionelle Hard Rocker können durchaus mal ein Ohr riskieren.
Michael
 
 ZAO - The fear is what keeps us here  
 
CD - VÖ 2006  
Hardcore - U.S.A. -  Ferret Music    
 
Ehrlich gesagt habe ich gegenüber dieser Scheibe schon eine Abneigung gehabt bevor ich sie eingelegt habe. Das Cover ist echt scheisse und zudem wie das ganze seitenverkehrte CD-Layout total Pseudo. ZAO sind wohl schon länger im Hardcore/Metal Underground aktiv und haben sich dort einen Namen als kultige Kapelle gemacht. Nun kenne ich die alten Scheiben der Band nicht aber "The fear..." lässt mich ZAO schnell wieder vergessen. Nach etwas ruhigem Akustik-Geklampfe (das schon vorab Langeweile aufkommen lässt) geht es dann los. Hardcore mit Metal-Ecke und Schwerpunkt auf fetten schweren Grooves und etwas noisigen Gitarren, der offenbar immer in der Zwickmühle steckt "eigen" sein zu müssen, um seinen Kultstatus zu erhalten. Die Songs sind über weite Strecken richtiggehend langweilig und selbst der fetteste Groove fängt dann an zu nerven... Dem gegenüber stehen so manche DILLINGER artige Dissonanz-Rhytmik-Anfälle und eigenwillige Breaks und Arrangements. Die Songs wirken aber leider oft wie völlig willkürlich zusammengestückelte Riff- und Ideensammlungen. Schade drum, denn es sind einige wirklich fette Grooves dabei und auch coole Ideen wie manche mal ruhigere, mal noisigere Zwischenspiele im unteren Tempobereich.Was aber total nervt ist der keifig-heisere Hardcore-Gesang, der oft eine ziemliche Death-Metal Ecke abbekommen hat. Sorry, ZAO probieren viel aus auf der Scheibe, floppen dabei aber total ein konsistentes Bild zu zeichnen. Wer viele Ideen in seinen Songs verbaut hat notgedrungen auch einige wirklich gute darunter. Das ändert aber nichts daran, daß der Gesamteindruck völlig krampfig ist... mal simpel und langweilig, dann offensichtlich gewollt freaky wie in Song 11 (wie eingangs erwähnt finde ich die Idee alles spiegelverkehrt zu drucken relativ albern und daher ist mir auch scheissegal wie der Song jetzt heisst), wo neo-corig Blastbeats mit cleanen Gitarren und Oberton-Lärmereien verbunden werden. Absolut nicht meine Tasse Tee... und der obermonotone Rausschmeisser mit dem Anfangs netten und dann nur noch nervtötenden Percussion-Drumming fasst "The fear...." nochmal gut zusammen. Wenn der Schreihals dann zum Finale in der Übersteuerung verschwindet ist man fast glücklich, daß man es hinter sich hat.
Karim
 
 ZARATHUSTRA - Contempt  
 
MCD - VÖ 2005  
Black-Metal - Deutschland -  Undercover Rec.    
 
Aarrggghhhh! Das neue Mini Album der deutschen ZARATHUSTRA ist der absolute Hammer! Leider beglücken uns einheimische Black Metal Bands ja nicht immer mit hochwertigen Stahl Erzeugnissen, aber bei den Solingern liegt der Fall jedoch anders. Vom ersten Takt an können mich die Fünf Nordrhein Westfalen in ihren Bann ziehen und versprühen eine Spielfreude, die man nicht alle Tage zu Hören bekommt. Hier macht sich halt auch schon die jahrelange Erfahrung bemerkbar und das Gespür für die einzelnen Songs. Da sitzt jedes Riff, die Breaks kommen im richtigen Moment und sind auf den Punkt gespielt. Man pfeift auf gängige Trends und serviert ein absolut tödliches Old School Brett. Schnelle, treibende Tracks die eine Menge Energie freisetzen und dazu noch herrliche, dunkle Melodien auffahren: das ist genau die Art von Black Metal, die ich hören möchte! Verfeinert wird dieses hochexplosive Geschoss mit einer tödlichen Dosis Thrash Metal. Neben den exzellenten Kompositionen wartet das neue Werk auch mit einem knackigen, sehr guten Sound auf. Kein Wunder, wurde das Teil doch in den Necromorbus Studios in Schweden aufgenommen und dort weiß man bekanntlich, wie eine geile Scheibe zu klingen hat (siehe FUNERAL MIST , WATAIN u.s.w.). Abgerundet wird die Scheibe zusätzlich durch ein passendes Artwork von Chris Moyen. Bleibt jetzt nur noch die Frage zu klären, ob man nun die MCD oder die MLP auf die Einkaufsliste setzt, da es bei der limitierten Vinyl Auflage nämlich zusätzlich noch einen extra Track in Form des POISON (D) Klassikers „Sphinx“ als besonderes Zuckerli gibt. Erstklassig!
Michael
 
 ZATOKREV - Bury the ashes  
 
CD - VÖ 2007  
Doom-Metal - Schweiz -  Firebox Rec.    
 
Und mal wieder eine Band, die ich unbedingt mal anchecken wollte, kreiste der Name ZATOKREV doch schon eine Weile in Kennerkreisen des Dooms herum. Und mal wieder werden hier die Erwartungen voll erfüllt. Bury the Ashes ist das nunmehr zweite Album der Schweizer Brecheisen-Künstler nach dem 2004 erschienenen Debüt. Wie die von mir in letzter Zeit rezensierten TEPHRA und KASHEE OPEIAH sind ZATOKREV auch ein ganz heftiges Teil: Die schwersten Gitarrenriffs werden hier an räudigste Vokalarbeit angereiht. Klar stehen NEUROSIS wie immer Pate für diesen Musikstil. Man höre sich nur mal das Eröffnungsriff von Peeling Skin an. Aber auf Bury the Ashes kommen noch mehr Einflüsse zur Geltung. Triefender Südstaaten-Sludge ist kein seltener Gast und Hardcore-Geschrammel der neueren Sorte gibt sich auch ein Stelldichein. Was mich am meisten überraschte, war jedoch das Riff von Trial, das sich als entfernter Verwandter von DARKTHRONE’s Quintessence (von Panzerfaust) enttarnt. Geiles Zeug. Black Metal-Riffing und Doom ist ein persönlicher Favorit! (Quintessence müsste nebenbei gesagt den Preis für den lächerlichsten Text aller Zeiten gewinnen: „…and I only got wet on my feet.“ Übeltäter? Count Grishnack – kein Wunder!).
Das Album kam zuerst nur auf dem bandeigenen Label Czar of Crickets heraus, hat aber mit dieser Ausgabe einen breiteren Kreis erreicht – und das zu Recht! Der einzige Wermutstropfen in der ansonsten äußerst zufrieden stellenden (Ur)suppe ist die Länge des Albums. Ich glaube, dass man mit mehr konzentrierter Wucht noch mehr erreicht haben könnte. Zwar ist jedes Lied ein Monster an Riffs, doch leider können selbst die eintönig werden, wenn sie zu lange vor sich hin wabern. Die Kunst der Begrenzung muss also noch gelernt werden (wobei sie aber bei weitem nicht die einzigen in diesem Genre sind…). Als Anspieltipps für alle Doomheads würde ich Godless, Trial und The Fire empfehlen. Dann weiß man, wo man ist: im Doom-Himmel!
Henrik
 
 ZATREON - Ice Maiden  
 
CD-R - VÖ 2009  
Black-Metal - Ägypten -  Salute Rec.    
 
Es kommt wirklich nicht gerade alle Tage vor ein Album einer ägypischen Band im Player rotieren zu lassen. Den Underground Spezialisten von Salute Records sei Dank, denn das schwedische Label präsentiert uns den ersten Longplayer der aus Kairo stammenden Band ZATREON. Musikalisch erwartet einen ein recht eigenständiger Mix aus symphonischen Black Metal und Gothic Metal Elementen gepaart mit viel Atmosphäre und sporadisch im Sound integrierten orientalischen Melodien. Sicherlich kann man nicht abstreiten, dass das Sextett einige seiner Einflüsse von den allseits bekannten Genregrößen bezieht. Dennoch versucht man sich eine eigene Niesche, sofern überhaupt möglich, zu schaffen. Überraschenderweise verstehen die Nordafrikaner ihr Handwerk und gehen auch recht ideenreich zu Werke. Spieltechnisch ist man zweifellos gut drauf und man setzt die Songs abwechslungsreich und atmospärisch dicht in Szene. Härtere Tracks wie das erstklassige Titelstück "Ice Maidens" wechseln mit stimmigen, melancholisch angehauchten Stoff. In den einzelnen Liedern spielt man nur so mit verschiedenen Stilen, somit erschließt sich einem ein recht einzigartiges Klangerlebnis. Allen voran beim letzen Track "Stories Passed Down Through Generations" kommt dies gut zum Ausdruck. Gesanglich fühlt man sich im Black Metal, was das Gekreische angeht, eindeutig am wohlsten, obwohl auch hier, jeweils zur Stimmung, auch mit verschiedenen Gesangsvariation gespielt wird. Der Sound der Platte ist zudem mehr als ordentlich ausgefallen, was man in dieser Form nicht unbedingt erwartet hätte. Freunde oben geannten Stils sollten die Band unterstützen, denn es gehört schon einiges dazu trotz widriger Umstände so ein Projekt auf die Beine zu stellen und solide ist die Mucke auch noch.
Michael
 
 ZEKE - 'Til The Livin' End  
 
CD - VÖ 2004  
Metal/Rock - U.S.A. -  Relapse Rec.    
 
Ja sowas, was ist das denn: seit wann haben Motörhead einen neuen Sänger? Wo ist Lemmy hin? Altenheim? Entziehungskur? Zusammen mit Karim in Untersuchungshaft? Ach nee, Scheiße, wieder mal nicht auf's Cover gekuckt - das sind gar nicht Motörhead sonder Zeke die Rock'n'Roller aus USA. Wenn man sich aber nur mal mit geschlossenen Augen die ersten paar Songs auf "'Til The Livin' End" anhört, denkt man wirklich, man hat es hier mit einer Reinkarnation der Truppe rund um Mr. Kilmister zu tun. Insofern dürfte die musikalische Gangart also mal klar sein. Allerdings wirken die drei Zeken im weiteren Verlauf etwas punkiger als das Original und legen ab und an auch mal 'ne Schippe Groove drauf. Unterm Strich ist die Scheibe aber herlich rotzig und bietet nicht viel Zeit zum großartigen Nachdenken, es gibt eigentlich durchgängig auf die Fresse. Insofern ist man fast glücklich, dass das Spektakel nach einer guten halben Stunde schon vorbei ist (15 Songs in knapp 31 Minuten - alles klar??), da kann man sich dann mal wieder ein bisschen erholen, bevor man wagemutig die Repeat-Taste drückt. Oder man macht es getreu dem Motto, das ich neulich auf so'nem beknackten Fun-Shirt gelesen habe: "Der Kopf tut weh, die Füße stinken - nun ist es Zeit, ein Bier zu trinken"... in diesem Sinne: Prost!
Lutz
 
 ZEROED - War of Liberation  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Thrash - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
Diese Band ist wieder mal so ein Phänomen, das ich nicht verstehe. Die letzte Scheibe hat Kollege Björn rezensiert und sie wurde mir von einem Freund wegen super-Review in einem grösseren Metal-Mag empfohlen. Ich fand jedenfalls schon „Death Notes“ ziemlich scheisse, gebe aber zu nur kurz und verwirrt reingehört zu haben. Mit ihrem zweiten Album „War of Liberation“ legen die Ruhrpott-DeathThrasher eine erstmal sehr runde Sache auf den Tisch (klar, damit meine ich jetzt nicht die Form der CD)... Sehr gute Aufmachung, eingeschweisst mit schickem Aufkleber und auch der Sound klingt gleich deutlich besser als viele Eigenveröffentlichungen. Man muß ZEROED also schon mal attestieren hier viel Schweiss und Geld investiert zu haben. Dann geht’s aber leider mit der Musik weiter und die ist nach wie vor einfach nur stinklangweilig... fast das gesamte Material bewegt sich im langsameren Mid-Tempo und geht für mein Gehör dabei eher in Richtung von dem prollig-langsamen SODOM-Zeug als von CROWBAR und ähnlichen. Das ganze klingt Null Prozent hart und feuert einem Riffs um die Ohren, die man von vielen schlimmen Debüt-Demos oder auch von vor 10 Jahren noch kennt. Nix neues also, hier klingts mal etwas nach BOLT THROWER, da wird mal das Tempo angezogen und kurzzeitig richtig gethrasht, selbst ein paar Baller-Einlagen sind vorhanden und durch die oft ausgewalzte Monotonie, den seltsamen Drumsound und ein paar Samples könnte man mitunter fast Industrial-Einflüsse unterstellen. Insgesamt dominiert aber überklar das belanglose Mid-Tempo, auf das dann Standard Death-Metal Vocals kommen. Die Mucke klingt wegen der Einfachheit und vor allem auch wegen einem noch stark ausbaufähigen Bandzusammenspiel sehr Demo-mässig, was mit dem guten Sound etwas seltsam wirkt. Seltsam ist auch das Drumming, denn ich dachte oft daß hier ein Drumcomputer benutzt wurde, weil es so synthetisch klingt... wenn man sich dann aber in den Breaks so zurechtrumpelt wird klar, daß es nicht Roland sondern eben der gute JZ ist. Nee, das ist absolut nicht mein Ding und nur für Freunde des megasimplen Zeugs, die auch mit vier Promille noch verstehen wollen, was gerade passiert. Auf der CD ist übrigens auch ein Live-Video, das ebenfalls sehr gut (vom Sound und der Gestaltung) ist und einen Großteil der „Multimedia-Extras“ (haha!) auf Underground Metal-Scheiben abhängt, leider AVI und wegen der grosszügigen Enkodierung bei mir nur im Standbildmodus abspielbar.
Karim
 
 ZEROED - Death Notes  
 
CD - VÖ 2002  
Death-Metal - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
Die Bochumer ZEROED haben mit „Death Notes“ eine professionell aufgemachte und sehr sauber produzierte Eigenproduktion abgeliefert, auf die man acht Tracks gebannt hat, die eine sehr eigenwillige Mischung aus thrashigen Riffs, stellenweise Geprügel und vielen langsam riffenden Parts gepaart mit tiefen rauen Growls und einigen Schrei Einlagen darstellen. Desweiteren verziert man viele Songs noch mit einer gewissen Melodik, sodass das Material der Band auch einige Parallelen zu schwedischen Neo-Thrash Acts aufweist, auch wenn sich ZEROED meistens doch eher in langsamen Gefilden bewegen. Innovativ klingt die Band damit zwar schon, aber irgendwie hapert es für meinen Geschmack noch etwas an der Abwechslung und am Songwriting, denn ungeachtet dessen, das ZEROED durchaus gute Arbeit geleistet haben, werd ich einfach nicht so recht warm mit dem Material, vielleicht sollte man beim nächsten mal die Songs etwas kürzer und somit prägnanter ausfallen lassen und dabei etwas ausgereiftere, eingängigere Riffs schaffen.
Björn
 
 ZEROGOD - Bringer of Dementia  
 
CD - VÖ 2008  
Death-Metal - Deuschland -  Source Of Deluge Records    
 
Neben den ganzen modernen, überproduzierten Gedöhns womit der Markt geradezu zugeschissen wird, ist eine roh produzierte oldschool Death Metal Scheibe eine nette Abwechslung. Nach einer Split CD mit AFFLICTION bringen die 2000 gegründeten Rheinland Pfälzer mit “Bringers Of Dementia“ ihr zweites Release heraus. Darauf befindet sich etwas stumpf produzierter Death Metal der an die allerersten Anfänge erinnert. Mit Ufta-Ufta Rhythmus und ausgelutschten Riffs kann man heute leider keinen mehr hinterm Ofen vorlocken. Genau das ist es, die NRW’ler dem geneigten Hörer um die Ohren hauen. Da die Songs mit zunehmender Laufzeit der Scheibe nicht besser werden, wird das Durchhören der zehn Songs nicht unbedingt erleichtert. Zumindest haben die Jungs Humor - Songs wie „Honga II – On an On Suffering“ oder „Den frühen Vogel frisst der Wurm“ sagen alles. Wenn sich ZEROGOD beim nächsten Mal etwas ernster nehmen und in ein gescheites Studio gehen, könnte auch eine ordentliche Death Metal Scheibe bei rauskommen.
Marcel
 
 ZIHARD - Life of passion  
 
CD - VÖ 2007  
Heavy Metal - Südkorea - Doremi Media    
 
Einen ultra professionellen Eindruck in allen Bereichen hinterlassen ZIHARD auf ihrem Debütalbum “Life Of Passion”. Die vier Südkoreaner schmieden ihren Stahl glühend heiß und voller Leidenschaft, dass Metal Anhänger mit leichten Hang zur neoklassischen Ecke wahrlich dahinschmelzen werden. Die bereits seit 1996 existierende Truppe braucht sich nicht einmal ansatzweise hinter führenden Vertretern dieses Genres zu verstecken, sondern hält hier locker mit. Der gebotene Standard ist hoch, das spielerische Potential enorm. Allein Sechssaiter Young So Park leiert sich eine feine Melodielinie nach dem anderen aus den Ärmel. Die Riffs und Leads sind auf den Punkt gespielt und das mit tödlicher Präzision. Zwei von den neun Tracks sind Instrumentals, bei denen sich der Gitarrenheld so richtig schön austoben kann. Die eingestreuten Keyboard Sequenzen fügen sich gut ins Gesamtbild ein und unterstützen das Ganze vortrefflich. Nach einem Intro steigt die Band mit „Crying In The Midnight“ souverän ein. Ein erstklassiger, druckvoller Opener, der trotz einiger Verspieltheit des Axemans sehr gut ins Ohr geht. Das anschließende „Viper“ ist ein ordentlicher Stampfer und lässt fast schon US Metal Atmosphäre aufkommen. Song Nummer drei ist eine in koreanisch eingesungene Ballade. Danach geht’s erst mal mit einem instrumentalen Stück weiter bevor man wieder ein solides Metalstück folgen lässt. „Against The World“ und der Abschlußtrack „Fire In The Sky“ sind wieder Flitzfinger Kompositionen, die das angesprochene neoklassische Flair noch mal unterstreichen. Der Sound der Scheibe ist erstklassig, da hat man auf alle Fälle ganze Arbeit geleistet. Wer wieder mal eine erstklassige Truppe aus dem fernen Osten anchecken will, der liegt hier wohl richtig. Für Leute, die mal wieder über den bekannten Tellerrand blicken möchten.
Michael
 
 
Z-B-ZIH  ZOM-ZYK