laermbelaestigung.zine

interviews on tour news reviews printzine
    
   Y.O.C.
   Y.O.C.
   Y.O.C.
   YACÖPSAE
   YAKAMASHII
   YAOTL MICTLAN
   YASHA
   YATROGENY
   YATTERING
   YEARNING
NEWS 1 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Suche:  nur Wortanfang Stil:  [?]  
Angezeigte Kategorie: "Y" - Anzahl Reviews: 11
Y.O-YEA  YOU
 

 Y.O.C. - Thrash ahead  
 
CD-R - VÖ 2004  
Thrash-Metal - Türkei - Eigenveröffentlichung    
 
Y.O.C. ist die Abkürzung des Namens eines türkischen Metalheads namens Yalin. Dieser bombardiert uns schon seit einiger Zeit mit Promos, die keiner rezensieren will (Hallo Lutz!). Bei dieser hab ich mich der Sache mal angenommen, da sie weitesgehend in meinen Zuständigkeitsbereich fällt und zudem kurz, knackig und schnell wegreviewt ist. Daß es schnell geht ist klar, da die CD-R nur zwei mickrige Songs zu bieten hat, die zudem noch Cover-Songs der Thrash-Hits "Suffer the masses" von FLOTSAM AND JETSAM und "Seasons in the abyss" von SLAYER sind. Da langt sich jeder mal gleich an die Birne, da letzterer wohl die einfallsloseste Idee für einen Coversong überhaupt ist und höchstens auf einem Schülerbandfestival verziehen wird. Zu allem Überfluss spielen die Jungs beide Songs scheinbar langsamer als die Originale, was vielleicht Doom-Freaks erfreut aber mit Sicherheit keinem Thrasher die zu engen Jeans zum platzen bringt. Das Drumming ist auch nicht wirklich rund und diese CD damit schon mal mehr als verzichtbar. Die unglaublichen Saitenquälereien, die Gitarrist Hakan für die "Seasons in the Abyss"-Soli aus seinem Brechknüppel würgt, geben mir dann endgültig den Rest. An sich gehts hier ja auch um Frontmann Yalin und der macht seinen Job nicht so übel. Zugegeben sitzen einige Noten nicht so ganz hundertprozentig, aber der gute Yalin hat ein unglaubliches Talent Stimmen zu imitieren. Sowohl den Gesang bei "Suffer the masses" wie auch den Tom Araya-Gesang bringt er ziemlich nah am Original rüber und sollte damit echt in der Metaldisse als Karaoke-Talent auftreten. Diese Coversongs braucht aber kein Schwein und wenn die eigenen Kompositionen so schlimm sind, daß Lutz sie nicht zu rezensieren wagt, dann ist die Frage, wem ich Y.O.C. trotz seines äusserst überzeugten Auftretens an die Backe labern soll. Diese "Thrash a'head" Sache war jedenfalls eine ziemlich blöde Idee, wer sich aber für die anderen Aktivitäten von Karaoke-Yalin interessiert findet mehr Infos auf seiner Seite (Head klicken, Baby!).
Karim
 
 Y.O.C. - Sanity Within  
 
CD-R - VÖ 2004  
Power Metal - Türkei - Eigenveröffentlichung    
 
Y.O.C. nennt sich die Kapelle des türkische Metalbrothers Y.O.C. mit Sitz in Ankara. Der Knabe scheint ein echter Workaholic zu sein, schließlich brachte er es im letzten Jahr auf sagenhafte acht Veröffentlichungen. Die Türkei ist auf meiner musikalischen Landkarte eher winzig, denn die Grinder von CENOTAPH sind die einzigen mir bekannten Stromgitarrenschänder aus Turkey. Folgt man den Ausführungen von Y.O.C., so sind die Bedingungen für Metalheads im Land von Atatürk mittelalterlich bis beschissen und die ganze Szene sieht sich als “böses Teufelswerk” gebrandmarkt und ist Repressalien und Verfolgung ausgesetzt. Um den Demokratisierungsprozess dort weiter voran zu bringen, schlage ich deshalb die sofortige praktische Unterweisung der politischen und religiösen Führer in Sachen Headbangen und Slamdancen vor! Dazu reiche ich dann gerne Ziegenbuttermilch und Diät-Kräcker.
Aber zurück zu den vorliegender 15 Minuten Musik. Y.O.C. frönen dem Power Metal, dessen Konsum bei mir in der Regel eher zu Impotenz als zu Glücksgefühlen führt. Dennoch machen die Türken mir verhältnismäßig wenig Kummer, was aber keinesfalls als Mitleidsbonus missverstanden werden sollte!
Das Intro “´Lone In Darkness” eröffnet den Reigen mit MAIDEN-artigen Leads und gibt den Startschuss zu einer Gesangsperformence, die einen leichten orientalischen Einschlag nicht verleugnen kann. “Seeds Of Hate” prischt dann nach vorne los und bietet abwechslungsreichen, flotten Power Metal, der mich an ältere BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN erinnert. Das eingängige “Sanity Within” fräst sich in doomige Regionen hinein, bevor mit “No Tomorrow” wieder ordentlich aufs Gaspedal getreten wird, wobei uns einige Breaks und eine Akustikeinlage zu Gehör gebracht werden. Instrumental werden dabei gar Erinnerungen an keyboardfreie KING DIAMOND-Kompositionen wach.
Die vielen Veröffentlichungen scheinen sich ebenfalls bezahlt gemacht zu haben, denn die Produktion schallt klar und knackig aus den Boxen.
Bevor mir die vielen Melodien dann doch noch auf den Magen schlagen, hauen Y.O.C. mit “K.T.T.M.T.” noch eine 45 Sekunden Speed/Thrash-Nummer raus, die diese EP für mich versöhnlich abschließt, vermutlich aber nicht jedem Power-Metaller das Herz öffnet. Die Vocals gehen zwar in die klassische Heavy-Metal Ecke, vermeiden aber höchste Flötentöne und können auch eine aggressivere Färbung annehmen. Durch die bereits erwähnten leichten orientalischen Einflüsse gewinnen die Stimmbänder zusätzlich an Profil. Für Power Metaller, die sich zufällig auf die Seiten der Lärmbelästigung verirren, dürften Y.O.C. durchaus interessant sein.
Wolfram
 
 Y.O.C. - Undead A Tribute To Iron Maiden  
 
CD-R - VÖ 2004  
Heavy Metal - Türkei - Eigenveröffentlichung    
 
Obwohl der Metalbrother Y.O.C. unter den für Metaller unhaltbaren Zuständen in der Türkei schwer zu leiden hat, behält er sein irrwitziges Veröffentlichungstempo bei. Vielleicht lebt er längst in einer bundesdeutschen Metropole und ist als Harz IV-Opfer gezwungen, im Rahmen eines 1 Euro-Jobs Power-Metal-Werke in monatlicher Schlagzahl zu veröffentlichen? Oder wieso kommt er jetzt mit einem „Tribute To Iron Maiden“ um die Ecke, welches nur drei Tracks aufweisen kann?
Überhaupt hasse ich IRON MAIDEN wie die Pest, wenngleich ich in meiner Jugend ein Faible für das Maskottchen Eddie nicht verleugnen konnte. Dieses schlappe, melodische Rumgefidel der NWOBHM-Legende ging mir immer schon massiv auf die Eier und IRON MAIDEN erreichten dabei niemals auch nur BLACK SABBATH Härtegrade, von düsterer Atmosphäre ganz zu schweigen. Richtig übel nehme ich den Gesellen aber, dass ihre Einflüsse den einst heftigen Death Metal zunehmend verwässerten und abschwächten und plötzlich peinliche Dudeleien unter dem Banner Death Metal verkauft wurden. So etwas wurde dann auch noch großmäulig als „Weiterentwicklung“ und „Erwachsenwerden“ schöngeredet.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Unser 1-Mann-Cover-Kommando, das sich stolz mit MAIDEN-Shirts und MAIDEN-Gebetsteppich respektive Flagge präsentiert, wählte „Flash Of The Blade“ („Powerslave“), „Children Of The Damned“ („The Number Of The Beast“) und „Only The Good Die Young“ („Seventh Son...“) zum Nachspielen aus. Das Ganze setzte er musikalisch so ziemlich eins zu eins um, so dass sich die Frage nach dem Sinn dieses Unterfangens noch drängender stellt. Und es fehlt eine Gitarre, so dass die bei mir so „beliebten“ typischen MAIDEN-Leads nur als Sparversion zur Geltung kommen. Gesanglich versucht Y.O.C. ebenfalls dem Hobbypiloten Bruce D. zu folgen, was irgendwie auch nur halb hinhaut. Zu allem Überfluss ist das Überraschungsmoment gleich Null, und dass der Bursche seine Instrumente im Griff hat, wissen wir bereits von seinen zahlreichen anderen Veröffentlichungen.
Immerhin ist diese CD laut Booklet „NOT FOR SALE“, obwohl ich mich frage, wer für solche uninspirierten Coverversionen einer Megaband hartes Geld gegeben hätte. Mit solchem Output sollte man grundsätzlich den Proberaum nicht verlassen, sofern man keine Kneipen-Coverband am Laufen hat. Da hilft es auch nix mehr, dass dieses Machwerk dem in den USA auf offener Bühne erschossenen Dimebag Darrell (Ex-PANTERA, DAMAGEPLAN) gewidmet ist! Und war Dim nicht auch Hardcore-KISS-Fan?
Lieber Y.O.C., versuche es doch beim nächsten Mal lieber wieder mit Eigenkompositionen! Deine „Sanity Within“-Veröffentlichung war doch ziemlich unterhaltsam! Und MAIDEN-Fan werde ich durch diese Coverergüsse bestimmt auch nicht mehr!
Wolfram
 
 YACÖPSAE - Tanz Grosny Tanz  
 
CD - VÖ 2008  
Noise/Grind - Deutschland -  Obscene Prod.    
 
Yeah, wie geil!!! Ein neues Album von den Königen der Highspeed-Raserei.
Ich blicke zwar schon lange nicht mehr durch die vielen Veröffentlichungen der Band aber das damalige „Einstweilige Vernichtung“ Album ist der Killer und nach wie vor oft gehörtes Juwel in vielen Sammlungen. Endlich hat sich auch mal ein fähiges Label die Verbreitung des Liedgutes der drei Herren zur Aufgabe gemacht.
Obscene Production kümmern sich jetzt offensichtlich um die Belange der Band die mit der vorliegenden Scheibe wie immer voll auf die 12 haut. Was hat die Jungs bloß geritten das sie solche Musik machen müssen. Unglaublich.
Brutalster Blast aber irgendwie hittig wenn ich mich mal so ausdrücken darf.
Nicht im klassischen Sinn hittig aber die Songs haben alle Charakter und ihre eigene Identität trotz extremster Heftigkeit.
Das ganze Album kommt, für Yacöpsae Verhältnisse, mit vergleichsweise anspruchsvollem, sehr coolem Artwork ins Haus und hat den ganz bösen Monstersound verpasst bekommen. Von dem Brett kann sich so manche extrem Metal Band mal eine Dicke Scheibe abschneiden. Genauso von den Inhalten der Texte die sehr destruktiv und klasse ausformuliert sind. Zusätzlich zu den direkt aus der Hölle stammenden Gesängen gibt es ein paar Gast Vocals von „Irate Architect“ Mitgliedern und sogar female backings. Auch neue Elemente wie z.B. langsame doompassagen, atmosphärische Parts und sogar cleane Gitarre hat man verwendet.
Jeder der auf ungefesselte akustische Wut steht, egal ob Punk, Metaller oder Hardcorekid sollte das Album unbedingt einmal antesten.
Andy
 
 YAKAMASHII - Durjana  
 
CD - VÖ 2005  
Power Metal - Singapur - Xtreme Music Prod.    
 
Aufgrund des Bandnamens könnte man meinen, dass es sich hier um eine Power Truppe aus Nippon handelt. Doch weit gefehlt. YAKAMASHII wildern bereits seit Jahren im tiefsten Underground von Singapur und legen mit „Durjana“ bereits ihr zweites Scheibchen auf den Tisch. Im Vergleich zum Vorgänger „Insomnia“, der bereits im Jahr 2001 vom Stapel gelassen wurde, hat die Formation deutlich an Härte zugelegt. Vor allem produktionstechnisch konnte das Quartett ein ordentliches Pfund draufpacken. Die Gitarren kommen extrem fett aus den Boxen und shredden richtig schön ab. Überhaupt wirkt das ganze Material jetzt wesentlich kompakter und druckvoller. Würde die Band nicht in malaiisch singen, so könnte man durchaus auf eine US Power Metal Schwadron tippen, da das Liedgut in ähnlichen Gewässern unterwegs ist, wohlgemerkt mit einem südostasiatischen Flair. Der Vierer aus Singapur verarbeitet neben traditionellen Heavy/Power Metal auch diverse Thrash Einflüsse zu denen sich auch ein paar leichte progressive Einschübe gesellen. Diese Mixtur ist von edelster Qualität und weiß zu überzeugen. Spieltechnisch ist die Truppe voll auf der Höhe und mit Hauptsongschreiber, Vokalist und Rhythmusgitarrist Amy und Axeman Kai (ein kleiner Gitarrengott) hat man erstklassige Musiker in den Reihen mit einem Gespür für gute Riffs und Melodien. Was bekommt man geboten? Ausnahmslos gutes Songmaterial würde ich sagen, wie der treibende Opener „Durjana“ und weitere Tracks wie das eher schleppende „Raja Purbakala“, „Dibelenggu Rantai“ (riffiger Heavy Metal), die Uptempo Nummer „Kuasa“, die Powerhymne „Wira Perjuangan II“ oder das speedige „Nasfu“ in eindrucksvoller Manier beweisen. Wer also mal die gängigen, von sogenannten ‚Szeneblättern’ vorgegebenen Trends verlassen möchte, der sollte diese talentierte und außerordentlich gute Formation einmal antesten.
Michael
 
 YAOTL MICTLAN - Guerreros De La Tierra De Los Muertos  
 
CD - VÖ 2007  
Black-Metal - Mexiko -  American Line Prod.  
 
YAOTL MICTLAN stammen aus Mexiko, was am Namen der Band wohl nicht schwer zu erraten ist. Inzwischen hat man das Hauptquartier aber in Utah/USA aufgeschlagen. Die Truppe frönt dem Black Metal, im Prinzip eigentlich nichts besonderes. Was die Horde aber interessant macht und von diversen anderen Kapellen abhebt ist die Tatsache, dass man traditionelle Musik der Mayas und Azteken mit in den Sound einfließen lässt. Zwar kommt das Quintett nicht an ihre genialen Landsmänner von XIBALBA heran, die bereits vor knapp 13 Jahren auf ihrem Debütalbum auch diesen traditionellen Sound verwurstet haben. Dennoch kann und muss man den gebürtigen Mexikanern eine gewisse Originalität zusprechen. Gleichfalls geht man durchwegs abwechslungsreich zur Sache. Somit finden sich neben den erwähnten folkloristischen Parts viele melodische Elemente, Akustikgitarren aber eben auch genug aggressives Material auf der 13 Songs starken Scheibe. Das Soundgewand ist gelungen und bringt das Ganze gut zur Entfaltung. Rau, dennoch druckvoll und für eine Undergroundplatte gut produziert. Wer auf originelles Material steht, sollte den Mannen eine Chance geben. Exoten Fans sowieso.
Michael
 
 YASHA - Zoku  
 
CD - VÖ 2005  
Heavy Metal - Japan - Hemp Rec.    
 
Nachdem mir schon das Vorgänger Album „Zann” recht gut gemundet hat, war ich natürlich auf den neusten Output von YASHA recht gespannt. Meine Erwartungen wurden jedenfalls nicht enttäuscht und „Zoku“, so der Arbeitstitel des aktuellen Werks der Japaner, ist wieder im typischen YASHA Stil eingehämmert worden. Am ehesten könnte man das Quartett mit neuen LOUDNESS Sachen vergleichen, da man den geneigten Fan seinen traditionellen Metal ebenfalls recht ansprechend mit einer modernen, thrashigen Kante verabreicht. Der Verdacht erhärtet sich noch weiter, da YASHA’S Axeman Katzuhiko der erste Schüler von Akira Takasaki war. Es erübrigt sich daher wohl noch zu erwähnen, dass Herr Fukushima somit ein Meister seines Fachs ist und sich locker flockig reihenweise die Riffs aus dem Handgelenk wedelt. Sei’s drum. Die Truppe ist jedenfalls recht eigenständig und an Abwechslung mangelt es wahrlich nicht auf der Scheibe. Basis bildet recht harter, teils in den Thrash Bereich abdriftender Metal mit druckvollen, shreddenden Riffs, der zusätzlich immer wieder mit heftigen, coolen Grooves aufwartet. Auch gesellen sich ab und an noch typisch japanische Heavy Metal Einsprengsel hinzu wie sie eigentlich in dieser Form nur aus Fernost kommen können. Für ungeübte Hörer klingt das am Anfang zwar etwas sperrig, aber nach ein paar Durchläufen entpuppt sich die ganze Klasse des Albums. Von recht zügigen, thrashartigen Nummern (Track eins), groovenden Walzen (Track Nummer zwei oder das Titelstück „Zoku“), schnellen, harten traditionellen Metal mit feinen melodischen Leads (Track drei) oder bis hin zu reinen Speed Metal (Track neun) ist alles vertreten. Die Produktion des elf Trackers ist wie gewohnt äußerst heavy und kraftvoll ausgefallen und lässt in dieser Beziehung keine Wünsche offen. Schade nur, dass alle Titel in japanisch verfasst wurden, was aber bei der knackigen Mucke eh nicht weiter stört.
Michael
 
YATROGENY - Taedium Vitae  
 
CD - VÖ 2005  
Melodic-Death - Mexiko -  Ablaze prod.  
 
YATROGENY sind wieder einmal ein Paradebeispiel, dass zur Zeit die meisten und besten Göteborg Style Death Metal Bands außerhalb Schwedens ihr Hauptquartier haben. In unserem Fall stammt die Band aus Mexiko und bietet uns deftigen, melodischen Death Metal mit einen Schuss Power Metal. Sicherlich ist diese Mixtur nichts ungewöhnliches und schon gar nichts neues, dennoch geht die Rechnung hier bei dieser Truppe voll auf. Zum einen ist die Band technisch voll auf der Höhe um sich erstklassiges Songmaterial aus dem Ärmel zu schütteln und zweitens zündet das Material auch und schraubt sich unweigerlich in den Hirnwindungen fest. Da gibt’s herrliche Rifforgien, Twin Guitars Duelle und exzellente melodische Läufe und Harmonien. Die Balance zwischen Härte und Melodie stimmt und somit driftet man auch nicht ins all zu Seichte Lager ab. Ein paar sporadische Keyboardeinsätze dienen bei ein paar Songs als Unterstützung, wirken aber keinesfalls störend. Hauptsongschreiber Martin Martinez (DEW OF NOTHING, FOETICIDE) hat wahrlich ein echtes Kleinod geschaffen. Die Tracks sind oft im höheren Tempo angesiedelt und das Gaspedal wird des öfteren kräftig durchgetreten. Logischerweise darf auch der typische Schreihals bei dieser Art von Mucke nicht fehlen und der gute Aldo, seines Zeichens ehemals bei ZAMAK und noch bei FOETICIDE tätig, liefert recht gute, solide Arbeit ab. Die dreizehn Songs sind von den beiden Demos der Band, wobei sechs Stücke vom „Taedium Vitae“ Teil und sieben Kompositionen vom „Realit Mirages“ Demo sind und wurden 2004 neu eingehämmert. Die Soundqualität des Silberlings ist als gelungen zu bezeichnen und entfaltet genug Druck um die Songs gut in Szene zu setzen. Die Produktion hat einen rauen Charakter und ist nicht zu poliert, was den Kompositionen zusätzlich gut zu Gesicht steht. Metalheads mit Hang zum Göteborg Stil sollten sich die Jungs durchaus auf ihre Einkaufsliste schreiben oder einmal in Songs der Truppe reinhören, denn Titel wie „Ethereal Hope“, „The Immortals After Of Time To Eternity“, „Misopsiquia“, „Battle Within“ oder „Misanthropy“ machen einfach nur gute Laune. Also ne Flasche Tequilla aus dem Kühlschrank raus, ein paar Tacos und Tortillas reingepfiffen und YATROGENY in den Player und ab geht’s! Well done!!!
Michael
 
YATTERING - Murders Concept  
 
CD - VÖ 2000  
Death-Metal - Polen -  Seasons of Mist  
 
Oh Mann, ich hatte mich echt schon auf die neue Scheibe der Polen gefreut, denn der Vorgänger "Humans Pain" war wirklich geilster Death-Metal mit eigenwilligen technischen Passagen aber durchweg supertight blastend, daß man sich an VADER erinnert fühlt. Nun kommt "Murders Concept" und ich quäle mich hier durch die Scheibe, denn YATTERING machen den Eindruck als wollten sie mir partout tierisch auf den Sack gehen. Soundtechnisch gibt´s nichts auszusetzem, tight sind die Burschen immer noch wie Hulle aber inzwischen ist die ganze Musik so dermaßen hektisch, dass man oft zum nächsten Song skippen will ... in der bangen Gewissheit, dass es doch genauso weitergeht. Kurz gesagt ... "Murders Concept" ist technischer, meist schneller Death-Metal, den ich aber nur wirklich hartgesottenen Akustik-SadoMasochisten empfehlen würde und aus dieser Gruppe fallen mir jetzt nur Namen wie Christian, Asgard und Christoph ein. Zum Glück gibt?s von der Sorte nur wenige ;) ... Dafür können sich alle Menschen mit "normalem" Musikgeschmack auf das Re-Release von "Humans Pain" auch über Seasons of Mist bereit machen.
Karim
 
 YEARNING - Evershade  
 
CD - VÖ 2003  
Gothic-Metal - Finland - Holy Rec.    
 
Gothic ist ja eigentlich ein grausiges Wort mit dem ich mich nie anfreunden konnte – und ehrlich gesagt, hätte mir jemand diese Scheibe mit den Wort Gothic in Verbindung in die Hand gedrückt, würde ich nicht gut darüber reden (wenn ich sie mir überhaupt angehört hätte). ‚Evershade’ ist für mich die metallische Vertonung des Teenie-Liebes-Dramas ‚La Bum – Die Fete’. Irgendwie erinnert mich der eine oder andere Melodielauf an diesen Film – auch wenn ich´s nicht ganz nachvollziehen kann. Für mich haben Yearning eine Musik erschaffen, die sehr viel Gefühl vermittelt und die sich Dank einiger Ohrwürmer ins Gehirn einfräßt. Schwere Gitarren, bezaubernde Melodien und cleaner Gesang sind Elemente, die fester Bestandteil der Musik sind, aber natürlich nichts über die Qualität aussagen (der zu beschreiben mir der Wortschatz fehlt).
Wenn du deine neue heiß begehrte Liebschaft nicht gleich mit der neuen Deeds Of Flesh von der Bettkante schubsen willst, hol dir Yearning ins Haus und ein unvergleichlicher Besamungsakt wird dein Herz erfreuen. Selbst wenn dich die Gute verlassen sollte, kannst du deine Sehnsucht (=Yearning) mit dieser CD sänftigen.
Marcel
 
 
Y.O-YEA  YOU