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   XECSNOIN
   XXX MANIAK
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Angezeigte Kategorie: "X" - Anzahl Reviews: 3
XEC-XXX  
 

XECSNOIN - Xecsplosion  
 
CD - VÖ 2007  
Thrash-Metal - Japan    
 
Der Name dieser Truppe ist nicht gerade alltäglich und mutet auf dem ersten Blick doch etwas seltsam an. Öffnet man dann das Booklet so präsentieren sich die fünf japanischen Recken zudem ein bisschen im Visual Look. Die Mucke des Quintetts gibt sich dann aber doch überraschenderweise recht heavy. Als „Spiritual Melodic Metal“ beschreibt die Formation selbst ihren Stil, wobei ich nicht weiß, für was das spirituelle hier steht. Sollte dies auf den wahren Geist des Metals hindeuten, dann kann man dies auf alle Fälle gelten lassen, denn den haben XECSNOIN allemal. Gleich der Opener galoppiert mit feinen Stakkato Riffs in bester Thrash Manier aus den Boxen und lässt den Hörer sichtlich überrascht mit nach unten geklappter Kinnlade zurück. Eintagsfliege? Mitnichten! Dieser thrashige Touch zieht sich wie ein roter Faden durchs komplette Album und lässt die Zeit wie im Fluge verstreichen. Melodisch sind sie, vor allem die Leads. Es scheint als hätte die Band durchaus auch des öfteren nach Skandinaven geschielt, da man teils ähnliche Harmonien auffährt wie die dortige melodische Death/Thrash Szene. Auch die Doublebass hat man nicht nur zur Zierde am Schlagwerk, sondern diese kommen in wohl dosierter Form immer wieder zum Einsatz. Zusätzlich haben die Söhne Nippons den ein oder anderen eingängigen Refrain ebenfalls mit im Gepäck. Logischerweise findet man im Sound auch die typischen Japan Metal Elemente, die sie dann doch von europäischen Formationen unterscheidet. Ein bisschen erinnern mich die acht Songs dieser Scheibe an ihre Landsmänner von YOUTHQUAKE, die früher ebenso angethrasht durch die Gegend bolzten. Die Produktion des Albums ist wie nicht anders zu erwarten äußerst solide und dynamisch, was bei fast allen Japan Scheiben der Fall ist. Wer sich also wieder mal eine obskure und gute J-Metal Combo antesten möchte, der sollte bei sich bietender Gelegenheit auf alle Fälle mal in „Xecsplosion“ reinhören. Gutes Album!
Michael
 
XXX MANIAK - Harvesting the cunt nectar  
 
CD - VÖ 2006  
Death/Grind - U.S.A. -  Selfmadegod Rec.  
 
Das bereits 2004 veröffentlichte Album „Harvesting The Cunt Nectar“ von XXX MANIAK ist nun auch, über SELFMADEGOD, dem europäischen Markt direkt zugänglich gemacht worden.
Das Grindcore Projekt, XXX MANIAK, hat erstaunlicher Weise, in kürzester Zeit, einen Underground Kultstatus erreicht und ist bei allen Freunden entarteter „Kunst“, allein schon durch das außergewöhnliche Artwork, von Mike Hrubovcak, auf den vorderen Rängen zu finden.
Außergewöhnlich im Sinne der grafischen Darstellung, brutaler Szenen, in gezeichneter Form. Schaut mal rein: www.visualdarkness.com
Auf „Harvesting The Cunt Nectar“ werden die beiden Produzenten Michael Yale und Anthony West, in Splatter-Sex-Szenen gezeigt. Was sich bei den nachfolgenden Veröffentlichungen von XXX MANIAK in ähnlicher Weise fortsetzt.
Auf der europäischen Ausgabe, ist ein Song mehr als auf der Ami CD, aber ein Song weniger als auf der Ami Vinyl Fassung und die ist angeblich auf 500 Exemplare limitiert... Ähm, was soll’s! Die Hörer, die auf krassen Drumcomputer Grind stehen, haben das Ding sowieso schon neben TORSO FUCK, GODFLESH und Konsorten im Schrank stehen.
Primär bestehen die 31 Songs aus blastigen rechnergesteuerten Attacken, mit sehr abgetreten Kompositionen. Zum Beispiel, hat der Remix von „Harvesting A Dead Deadgirl“, kaum noch Ansätze von konventioneller Musik, mit Gitarre, Schlagzeug und Gegurgel. Sondern spaced irgendwo zwischen Chaos-Gehämmer und der Geräuschkulisse einer Spielothek daher.
Über den Einsatz von rechnergesteuerten Elementen, kann man unterschiedlicher Auffassung sein, aber im Fall von XXX MANIAK, kickt die Sache sehr cool und wird, trotz ähnlicher Programmierungen der Songstrukturen, nicht langweilig.
Timo
 
XXX MANIAK - Harvesting the cunt nectar  
 
MCD - VÖ 2004  
Noise/Grind - U.S.A. -  Red Candle Rec.  
 
Das ist wirklich verdammt kranker Scheiss, den diese aus den beiden RUMPLESTILTSKIN GRINDER Mitgliedern Matt und Jason bestehende Band (oder ist es ein Projekt?) abliefert. Gleich beim Anblick des reichlich derben Covers fällt Otto Normal Mensch wohl die Bierflasche aus der Hand. Die beiden fühlen sich offensichtlich zwischen Porno und Gore recht wohl und haben es sich wohl zum Ziel erklärt sämtliche Grenzen zu überschreiten und ultimativ zu schocken. An sich ist mir die ganze Aufmachung der CD echt voll zu asozial, aber dabei muß man dem ganzen doch zugestehen daß es von dem mir bisher unbekannten Grafiker Mike Hrubovcak optisch sehr eigenwillig und sauber umgesetzt wurde. Das kann man auch schon fast auf die Musik übertragen, denn die liegt logischerweise auch in der ganz extremen Ecke zwischen Grindcore, Noisecore, Gore-Grind und Drumcomputer Death-Metal. Es gibt da so einige Dinge, die an die Drumcomputer-Misshandler von AGORAPHOBIC NOSEBLEED erinnern. Da wären zwei Kaputtniks, von denen einer alles macht und der andere nur "singt" und die Band kürzt ihren Bandnamen mit 3XM ab, was ANb ja auch gern tun. Dazu ist auch die Herangehensweise bei den meist unter einer Minute langen Songs recht ähnlich. Die Songs sind sehr roh und bolzig, oft richtig lärmig haben aber immer auch richtig geile Riffs zu bieten und schaffen es wie bei ANb Abwechslung in Form von schleppenden, groovigen und auch freakig-frickeligen Einlagen in die radikale Lärmwand zu bringen. Gesanglich wird wirklich alles erdenkliche von Gore-grindigem Geröchel über Gegrunze bis absurd hohem Geschrei oder auch mal Porno-Samples oder nur Lärm über die Krachkulisse gelegt. Dabei kommen zahlreiche Gäste wie passenderweise unter anderem ANb's Carl Schultz Gesang zum Zuge. Soweit die Gemeinsamkeiten zu den Aggro-Übervätern. XXX MANIAK sind allerdings deutlich mehr Death-Metal als ANb und gerade in den langsameren Einlagen klingts mitunter etwas nach MORTICIAN, in deren Stil man auch vor so ziemlich jeden Song Samples schmeisst. Diese sind hier allerdings nicht aus Horrorfilmen, sondern entweder aus Pornos oder aus reichlich schrägen Produktionen (mitunter klingen die Dialoge auch selbstgemacht). Jedenfalls haben die beiden Sickos ein paar wirklich kaputte Sachen zusammengesampelt. Texte gibts wahrscheinlich in Wirklichkeit gar keine, aber zumindest die Songtitel stehen in der Tradition des gekonnt geschmacklosen Album-Namens. Jedenfalls klingt der Gesang oft ziemlich sinnlos improvisiert draufgepappt... sicher, es ist radikal und lärmig aber da trotz aller Freude am Experimentieren mit den Möglichkeiten der Stimmbänder und Effekt-Geräte fehlt mir irgendwie noch was. Dagegen hat die Musik auf jeden Fall für Freunde der ganz extremen Klänge extrem viel zu bieten. Wie gesagt finde ich das ganze Image und Artwork dieser knapp 20minütigen Mini (30 Songs übrigens!) eine Ecke zu derb, aber immerhin verkauft die Band ihren Sound auch als "Unterhaltung für Erwachsene". ANb (deren Mastermind Scott Hull auch hier mal wieder für das Mastering Hand angelegt hat) sind mir persönlich zwar um Längen symphatischer aber wer eh auf asigen Porno/Gore-Kram steht dürfte hier was gefunden haben, was er in der Sammlung direkt daneben stellen kann.
Karim
 
 
XEC-XXX