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Angezeigte Kategorie: "W" - Anzahl Reviews: 64
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 WACO JESUS - Filth  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Grind - U.S.A. -  Morbid Rec.  
 
Eine der ganz besonders intelligenten U.S. Death/Grind Bands sind WACO JESUS, das haben sie schon mit ihrem Debüt "The destruction of commercial scum" bewiesen, das mit einem der leckersten Cover aller Zeiten in die Analen (und das meine ich wortwörtlich) eingeht. Die Amerikanischen Atomphysikstudenten haben von Mami wohl nie die Brust bekommen und schieben deshalb einen ziemlichen Frust auf die Titten-tragende Hälfte der Weltbevölkerung, der sich schon auf dem Debüt in roh-grindigen Death-Metal Songs mit filigranen Titeln a la "Mass Pussy Obliteration" entlud. Zwar fand ich schon das Debüt reichlich geschmacklos und pseudo-provokant und es hat auch ziemlich gerumpelt aber die Scheibe hatte einen schön rohen Touch, der vor allem von dem geil agressiven Gitarrensound gepusht wurde. Auf dem neuen Album "Filth" zieht man den Stil im groben weiter durch, kommt dabei aber mit dem neuen Drummer John Baker wesentlich sauberer rüber, was sowohl am besseren Sound wie auch an den technischen Hilfsmittel auf den Drums liegt. Die Stärke von WACO JESUS liegt wieder mal eher in den Grooves, die mit dem Gitarrensound richtig schön fett kommen. Zwar liegt der Schwerpunkt der Songs auf Blastbeats aber die sind mal wieder so lahmarschig eingeballert, daß mich von der Seite nix vom Hocker haut. Schwachpunkt der Band sind der scheißmonotone tiefe Deathcore-Gesang, der hier und da von DYING FETUS-mäßigen höheren Schreien aufgelockert wird, die Einförmigkeit der Songs und die wieder mal reichlich kurze Spielzeit von 25 Minuten. Der allergrößte Schwachpunkt sind für mich aber die Texte, das Image und einige der Bilder im Booklet der CD. Ich habe etwas Probleme den Joke oder die Coolness an der Aktion zu finden und muß sagen, daß ich zunehmend zwei Dinge an der U.S. Death/Grind Szene über habe ... erstens geistloses Rumgegrunze ohne Sinn und Verstand und zweitens das kindische Bedürfnis immer noch krasser, härter und derber sein zu wollen, damit Mutti merkt wie groß ihr kleiner Hosenscheisser doch geworden ist. Das ist in etwa so gequirlte Scheisse wie das Cover von "Destruction of...". Ich bin ja nun alles andere als PC aber Titel wie "Fag Basher" und "Blast you in the face with my semen, blast you in the face with my fist" mit den vor Blödfloskeln strotzenden Texten und den Internetbildern im Booklet bewegen sich auf ihre Art in etwa auf dem Niveau von Störkraft und Co. auf dem ja auch schon ein Teil der Black-Metal Szene angekommen ist. Egal ... die Mucke ist in Ordnung, bricht aber beileibe nicht die vom Image zu erwartenden Extrem- oder Geschwindigkeitsrekorde. Für Freunde von simplem, rohem Zeug a la LIVIDITY (die mit ihrem neuen Album auch eine ähnliche Enwicklung genommen haben!) sicher nicht die falsche Band.
Karim
 
 WALL OF SLEEP - And Hell Followed With Him  
 
CD - VÖ 2007  
Doom-Metal - Ungarn -  I hate Rec.    
 
Ein wirklich bärenstarkes Stück Doom Metal, was die Ungarn hier auf „....And Hell Followed With Him“ abliefern. Das schwedische I Hate Label hat sich mit den fünf Magyaren wieder einmal einen ganz dicken Fisch an Land gezogen und kann sich dafür mehr oder weniger selbst auf die Schultern klopfen. Diese Truppe hat unüberhörbar was auf der Pfanne, somit steht schon mal fest. Dies kommt aber auch nicht gerade von ungefähr, denn der neuste Output ist bereits das vierte Lebenszeichen von WALL OF SLEEP. Der Ursprung der Formation geht bis ins Jahr 1993 zurück, als drei Gründungsmitglieder des Quintetts bei der ungarischen Doom Legende MOOD gezockt haben. Nach deren Auflösung im Jahre 2001 ging man quasi fast nahtlos in WALL OF SLEEP über um das Vermächtnis dieser schweren Spielart des Metals fortzuführen. Dies war sicherlich eine richtige Entscheidung, da man Doom nicht perfekter spielen kann wie unser Fünfer hier. Hier sind gestandene Musiker am Werk, wahre Meister ihres Fachs. Die acht Songs des Albums sind nur so gespickt von fesselnden, eingängigen Riffs, brillanten Songwriting und mit einer packenden Atmosphäre versehen. Die Truppe weiß wo der Hammer hängt, keine Frage. Man verzettelt sich nicht in überdimensional langen, minimalistischen Orgien, sondern agiert äußerst songdienlich und spielt auf den Punkt. Das Ganze wird kompetent in knapp 40 Minuten Spielzeit verpackt und man kann somit den Spannungsbogen aufrecht halten. Eine äußerst kurzweilige Geschichte wie ich finde. Da sitzt alles am rechten Platz, jedes Riff und Break befindet sich an der richtigen Stelle. Neben der extrem starken instrumentalen Leistung weiß auch der Gesang von Gabor zu begeistern, der mit seiner wohligen Stimme den Stücken den letzten Schliff verleiht. Ein absolutes Meisterwerk, was WALL OF SLEEP hier abgeliefert haben und ein Pflichtkauf für Anhänger des Doom Metals. Aber auch alle anderen Heavies sind dazu angehalten mal ein Ohr zu riskieren. Klasse!
Michael
 
WALLCRAWLER - Scars and Blisters  
 
CD - VÖ 1999  
Thrash-Metal - Deutschland -  Earth A.D. Rec.    
 
Mann, das nenne ich eine Weiterentwicklung ... das letzte Demo dieser Kieler Band war ja schon recht gut, aber hier hat sich die Band in allen Bereichen verbessern können und dazu auch noch einen recht vielfältigen Stil entwickelt, dessen Basis auf jeden Fall im Thrash-Metal liegt. Das wärem geil schnelle Thrash-Parts aber auch rhytmische, treibende Mid-Tempo Sachen oder auch etwas schleichenderes Mid-Tempo und noisige Gitarren. Insgesamt hat die Musik immer gut Power, was so manche Band heutzutage ja aus dem Blickfeld verliert und daher gefallen mir WALLCRAWLER am besten, wenn sie schön im Up-Tempo abthrashen, weshalb der Song „Warbirds“ für mich nicht unbedingt das Highlight dieser CD ist, aber dafür für Leute, die es ruhiger mögen die andere Seite der Band gut repräsentiert. Kiel entwicklt sich jedenfalls zur Brutstätte für Undreground-Hoffnungen. Also gebt euch den Lärm, bevor der nächste Knaller aus Kiel kommt.
Karim
 
WALTARI - Release Date  
 
CD - VÖ 2007  
Metal/Rock - Finland -  Dockyard-1    
 
Wer, außer diesen verrückten Finnen, kommt auf die Idee, sein Album „Release Date“ zu nennen? Is’ ja mal originell, Jungs … – noch besser aber ist die Aufforderung: „Let’s Puke Together“. Aber wieso? Eure Pladde is’ doch gar nicht so schlecht! Im Gegenteil – hatte ich um WALTARI - Produkte neueren Datums eher einen großen Bogen gemacht, so muss ich gestehen, dass „Release Date“ süchtig machende Tendenzen aufweißt. Liegt’s am vermehrten Einsatz von Gitarren, an den guten Melodien, am Spielwitz, am Talent sich doch immer wieder neu zu erfinden …? Die Wahrheit liegt wohl (wie immer) zwischen den Zeilen bzw. zwischen den Noten - oder zwischen den Stühlen, auf denen die Finnen sitzen. Dabei muss der Hintern der Jungs aber einen ziemlichen Spagat hinlegen. Auf „Release Date“ findet sich so ziemlich alles, was die Band im Laufe der Jahre hervorgebracht hat: harte Rhythmik, Metalriffs, Elektrokrams, Sprechgesang, tolle Melodien, progressive Verschachtelungen (Pink Floyd lassen grüßen), Grunzeinlagen, klassische Pianoklänge, noisige Eruptionen, Doublebass, Bläser und wer-weiß-was-noch-alles. Das Ganze kommt locker daher und vor allem ohne sich selbst (und andere) allzu ernst zu nehmen. Sonst würde diese Soße vermutlich auch überkochen. Doch die Fäden laufen immer zu einem roten Seil zusammen. Sicherlich nicht einfach zu konsumieren und erst recht nicht in einem Durchgang zu verdauen, aber dafür gibt es viele Dinge zu erhören. Wer durchhält, wird belohnt – mit „Sex In The Beergarden“. Und das Nachspiel besorgt „Spokebone“ – eine Zusammenarbeit mit der finnischen Folkkapelle VÄRTTINÄ. „Release Date“ ist, wenn man so will, musikalisch Multikulti.
Höre: „Big Sleep“; das Pink Floyd–mäßige „Sympathy“, das thrashige „Let’s Puke Together“
Torsten
 
WAR - Total War  
 
MCD - VÖ 1998  
Black-Metal - Schweden -  Necropolis Rec.    
 
„Total War“ ... nach den ersten Tönen dieses Silberlings dachte ich noch, daß es sich um eine neue Horde traumatisierter Norwegen-Teenies handelt, die von Mutti als Kind immer nachts zum Pilze sammeln in den Wald geschickt wurden. Ein Blick in’s Info klärt mich aber darüber auf, daß es sich hier um das Trillionste Projekt von It und All (ABRUPTUM), Mikael und Peter (HYPOCRISY) und Blackmoon (ehem. DARK FUNERAL) handelt. Eigentlich die ultimative Ca$h-Crew und diese Namen allein sollten schon reichen die Zielgruppen-Zombies sabbernd zum Plattenladen torkeln zu lassen. Musikalisch sind unsere Goldjungs hier so unterhaltsam wie eine Punkband mit einem Doublebass- und Blastbeat-verliebten Drummer, liefern ihren akustischen Krieg aber in verhältnismäßig annehmbarem Sound ab. Die Zeiten als so etwas noch extrem war sind aber schon lange vorbei und dazu kommt eine Spielzeit von knapp 18 Min., die im Info nicht mal als MCD ausgewiesen wird. Vielleicht sollten sich diese Spinner mal selbst an die Front schicken, damit sie von einer Mine zerfetzt oder von einem Panzer zermalmt endlich ihr glorreiches Ende finden und naiven Fans nicht mehr das Geld aus der Tasche ziehen.
Karim
 
 WAR FOR WAR - Kovy Odjinud  
 
CD - VÖ 2007  
Black-Metal - Tschechien -  Naga Prod.    
 
Ein wahrlich interessanter Brocken hat sich da mit WAR FOR WAR’s zweitem Album in meine Hütte eingeschlichen. Es handelt sich um das Einmann-Projekt eines Tschechen, der sich in diversen Black Metal Bands unseres südöstlichen Nachbarns rumtreibt. So spielt er auch bei QUERCUS, STINY PLAMENU, TROLLECH oder UMBRTKA mit – falls euch diese Namen etwas sagen – mir tun sie’s leider nicht. Ich scheine unwissend zu sein… Eins wird euch auf diesem Album von Anfang an klar werden, wenn ihr’s hören solltet: Es ist wirklich ‚anders’. Das meine ich jetzt nicht in einem EPHEL DUATH-Avantgarde-Sinne. Es ist einfach nur eine komische, wenngleich reizende Stimmung, die einem schon bei den Eröffnungs-Akkorden von Stokrat Vrhnu Stin entgegen schlagen (Ja, das komplette Album ist in Tschechisch gehalten.). New Wave-Gitarren prallen hier auf folkigen Black Metal, oftmals unterlegt mit symphonischen Keyboards. Dadurch dass das Album zugleich der lokalen historischen Gemeinschaft der Minenarbeiter und der angeblich legendären Band MASTER’S HAMMER (Unwissenheit; siehe oben) gewidmet ist, wird’s kaum normaler. Eine Produktion, die auch keinesfalls typisch klingt sowie die echt ‚tanzbaren’ Riffs, die immer wieder auftauchen, runden die ganze Chose ab – oder besser gesagt machen sie Kovy Odjinud echt einzigartig. Glücklicherweise sind die Texte ins Englische übersetzt, sodass man sich nicht ganz verloren fühlt. Trotzdem ist es verdammt befremdlich Lieder über Minenarbeiter zu hören. Ich dachte eigentlich für so was sind Grönemeyer und Bruce Springsteen verantwortlich? Einmalig ist WAR FOR WAR ohne jeden Zweifel. Also alle mal reinhören, besonders die, die auf MASTER’S HAMMER stehen, denn mit Vykoupeni findet sich auch eine Covernummer auf dieser schwarzmetallischen Sonderbarkeit.
Henrik
 
 WAR FROM A HARLOTS MOUTH - Transmetropolitan  
 
CD - VÖ 2007  
Metalcore - Deutschland -  Lifeforce Rec.  
 
Diese deutschen Hopefuls haben auf ihrer kürzlich absolvierten Tour mit SKINLESS und CATTLE DECAPITATION als Vorband schon mal ordentlich die Werbetrommel für ihr nun erscheinendes Album "Transmetropolitan" gerührt. Zwar fielen WFAHM in Punkto Hardcore-Ecke und Frickeligkeit musikalisch etwas aus dem Rahmen aber das Material war einfach zu geil um an Death Metaller Ohren vorbeizurauschen. Musikalisch liefern die Jungs ein ziemlich buntes Gemälde ab. Da macht der Opener gleich mal dieDILLINGER ESCAPE PLAN-Einflüsse mit abtauchen in cleane jazzige Einlagen und dissonantem Geriff klar und was das Gefrickel und Gebreake angeht müssen sich WFAHM nicht hinter den gängigen Neo-Hard/Grindcore-Kapellen verstecken. Dazu schmeissen sie aber im Stile von Bands wie ION DISSONANCE viel schwere Breakdowns oder gar doomige Passagen mit dissonantem Feeling (das doomig-noisige Outro erinnert mich ziemlich an "Solace"). Im Stile von Chartstürmer wie DESPISED ICON und JOB FOR A COWBOY micht man dann noch starke Death-Metal Einflüsse, die auch gern mal in Richtung Frognoise tendieren in den Sound und macht damit nicht nur Musik sondern auch den Gesang erfreulich variabel. Musikalisch scheissen WFAHM ziemlich auf Konventionen und klingen mal mehr nach Hardcore, mal mehr nach Death-Metal und schmeissen doomige und jazzige Einlagen munter mit in den Cocktail um just darauf zu frickeln oder zu prügeln. Das ganze ist zwar an mancher Stelle etwas arg wüst arrangiert aber trotz allem hat "Transmetropolitan" eine gute Balance zwischen Gefrickel, Chaos, Dissonanz und Gebreake auf der einen Seite und Power, Groove sowie jazzigem Chillout auf der anderen. Für Freunde der angesprochenen Bands sollten WAR FROM A HARLOTS MOUTH als Vertreter der lokalen Szene also mal hurtig auf den Wunschzettel genommen werden. Beide Daumen nach oben, mehr davon!
Karim
 
 WARCRUSHER - Terrorizing gods land  
 
CD - VÖ 2006  
Death-Metal - Mexiko -  Onslaught Rec.    
 
Mexiko ist ja bekannt für seine alles vernichtenden, brutalen Death Metal Horden. Man denke nur an Todesschwadronen wie HACAVITZ, RAVAGER, DEMONIZED und anderen. Gitarrist und Sänger Arturo kommt auch aus diesem Umfeld, lärmte er doch zusammen mit Antimo und anderen Genossen auf dem ersten Demo des mexikanischen Abrissbirnen Kommandos DOMAIN, bei der eben Mitglieder der oben genannten Bands mit auf der Gehaltsliste standen. Somit sollte hiermit auch schon klar sein, dass man keinen Weicheier Sound auf „Terrorizing God’s Land“ erwarten braucht. Äußerst ungehobelt und recht chaotisch metzelt man sich durch die neun Tracks starke Scheibe, dass es nur so kracht. Die Drums klöppeln unaufhaltsam nach vorne. Neben dem geradlinigen Riffing und einigen rasanten Solis gibt es zudem noch eine nicht unerhebliche technische Komponente zu vermelden. Teils recht komplex, aber zum Glück nicht ganz so verfrickelt. Das Ganze ist manchmal nicht leicht verdaulich und geht oftmals etwas schwer ins Ohr. Somit benötigt man schon den ein oder anderen Durchgang mehr um sich mit WARCRUSHERS Metzelorgie anzufreunden. Hat man das erst mal geschafft, dann wird man an dieser brutalen Soundwand durchaus seine Freude haben. Die Vokals kommen sehr tief rüber und passen recht gut zum Gesamtsound des Trios. Chaotic War Death Metal trifft den Nagel schon recht gut auf den Kopf und Freunde der oben genannten Horden sollten dem Langeisen durchaus mal eine Hörprobe abverlangen.
Michael
 
 WARHAMMER - No beast so fierce  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
Nachdem WARHAMMER sich nach den Aufnahmen zu "Curse Of The Absolute Eclipse" aufgelöst hatten, konnte ich das im Moment gar nicht fassen. Ich hatte schon immer ein Faible für die Truppe, die es wie keine andere verstand, den alten morbiden Sound und wahren Geist von HELLHAMMER einzufangen und auf ihre Alben zu bannen. Dem Metalgott sei es aber gedankt, dass Volker und seine Horde 2006 wieder zurück in die Spur fanden. Im selben Jahr knallten uns WARHAMMER die "Live Massacre" DVD vor den Latz, die sehr professionell gemacht wurde und einen mehr als einstündigen Gig (ein Live Massaker halt) ablieferte. Gute drei Jahre später ist es dann endlich soweit: Mit "No Beast So Fierce" melden sich die Gelsenkirchner Die-Hard Worshipper von HELLHAMMER eindrucksstark und mächtiger denn je zurück. Der Vierer (leider ohne Urgestein Frank) lässt von der ersten Sekunde an keine Zweifel aufkommen und serviert uns eine nackenbrechende morbide Death/Black/Doom Breitseite nach der anderen. Konnte man beim letzen Studioalbum "Curse Of The Absolute Eclipse" vielleicht ausmachen, dass den Jungs etwas die Luft ausgegangen war, so merzen sie diese Zweifel von Anfang an auf der neuen Scheibe aus. Fies, brutal, finster - einfach diabolisch gut. Diesmal bekommt man sogar noch intensivere und schwerere Brocken als zuvor geboten. Egal ob knallharte Doomgeschütze wie "Warriors Of The Cross" und "Doomsday Inferno" oder Tracks bei denen verstärkt auf's Gaspedal gedrückt wird ("Flames Of Armageddon") - die Platte knallt ohne Ende und zieht einem eine tödliche und brutale Dosis puren, unverfälschten Black/Doom/Death über die Rübe. "Total Maniac" steht selbstredend dafür und könnte sich zu einer Bandhmyne mausern. Der Titel selbst spricht eigentlich auch schon Bände (im ersten Vers kommen u.a. alle Albumtitel vor). Eine Schande, dass so eine Band ohne Label dasteht. Auf der anderen Seite ist es aber durchaus besser, da so niemand in die Musik reinquatscht und man somit selbst die totale Kontrolle über alles hat. So kann man sein Ding kompromisslos durchziehen. Alle Kritiker der Band, die ihnen etwa Monotonie usw. vorwerfen, sollten jetzt gefälligst eine paar Schritte zurückgehen und das Maul halten. Ansonsten kann nicht garantiert werden, dass sie von dieser Metalgranate buchstäblich zerfetzt werden. Geiler Stoff! Eine wahre Lektion!! Ach ja: die Platte ist gerade dazu prädestiniert um auf schwarzem Gold verewigt zu werden. High Roller Records werden sich dieser Sache annehmen. Only Death Is Real!!!!
Michael
 
 WARMONGER - Marching on the warpath  
 
CD-R - VÖ 2003  
Thrash-Metal - Italien - Eigenveröffentlichung    
 
Nicht mehr ganz jung ist diese CD, die bereits 2003 erschien. Weit herumgekommen sind die Italo-Thrasher seitdem aber wohl eher nicht, da ich den Namen vor Eintreffen dieser mit Bonusmaterial aufpemotzten Promo nie gehört habe. Zwar bietet der Vierer auf der Promoversion von "Marching on the warpath" uppige 60 Minuten Musik, die auch abgesehen vom mal wieder besonders auf der Doublebass etwas holprigen Drumming völlig klar geht. Old-School Fetischisten und Freunde der klassischen Deutschen Thrash-Schule von DESTRUCTION, SODOM oder KREATOR werden zu den Songs der Italiener mit einem kühlen Sixpack sicher ordentlich abmoshen. Irgendwo zwischen alter Thrash- und Speed-Metal Schule mit allen Zutaten wie Gangshouts, Mitgröhlrefrains und einigen typischen Gitarrenleads wird alles geboten und Gesangsmässig liegt man ziemlich auf DESTRUCTION-Kurs. Viel mehr weiss ich zu der Scheibe auch nicht zu sagen. Bei Interesse hört einfach mal selbst auf der Website der Italo-Thrasher rein, denn da dürfte jawohl auch mal was neues anstehen.
Karim
 
 
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