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V.A. - Red Hot Burning Hell Vol. 17  
 
CD - VÖ 2009  
Death/Thrash - Japan -  Lights Out Rec.    
 
Die kultige Samplerreihe von Lights Out Records geht wieder mal in eine neue Runde und legtsomit bereits den 17. Teil vor. Bei manchen Zeitgenossen sind Compilations ja nicht so beliebt, da es ihnen zuviel Licht und Schatten auf diesen Scheiben gibt. Mag zwar sein, aber mir persönlich gefallen Sampler im algemeinen recht gut, zumal man immer wieder viele neue Bands aus den unterschiedlichsten Genres entdecken kann. Beim neusten Streich haben die Macher wieder acht Bands aus den Tiefen des japanischen Untergrunds hervorgegraben, die allesamt grob in die härtere Ecke einzuordnen sind. Den Anfang machen dabei CRACK ADDICT, die mir noch von ihrem Demo her bekannt sind. Mit ihren zwei Beiträgen frönen die fünf dem Death/Black Metal mit starken Skandinavien Touch. Kommt nicht schlecht, auch wenn's nix großartig Neues ist. CHAOS OF SHADE gehen in die selbe Richtung, allerdings sind die Jungs deutlich mehr im Death Metal Bereich angesiedelt. Ihre Songs gefallen mir besser, da sie irgendwie griffiger wirken und mehr Zug nach vorne haben, gute Melodien sowieso. DIASPORA zelbrieren eine Art atmospärisches Black Metal Gebräu mit Gothic Touch. Sind einige gute Ideen erkennbar und für Anhänger des Genres sicherlich in Ordnung. Mehr in die moderne Death Metal Ecke gehen ORIGIN OF ANGER und reißen dabei nicht wirklich Bäume aus. Die wohl experimentelsten Tracks steuern VELVET ECLIPSE bei. Ein Mischung aus Metal, J-Rock und diversen anderen Elementen geben den zwei Beirägen einen eingenständigen, wenn auch gewöhnungsbedürftigen Touch. Sind wohl die typisch japanischsten auf der Compilation. Danach wird es wieder ein klein wenig heavier. WINDING ZOETROPE spielen ne Art Heavy Metal mit rockiger Edge, DIAVOROZ bewegen sich grob auf der melo Death Schiene mit Metalcore Einschlag (Grooves & geteilter Gesang) und DOMINATE OVER knallen uns zwei recht ordentliche, moderne Death/Thrash Metal Songs vor den Latz. Es gab zwar schon stärkere THE RED HOT BURNING HELL Sampler, trotzdem gibt der Silberling wie immer einen guten Überblick über die Underground Szene Nippons und ein paar Truppen sind trotz alledem recht interessant.
Michael
 
V.A. - The Red Hot Burning Hell Vol. 14  
 
CD - VÖ 2008  
Heavy Metal - Japan -  Lights Out Rec.    
 
Nächste Runde, neues Glück. Die Macher dieser bereits semilegendären Compilationreihe haben auch im neuen Jahr wieder tief in Nippons Underground gegraben und eine ordentliche Anzahl talentierter Formation an die Oberfläche befördert. Diesmal steht alles mehr im Zeichen von melodischeren Material. Die Grenzen zwischen Hard Rock, Heavy Metal oder auch Glam sind dabei fließend. Den Auftakt machen die vier von LA*69, die mir bereits vom Trendkill 2005 Sampler bekannt sind. Die Truppe hat sich in der Zwischenzeit ziemlich weiterentwickelt und haut zwei vorzügliche Tracks heraus. „Shout At The Bastard“ nennt sich der Auftakt dieser CD. Nicht nur der Titel erinnert an MOETLEY CRÜE, sondern auch die Mucke der Japaner geht in diese Richtung. Das Ganze wird aber wesentlich härter und brutaler vorgetragen, die Klampfen braten richtig schön. Macht Laune, ebenso wie der zweite Erguss „Sunshine Girl Friend“. Harter Glam Metal wird hier geboten, der optimal für die nächste Party ist. Und die Party geht weiter. BUZZ BULLET hauen uns dann einen vortrefflichen Speed Happen in Form von „Bonded With You“ um die Ohren. Auch „Revolver“ weiß zu überzeugen. Mehr im Mittempo angesiedelt, aber genug Zunder. Metal/Hard Rock vom Feinsten servieren uns die aus Hamamatsu stammende Truppe DOG-MAG. Wie schon auf ihren Demos können die vier einmal mehr mit ihren beiden Tracks überzeugen und liefern eine exzellente instrumentale Leistung ab. Sänger Tam präsentiert sich in Höchstform und es bleibt nur zu hoffen, dass der Vierer bald ein Langeisen vom Stapel lässt. Nach sechs hervorragenden Beiträgen schwächelt der Sampler zum ersten Mal. Die zwei Songs von JADE sind zwar ok, dennoch können mich die aus J-Rock, Glam und Metal gemixten Tracks nicht so vom Hocker reißen. GRAVITY FORCE machen da schon wieder etwas an Boden gut. In klassischer Trio Besetzung zelebrieren die Burschen zwei ordentliche Heavy Metal Songs mit Power Metal Touch. Nur die Produktion kommt nicht ganz so gut und ist lediglich von durchschnittlicher Demoqualität. Potential ist aber eindeutig vorhanden. Dem klassischen Hard Rock mit leicht progressiver Kante haben sich DREAMCHASER verschrieben. Man setzt mit den beiden Songs „Somewhere In The Night“ und „Feed The Fire“ die japanische Tradition fort, indem man im Sound die gute Orgel verwendet und so Vorbildern wie DEEP PURPLE oder RAINBOW Tribut zollt. In Ordnung, wenn auch nicht herausragend sind die beiden Darbietungen von BRAND NEW PAGE. Da muss für meinen Geschmack sicherlich noch mehr Feinschliff angelegt werden. Zum Abschluss gibt es dann wieder einen absoluten Hochkaräter und eine Premiere. Als erste europäische Band feinern die Schweden DANGER ihren Einstand auf dieser japanischen Samplerreihe und rocken, dass sich die Balken biegen. Glam Metal vom Allerfeinsten gibt’s hier auf die Nuss und die erfahrenen fünf Skandinavier, die bereits durch einige Veröffentlichungen mächtig Eindruck machen konnten, brennen bei „California Red“ und „Shove It“ ein wahres musikalisches Feuerwerk ab. Knallt ohne Ende. Wiederum ist es Lights Out Records gelungen einen vielseitigen und interessanten Cocktail zusammenzumixen. Für Japan Metal Fans und Anhänger genannter Stilrichtungen kann ein Reinhören wiedereinmal nicht schaden.
Michael
 
V.A. - Take Off  
 
CD - VÖ 2008  
Metal/Rock - Japan -  Samurai Force Rec.    
 
„Take Off“ ist so eine Art Labelsampler von Samurai Force Records mit einer großen Anzahl Bands einer neuen japanischen Rock Generation. Gleich zu Begin fällt einem das kunterbunte Comicstrip artige Cover auf. Auf den 14 Tracks dieser Compilation geht es ziemlich bunt gewürfelt und querbeet zur Sache und nicht alle Songs sind für die von härteren Klängen verwöhnten Ohren geeignet. Kurz um – es gibt einige herbe Ausfälle zu vermelden. Beschränken wir uns also lediglich mit den einigermaßen positiven und hörbaren Aspekten dieses Teils. Als durchaus gelungen kann der Beitrag von FAYLEL bezeichnet werden. Sehr guter J-Rock mit hervorragender Sängerin. Beim Songwriting hatte im übrigen auch ein Mitglied von DIABOLOS RADIO seine Finger mit im Spiel. Vom Outfit am wenigsten hätte ich einen guter J-Rocker von THE LED SNAIL erwartet. Aber so kann man sich täuschen. Guten Hard Rock/Metal bieten BLACK SLAUGHTER, die auch durch ihre vorzüglichen Leads gefallen. Ebenso mit härteren Stoff warten ZEAL auf, die da hier und da ein recht punkiges Flair versprühen. Unsere Freunde von DIABOLOS RADIO wüten dann in der „Metallic Disco“ in gewohnter Manier und „Mother Who Maltreats It“ kommt äußerst heavy aus den Boxen gekrochen und hat sogar eine Art deathige Vokals zu bieten. Leider ist die Band nicht zu entziffern, da mir nur japanische Schriftzeichen vorliegen. Aufgeschlossene Nippon Anhänger können in das Teil ja mal reinhören. Wer allerdings nur auf harten Stoff abfährt, der dürfte mit „Take Off“ wohl weit daneben liegen. Nur für Genrefreunde.
Michael
 
V.A. - Motorhead Tribute  
 
CD - VÖ 2008  
Heavy Metal - Japan - XXX Rec.    
 
Bei Tribute Alben kann man ja immer über Sinn oder Unsinn des Ganzen streiten. Wenn die Sache aber mit solcher Hingabe gemacht wird wie hier und dazu noch eine Menge Spaß macht, dann gibt es eigentlich nichts daran auszusetzen. Und das die lebende Legende MOTÖRHEAD einen zusätzlichen Tribute verdient hat steht wohl außer Frage. Die sechs japanischen Bands, die jeweils zwei Klassiker von Lemmy & Co zum Besten geben, sind jedenfalls mit vollem Enthusiasmus dabei und fangen auch die Atmosphäre und das Feeling auf ihren Coverversionen perfekt ein. TYSON Z bilden den Auftakt zu dieser kurzweiligen Compilation. „Love Me Like A Reptile“ und „(We Are) The Roadcrew“, beide vom legendären „Ace Of Spades“ Album, werden knallhart und authentisch runtergeholzt. Zusätzlich verpasst man den Tracks noch einen minimalen persönlichen Anstrich. DIE YOU BASTARD covern den gleichnamigen Track vom „Another Perfect Day“ Langeisen und vergehen sich zudem an „Stand By Your Man“, welches ursprünglich von Lemmy & Wendy O. Williams verzapft wurde und eigentlich auch eine Coverversion von Tammy Wynette ist. Die Japaner knallen diesen Song mit einer unüberhörbaren punkigen Attitüde runter. Herrlich. Eine absolute Hammerversion von „Ace Od Spades“ zocken die Veteranen der TOKYO YANKEES, die schon seit Ende der 80er aktiv sind, vom Leder. Schneller und härter als das Original knallt das Liedchen vom allerfeinsten. Die Liveversion von „Overkill“ entfacht durch den etwas schwächeren Sound nicht ganz so viel Druck. MAD 3 verwursten „Please Don’t Touch“ von der „St. Valentine Day Massacre“ 7“EP, die MOTÖRHEAD in Zusammenarbeit mit GIRLSCHOOL auf schwarzen Gold gebannt haben. Die „Ace Of Spades“ Version des Trios ist zwar ok, kann aber weder mit dem Original (wie auch?) noch mit der TOKYO YANKEES Version mithalten. CERBERUS ist das zweite Standbein von Shinya Tange, seines Zeichen Drummer der bekanntesten japanischen Thrasher OUTRAGE. Das Trio des genialen Schlagzeugers zelebriert eine gekonnte Version vom „Overkill“ Album („Tear Ya Down“) und „(Don’t Need) Religion“ vom Klassiker „Iron Fist“. Den Abschluss eines feinen Tributes Album für eine der ultimativsten Heavy Metal Bands aller Zeiten machen MOSQUITO SPIRAL mit „Overkill“ und „Over The Top“. Natürlich gibt’s auch eine kleine Linernote von Lemmy höchstpersönlich im Booklet. Eine Runde Sache wie ich finde und die sich auch in einer gut sortierten MOTÖRHEAD Sammlung gut machen würde. Macht Laune.
Michael
 
V.A. - The Red Hot Burning Hell Vol. 16  
 
CD - VÖ 2008  
Death/Thrash - Japan -  Lights Out Rec.    
 
Die kultige Samplerreihe geht in die nächste Runde. Die aktuelle Veröffentlichung ist bereits der 16. Teil der Compilation und wiederum haben die Macher von Lights Out Records acht recht vielversprechende Akts auf einen Silberling gepackt. Diesmal geht es recht stilübergreifend zur Sache und der Untertitel "Counterattack From The Japanese Underground Metal" trifft zumindest phansenweise zu. Den Anfang machen die Death Metaller von DEVOUR, die uns zwei exzellent vorgetragene brutale Häppchen auftischen. Für mich sind die fünf das Highlight dieses Albums. "Mind Maze Of Silence" und "Countdown For The End" machen wirklich Spaß. MY ETERNAL SEASON wildern in etwas melodischeren Death Metal Bereich herum. Ihr Material wird teils mit Keyboards untermalt, hat aber dennoch genug Feuer unterm Hintern um zu überzeugen. Mit ALDIOUS gibts dann wieder mal eine All Girl Formation zu hören. Die zwei Beiträge der Mädels gehen gut ins Ohr. Eine speedige Power Nummer und einen gut abgehenden, Visual Kei beeinflussten Heavy Song geben die Schönheiten zum Besten. Ebenfalls mit zwei Tracks sind GOD BLESS DESPAIR vertreten, die ebenso wie THREAT WEASEL recht modern daher geschlittert kommen und uns eine Melange aus Death, groovenden Thrash und Metalcore um die Ohren ballern. Alles recht heavy gespielt. Ziemlich unspektakulär und unpassend auf der Disk finde ich FREEWILL, da sie mehr einen 70s oder R&Rigen Anstrich besitzen und stilistisch nicht recht zum Rest der Bands passen. THE RABIES machen mit ihren beiden Beiträgen da weiter, wo GOD BLESS DESPAIR & Co. aufgehört haben. Einen gelungenen Ausstand macht zuguterletzt "Unchain The Spirit" von EARTHSTREAM, ein recht ordentlicher, schneller und gut abgehender melodic Black Metal Hammer. Trotz kleiner Abstriche wieder ein gelungener Überblick über die immer recht aktive und orginelle Szene im Land der aufgehenden Sonne.
Michael
 
V.A. - Narcotized 3-Way-Split CD-R  
 
CD-R - VÖ 2008  
Black-Metal - Bahrain/Saudi Arabien/Tunesien -  Salute Rec.    
 
Eine ganz außergewöhnliche 3-Way-Split hat das kultige Salute Records Label aus Schweden vom Stapel gelassen. Da werden sich viele Underground Anhänger erstmal ungläubig die Augen reiben, da bin ich mir sicher. Was diese Scheibe so besonders macht ist nicht nur die Herkunft der darauf vertretenen Bands sondern teilweise auch die Umsetzung des Black Metallischen Liedguts. Als erste Band sind AL-NAMROOD aus Saudi Arabien am Start, die manchen evtl. von ihrer EP auf Shaytan Productions bekannt sein dürften. Die Band spielt rauen Schwarzwurzelsound, der mit einigen Keyboards verfeinert wurde. Was die Angelegenheit so besonders macht ist die Tatsache, dass man in diesen ungehobelten Metalsound sehr geschickt die orientalische Musik des Mittleren Ostens einbaut. Das schafft eine atemberaubende, faszinierende Atmosphäre und verleiht dem Song seinen eigenen Wiedererkennungswert. Als zweites gehen dann DHUL-QARNAYN aus Bahrain zu Werke. Der Beitrag gliedert sich in zwei Teile. Part eins startet mit MG Feuer, einigen melodischen Interludes ehe der Track in eine aggressive Black Metal Hymne übergeht, die roh und minimalistisch dargeboten wird. Der Übergang zum zweiten Abschnitt des Songs ist fließend und wird bestimmt durch atmosphärische Keyboards und orientalische Percussionparts und besitzt Ambient Charakter. Klingt ebenfalls sehr eigenständig das Ganze. Den Abschluß dieser Platte bilden AYYUR aus Tunesien, die als einzige mit zwei Beiträgen vertreten sind. Die Nordafrikaner verzichten gänzlich auf jede Art von Synths oder anderen Schnickschnack. Roher, traditioneller Black Metal wie man ihn kennt. Nicht schlecht gemacht, aber auch nichts weltbewegendes. Nichtsdestotrotz kann man totalen Underground Freaks mit Hang zur Exotik diese Disk wärmstens ans Herz legen.
Michael
 
V.A. - The Red Hot Burning Hell Vol. 10  
 
CD - VÖ 2007  
Death/Thrash - Japan -  Lights Out Rec.    
 
Hier gibt’s ein kleines Jubiläum zu feiern. Die sympathische japanische Samplerreihe THE RED HOT BURNING HELL feiert nämlich ihre zehnte Veröffentlichung. Auch diesmal lassen sich die Macher nicht lumpen und bescheren den geneigten Hörer eine Dosis Heavy Metal satt. Alle Bands des neusten Streichs verbindet eine Gemeinsamkeit: Alle Formationen haben nämlich eine Sängerin in ihren Reihen. Auch im siebten Jahr bekommt man wieder hochwertige Bands im Demostadium aufgetischt und von einigen wird man mit Sicherheit noch mehr zu hören bekommen. Den Anfang in diesem bunten Reigen machen die Melodik Metaller von WINDZOR, die schon eine ganze Weile aktiv sind. Die beiden Tracks der Truppe bieten hochwertigen, melodiösen Metal mit progressivem Anstrich. Gut produziert und exzellent gespielt. Psychedelisch? MAD FRET aus Korea liefern mit ihren beiden Gastspielen etwas abgefahrenen, experimentierfreudigen Stoff ab, der aber dennoch zu gefallen weiß. Sie Band verbindet HM geschickt mit Indie Rock Elementen und Einflüsse aus der Elektronik Szene zu einem recht eigenständigen und –willigen Gebräu. Stellenweise erinnert mich das Quintett an eine etwas härtere Variante ihrer bekannten Landsleute von CHERRY FILTER. Handwerklich soliden traditionellen Metal schmieden F.ROSES, die ebenfalls bereits drei Demos ihr eigen nennen können. Wie immer brilliert hier vor allem die famose Gitarrenarbeit der Äxteschwinger. Ebenfalls prima Stoff liefern HOOZUKI mit ihren beiden Hymnen ab. Die Mucke weiß zu begeistern, leider gibt’s nicht so viele Infos zur Band, da alles in japanisch geschrieben ist. Den wohl einzigen Ausfall auf dieser Compilation stellen für mich die POWER PUFF BOYZ dar. Weder das Instrumental noch der Song selbst prickeln so richtig. Evtl. sollte man hier einen Besuch ins namensverwandte Etablisment vorziehen. Ein Highlight stellen für mich FEI-REI-SHEN dar, auch wenn der Sound der Stücke nicht ganz optimal ist. Ihr an ONMYO ZA angelehnter Metal zieht einem jedenfalls sofort in ihren Bann. Ein schöner Speed Metal Knaller und ein solides Powerstück nennen die Vier ihr eigen und man kann nur hoffen, dass da bald ein ganzes Album folgt. Einen guten Abschluss bilden LOVE LIES BLEEDING und anders als der Name es erwarten lässt zelebriert die Band melodischen Metal statt Gothic Stoff. Unterstützung bekam die Truppe um Sängerin Miyu vom YOUTHQUAKE Drummer Gami. Alles in allem wiederum ein durch und durch gelungener Sampler aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Michael
 
V.A. - Defaced and split  
 
CD - VÖ 2007  
Death-Metal - Indien - Demonstealer Rec.    
 
Erneut erklingt ein Donnerhall vom indischen Subkontinent. Die mit „Defaced & Split“ betitelte 4-Way-Split CD stellt diesmal drei Kapellen aus Indien sowie erstmals eine US Band vor. Als erstes verewigen sich EXHUMATION aus Neu Dehli mit ihrer fünf Track EP „For Personal Consumption Only“. Was die Jungs hier vom Stapel lassen, dass hätte auch aus den Staaten nicht besser kommen können. Brutaler Death Metal schallt einem hier entgegen, der sich ganz schön gewaschen hat. Technisch versiert und dennoch ohne Umschweife auf den Punkt gespielt. Dank der enorm durchschlagskräftigen Produktion drücken einem die Riffs förmlich an die Wand und bringen die Boxen regelgerecht zum Bersten. Ihre Landsmänner von NARSIL möchten da keinesfalls hinten anstehen und geben ihre Songs mit der Wucht einer Abrissbirne zum Besten. Voll auf die zwölf schlagen die fünf Stücke der „Carcinogenic“ EP und machen keine Gefangene. Zu den brutalen Death Metal gesellen sich bei dieser Horde noch Goregrind Elemente hinzu, die das Material noch sicker klingen lassen. Allen voran der Sänger mutiert zum Tier und growlt, gurgelt und quiekt wie die Sau, dass es eine wahre Freude ist. Die beiden Horden hier beweisen einmal mehr, dass guter, brutaler Stoff nicht immer nur aus Amerika kommen muss. Mit den beiden indischen Schlächtern können die Amis von WARFACE, was den Aggressionsgrad angeht, dann nicht mehr ganz mithalten. Zwar geht das Trio auf seinen vier Songs auch recht heavy und hart zur Sache, jedoch bewegt sich das Liedgut eher auf der Old School Death Metal Schiene. Auch scheinen immer mal wieder OBITUARY Anleihen aus dem Sound der Formation heraus, der zwischen zermalmenden, schleppenden Abschnitten und mittleren Tempo pendelt und mit eingestreuten, kurzen Blasts abgeschmeckt wurde. Ebenfalls nicht schlecht. Nach den Kaliforniern schmettern einen REPTILIAN DEATH fünf Songs von ihrer „Intestinal Feast“ EP um die Lauscher. Die Truppe ist ein weiteres Projekt des Herrn Demonstealer von DEMONIC RESURRECTION. Auch diese Schwadron rödelt voll nach Vorne los und macht keine Gefangenen. Gebretter der alten Schule mit einer Grindcore Kante kracht hier mitten ins Gebälk. Überwiegend geht man im schnellen Tempo zur Sache, wobei auch mal die Doublebass zum Einsatz kommt oder auch schwere Töne angeschlagen werden. Killt total. Zum Abschluss der Disk bekommt man noch zwei Bonustracks serviert, die von INFINITE HATE PROJECT stammen und am Ende noch mal alles gnadenlos in Schutt und Asche legen. Wahrscheinlich die MORTICIAN aus Indien ohne die lästigen Filmsamples. Wer also mal antesten will, was so in Indien abgeht, der liegt mit dieser Compilation absolut goldrichtig. Für Exotenmaniacs nur zu empfehlen.
Michael
 
V.A. - The Red Hot Burning Hell Vol. 11  
 
CD - VÖ 2007  
Death/Thrash - Japan -  Lights Out Rec.    
 
In die nächste Runde geht die kultige Samplerreihe “The Red Hot Burning Hell” aus dem Hause Lights Out Records. Auch diesmal stellen uns die Macher mehr oder weniger bekannte Bands aus der japanischen Underground Szene vor. Den Anfang des 15 Tracks starken Silberlings machen EARDRUM, die uns mit einer Mischung aus old School Death Metal, Grindcore Geboller sowie ein paar Fetzen Hardcore beglücken. Die zwei Tracks jedenfalls kommen recht fett aus den Boxen und entfalten ordentlich Druck, was auch an dem guten Sound liegt. So kann’s weitergehen! INSECT MUCUS haben sich dem Death/Grind (plus ein paar Spritzer Thrash) verschrieben, was der Name eigentlich schon auf Anhieb vermuten lässt. Das Quartett bietet auf seinen drei Stücken eine solide, wenn auch keine atemberaubende Performance ab. Okkulten Heavy Metal zelebrieren SATANICA, die eigentlich keine Unbekannten mehr sein dürften, boten ihre zwei Alben doch absolut hochwertigen Stahl der feinsten Sorte. Für diejenigen, welche die Truppe noch nicht kennen, gibt es hier jeweils einen Songs von jeden Album vor den Schädel gehämmert. „Razor Holocaust“ vom Debüt und „Traitor“ vom aktuellen Werk werden hier zum Besten gegeben und spätestens nach dem Hörgenuss beider Tracks sollte man sich die Alben zulegen. DYING MESSAGE gehen in die Death/Thrash Schiene, wie man sie auch recht gut aus Skandinavien kennt. Nicht übel, wenn auch kein absoluter Bringer. DIVINE geben sich hingegen recht modern. Eine Melange aus Thrash Metal & Metalcore, gepaart mit jeder Menge Grooves und teils Nu Metal Elementen. Klingt dann nicht einmal schlecht wie man anfangs gedacht hätte. Die beiden Stücke von DREAD DAW wurden von Masa (YOUTHQUAKE) produziert und bieten eine Art melodischen Thrash Metal mit „normalen“, teils etwas gewöhnungsbedürftigen Gesang. Wie auch schon auf dem Vorgänger hat sich auch diesmal eine Formation aus Südkorea auf die Playlist geschmuggelt. DARK AMBITION nennt sich die Horde und spielt melodischen Black Metal mit vereinzelten Death Metal Anleihen. Man nennt bereits eine MCD und ein volles Album sein Eigen und weiß durchaus zu gefallen. Großer Trumpf der Band sind die Anleihen aus der traditionellen koreanischen Musik, die recht originell in die Songstrukturen mit eingebunden werden. Wiedereinmal ist es den Machern der Compilation gelungen, neue, interessante Bands auszugraben. Ein Reinhören lohnt sich hier wieder auf alle Fälle.
Michael
 
V.A. - Eastern Bestiality - A salute to ASSAHAR  
 
CD - VÖ 2007  
Black-Metal - Malaysia -  Infernal Kaos Prod.    
 
AS SAHAR aus Singapur sind zweifelsfrei eine der Pioniere in Sachen Black Metal im südostasiatischen Raum. Somit rechtfertigt sich dieser Tribute Sampler schon von alleine. Über 20 Jahre ist die Band bereits aktiv und hat in all den Jahren einige Klassiker, vor allem in der Anfangsphase, abgeliefert. Hier seien nur einmal die fantastische ‘95er “Meditation Embun Pagi” EP oder das geniale “Phenomistik” Album aus dem Jahre 1997 genannt. Obwohl AS SAHAR im Laufe ihrer Karriere einige stilistische Veränderungen durchgemacht haben und dabei auch einiges an sperrigen, experimentellen Stoff verzapften, blieben sie ihren Wurzeln immer treu, was u. a. bei “Eastern Black Majesta”, einer brandaktuellen Schöpfung dieser Legende, zu hören ist. Insgesamt zehn Bands huldigen ihren Idolen, wobei die bekanntesten Horden wohl MANTAK und ISTIDRAJ sein dürften. Erstere tragen “Stroll In Kafan” (im Original ein absoluter Klassiker der Band) zu dieser Compilation bei, während ISTIDRAJ mit “My Hymns In The East” einen der überragenden Killertracks der Formation im Gepäck haben. Die weiteren Beiträge besitzen ebenfalls ihren Reiz und wurden teils auch mit einer eigenen Note der jeweiligen interpretierenden Band versehen. Diese Compilation ist einmal mehr ein hörbarer und lautstarker Beweis, was für geniale Bands Asiens Underground zum Vorschein gebracht hat und gleichfalls ein Zeugnis, dass genialer Black Metal nicht unbedingt aus Europa oder Amerika kommen muss. Empfehlenswert.
Michael
 
 
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