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Angezeigte Kategorie: "S" - Anzahl Reviews: 312
S.M-SAC  SAC-SAI  SAL-SAP  SAR-SAT  SAT-SAT  SAT-SCA  SCA-SCE  SCE-SDI  SDI-SEM  SEM-SER  SER-SEV  SEV-SEW  SEX-SHA  SHA-SIC  SIC-SIL  SIN-SIN  SIN-SKE  SKE-SLA  SLA-SNI  SNU-SOI  SOL-SON  SON-SOU  SOU-SPE  SPE-STA  STA-STO  STO-STR  STR-STY  STÖ-SUF  SUF-SUI  SUI-SUP  SUR-SYM  SYR-SYS  
 

 S.M.E.S. - The Good, The Bad & Me  
 
CD - VÖ 2004  
Death/Grind - Holland -  Black Hole Prod.  
 
Wenn unser holländischer Nachbarsjunge Erwin De Groot keine unzüchtigen Spiele mit Frau Antje oder deren Hund treibt, quält er seine Stimmbänder bei der Grindcore-Kapelle LAST DAYS OF HUMANITY, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.
Was macht Erwin (der Große?), wenn er aber mal wieder Abends bis zu den Ohren bekifft allein vor seinem Rechner sitzt? Richtig, er versucht sich als Alleinunterhalter im Musikmachen. Die Ergebnisse seines Drogenwahns wurden vom brasilianischen Black Hole-Label mit vorliegendem Longplayer bereits zum zweiten mal digital ins Plastik gebrannt. Mit dem Debütalbum "Goregasmic Tales From Technophobia" hatte mein Hörzentrum bislang zwar nicht das Vergnügen, aber großartige Veränderungen zum S.M.E.S.-Beitrag auf dem "Dutch Assault"-Sampler von Relapse kann ich nicht vernehmen.
Am liebsten spielt Erwin den Drumcomputer, den er häufig im Midtempo und gerne auch mal in Maximalgeschwindigkeit rattern lässt. Hier achtet er auf abwechslungsreiche Programmierung der Rhythmen und variiert die Klangfarbe der Maschinendrums. Dazu gesellen sich Synthiespuren, die zwischen noisigen und piepsigen Keyboardklängen hin und her pendeln. Logisch, dass Erwin dazu vor sich hin fröschelt, was der Stimmverzehrer hergibt und auch der Großteil der Tracks durch Sprachsamples eingeleitet wird. Konsequent wurde auf Gitarren oder andere handgespielte Instrumente verzichtet.
Cybergrind oder Technogore nennt man diese Stilistik wohl. Da liegen Vergleiche zu KOTS (wo der Erwin mit dem Drummer von ROMPEPROP lärmt), LIBIDO AIRBAG und NUNWHORE COMMANDO 666 auf der Hand. Somit dürfte sich das Thema für die meisten Grindcorefreunde und Metaller sowieso erledigt haben.
Wer sich diesen Sound aber gerne mal zum Frühstück reinpfeift, wird mit S.M.E.S. durchaus etwas anfangen können. Zwar nerven vereinzelte Songs durch zu wenig Geballere und zu viel langatmige Rhythmikspielereien und erinnern stellenweise fast an billige Technonummern, doch der Großteil der Computerergüsse knallt ordentlich nach vorne los.
Neueinsteiger sollten jedoch lieber zu LIBIDO AIRBAG greifen, die sich auf dem Cybergore-Parkett einfach eleganter bewegen und die wahnsinnigere Vocalakrobatik abliefern. Oder zu KOTS, die ihr Ding insgesamt eine Spur konsequenter durchziehen. Bonuspunkte für das mäßige Layout oder die etwas simplen Songtitel können ebenfalls nicht vergeben werden. Vielleicht sollte der Erwin einfach das Grasrauchen einstellen und auf Angel Dust (PCP) umsteigen, dann klappt es beim nächsten Mal (optisch, lyrisch und akustisch) auch mit dem totalen Wahnsinn! In hochdosierter Lautstärke verabreicht bringt der Silberling aber die Körperfunktionen ordentlich in Wallung und macht Lust auf hektische Selbstverstümmelungsrituale mit der Bratpfanne!
Wolfram
 
 SABATON - Primo Victoria  
 
CD - VÖ 2005  
Heavy Metal - Schweden -  Black Lodge Rec.    
 
Meinlieberherrgesangsverein, das nenne ich doch mal ein amtliches Metalpaket, um es mal mit den Worten von gotthabihnselig Roadstar-Rolf zu sagen. Sabaton zünden auf "Primo Victoria" ein wahrhaftiges Metalfeuerwerk, das vor Farbenpracht nur so sprüht, soll heißen, hier werden alle wesentlichen Elemente, die für eine ordentliche Metalplatte nötig sind, geradezu pfundweise aufgefahren: hymnenhafte Melodien und Refrains, knackige Riffs in allen Geschwindigkeitsvarianten, Keyboardpassagen von Teppichen mit epischer Breite über klingelde Stakkato-Tastenläufe (ich meine damit sowas wie man es bei Stratovarius immer hört...) bis hin zu eher subtilen Nuancen, die in hohem Maße die Stimmung des Albums transportieren. Dazu kommen absolute Monsterchöre, hinter denen sich die Jungs von der russischen Schwarzmeerflotte (oder wie dieser Männergesangsverein da hinten heißt...) echt verstecken können. Für einen stilistischen Vergleich fallen mir bei dieser Scheibe spontan Namen wie Nightwish, Stratovarius (aber weniger verspielt) und Iron Savior für den Instrumentalteil, sowie ein überdrehter Peavy von Rage oder auch Piet Sielck von Iron Savior im Bereich der Vocals ein. Die Produktion ist druckvoll angelegt und verleiht dem Gesamtsound eine ungeheure Breite, u.a. durch einen sehr geschickt gesetzten Hall-Level, der nicht alles totmatscht und damit die Kapelle wie aus den Katakomben bollern lässt sondern eben gut "Raum schafft", der mit ansprechenden Arrangements ausgefüllt wird.
Das textliche Konzept befasst sich mit Kriegen und Schlachten des 20. Jahrhunderts, der Fokus liegt dabei auf dem Zweiten Weltkrieg, der in mehreren Songs durch die Lyrics behandelt wird. Glücklicherweise wird hier keine auf die jüngste Vergangenheit projezierte Version von Manowar-Klischeetexten abgeliefert sondern das Thema eher kritisch beleuchtet (im Rahmen der Möglichkeiten die ein schmissiger Metal-Refrain dafür so bietet - sollte man also wohl nicht bis aufs letzte Komma durchleuchten...). Zum Glück wird hier auch keine braune Suppe ausgeschenkt sondern das Nazi-Treiben im WW2 durch gezielte Textpassagen verurteilt. Zusätzlich zu den ersten acht Songs, die sich mit den Kriegsthemen beschäftigen, gibt es mit "Metal Machine" noch einen Song, dessen Text sich aus Zitaten von Textpassagen alter Metal-Heroen zusammen setzt, was sich sehr unterhaltsam gestaltet. Kleiner Spieletipp für verregnete Sonntage: Einfach mal alle Zitate ohne Blick auf die Lyrics im Booklet raushören, ggf. auch im Wettkampf mit dem Nachbarn von schräg gegenüber, und nachher vergleichen - wer mehr errät bekommt vom Verlierer 'ne Kiste Bier o.ä. und schon ist der Tag gerettet. Kann man zwar nur einmal spielen aber immerhin... den Rest des Tages kann man sich dann ja zu besagter Kiste Bier die anderen acht Songs immer und immer wieder anhören, die werden nämlich auch nach dem 20. Durchlauf nicht langweilig. Fazit: Pflichtkauf.
Lutz
 
 SABBAT - Disembody  
 
CD - VÖ 2005  
Thrash-Metal - Japan -  Iron Pegasus Rec.  
 
Ich erspare es mir alle Veröffentlichungen dieser Kult Truppe aus Japan zu zählen, da dies eh nur zum Scheitern verurteilt wäre. Zumindest eines ist sicher, dass es sich bei diesem Re-release auf dem High Quality Label Iron Pegusus Records um die dritte Langrille der Nippon Black/Thrasher handelt. Die limitierte Erstpressung auf Evil Records erschien bereits im Jahre 1993 und ist heute ein gesuchtes Sammlerstück. Die Horde frönt dem guten alten angeschwärzten Thrash Metal und wandelt auf todsicheren Terrain. Egal ob „Bird Of All Omen“, „Diabolicaldom“, „Evoke The Evil“ oder „Reversed Bible“......die Songs können allesamt überzeugen und versprühen dieses gewisse Etwas, den wahren Heavy Metal Spirit der guten alten Zeit. Das Booklet ist diesmal etwas schlichter aufgemacht und besteht nur aus vier Seiten, die auch keine Lyrics oder Fotos beinhalten. Dies ist aber nicht so schlimm, da die Musik zählt und die hat wie gesagt einiges zu bieten. Mir persönlich gefallen die alten SABBAT Sachen um Längen besser, als die Aufnahmen neueren Datums. Nicht nur das diese kultiger sind, auch kommt das alte Material um einiges gemeiner, dreckiger und böser rüber als beispielsweise der Stoff auf „Satanasword“. Ist halt Ansichtssache. Als Bonus zum regulären Albumset gibt es noch zwei Live Bonusstücke („Reversed Bible & „Evoke The Evil“) aus dem Jahr 1993, die in der Music Farm aufgenommen wurden. Für Sabbatical Maniacs natürlich wieder essentiell wie auch für jeden old School Banger, sofern er die Original Pressung nicht besitzen sollte. Und dies sind ja bekanntlich nicht gerade viele Metalheads.
Michael
 
 SACRED STEEL - Hammer of Destruction  
 
CD - VÖ 2006  
Heavy Metal - Deutschland -  Massacre Rec.    
 
Das war knapp! Die Auflösungsgerüchte um SACRED STEEL hielten sich hartnäckig, es wurde immer stiller um die Band – das baldige Ende schien nah… Doch den Göttern des Metal sei Dank! – wie Phönix aus der Asche kehren die Schwaben in die Metal-Welt zurück. Mit sich schleppen sie den „Hammer der Zerstörung“, all jenen zum Trotz, die den wahren Glauben verloren hatten. Mit dem neuen Album erleben die Ungläubigen ihr jüngstes Gericht. Denn wisset: SACRED STEEL sind die wahren Götter!
Produziert von Szene-Ikone Harris Johns meldet sich Sangessirene Gerrit P. Mutz mit neuer Mannschaft zurück, nachdem zwei Matrosen über die Reling schwappten, einer das Instrument wechselte (von Bass an Gitarre) und zwei neue Mitstreiter die heiligen Schlachthöfe betraten. Auch der Mann am Mikro war nicht ohne Zweifel, wurde aber durch die neu komponierten Songs wieder auf den rechten Weg gebracht. Nochmal: die Metallgötter seien gepriesen! Jetzt weiß ich, was fehlte: Gerrits charmante Sirene. Man kann sie nicht oft genug hören, nachdem sie wieder aufgetaucht ist. SACRED STEEL haben sich aber auch alle erdenkliche Mühe gegeben, um ihre Rückkehr gebührend einzuläuten. Man merkt „Hammer Of Destruction“ deutlich an, mit welcher Spielfreude und neu erwachtem Enthusiasmus an die Sache heran gegangen worden ist. Es klingt wie ein Befreiungsschlag. Die alten Qualitäten waren ja nie ganz weg, aber hier klingen sie wieder frischer und verwegener als zuletzt. So einen Song wie „Where Demons Dare To Tread“ schreibt man auch nicht alle Tage. Die neue Band-Hymne, wage ich zu behaupten. Nicht minder schlecht: „Impaled By Metal“ (mit hörenswertem, weil entlarvendem Intro), „Plague Of Terror“ oder das getragene „Black Church“ (ab zum Gebet!). Eröffnet und abgeschlossen wird die CD übrigens mit sympathischem Vinylgeknister. Ein Ersatz für Leute ohne Plattenspieler. Aber selbst wenn Vinyl „truer“ ist, kommt der Fan nicht am CD - Box-Set vorbei. Hier gibt’s neben einer schicken Geschenkpackung noch ein Poster, einen Aufnäher, eine Postkarte und nicht zuletzt ein „Pounding Inferno“ in Form einer weiteren CD. Auf ihr enthalten sind zehn weitere (Hammer-!!!) Songs inkl. vier Cover-Versionen von DEATH, RAVEN, NASTY SAVAGE und TANKARD. Jawoll – ein wahres Metalfest! Da weiß man, was man hat! Guten Abend!
Torsten
 
 SACRIFICE - Torment In Fire  
 
CD - VÖ 2005  
Thrash-Metal - Kanada -  Marquee Rec.    
 
Aaaarrrggghhhh!! Es ist vollbracht! Endlich gibt es das erste SACRIFICE Album in einem Mega genialen Package! Marquee Records aus Rio werden neben dem Debüt „Torment In Fire“ auch noch die anderen, längst als CD vergriffenen Alben („Forward To Termination“, „Soldiers Of Misfortune“ sowie eine Live CD/DVD mit dem Titel „Live Termination“) wieder veröffentlichen. Somit können sich alle Thrasher schon auf den ultimativen Blast freuen. Es Bedarf wohl keiner großen Worte, denn SACRIFICE gehörten ohne jeden Zweifel zu den besten Thrash Metal Outfits der 80er und haben maßgeblich jede Menge Bands beeinflusst. Auch heute noch nennen zahlreiche Bands die Kanadier als einen ihrer Haupteinflüsse, wenn es um brutalen Thrash Metal geht. „Torment In Fire“ wurde nun kürzlich als Doppel Album wieder auf dem Markt gebracht und beinhaltet Sage und Schreibe 42 Songs (in Worten: zweiundvierzig)!!! Auf Disk 1 befindet sich das reguläre Album mit zwölf Tracks sowie das „The Exorcism“ Demo mit acht Songs. Auf Disk 2 sind verschiedene Live Shows wie z. B. „Toronto Canada `86“ oder „Quebec Canada `86“ untergebracht. Insgesamt werden 22 Live Tracks zum besten gegeben. Zur Musik selbst brauche ich eigentlich gar nicht viel zu erwähnen, denn das man hier eins voll auf die Mütze bekommt und die Abrissbirne im Dauereinsatz ist, dürfte klar sein (bei Mitte 80er Härtegrad wohlgemerkt). Tracks wie das wüste „Warriors Of Death“, “Sacrifice”, “Necronomcion”, “Possession” oder “Beyond Death” zaubern auch heute noch ein freches und breites Grinsen ins Gesicht eines Old School Bangers. Dank des Remasterings wurden die Demo Tracks auch von der Klangqualität aufgebessert und kommen so auch vernünftig rüber (vergesst den beschissenen, billigen Bootleg Release mit den Demo Songs). Absolut gigantisch ist die Aufmachung des Booklets. Wahnsinn kann ich da nur sagen. Neben unzähligen Bandphotos, Demo Covern, Flyern und Lyrics gibt es Liner Notes zu jeden Song von Rob Urbinati und Joe Rico. Zusätlich wurde eine „In Depht“ Biographie von Laurent Ramadier (Snakepit Magazine) verfasst. Das ganze wurde dann noch einmal für die ersten 1000 Kopien in einem Pappschuber gepackt. Besser kann man es nicht machen. Hier bekommt man wirklich etwas für sein sauer verdientes Geld geboten. „Value For Money“ wie es so schon neudeutsch heißt. Von meiner Seite kann ich nur eine Kaufempfehlung aussprechen und jeder Thrasher sollte dieses Teil eigentlich sein Eigen nennen.
Michael
 
 SACRIFICE - Forward to termination  
 
2CD - VÖ 2005  
Thrash-Metal - Kanada -  Marquee Rec.    
 
Das zweite Album der kanadischen Götter SACRIFICE ist ohne Zweifel einer „DER“ Klassiker des Thrash Metals der 80er. Für mich zählt das 87er Werk von Rob Urbinati & Co. zu den zehn stärksten Veröffentlichungen in diesem Genre und kann in einem Atemzug mit Klassikern wie „Darkness Descends“, „Pleasure To Kill“, „Beneath The Remains“, „The Ultraviolence“, „Eternal Devastation“, „Hell Awaits“ und anderen genannt werden (SLAYER’S Ausnahmewerk „Reign In Blood“ lassen wir mal außen vor). Da gibt’s kein wenn und aber. Auf „Forward To Termination“ zeigte sich die Formation in allen Belangen enorm verbessert und lieferte meines Erachtens ihr Meisterstück ab. Das Songwriting war auf der einen Seite intensiver, tighter und komplexer geworden, jedoch auch weit aus aggressiver und brutaler ausgefallen als noch auf dem Vorgänger „Torment In Fire“. Zudem wurde die Spielgeschwindigkeit drastisch erhöht, wodurch es eine noch größere Wonne war vom schädelspaltenden Material ein’s über die Rübe gebraten zu bekommen. Der Track „Terror Strikes“ ist das investierte Geld alleine schon wert. Wahrhaft furios wüten diese Holzfällerburschen hier in bester Berzerker Manier und beeindrucken zudem mit feinsten Arrangements. Aber es gibt noch genug andere Kaliber vom gleichen Schlag zu belauschen. Speedgranaten wie „Pyrokinesis“ oder „Cyanide“ stehen stellvertretend dafür. Zudem präsentierte die Truppe erstklassig aufgebaute Tracks wie „Flames Of Armageddon“, die mit intelligenten Breaks versehen wurden und eine ausgewogene Mischung aus Brachialität und filigranen Strukturen bot. Jedenfalls haben Marquee Records dieses Geschoss nun endlich in einer würdigen Form wiederveröffentlicht und wenn der Spruch „....hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt“ zutrifft, dann hier! Die ganze Sache erscheint als Doppel CD mit sage und schreibe insgesamt 42 Songs. Dem Original Set von zehn Song wurden geschlagene 32 Live und Demo Songs hinzugefügt. Ja Freunde, hier bekommt man wirklich was für seine sauren verdienten Kröten! Zudem strotzt das mächtige Booklet nur so von Kult und neben den obligatorischen Liner Notes und Kommentaren der Bandmembers selbst, sind selbstredend alle Lyrics mit enthalten wie auch massig Live Fotos. Aber das ist noch nicht alles! Alle Tracks wurden komplett remastert und eine limitierte Anzahl des guten Stücks kommt in einem noblen Pappschuber. Für Thrasher ein absolutes Pflichtteil. Wer hier nicht zuschlägt, der ist reif für die Klapse. Essentiell! Buy or die !!
Michael
 
SACRIFICIAL - Autohate  
 
CD - VÖ 2002  
Thrash-Metal - Dänemark -  Mighty Music  
 
Das bereits dritte Album der Dänen, wobei ich nur Ihr zweites Album kenne, das ganz ordentlich, jedoch noch ausbaufähig war. Mit "Autohate" gibt es nun den Drittling der stilistisch dem Vorgänger treu geblieben ist, sprich Aggro Neo Thrash Metal der Marke The Haunted, Carnal Forge und Konsorten bietet. Die Vocals von John klingen aber ein wenig hardcorisch, was nicht weiter schlimm ist, denn den Hass und die Aggressivität die ein Sänger für solche Mucke aufbringen muss, hat der Gute locker. Das Manko sind die Songs, denn keiner will so wirklich im Kopf hängen bleiben, lässt man mal den Opener "Angel Eyes" außen vor. Alles ganz cool, auch immer schön vor die Fresse, doch so ganz blasen mich SACRIFICIAL nicht weg. Da fehlt eben das absolute Killerriff, das einem nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte. Und dieses Killerriff macht eben ein Meilenstein Neo Thrash Album wie z.B. The Haunted' Debüt aus. SACRIFICIAL sind auf jeden Fall eine gute Band mit fähigen Musikern, jedoch werden sie auch mit "Autohate" nicht aus dem Schatten der großen Bands heraustreten können. Wer aber Bands wie The Haunted, Carnal Forge, Dew-Scented, Corporation 187 und wie sie alle heißen mag, sollte auch ruhig SACRIFICIAL auf seinen Einkaufszettel schreiben, denn schlecht ist diese CD bestimmt nicht.
Ingo
 
 SACRIFICIUM - Escaping the stupor  
 
CD - VÖ 2005  
Death/Thrash - Deutschland -  Black Lotus Rec.    
 
SACRIFICIUM ... gibt es mit dem oder ähnlichem Namen nicht mindestens 20 Bands? Ich habe von der Band bisher nichts gehört, hätte aber zu Anfang drauf gewettet. Trotzdem war es ein Verwechslung obwohl die Band schon eine Demo- und eine volle CD rausgebracht hat. Zu allererst war ich von dem was diese deutschen Death-Metaller da aus den Boxen drücken extrem positiv überrascht. Sehr fetter und klarer Sound, cooler Gesang zwischen schwedischem Geschrei und kraftvoll tiefen Death-Metal Vocals sowie eine ebenso schwedisch klingende Soundmixtur zwischen Death/Thrash skandinavischer Machart, melodischem Death-Metal, einer Portion ebenso melodischem Black-Metal („Pierced by Death“ z.B. erinnert mich total an DISSECTION und mit „Tremendum“ gibt es auch ein akustisches Zwischenspiel) und einer ebensolchen Portion Groove und leichter Rockigkeit, die Erinnerungen an neuere ILLDISPOSED weckt. Dazu klingt vieles etwas old-schoolig oder nach BOLT THROWER (z.B. die Melodie in „Relativation of justice“ und viele der treibenden Doublebass-Passagen) was durch die immer wieder eingestreuten Grooves auch als Metalcore-Einflus durchgehen könnte. Solide dargebotene und durchaus variable Songs also, die mich aber aus irgendeinem mir nicht klar greifbaren Grund überhaupt nicht flashen wollen. Vieles klingt einfach zu bekannt und dazu kommt mir die Scheibe noch viel zu glattgebügelt vor. Wer sich zwischen skandinavischem Melo-Death/Thrash und Metal-lastigem Metalcore wohlfühlt sollte hier ruhig mal reinhören... für meinen Geschmack hätte es besonders vom Sound etwas weniger Schweden-Star mässig sein können.
Karim
 
 SACRIFIST - Surrealistic Plague  
 
CD - VÖ 2009  
Melodic-Death - Südafrika - Eigenveröffentlichung    
 
Endlich wieder ein neues Lebenszeichen der südafrikanischen Death Metaller von SACRIFIST! Ich hatte schon fast geglaubt, dass die Truppe das zeitliche gesegnet hat, wurde ihr letzter Longplayer bereits 2004 unters headbangende Volk gebracht. Diesmal haben sich die Fünf aus Johannesburg nicht lumpen lassen, denn ihr neustes Werk "Surrealistic Plague" wurde ganz im Alleingang aus den Boden gestampft. Nach dem Instrumental Intro "Warmonger" prescht "Dust To Dust" auf einen herein und sofort wird eins klar: die Südafrikaner haben sich wieder ein famoses melodisches Todesblei Album aus dem Ärmel geschüttelt, ein absolutes Sahnestückchen. Der Track ist ein erstklassiger Opener mit tollen Gitarrenharmonien mit viel Zug und Drive nach vorne. Auch wenn man überhörbar skandinavisches Blut in sich aufgesogen hat, so besitzt das Material unserer Helden ebenso einen unverkennbaren eigenen Anstrich. Auch fließt immer wieder thrashiges Riffing in die exzellent arrangierten Kompositionen ein, was für noch mehr Raffinesse sorgt. Wie schon beim Vorgänger brennt das Gitarrenduo Sammy Simegi und Byron Myers ein wahres Feuerwerk auf ihren Äxten ab, powervoll, frisch und heavy. Unterstützt werden die beiden von einer äußerst dynamischen Rhtyhmussektion, allen voran Schlagwerker Michael Kiefer peitscht die Afrikaner immer wieder nach vorne. Weitere Anspieltipps des an Highlights wahrlich nicht armen Albums sind das aggressive "Juggernaut", das vorzügliche Titelstück "Surrealistic Plague" oder das fast schon epische "In The Dragon's Blood" (man höre den Refrain). Der Gesang weiß ebenfalls zu überzeugen und passt hervorragend zu Mucke - aggressive und rauh, aber auch nicht zu derb. Beim Zusammenschustern der Produktion des Albums hat das Quintett ebenfalls ein glückliches Händchen bewiesen, verströhmt die Scheibe doch ordentlich Power und macht Dampf unterm Hintern. "Surrealistic Plague" ist ein Killer melodic Death Metal Album, in das man unbedingt Reinhören sollte. Oder noch besser: einfach eine Show von SACRIFIST besuchen, zumal die Band im August durch Deutschland tourt!! Unterstützt die Jungs!!!
Michael
 
 SACRIFIST - The Well Of Sacrifice  
 
CD - VÖ 2004  
Melodic-Death - Süd Afrika -  Alter Ego    
 
Da haben wir wieder mal ein feines Stückchen Stahl, das uns die Südafrikaner von SACRIFIST zum Fraß vorwerfen. Die fünf vom Kap servieren uns mit „The Well Of Sacrifice“ ein erstklassiges und melodisches Death Metal Album, bei dem sich Melodie und Härte die Waage halten. Die zehn Stücke des Werks leben von der ausgesprochen vielseitigen, ausgefeilten und erstklassigen Gitarrenarbeit der Axtmänner, allen voran Lead Gitarrist Byron Myers. Die Leads und Solis haben Hand und Fuß und wissen zu begeistern, ja reißen einen mit. Man könnte schon sagen die Tracks haben dadurch einen leicht progressiven Einschlag. Jedoch sind die Stücke jederzeit nachvollziehbar, eingängig und gehen gut ab. Dass schwedische Death/Thrash Bands einen ziemlichen Einfluss auf das Quintett ausgeübt haben, kann wohl nicht geleugnet werden, denn unüberhörbar siedelt sich das Material in diesem Dunstkreis an. Auch schimmern dezente SLAYER Einsprengsel bei Riffing immer wieder durch wie z. B. bei „Dark Angel“. Der Track „One Day“ lässt bei mir, aufgrund der stilistisch ähnlichen Vorgehensweise, Erinnerung an alte CEMETARY (zu „Godless Beauty“ Zeiten) wach werden. Stücke wie „Beyond Time I Stand“, „Cadence“ (cooler Refrain), das flotte Titelstück „The Well Of Sacrifice“ oder das schnelle, bereits erwähnte „Dark Angel“ machen einfach nur Spaß, da das Material wirklich Spielfreude vermittelt und auch den nötigen Drive und die Klasse besitzt. Die Produktion das Albums ist sauber, klar und dennoch druckvoll ausgefallen. Mit ihrem zweiten Longplayer haben die Südafrikaner eine sehr solide Scheibe abgeliefert und Fans von melodischen Death Metal sollten hier durchaus einmal reinhören. Eine Kuriosität am Rande: Schlagzeuger der Band ist ein gewisser Michael Kiefer, seines Zeichens ein Verwandter der deutschen Schauspielerin Dorkas Kiefer. Na wenn das kein gutes Omen ist?
Michael
 
 
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