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 PAGAN'S MIND - God's Equation  
 
CD - VÖ 2007  
Progressive Metal - Norwegen -  Limb Music Productions    
 
Ich muss zugeben, dass ich Pagan's Mind bisher maximal vom Namen her kannte und das auch nur flüchtig. Dem geneigten Prog-Metal Fan dürfte die Kapelle aber durchaus geläufig sein, schließlich existiert sie schon seit dem Jahr 2000 und legt mit "God's Equation" ihr mittlerweile viertes Studioalbum vor.
Mit diesem Output dürfte der Bekanntheitsgrad der fünf Norweger nocheinmal erheblich gesteigert werden, denn mit dem Material dieser Scheibe schließen sie um einige Längen zu den Genregrößen Dream Theater auf und können diesen über den Großteil der Spielzeit durchaus das Wasser reichen.
Damit ist dann auch schon ungefähr die musikalische Fahrtrichtung ins Spiel gebracht, allerdings dürfen durchaus auch die Namen Kamelot (in einer "sachlichen" Variante) und Conception als halbwegs griffige Vergleiche herhalten.
Was unabhängig von diesen Assoziationen auffällt und sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht, ist der Variantenreichtum der Kompositionen sowie die bemerkenswerte Dynamik und die Stimmungswechsel in Musik und Gesang: alle Facetten von eher ruhigen, fast schon ballardesken Parts über Passagen mit mächtig Drive, die auch untenrum alles weg fegen, bis zu heftigen, fast schon staccatoartigen Elementen sind enthalten und sollten auch das Herz des fortgeschrittenen Prog-Jüngers um einiges höher schlagen lassen.
Zu den Eigenkompositionen auf dieser CD gesellt sich mit "Hallo Spaceboy" auch noch eine sehr gut interpretierte Coverversion eines Klassikers von David Bowie, die noch einmal zusätzlich die Bandbreite diese sowieso schon sehr vielschichtigen Outputs verstärkt und unterstreicht.
All das oben genannte macht diese Scheibe in Verbindung mit dem satten, aber gleichzeitig filigranen Sound der Produktion zu einem ganz heißen Anwärter für die Pole-Position unter Eurem Weihnachtsbaum oder unabhängig von all diesen Kommerzfestivitäten zu einem potentiellen neuen Mieter in Eurem CD-Wohnblock.
Lutz
 
 PAGANFIRE - Adv. Tracks for Split LP  
 
CD-R - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Philippinen - Eigenveröffentlichung    
 
Unsere vier Die Hard Thrasher aus Quezon City holen zum nächsten vernichtenden Schlag aus. Die vier hier vertretenen Tracks werden eine Seite einer Split LP füllen, die über das tschechische Monster Nation Records erscheinen wird. Ich übertreibe sicherlich nicht, wenn ich behaupte, dass die vier neuen Thrasher das mit Abstand beste Material der Filipinos sind. Gerade im soundtechnischen Bereich hat man enorm zugelegt. Hatten die alten Sachen eher lediglich Rehearsal Charakter, so können die neuen Stahlgewitter endlich mit einer ansprechenden und runden Produktion aufwarten. Auch spieltechnisch konnte man noch einmal zulegen und dem Material noch mehr Druck und Punch verleihen. Bei "To Hunt To Kill And Devour" hört man sogar einige SADISTIC INTENT (zu deren Frühphase) Referrenzen heraus, besonders am Anfang des Tracks, wenn die harschen Vocals und das schnelle Drumming einsetzen. Alvaro hat seinen Gesang nochmals verfeinert und klingt nun fieser und gemeiner als je zuvor. Ihrer Vorliebe zu teutonischen Thrash sind die Jungs im groben und ganzen treu geblieben. So bietet man grundsoliden Stoff, der die besten Zutaten aus SODOM und DESTRUCTION sowie einschlägigen US Underground Thrasher vom Schlage ROTTING CORPSE, DEVASTATION und ähnlichen Kalibern in sich vereint. Eine Runde Sache, die förmlich nach mehr schreit.
Michael
 
 PAGANFIRE - Tasteless Revenge  
 
Demo - VÖ 2006  
Thrash-Metal - Philippinen - Eigenveröffentlichung    
 
Einigen wird die Truppe bereits von der “Thrash Metal Blitzkrieg Vol.1” EP her bekannt sein, auf der das Quartett aus Quezon City einen schlagkräftigen Song beisteuerte. Im Nachhinein könnte ich den Machern des Vinyls noch eine Schelle verabreichen, da man den Track der Filipinos einfach per Fade Out gekürzt hat. Aber sei’s drum. Die vier Tracks, die sich auf „Tastless Revenge“ tummeln, sind bereits alle vom ersten Demo der Band „Mabangis, Marahas“ her bekannt. Der gravierenste Unterschied zwischen den beiden Versionen ist die Soundqualität. Die klangliche Umsetzung war auf dem Demo noch recht abenteuerlich ausgefallen, da man die Songs lediglich im eigenen Proberaum mehr schlecht als recht „Live“ aufgenommen hatte. Zwar wurden die neuen Versionen aus Zeitgründen und Geldmangel wiederum „Live“ eingespielt, diesmal aber in einem professionellen Studio. Zusätzlich wurden die explosiven Eruptionen noch recht ordentlich gemastert und abgemischt. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall hören lassen. Vier knallharte, brachiale Thrasher gibt es hier auf den Zeiger, die absolut Arsch treten. Das ist Thrash Metal in seiner pursten Form und mit „Metal Thrashing Militants“ hat man eine recht gute Hymne mit am Start. Auch gefallen mir Alvaros rauere Vokals deutlich besser als Nonoys Gekreische. Hier wurde ein Schwachpunkt ausgemerzt. Spielerisch können die vier Metro Manila Jungs überzeugen, davon konnte ich mich bei meinen Besuch auch persönlich überzeugen. Wer also wieder mal Bock auf guten alten Thrash a la alte SODOM, SLAYER, KREATOR und Konsorten hat, der ist mit PAGANFIRE gut bedient. Ein Sixpack geholt und Schädel abgethrasht! Kamatayan sa mag huwad na Metal (Death To False Metal)!!
Michael
 
 PAGANIZER - Basic instructions before dying  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Schweden -  Obliteration Rec.  
 
Der gute Rogga Johansson scheint wahrlich unverwüstlich und ein wahrer Workaholic in Sachen Metal zu sein. Anders ist es kaum zu erklären, dass ein Release auf dem anderen folgt, sei es nun RIBSPREADER, REVOLTING, BANISHED FROM INFERNO oder eben PAGANIZER. Gerade letztere beglückten die Fans in den vergangenen Monaten mit einer wahren Flut an Veröffentlichungen (lag wohl teilweise an langsamen Labels, die ihr Zeug nicht rechtzeitig auf die Reihe gekriegt haben). Nun, egal auch. "Basic Instructions For Dying" ist kein neues Album im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein Sammelsurium an raren oder unveröffentlichten Kamellen, die sich im Laufe der letzen Jahre angesammelt haben bzw. übrig geblieben sind. Man könnte salopp auch "Resteverwertung" sagen mit Stoff, der es auf die regulären Alben nicht geschafft hat - aus welchen Gründen sei mal dahingestellt. Das Zeug stammt alles aus dem Zeitraum von 2005 bis 2007 (bis auf "Vaken
Mardröm" , das 2003 aufgenommen wurde) und fast jeder Track klingt von der Produktion her anders, was den Fluß des Albums etwas bremst. Wie gewohnt servieren uns die Schweden bratzigen Elchtod vom Faß, der den alten old School Spirit ganz gut verkörpert. Neben amtlichen Abrißbirnen, die man von den Jungs gewohnt ist ("Only Ashes Promote Total Death"), befindet sich aber auch der ein oder andere Durchhänger auf der Platte. Dennoch wird durch die Bank solide geholzt, dass die Schwarte kracht. Fans der Truppe stellen sich die Scheibe sowieso ins Regal, alle anderen sollten zumindest mal reingehört haben.
Michael
 
 PAGANIZER - No divine rapture  
 
CD - VÖ 2004  
Death-Metal - Schweden -  Xtreem Music  
 
Diese schwedische Kapelle um Ex-EDGE OF SANITY Mitglied Rogga ist ja nun wirklich fleissig und hat seit 1999 inzwischen fünf Alben veröffentlicht. Zwar waren die letzten beiden Scheiben in Ordnung, aber ich habe die Mucke einfach nicht mehr auf dem Schirm, da PAGANIZER doch auch etwas unspektakulär sind. Das gilt auch für "No divine rapture", auf der die Band mir deutlich old-school Schweden-Death verliebter klingt als ich sie bisher im Ohr hatte. Die Scheibe reiht sich nämlich nahtlos in mein Hörvergnügen der letzten Wochen ein, das mit Bands wie BLOODBATH, GOD AMONG INSECTS und den ganzen vorhergegangenen Old-School Schweden-Jüngern gespickt war. Angesichts der Tatsache, daß Rogga eh auch mit seinem alten Chef Dan Swanö bei RIBSPREADER zur Retro-Schweden-Inflation beiträgt, frage ich mich dann wer den ganzen Kram noch kaufen soll. Auf diesem Album klingen PAGANIZER über weite Strecken sehr nach alten GRAVE und so mancher Part könnte auch von einer alten UNLEASHED Scheibe geklaut sein. Viel düsteres Mid-Tempo und treibende Doublebass und verhältnismässig viel Geballer mit zahlreichen Riff-Zitaten und typisch schwedischem Sound. Roggas geil tiefer Gesang kommt dabei ziemlich fett rüber und macht gut Druck, was aber leider von der Musik nicht wirklich behauptet werden kann. "No divine rapture" klingt nämlich nicht nur völlig abgedroschen, sondern vor allem auch ziemlich lappig, was besonders am extrem abgedroschen und scheiss-monotonen Riffing liegt. Und da es auch nicht wirklich gelingt die alte düstere Stimmung zu reproduzieren kann die Scheibe einfach nicht gegen die zahlreichen Konkurrenten anstinken, die ziemlich exakt genau den gleichen Stiefel fabrizieren. Nach zwei Songs ist der Drops wegen zu intensiven Deja-Vus einfach gelutscht und vielleicht ist genau das der Grund, wie es PAGANIZER schaffen immer so schnell neue Alben an die Wand zu nageln. Hoffentlich ist dieser Trend bald vorbei, denn abgesehen von BLOODBATH und RIBSPREADER steht "No divine rapture" ja auch noch in direkter Konkurrenz zu "Into the grave", "Left hand path" und "Where no life dwells". Ich persönlich gebe mir jetzt lieber mal wieder eines der Originale.
Karim
 
 PAGANIZER - Murder Death Kill  
 
CD - VÖ 2003  
Death-Metal - Schweden -  Xtreem Music  
 
Mag jemand original schwedischen Death Metal der Sorte alte Edge of Sanity, alte Dismember, alte Entombed, alte Grave??? Wenn ja, dann solltet Ihr Euch schleunigst den Namen PAGANIZER auf den Zettel schreiben. Die Schweden bieten alles was den old-school Schweden Death Metal ausmacht - schön knarzende Gitarren, treibendes Drumming (auch wenn hier der Sound nicht immer 100%ig stimmt) und angenehm tiefer Grunzgesang sind die Hauptcharakteristika von "Murder Death Kill", das nicht nur durch die etwas an Mikael Akerfeldt angelehnten Vocals sofort Parallelen zu den momentan wohl ambitioniertesten Verfechtern des Schwedentods alter Schule, Bloodbath, hervorruft. Inwieweit Bloodbath-Drummer Dan Swäno, der hier für den Mix zuständig war, für diese Ähnlichkeiten verantwortlich ist, sei mal dahingestellt. Komisch das mir die Band bisher noch nie über den Weg gelaufen ist, den „Murder-Death-Kill“ ist bereits Ihr viertes volles Album, welches zwar nicht an seine o.g. Vorbilder oder an BLOODBATHs Killer "Resurrection Through Carnage" herankommt, trotzdem die schwedische Flagge ganz weit hoch hält und als Gegenpol zum Melodic Death Metal der zur Zeit aus dem Elchland kommt die perfekte Alternative bietet. Ein schönes Death Metal Album das nicht unbedingt originell ist aber genug Aggression und Rohheit besitzt um die alten Tage wieder hochleben zu lassen und jedem Liebhaber von Old-School-Elchtod ein breites Grinsen auf’s Gesicht fabrizieren wird.
Ingo
 
 PAIMON - Metamorphine  
 
CD - VÖ 2005  
Melodic-Death - Deutschland -  Elysian Rec.  
 
PAIMON kommen aus deutschen Landen und schlagen sich bereits seit 1997 wacker durch den Underground. Nach 2 Demos und einer CD stellt "Metamorphine" bereits den zweiten Longplayer der Kapelle dar und der kann sich in allen Belangen schon mal sehen bzw. hören lassen. Angefangen wird im melodischen Death-Metal Stil mit starker Black-Metal Ecke, die sich bei "Phobia" in ordentlichem Geprügel und kreischigem Gesang äussert. Insgesamt dominiert aber der Melo-Death Anteil aber deutlich und der Gesang ist glücklicherweise nie zu weit in keifigen Gefilden. Im weiteren Verlauf der Scheibe rücken die Black-Metal Elemente auch weiter nach hinten und die Musik der Band macht einen sehr variablen Eindruck. Meist im stampfenden Mid-Tempo angesiedelt konzentriert man sich auf eingänige Melodien und mischt zu skandinavischem Death-Metal neben Black- auch einige Gothic-Metal Elemente und vor allem auch sehr oft folkig angehauchte Melodien, die mir persönlich weniger zusagen, aber PAIMON für Freunde von Bands wie SUIDAKRA und Co. sicher interessant machen. Bei einem Song wie "Misanthrope" kommt geht es dann etwas Death/Thrashig im melodischen Up-Tempo zu um dann mit "Millenial Troubles" von einem sehr folkig-melodischen Song gefolgt zu werden, der auch mal ganz in akustische Sphären mit Sprechgesang abdriftet. Tempomässig bewegt man sich besonders gegen Ende der CD hauptsächlich im Mid-Tempo Bereich, womit Blastbeats oder Up-Tempo Gethrashe nur selten vorkommen. Viel öfter kommt ein angerocktes Feeling im Sound vor, das wie bei "Dont provoke the death" teilweise an Gothic-Rock oder einige SENTENCED-Sachen erinnert. Die Ecke geht dann bei "Come to my tomb" mit dem halbgaren cleanen Gesang etwas in die Hose. Insgesamt ist "Metamorphine" aber eine solide und ordentlich produzierte Scheibe, die besonders Melodie-Freunde anspricht, da vieles doch recht Ohrwurm-Kompatibel ist. Ein Pflichtkauf ist die Scheibe aber dann doch noch nicht, da doch zuviel zu bekannt klingt und doch noch kleine Ausfälle (besonders gesanglich) dabei sind. Insgesamt aber klar Daumen nach oben für PAIMON.
Karim
 
 PAINDIVISION - One Path  
 
CD - VÖ 2008  
Heavy Metal - Australien - Riot!    
 
Nach einem mit japanischen Yakuza-Vocals unterlegtem Intro, was fast nur aus Solo-Gitarre besteht, merkt man, dass PAINDIVISION keine Power Metal-Band sind – nur fast. PAINDIVISION sind vielmehr eine Hard Rock/Metal-Formation aus Australien, die manchmal nicht die Finger vom Power Metal (oder True Metal, wie ihr wollt) lassen kann. Im Grunde genommen verhält es sich jedoch so, dass PAINDIVISION eher zu PANTERA und Stonerrock-Bands wie HALFWAY TO GONE schielt. Die melodiösen Soli sind jedoch klassisch Metal, da wird gejodelt bis Yngwie Malmsteen anruft! Das erste Lied „Flames oft he Reaper“ wirkt beim ersten Hören ein wenig abtörnend, da der Refrain mit „You know you want it and you gotta get it!“ einem so vor kommt, als wenn er ihm morgens unter der Dusche eingefallen wäre… Ansonsten aber ein solides Lied. Aber erst bei „Face It“ wird’s richtig spannend, wo beim Refrain ein fast Black Metal-artiger „Twang“ in die Gitarre kommt. Weiß nicht, ob das beabsichtigt ist, find’s aber ziemlich geil. Schön treibend und groovig sind alle Songs auf jeden Fall. Kann mir da eine echt saubere Live-Performance vorstellen – vor allem mit den Soli, die echt ein Höhepunkt des Albums sind! Persönlicher Favorit ist übrigens Wasting Life, dass echt verdammt nach HALFWAY TO GONE klingt. Mit einem Cover von „Balls to the Wall“ der Urteutonen ACCEPT, wobei Sänger und Bassist Dan Quinlan seine beste Lemmy-Imitation abgibt, wird klar, dass hier eine interessante Mischung angeboten wird. Macht irgendwie Sinn, dass PAINDIVISION sowohl mit ZAKK WYLDE als auch mit HELLOWEEN auf Tour waren. Ein 1a-Metal Kracher, der zwar keine Preise gewinnen wird, aber bestimmt die ein oder andere Whisky-Party erfreuen wird!
Henrik
 
 PAINT THE TOWN RED - Split EP mit RISE AND FALL  
 
MCD - VÖ 2004  
Hardcore - Deutschland/Belgien -  Join the Team Player Rec.    
 
Mit nur acht Minuten Spielzeit fragt sich der Rezensent natürlich als allererstes, was eigentlich eine Split-EP mit zwei Bands aussagen soll. Wahrscheinlich dient sie als Appetizer auf die anstehenden vollständigen Alben der beiden Kapellen, von denen hier jeweils zwei Songs angecheckt werden können. Den Anfang machen dabei die Deutschen PAINT THE TOWN RED, die sauber produzierte Mucke zwischen klassischen geradlinigem Hardcore und modernen, etwas dissonanten und rhythmischen Sounds machen. Insgesamt ist die Mucke aber eher straight und eingängig, kommt teilweise etwas rockig und glattgebügelt mit einem melodischen Unterton daher. Die zwei Songs sind auf jeden Fall solide und düften alle nicht zu puristischen Hardcore-Fans ansprechen, denn durch den Sänger und den glatten Sound hat es für mein Gehör oft einen härteren College-Punkrock Flair. Die Belgier RISE AND FALL gehen dagegen gleich mal einen Zacken schneller vor und bolzen sich in den zwei Songs klassisch und geradlinig voran. Der Gesang ist kreischig und etwas Stimmbruch-quäkig, gibt dem ganzen aber eine rohe Note. Wenn nicht Uptempo-gecort wird, bedient man das alte Halftime-Mosh Klischee und klingt aus dem Bauch raus und dabei ebenso solide wie die deutschen Mitstreiter, aber wirklich ziemlich tausend Mal gehört. Wer es einfach und gerade mag und auf Kapellen wie HATEBREED steht, könnte damit sicher gut leben. Nette Split, aber auch nicht mehr und angesichts der Acht Minuten Spielzeit mehr als fragwürdig, wenn es nicht für irgendwas unter 5 Euro zum antesten verhökert wird.
Karim
 
 PAINT THE TOWN RED - Pt.II: Home is where the hate is  
 
CD - VÖ 2004  
Hardcore - Deutschland -  Join the Team Player Rec.    
 
Auch München hat Hardcorebands, wie im Falle PAINT THE TOWN RED. Und die Jungs scheinen jede Menge Wut im Bauch zu haben. Am besten sind die Jungs mit Turmoil zu vergleichen, gerade im Gesangsbereich macht sich das deutlich bemerkbar. Ansonsten fallen mir noch mit Abstrichen Most Precious Blood bzw. deren Vorgängerband Indecision als Vergleich ein. Wütender Hardcore also, der ohne Firlefanz geradeaus gespielt wird und keine großen Wünsche übrig lässt. Etwas besonderes sollte man nicht erwarten, genauso wenig haben PAINT THE TOWN RED irgendetwas mit dem Metalcore Bereich zu tun. Wer also zeitgemäßen Hardcore mit Einflüssen von o.g. Bands und ´ner guten Prise Rock interessant finden könnte, sollte sich dieses Scheibchen mal antesten bzw. die Jungs auf einer Ihrer Konzerte in diesem Jahr besuchen.
Ingo
 
 
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