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 LA 69 - Julia  
 
MCD - VÖ 2008  
Heavy Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
Wer gedacht hat, dass Glam Metal oder sleaziger Stoff tot sei, der hat sich zweifellos wieder einmal geirrt. Zumindest im Land der aufgehenden Sonne scheint diese Spielart durchaus noch angesagt zu sein, was LA 69 lautstark beweisen. Die schrillen Söhne Nippons gehen auf ihrer aktuellen CD Single wieder recht knackig und powervoll zu Werke.
Man liefert keinen biederen Hard Rock ab, sondern ist vom Härtegrad deutlich höher angesiedelt als die vermeintlichen Vorbilder aus den 80igern, was vor allem der Track "Junkie" deutlich macht. Da wird schön heavy gerifft und munter losgerockt ohne aber die typische Whiskey & Rock'n' Roll Attitüde vermissen zu lassen. Hier gehören eine ordentliche Portion Dreck und Arschtrittmentalität einfach mit zum guten Ton. Ich kenne Tracks des Quartetts, wo dermaßen auf die Kacke gehauen wird, dass einen regelgerecht schwummrig vor den Augen wird, ja sogar Growls werden da mit verwurstet. Wahrlich eine neuer Schlag des Bad Boy Image. Der Track und Singleauskopplung "Julia" ist da mit seinen erdigen Hard Rock fast schon als zahm zu bezeichnen. Ausgezeichnete Refrains zum mitgröhlen, feine Solis und solide Riffs: was will man mehr?
Ich hoffe, dass man bald mal ein komplettes Album vom Stapel lässt. Falls dies ähnliche Qualität wie diese MCD oder das früherer Material der Japaner besitzt, dann kann man sich auf ein ganz schönes heftiges Kaliber freuen, sofern man auf heftigen Hard Rock/Heavy Metal steht. Großartiger Stoff!
Michael
 
 LAAZ ROCKIT - Left for dead  
 
CD - VÖ 2008  
Thrash-Metal - U.S.A. -  Massacre Rec.    
 
Nachdem man erfolgreich einige Reunionshows absolviert hatte wurden Rufe nach einem neuen Langeisen immer lauter. Gesagt, getan. Massacre Records klatschen uns das aktuelle Werk von LAAZ ROCKIT auf den Tisch, welches den Arbeitstitel „Left For Dead“ trägt. Die Kalifornier um den charismatischen Sänger Michael Coons machen genau da weiter, wo man mit „Nothing Sacred“ vor einer halben Ewigkeit aufgehört hat. Gleich der Opener „Brain Wash“ zeigt wo der Bartel den Most holt. Das Stück prescht energiegeladen aus den Boxen und thrasht mit voller Urgewalt nach vorne. Ja, die Truppe hat absolut nix verlernt. Rasante Solis, messerscharfe, pfeilschnelle Riffsalven und wuchtiges Drumming machen keinen Hehl daraus: LAAZ ROCKIT sind zurück! Mit jeder Menge Power und Aggression ausgestattet, dennoch nicht den Sinn für filigranes oder das Melodische zu vergessen, holzt man sich souverän durch die zehn Tracks des Albums. Gerade beim Songwriting zahlt sich die jahrelange Live Erfahrung der Formation aus. Alles ist auf den Punkt genau gespielt – wie aus einen Guss. Mit etwas weniger Tempo, aber keineswegs weniger brachial folgt das mit mörderischen Doublebassattacken versehene „Delirium Void“. Überhaupt hämmert das Schlagwerk durchgehend mächtig und entfacht jede Menge Druck. Der Fünfer hat ein powervolles Brett abgeliefert, das trotz einiger modernen Elemente schwer nach grandiosen 80er Stoff klingt, ohne in irgendeiner Form altbacken zu wirken. Egal ob Speedhammer oder mörderische Songs im mittleren Tempo („No Man“): „Left For Dead“ ist ein erstklassiges Power/Thrash Album geworden, das Fans der Band wie auch traditionsbewusste Metalheads mit Sicherheit wieder überzeugen dürfte. Killer Comeback!!!!
Nur am Rande bemerkt: absolut nervtötend bei der Promoversion ist der Typ, der einem ständig mindestens zweimal pro Song mit „Die neue Promo-CD, die Sie gerade hören, wird Ihnen von Massacre Records präsentiert“ vollquatscht. Das geht einem so auf den Sack, dass man den Kerl am liebsten durch den Lautsprecher ziehen und ihm gehörig eins über den Zylinder braten möchte. Mensch, vor was haben die Angst? Ich hoffe, dass sich dies nicht auf auf allen Promos so einbürgert.....
Michael
 
 LAAZ ROCKIT - Citys gonna burn  
 
CD - VÖ 2007  
Thrash-Metal - U.S.A. -  OSM Rec.    
 
Endlich ist es soweit! Der Startschuss für die Re-issue Reihe aller LAAZ ROCKIT Alben hat hiermit begonnen. Dank Old School Metal Records wird man in der nächsten Zeit in den Genuss aller alten Scheiben der Kalifornier kommen und somit wird den billigen Bootleg Machern und Preistreibern ein Riegel vorgeschoben. Den Anfang macht das Debüt des Quintetts „City’s Gonna Burn“, das man ohne jeden Zweifel einen Klassiker nennen kann. Als die Band die Scheibe Anno 1984 auf dem kleinen Target Label auf den Markt brachte wurde die Truppe um den charismatischen Sänger Michael Coons als brandheißes Eisen gehandelt. Dies nicht zu unrecht, zumal die Scheibe vollgestopft mit hochwertigen Metalsongs aller erste Sahne war. Sei es der schleppende, heavy gespielte Titelsong, das treibende „Caught In The Act“ oder die schnellen Banger „Forced To Fight“ oder „Take No Prisoners“ – die Band wusste mit ihren energiegeladenen Power Metal vollends zu überzeugen. Gerade bei den speedigen Material deutete sich bereits an, dass man später auch in der thrashige Schiene fahren würde. LAAZ ROCKIT standen auf ihren Veröffentlichungen immer für hochwertigen Power/Thrash Metal, gespickt mit erstklassiger Gitarrenarbeit, tollen Solis, wuchtiger Rhythmussektion und einen kraftvollen Sänger mit Wiedererkennungswert, der auch die etwas höheren Tonlagen beherrschte und sein Eigen nannte. Das Material der Scheibe wurde von Colin Davis in den Imperial Studios remastert und auf den neusten Stand der Dinge gebracht. Klingt nun noch durchschlagskräftiger das Zeug! Zu guter letzt wurden noch drei Bonustracks vom `83er „Prelude To Death“ Demo mit auf die Disk gepackt. Hier klingen die Burschen noch um einiges zahmer als auf dem Album. Lediglich das Booklet hätte etwas üppiger ausfallen können, aber man kann halt nicht alles haben (coole Liveshots sind jedoch zu finden). Für alle qualitätsbewussten Powerthrasher und 80er Metal Maniacs ein Pflichtkauf.
Michael
 
 LAAZ ROCKIT - Live untold  
 
DVD - VÖ 2006  
Thrash-Metal - U.S.A. -  OSM Rec.    
 
Nach wie vor zählen die Kalifornier LAAZ ROCKIT zu meinen absoluten Favoriten aus den guten alten 80ern und verdienen ohne jeden Zweifel das Prädikat Kult. Trotz zahlreicher Killer Alben, fantastische musikalische Fähigkeiten und einer starken Fanbasis blieb der Truppe aus dem Sunshine State der richtig große Wurf leider verwehrt. Nachdem die Band 1992 auseinanderbrach gab es gut dreizehn Jahre später die Reunion mit Original Lineup. „Live Untold“ ist die erste Veröffentlichung nach der langen Schaffenspause der Formation und ist einfach genial geworden. Es gibt satte 26 Tracks zu hören, die an verschiedenen Lokations aufgenommen wurden (USA, Japan und Holland) und zu meiner Freude sind auch Songs vom 88er Dynamo Open Air mit auf diesem Silberling enthalten. Gerade zu Beginn der DVD gibt es zwischen und während der einzelnen Clips zahlreiche Zwischensequenzen aus den guten alten Tagen der Band, private Einblicke sowie recht interessante Interviews und Hintergrundinformationen über LAAZ ROCKIT selbst und die Szene von damals. Dadurch bekommt die ganze Geschichte einen dokumentarischen Charakter und hebt sich somit positiv vom typischen Song auf Song Aufbau ab. Der Film ist wahnsinnig professionell gefilmt und geschnitten worden und macht „Live Untold“ zu einem wahren Augenschmaus. Auch die Soundqualität ist vom allerfeinsten. Brillant! Bleibt nur noch zu hoffen, dass es die Scheiben der Band auch bald wieder einmal als feine Re-releases gibt. Bis es soweit ist sollten sich alle Anhänger des Quintetts und 80er Metalheads diese DVD munden lassen.
Michael
 
LACERATE - Soul of Revenge  
 
MCD - VÖ 2002  
Death-Metal - Thailand - Premonition Rec.    
 
Das man auch in Thailand gern US Death Metal hört ist glaub ich einigen Leuten bekannt. Ebenso das es dort schon sehr lange eine sehr intensive Death Metal Szene gibt. Lacerate kommen direkt aus Bankok (Die Stadt kennt der Karim sehr gut, durch seine intensiven Sex Urlaube) und rumpeln sich teilweise sehr frickelig durch diese 5 Song MCD. Wie gesagt die Jungs scheinen sehr viel US Death Metal zu hören was sich im Songwriting doch stark abzeichnet. Der Gesang ist sehr dumpf und tief, geht allerdings noch nicht in die Frog Noise Richtung und ist auch leider ein wenig Einseitig. An sich eine coole Band, aber man ist halt doch sehr verwöhnt durch viele überdurchschnittliche Produktionen. Wenn die Jungs noch ein wenig am Songwriting arbeiten und die Produktion noch ein bisschen besser hinbekommen wird man sicherlich auch in Europa noch einiges von Lacerate hören. Übrigens Premonition ist ein Neues deutsches Label, welches sich stark auf asiatische Bands konzentriert und in einiger Zeit werden noch weitere Veröffentlichungen aus Thailand folgen. Die MCD gibt es für 8 Eur (inkl. PV) bei Premonition Records, Michael Oelschlegel , Martin-Luther-Str. 19 95119 Naila, premonition-records@t-online.de oder auch in unserem Mailorder.
Thomas
 
 LACERATER - Nessum urlo nell ombra  
 
MCD - VÖ 2007  
Death-Metal - Italien - Eigenveröffentlichung  
 
LACERATER kommen wie man sich anhand des Albumtitels schon denken kann aus Italien und präsentieren nach 2 Demos ihre erste CD-Veröffentlichung. Auf der Mini sind neben 4 Songs mit ca 14 Minuten Spielzeit auch leckere Maden auf dem Cover zu bewundern und wer weiss worüber die Italo-Grunzer hier noch "singen". Am herausstechendsten an der Band ist der seltsame Gesang, der zuerst ganz schön radikal kotzig klingt, allerdings oft die Grenze zur Hysterie wie im zweiten Song stark überschreitet. Irgendwie sind sowohl der tiefe Gesang wie auch die kranken Schreie von Sänger Antonio schon cool aber die ganze Mischung stimmt einfach nicht. LACERATER klingen wie eine Mischung aus old-schooligem Death-Metal, brutaler U.S-Schule und mitunter fast schon punkigen Elementen. Die Old-School Ecke kommt wohl insbesondere durch das Riffing, das oft fast schon thrashig anmutet. Es gibt ebenso viel treibendes MId-Tempo, das oft an CANNIBAL CORPSE erinnert wie Geprügel, das ziemlich hektisch rüberkommt. Insgesamt ist das Material nach dem Hören gleich wieder aus dem Kopf verschwunden und auch wenn die Italiener durchaus in einigen Punkten mit einem eigenen Feeling punkten können hauen mich die 4 Songs dann aber doch nicht vom Hocker. Insbesondere das obernervige "O.S.S.A." zieht den Hörgenuss da schon herb runter.
Karim
 
LACUNA COIL - Unleashed memories  
 
CD - VÖ 2000  
Gothic-Metal - Schweden -  Century Media    
 
Als LACUNA COIL damals auf der Samael/Grip Inc.- Tour anstelle von Anathema spielten, war ich enttäuscht. Ich hatte mich so auf die Engländer gefreut, daß ich den Italienern kaum zuhörte. Da mochte die Frontfrau noch so schön sein und mit Engelsgleicher Stimme singen. Es war mir egal. Das Einzige was auffiel, waren die männlichen Gesangsparts – und zwar negativ. Diese waren schon damals überholt, paßten nicht zum Songmaterial und wirkten einfach fehl am Platze. Mir kam der Gedanke, daß wohl demnächst nur noch die Frontfrau singen würde. Gut zwei Jahre später sehe ich mich in meiner Vermutung bestätigt. Männlichen Gesang gibt´s auf "Unleashed Memories" zwar noch, aber nur sporadisch. Den überwiegenden Teil der Titel veredelt Cristina Scabbia mit ihrer grandiosen Stimme. Denn was uns Lacuna Coil auf ihrem neuen Meisterwerk bieten, ist in der Tat edel. Century Media öffnen in ihren Anzeigen die "Gothic- Metal- Schublade", was aber nur zum Teil zutrifft. Die Italiener sind schon ein gutes Stück weiter. Man kann zwar immer noch genug ruhige, melancholische Songs hören, doch das Album bietet auch feine "Rocksongs", von denen einige auch mit modernen Samples "getuned" sind. Es klingt alles wunderbar homogen, schlüssig und schön. Ich denke, daß gewisse Vergleiche zur musikalischen Entwicklung von The Gathering unüberhörbar sind. Nur das Lacuna Coil wesentlich kräftiger, metallischer klingen. Sie sind eingängig, driften aber nie in allzu seichte Gefilde ab. Mit dieser Platte könnten Lacuna Coil den Sprung an die Spitze schaffen. Qualität ist vorhanden. Fehlt nur noch ein bißchen Glück.
Torsten
 
 LAKE OF TEARS - Moons And Mushrooms  
 
CD - VÖ 2007  
Gothic-Metal - Schweden -  Dockyard-1    
 
Verdammt entspannt klingt sie – die aktuelle Scheibe der schwedischen Tränenseebrüder. Da hat sich in der letzten Zeit (mental) echt was getan. Wirkten einige Songs der vergangenen Veröffentlichungen eher unentschlossen und halbgar, so wirken die Songs auf „Moons And Mushrooms“ relaxed und leicht und wesentlich Aussagekräftiger. Anstatt ewig schleichender Melancholie gibt’s diesmal gelöste Atmosphäre satt. Und selbst wenn die typische Traurigkeit durchdringt oder das Tempo gedrosselt wird („Like A Leaf“), herrscht eine geradezu „lockere Stimmung“. Ansonsten gibt’s viel Rock auf dieser Scheibe (z.Bsp. „Island Earth“). Ohne Umschweife kommen die Songs auf den Punkt. Die Platte lässt sich gut nebenbei hören und hilft bei der Gestaltung des Tagwerks, aber auch über Kopfhörer kann man sich schön gehen lassen und den Tag ausklingen lassen. Gitarren und Schlagzeug stehen angenehm im Vordergrund; auf organisch-stimmige Keybords wurde aber auch nicht verzichtet. „Moons And Mushrooms“ erinnert wirklich sehr an „A Crimson Cosmos“, nur eben mit heutigen Vorzeichen. Die Grundstimmung des `97-er Albums lässt sich auch auf „Moons And Mushrooms“ wieder finden. Würde mich nicht wundern, wenn so mancher auf eben dieses Album gewartet hat. Klasse!
Torsten
 
 LANGSUYR - Asyik  
 
CD - VÖ 2006  
Death/Black - Malaysia - Clockwork Rec.    
 
Zu den absoluten Veteranen ihres Landes in Sachen Black/Death Metal zählen ohne wenn und aber LANGSUYR. Die Horde wurde bereits 1991 in Ipoh, Malaysia ins Leben gerufen und wartet nach langer Durststrecke nun endlich mit dem zweiten Longplayer auf. Geschlagene sieben Jahre sind seit dem acht Tracker „Riusgnal“ verstrichen, aber das Warten hat sich unüberhörbar gelohnt! Die Band, die unter anderem zwei Mitglieder der genialen NECROTIC CHAOS zu ihren Mitstreitern zählt, lässt absolutes Killermaterial vom Stapel. Eingerahmt in einer perfekten Produktion setzt man gleich beim monumentalen, 17 Minuten (!) langen Opener und Titeltrack „Asyik“ ein Ausrufezeichen. Der in fünf Teile gegliederte Monstersong ist wahnsinnig abwechslungsreich gestaltet und enthält schnelle, aggressive wie auch getragene, verspielte Momente und jede Menge feine Leads. Die Musiker toben sich hier nach Lust und Laune aus und bestechen mit ihrer instrumentalen Leistung. Eine reife Vorführung! Die anderen Songs der Disk bewegen sich grob im 4-5 Minuten Bereich und bieten ebenfalls ausgefeilten, technisch versierten Black/Death Metal mit südostasiatischen Flair. Das Ganze macht einen recht komplexen Eindruck und hier und da taucht auch schon mal ein schräges Riff auf. Die Lyriks sind im übrigen in der Landessprache verfasst und geben der Mucke somit zusätzlichen Reiz. Ich nehme außerdem mal an, dass es sich um eine Art Konzeptalbum handelt. Mit diesem Langeisen hat die Formation ihren Kult Status neben SIL KHANNAZ wohl für die Ewigkeit gefestigt und dürfte Anhänger von asiatischen Stahl voll zufrieden stellen. Great!
Michael
 
 LAST DAY EVER - Split mit SCREAMIN SILENCE  
 
CD - VÖ 2005  
Metalcore - Deutschland -  Fuck this Rec.    
 
Auf dieser Split gibt es zwei Mal neues aus dem heimischen Metalcore-Underground auf die Ohren. Den anfang machen SCREAMIN SILENCE, die erst seit 2003 existieren aber seitdem schon ihren dritten Output nach zwei CDs präsentieren. Ich kanns mir nur damit erklären, daß die Band ihr Songwriting entsprechend schnell hinter sich bringt, aber die Mischung aus Hardcore und moshigem Metal langweilg mich nach 2 Songs zu tode und klingt wie einige Jahre zu spät. Besonders durch den tiefen gröhligen Gesang erinnert es etwas an die späten SEPULTURA-Sachen mit Maxe am Gesang, allerdings deutlich mehr Metalcore. Man bewegt sich meist in einem schnarchigen Mosh-Tempo, das nach angezogener Handbremse klingt und das Material sehr schnell einförmig klingen lässt. Ausserdem klingen mir die meisten Riffs zu luschig und bekannt, so daß SCREAMIN SILENCE gut auf einem Bandcontest im lokalen JUZ auftreten könnten aber auf CD für mein Gehör ziemlich unnötig sind.
LAST DAY EVER ever hinterlassen da auf ihrer Hälfte der Split CD einen interessanteren Eindruck und klingen schon mal eine ganze Ecke moderner. Auch hier wird in der Schnittmenge aus Metalcore und Death-Metal musiziert, wobei man aber deutlich variabler und eingängiger ankommt. Im Gegensatz zu SCREAMIN SILENCE sind die 5 Songs von LAST DAY EVER deutlich definierter und haben einen klaren Melo-Death Einschlag, so daß die Songs zwischen schön rhytmischen und treibenden Passagen und ins Ohr gehendem melodischem Riffing pendeln. Tempo-mässig legt man zwar auch den Schwerpunkt auf Mosh, hat dabei aber immer ordentliche Rhytmik am Start und legt auch immer mal wieder den Up-Tempo Gang ein. Der Gesang liegt in angenehmer Tonlage zwischen Hardcore und Death-Metal, ist also nicht zu kreischig und legt auch öfter mal klare tiefe Death-Metal Tendenzen an den Tag, die durch schöne Schreie aufgelockert werden. LAST DAY EVER erfinden beim besten Willen nicht das Rad neu, liefern aber solide Kost für Freunde von Bands wie HEAVEN SHALL BURN oder DEADLOCK ab und liegen auf dieser Split meilenweit vorne. Viel mehr fällt mir da jetzt auch nicht mehr zu ein, ausser das beide Bands auch recht ordentlich produziert sind. Für einen fairen Preis kann man sich als Freund des trendigen Metalcore/Melo-Death Sounds das Ding also ruhig mal in den CD-Player schieben.
Karim
 
 
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