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Angezeigte Kategorie: "K" - Anzahl Reviews: 64
KAB-KAL  KAM-KAT  KAT-KIL  KIL-KNO  KOL-KRA  KRA-KRY  KUL-KUT  
 

 KABAK - Cronicas del Quirofano  
 
CD - VÖ 2002  
Death/Grind - El Salvador -  American Line Prod.  
 
Die tod-grindenden Latinos KABAK scheinen aus dem sonnigen El Salvador ins kühle Finnland umgesiedelt zu sein, zumindest wenn man von der Kontaktadresse der Grunzkehle Rodrigo ausgeht. Anscheinend sind dadurch auch etwas die Bandaktivitäten auf Eis gelegt worden, denn „Cronicas del Quirofano“ stellt nach „Descomposición Cerebreal“ kein neues Album dar, sondern bietet zum einen das „Mala Praxis“ Demo, welches 5 Songs beinhaltet und nach dem Debut aufgenommen und ebenfalls über American Line rausgekommen war (und in der Original Tape Form neben gorigem Artwork auch einen Track von „Descomposición Cerebreal“ enthielt). Der Sound des Materials ist zwar recht roh, mangelt aber nicht an Druck und man kann eigentlich gut mitverfolgen, was musikalisch da abgeht. Weiterhin wurden noch mal drei Songs von „Mala Praxis“ neu eingespielt und klingen jetzt etwas sauber polierter und weniger roh, zwar immer noch kein optimaler wuchtig produzierter Sound, aber das Material war immerhin stark genug, noch mal in verbesserter Form präsentiert zu werden. Ansonsten gibt´s noch zwei anscheinend bisher unveröffentlichte Prügelkracher, aufgenommen 2000 in El Salvador und soundmäßig auch recht gut. So, und wer sich jetzt die ganze Zeit fragt, KABAK? KABAK? Was is das?, dem kann ich nur sagen: keine Ahnung, aber muckemäßig praktizieren diese KABAK ihre chirurgischen Eingriffe irgendwo im Fahrwasser gutturaler Sicko-Death/Grind Acts US-amerikanischer Prägung, blasten dabei aber nicht alles pausenlos zu Klumpen, sondern gehen auch mal stark rhythmisch orientiert an die Sache ran, während man gesangstechnisch in verschiedenster Weise dazu abgrunzt. Das Material klingt irgendwo auch fetter und tiefer als noch auf der Debut Scheibe, sodass hier recht guter, heftiger Gore/Death/Grind entstanden ist, der zwar soundtechnisch noch etwas verbesserungswürdig ist, aber dem es dennoch nicht an Heavyness und, wie man heutzutage so schön sagt, an Sickness fehlt. Kann man nur hoffen, dass die Jungs nicht im Fahrwasser größerer Acts untergehen, da eben noch nicht alles perfekt ist, was bei der momentanen Band-Schwemme ja schon einen Todesstoss bedeuten kann. Als Bonus gibt’s übrigens noch drei CD-Rom Live Videos mit nicht grad umwerfendem Bild, die aber trotzdem auf Grund der wenigen aber gut abmoshenden Konzertbesucher sehr unterhaltsam sind.
Björn
 
 KABAK - Decomposición Cerebreal  
 
CD - VÖ 1998  
Death/Grind - El Salvador -  American Line Prod.  
 
Na zumindest das Cover von „Descomposición Cerebreal“, der Debut Scheibe des el salvadorianischen Todeskommandos KABAK, hat mich zum Lachen gebracht, Grillhähnchen ins Klo und schön alles mit Salsa Soße bekleckern, Low Budget Gore der lateinamerikanischen Sorte. Das lässt zumindest erahnen, dass die durchweg in Spanisch verfassten Lyrics eher was mit Splatter und allerlei anderer übler Dinge zu tun haben, anstatt uns beispielsweise von Flora und Fauna El Salvadors inspirierte Poesie vorzutragen, würde auch gar nicht passen, denn musikalisch gibt´s bei KABAK nur eins: Death/Grind, und die Scheibe kickt durchaus ordentlich, sodass abgenutzte Attribute wie sick n´ brutal durchaus passen. Und mit ihren sautiefen Wildschwein Grunzern, den straighten und nicht zu chaotischen Rifforgien sowie dem treibenden Gehämmer bis hin zu zügigem Geknüppel oder auch sich tief dahinschleppenden Parts wecken die drei Latinos Erinnerungen an z.B. CANNIBAL CORPSE zu „Butchered at Birth“ und „Tomb of the Mutilated“ Zeiten, d.h. zwar schon recht amtlich in Sachen Heavyness und Extremheit, aber nicht allzu ultra-sick wie manche andere Combo des Genres. Der Sound ist für lateinamerikanische Verhältnisse verdammt gut, sauber und klar, allerdings so auch etwas an Brutalität einbüßend, da es doch recht trocken klingt. Dennoch wissen die Jungs wie man brutalen Death Metal zu spielen hat und haben musikalisch auch was drauf, andererseits kann man auch nicht von einem absoluten Pflichtkauf sprechen. Aufmerksamkeit haben sich KABAK mit dieser Scheibe aber trotzdem verdient.
Björn
 
KABBAL - Synthetically Revived  
 
CD - VÖ 2002  
Death-Metal - Frankreich -  Diamond Prod.  
 
Lecker, lecker ... da haben doch wieder ein paar Franzmänner ein feines Zwiebelsüppchen zusammengeköchelt. Zwar fällt im Info gleich auf, daß mal wieder jemand von DEVILIUM dabei ist und da waren ja schon mit IMPERIAL SODOMY Überschneidungen. Aber das ist mir Wurst, Essig und einerlei, denn KABBAL sind viel geiler als genannte Bands, da sie alles andere als eindimensional klingen. Wenn die Kollegen ballern, dann ballern sie auch richtig und die schön tighten Blastbeats auf der Scheibe können sich hören lassen. "Synthetically Revived" ist aber eine absolut geile und abwechslungsreiche Death-Metal Scheibe geworden, die neben öfter mal auftauchenden MORBID ANGEL Einflüssen oft Erinnerungen an ihre Landsleute MERCYLESS zu "Coloured Funeral" Zeiten wach werden lässt. Soll heissen, daß die Musik oft ziemlich verspielt ist und besonders die Gitarren oft mal das Standard-Riffing für zweistimmige Läufe und Experimente durchbrechen ohne dabei hektisch oder verfrickelt rüberzukommen. Auch vom Schlagzeug spielt man mehr als die Standard-Beats und die Scheibe hat auch einige schöne Grooves und treibende Doublebass-Passagen sowie langsamere Verschnaufpausen zu bieten. Stellenweise kommts auch mal etwas melodisch oder angethrasht rüber und legt wie mir doch gerade wieder auffällt doch oft ein ziemliches Tempo vor ohne Dumpknüppelig zu klingen. Da gibt's nix weiter zu sagen ... die Scheibe ist für jeden Freund von abwechslungsreichem Death-Metal absolut das richtige. Der Sound ist auch mehr als ordentlich und klingt sehr sauber ohne Druck vermissen zu lassen. Gesanglich sind relativ normale Death-Metal Vocals am Start, die aber gut krafvoll rüberkommen. Gute Scheibe und ein weiterer Beweis, daß sich die Szene in ganz Europa wieder erhebt.
Karim
 
KADATH - Chasing the devil  
 
CD - VÖ 2002  
Death-Metal - Deutschland -  Cudgel Agency  
 
Die Deutsch-Deather von KADATH sind ja nun auch schon eine Ecke dabei, haben mich persönlich aber nie wirklich überzeugt, da sie immer zu typisch und vor allem auch zu typisch Deutsch klangen. Auf ihrem neuen Album, hat die Band ihren Stil etwas ausgebaut, was wohl auch daran liegen könnte dass der neue Gitarrist Gesuz vorher bei MENTAL ABERRATION gezockt hat, an die mich nicht nur das Cover irgendwie erinnert (wer ist eigentlich die Glatze mit der Brille??), sondern auch der stärkere U.S. Einfluss beim Riffing und der etwas extremere Gesang könnten damit zu tun haben. Sonst bastelt die Band wieder mal soliden aber unspektakulären Death-Metal zusammen, der zwischen typischem "Auf die Achtel"-Gehacke, ein paar schön langsamen Evil-Passagen und Mid-Tempo und Doublebass wechselt und sogar vor der einen oder anderen melodischen Einage nicht halt macht. Wer schon den Vorgänger mochte oder auf andere deutsche Death-Metal Kombos wie HARMONY DIES steht kann auf jeden Fall mal reinhören. 30 Minuten Spielzeit für eine volle CD finde ich aber wie bei vielen anderen Veröffentlichungen momentan doch ganz schön mager.
Karim
 
 KADAVER - Tortyr  
 
CD - VÖ 2008  
Death-Metal - Schweden - Eigenveröffentlichung    
 
KADAVER stammen aus Lund im Hohen Norden und sind, welch Überraschung, eine von unzähligen neuen Bands aus dem schier unerschöpflichen Fundus schwedischer Underground Combos. Die vor gut zwei Jahren ins Leben gerufene Truppe bietet auf ihrer fünf Track starken Demo-CD eine Mischung aus rumpeligen Old School Death Metal und Black Metal. Dabei pendelt man zwischen diesen beiden Stilen munter hin und her und mal überwiegt mehr das Todesblei, mal der Schwarzwurzelsound. Tempomäßig gibt’s dann logischerweise auch die ganze Palette von wetzenden, polternden Parts bis hin zu den obligatorischen Wutausbrüchen zu vermelden. Trotz einiger gelungenen Momenten wie z.B. beim Titelstück „Tortyr“ merkt man den Jungs schon an, dass man erst am Anfang der Karriereleiter steht und es noch einiges an Unebenheiten glatt zu bügeln gilt. Für ein Demo ist die Sache durchaus in Ordnung, aber es ist unüberhörbar noch ein recht langer Weg für die Formation um bis zur Spitze der Elchtod Szene aufzuschließen.
Michael
 
 KALAS - Kalas  
 
CD - VÖ 2006  
Doom-Metal - U.S.A. -  TeePee Rec.    
 
Wow, "Monuments in ruins" nenn ich mal einen Opener. KALAS eröffnen ihr selbstbetiteltes Debüt mit einen beindruckenden schweren Rocker, der besonders durch den charismatischen Gesang von Frontröhre Matt Pike ansteckt. Jener sollte Freunden des schweren Sounds auch schon von seinen Bands SLEEP und HIGH ON FIRE bekannt sein. Hammer, der Mann hat den Rock sowas von in der Stimme, daß eigentlich schon fast egal ist worauf er röhrt. Die Mucke geht aber auch ordentlich in die Ohren und das folgende Material muß sich nicht hinter dem genialen Opener verstecken. Zwischen Doom, schwerem Rock und Metal für die klassichen SABBATH-Fans wird ein fett walzender Sound fabriziert, der auch geil Atmosphöre hat wie besonders in "Mothers Tears" eindrucksvoll bewiesen, in dem der Gesang besonders nach einer Mischung aus Lemmys Whiskey-Stimme und CROWBAR-Kirks heiser verzweifeltem Organ klingt. Da muß man nicht viel labern... KALAS haben einen Frontmann der sich gewaschen hat und der Mucke den nötigen räudigen Arschtrittfaktor sowie das Feeling gibt und ROCKEN. Da ist für alle, die auf schweren Sound stehen was dabei.... Doomer, Freunde des Louisiana Sounds oder auch Stoner (man höre "Pleasurable Prison"). Ansteckend wie SAINT VITUS 2006, Daumen nach oben, Whiskey eingeschenkt und los!
Karim
 
 KALIBAS - Split mit RUNE  
 
CD - VÖ 2003  
Death-Metal - U.S.A. -  Relapse Rec.  
 
Wow, ich bin beeindruckt! Diese Split-CD ist mal wirklich wieder was feines für die Lauschlöffel. Leider hab ich keine Infos aber zumindest KALIBAS kennt vielleicht manch einer von euch schon von ihrer „Product of hard living“ CD, die ja auch schon gut den verwarzten Arsch getreten hat. Auf diese Split gibt es von KALIBAS 4 neue Songs und von den mir gänzlich unbekannten RUNE 5 Songs und ein Krach-Outro. Leider bringen es die 4 KALIBAS Songs nur auf ca. 9 Minuten Spielzeit, aber die sind wieder mal wirklich feinster Death-Metal mit Grindeinschlag und wieder komme ich nicht umher zu denken, daß KALIBAS irgendwas Hardcore-haftes haben, vor allem weil der Gesang hier wesentlich kreischiger ausgefallen ist als auf „Product“. KALIBAS sind oft schön ballerig, haben dabei einen etwas verspielt-chaotischen Touch ohne jetzt frickelig rüberzukommen, aber oft klingen sie für mich wie deutlich entspanntere CEPHALIC CARNAGE. Ich denke auf die Band sollte man noch ein Auge haben, denn die Songs drücken wirklich kraftvoll aus den Boxen und klingen ziemlich aggressiv. Ihre Mitstreiter RUNE auf dieser Split schneiden bei mir etwas schlechter ab, aber das ist subjektiv, denn auch RUNE sind deutlich über dem Durchschnitt anzusiedeln und musikalisch auch garnicht so weit weg von KALIBAS, so daß die Split ziemlich homogen rüberkommt. Auch RUNE sind richtig schön am ballern und wirken oft hektisch und verspielt, haben dabei aber einen Death-Metal Sound, der mich an Bands wie MORBID ANGEL und NILE erinnert , Vor allem die Gitarrenharmonien klingen oft in dieser Richtung an, könnten mitunter fast etwas Black-Metallisch und mit melodischem Touch durchgehen und durch die vielen schrägen Sounds und verspielten Breaks könnten auch Freunde von neueren GORGUTS hier Spaß dran haben. Ich habe ein bischen Probleme die Musik beider Bands richtig zu beschreiben, aber Fakt ist, daß man hier zwei vielversprechende Newcomer auf einer guten Split anchecken kann und das sollten Freunde von solidem und etwas schrägem Death-Metal auch dringendst tun!
Karim
 
 KALIBAS - Enthusiastic corruption of the common good  
 
MCD - VÖ 2003  
Death/Grind - U.S.A. -  Willowtip Rec.  
 
Fuck yeah ... mit diesem Titel haben die U.S. Frickelchaoten von KALIBAS echt den Vogel abgeschossen und den Zeitgeist in sechs kurzen Worten zusammengefasst. Nach ihrer Split-CD mit RUNE gibt es mit dieser Mini-CD wieder keine Vollbedienung, sondern „nur“ 16 Minuten Death/Grind der weniger eingängigen Sorte. Nun sind KALIBAS ja eh nicht gerade dafür bekannt eingängige 4/4tel Hymnen zu fabrizieren, haben aber bisher für mein Gehör immer dadurch angenehm geklungen, daß sie schräg-chaotisches mit straightem vermischt haben. Auf dieser Mini-CD scheint es mir so als wäre ein kleiner Asteroid in ihren Proberaum eingeschlagen und hätte etwas mehr Chaos in die Band geballert, denn „Enthusiastic corruption of the common good“ ist schon mächtig freaky ausgefallen und das bei nicht gerade wenig Geprügel. Grund für die kleinen Veränderungen dürfte wohl sein, daß ausser Gitarrist Jody und Sänger Patrick niemand mehr vom letzten Line-Up übrig geblieben ist, was eventuell auch erklärt, daß man diesmal die Texte abgedruckt hat und die sich nicht wie immer von mir vermutet als EYEHATEGODsche Alltagshasstiraden entpuppen, sondern eher Futter für alle Verschwörungstheoretiker liefern. Musikalisch kann man das Soundgebräu der Band schwer auf einen Nenner bringen, aber Parallelen zu GORGUTS, schrägeren MORBID ANGEL und CEPHALIC CARNAGE oder stellenweise auch DILLINGER ESCAPE PLAN kommen mir spontan in den Kopf. Bedeutet, daß die Jungs gern mit schräg-dissonanten oder auch verfrickelten Gitarren um sich schmeissen und die Beats meist munter zwischen Blastbeats, Breaks und schrägen Grooves wechseln. Sänger Patrick ist ebenso unentspannt wie der Rest der Band und wechselt zwischen tiefen Death-Metal Vocals und krankhaftem Geschrei, das irgendwie nach einem Hardcore-Schreihals mit Black-Metal Vergangenheit klingt. Wer es schräg mag liegt hier nicht falsch und wer die Band nicht kennt, sollte unbedingt mal was von KALIBAS in seine Sammlung stellen. Bei nicht all zu ausgeprägter Hyperaktivität solltet ihr aber eher mit dem älteren Zeug anfangen, denn so eigenständig wie die Mucke hier ist, so anstrengend ist es auf Dauer für zartbesaitete Gemüter wie mich. Interview folgt sobald ich meinen Arsch endlich mal hoch bekomme! Jetzt brauch ich jedenfals erstmal einen Klosterfrau-Melissengeist, um wieder runterzukommen!
Karim
 
 KALMAH - Swampsong  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Black - Finland -  Century Media    
 
Das dritte Album der Finnen, die man grob gesagt als kleine Brüder von Children of Bodom bezeichnen kann. Die Jungs waren immer eine große Ecke härter und brutaler als COB, doch rein musikalisch sind die Parallelen teilweise verheerend identisch. Nun, mit Ihrer zweiten CD „They will return“ hatten KALMAH meiner Meinung nach eines der besten melodischen Death/Black Metal Alben der letzten Zeit veröffentlicht, und schon damals hatte ich Zweifel, ob solch ein Knaller nochmals zu toppen sein wird. Mit „Swampsong“ wird es auf jeden Fall definitiv nicht getoppt, denn KALMAH haben genau dasselbe Problem wie Ihre großen Landleute von CHILDREN OF BODOM – sie kopieren sich mittlerweile selber. Die Songs haben zwar teilweise Hymnencharakter, doch man hat das Gefühl als wenn man den Song auch schon auf dem Vorgängerwerk gehört hätte. Zumal auch der (durchaus fette, glasklar produzierte) Sound des berühmten Tico Tico Studios vollkommen identisch ist und keinerlei Änderung erkennen lässt. Da müssen die Finnen dringend etwas tun, ansonsten verrennt man sich in diesem Stil. Vorgemacht haben es ja Children of Bodom mit Ihrem letzten Album, um nochmals den Vergleich aufzunehmen. Doch zu „Swampsong“ sei noch gesagt, das das Album durchaus musikalische Fähigkeiten der Musiker aufzeigt, die alle auf einem äußerst hohen spielerischen Niveau agieren und viel mehr Potenzial besitzen als man auf „Swamplord“ erkennen kann. Die Songs selber sind auch nicht schlecht arrangiert, jedoch hat man wie oben schon erwähnt, das Gefühl alles einmal schon auf dem Vorgänger gehört zu haben. Das Album ist meiner Meinung nach einfach viel zu früh aufgenommen worden. Vielleicht sollte man jetzt lieber einmal vernünftig auf Tour gehen und sich danach in aller Ruhe dem Songwriting widmen und sich vor allem dabei Zeit lassen und ich bin mir sicher, dass mit der Klasse dieser Musiker, KALMAH sicherlich in der Lage sind beim nächsten Mal wieder einen Knaller par excellence zu veröffentlichen. Wer auf CHILDREN OF BODOM steht und nach Alternativen sucht, wird sich mit KALMAH aber nichtsdestotrotz sicherlich SOFORT anfreunden.
Ingo
 
 KALMAH - Swamplord  
 
CD - VÖ 2001  
Death/Black - Finland -  Spinefarm Rec.    
 
Mal wieder ein Beweis, was das Land Finnland alles so an Juwelen von Bands besitzt. Von Kalmah habe ich irgendwann mal ein Demotape bekommen, da spielten sie noch 08/15 Death Metal, doch mittlerweile haben sie sich wie so viele Ihrer Landmänner schon mit ihrem Debüt einen kleinen Klassiker geschaffen. Stilistisch erinnern die Jungs ein wenig an Ihre Landsmänner von Children of Bodom oder Eternal Tears of Sorrow, obwohl die Jungs noch ein wenig aggressiver an die Sache herangehen, was vor allem in Form der Vocals von Sänger Pekka deutlich wird. Er versucht tiefe Death Metal Growls mit heiseren Geschreie zu verkoppeln, was der doch recht melodiösen Musik die nötige Härte gibt. Zudem haben Kalmah in Hinblick auf die Geschwindigkeit auch mehr den Bleifuss eingestzt, den bei einem Song wie "Black Roija" wird auch schon mal schön Blastbeat gehackt. Eigentlich überflüssig zu erwähnen das die beiden Gitarristen und der Keyboarder sicherlich von diversen klassischen Songwritern beeinflusst worden sind, denn nicht umsonst harmoniert man bei diesem Tempo so eindeutig. Im direktem Vergleich zu COB zieht man dann aber Songwritertechnisch doch den kürzeren, da Kalmah noch nicht 100%ig in der Lage sind Hits zu schreiben, doch das ist nur noch eine Frage der Zeit. Tja, ich denke mal in Finnland und Japan sind die Jungs schon bald kleine Stars, hierzulande sind sie zumindest auf dem richtigen Wege, soweit man auf o.g. Bands steht. Ich hoffe aber mal, das sich dieser Klassik Death Metal Stil oder wie man ihn auch immer nennen möchte irgendwann mal nicht so überhand nimmt, wie es bei diesem Göteburg DM der Fall war. Kalmah gehören aber ohne Zweifel zu den Bands, denen die Zukunft gehört, so dass ihr Euch diese 8 Tracks schnellstens besorgen solltet .
Ingo
 
 
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