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Angezeigte Kategorie: "J" - Anzahl Reviews: 25
JAC-JAP  JAP-JUL  JUN-JUR  
 

 JACK FROST - Gloom Rock Asylum  
 
CD - VÖ 2000  
Doom-Metal - Österreich - Serenade Rec./Last Episode    
 
Die österreichischen Doomsters haben getauscht. Das Label nämlich. Vielleicht bekommen sie bei und durch Serenade Records endlich die Anerkennung, die ihnen schon lange gebührt. Auf dem neuen Output gibt´s sogar 1,2 Hits. "You are the Cancer" und "In Gloom" sind sehr eingängig geworden. So eingängig waren Jack Frost meines Wissens noch nie. Dagegen stehen wiederum typische JF- Songs wie "How Will I Sleep" und "Psychodrome". Die altbekannte Violine versprüht wieder ihren melancholischen Charme. Trotz der steten Wegentwicklung vom oberkalten Lava-Doom, hat man immer das Gefühl nach Hause zu kommen. Die Erweiterung ihres Lava-Sounds mit eingängigeren Melodien war absolut richtig. Eine kühle Stimmung verbreiten die Linzer aber immer noch, die auch im Coverartwork passend dargestellt wird. Die Fotografie zeigt einen kahlen, fast sterilen Raum in grau-blauen Farbtönen. Am unteren Bildrand ist eine, auf dem Boden liegende, tote Frau zu sehen. Kalt ist der Abendhauch ... Wie schon auf dem Vorgänger "Glow Dying Sun", gibt es auch diesmal wieder eine – erstaunliche – Coverversion. "California Dreamin`" von The Mamas and the Papas. Ein Kultsong aus den Siebzigern. Wer kennt ihn nicht. Erst als ich die Version von Jack Frost hörte, fiel mir auf, wieviel Melancholie selbst im Original steckt. Jack Frost spinnen diesen melancholischen Faden nun soweit, daß man meinen könnte, es handele sich um einen "Begräbnissong für Hippies". Auf´s langsamste reduziert, quillt der "Traum" aus den Boxen. Fast schon zuviel des Guten, aber eben gerade deshalb so gelungen.
Torsten
 
 JACK FROST - Gloom Rock Asylum  
 
CD - VÖ 2000  
Doom-Metal - Österreich - Serenade Rec./Last Episode    
 
Die österreichischen Doomsters haben getauscht. Das Label nämlich. Vielleicht bekommen sie bei und durch Serenade Records endlich die Anerkennung, die ihnen schon lange gebührt. Auf dem neuen Output gibt´s sogar 1,2 Hits. "You are the Cancer" und "In Gloom" sind sehr eingängig geworden. So eingängig waren Jack Frost meines Wissens noch nie. Dagegen stehen wiederum typische JF- Songs wie "How Will I Sleep" und "Psychodrome". Die altbekannte Violine versprüht wieder ihren melancholischen Charme. Trotz der steten Wegentwicklung vom oberkalten Lava-Doom, hat man immer das Gefühl nach Hause zu kommen. Die Erweiterung ihres Lava-Sounds mit eingängigeren Melodien war absolut richtig. Eine kühle Stimmung verbreiten die Linzer aber immer noch, die auch im Coverartwork passend dargestellt wird. Die Fotografie zeigt einen kahlen, fast sterilen Raum in grau-blauen Farbtönen. Am unteren Bildrand ist eine, auf dem Boden liegende, tote Frau zu sehen. Kalt ist der Abendhauch ... Wie schon auf dem Vorgänger "Glow Dying Sun", gibt es auch diesmal wieder eine – erstaunliche – Coverversion. "California Dreamin`" von The Mamas and the Papas. Ein Kultsong aus den Siebzigern. Wer kennt ihn nicht. Erst als ich die Version von Jack Frost hörte, fiel mir auf, wieviel Melancholie selbst im Original steckt. Jack Frost spinnen diesen melancholischen Faden nun soweit, daß man meinen könnte, es handele sich um einen "Begräbnissong für Hippies". Auf´s langsamste reduziert, quillt der "Traum" aus den Boxen. Fast schon zuviel des Guten, aber eben gerade deshalb so gelungen.
Torsten
 
 JACK FROST - Glow Dying Sun  
 
CD - VÖ 1998  
Doom-Metal - Österreich -  CCP Rec.    
 
Ich wollte es zuerst nicht wahrhaben; aber es stimmt: sie ist leichter geworden; die neue JACK FROST-CD: leichter zugänglich und leichter zu verdauen. Den ganz schweren Doom–Ballast hat man über Bord geworfen. Die Musik wirkt schon fast hoffnungsfroher als auf dem überdepressiven Vorgänger ``Elsewhere``. Trotzdem fräsen sich die Riffs immer noch zielsicheres Hirn. Manchmal werden sie durch eine klagend, melancholische Violine unterstützt, die sich wiederum den Weg zum Herzen bahnt. Gewohnt monoton erscheint der Gesang. Dennoch sehr passend und immer noch depressiv genug, um Suizidgefährdete in den Wahnsinn zu treiben oder vielleicht auch in eine ``glühend, sterbende Sonne``, wer weiß ? Zum Schluß dieses leider etwas kurzen Albums erscheint die ``Lady In Black`` in ihrem wahrscheinlich schwärzesten Gewand. Langsamer und erhabener als im Original (Uriah Heep) durchschreitet sie die Gehörgänge und hinterläßt den armen Hörer trauernd und doch hoffnungsvoll.
Torsten
 
JACK SLATER - Blut macht frei  
 
CD - VÖ 2008  
Death-Metal - Deutschland -  War Anthem Rec.  
 
Seit mittlerweile 12 Jahren holzen die Herren Jack Slater durch den deutschen Death Metal Forst und haben jetzt mit „Blut / Macht / Frei“ Ihr fünftes Release am Start.
Nach ihrer sehr geilen Show auf dem Death Feast Open Air letztes Jahr, war ich wirklich sehr gespannt was die Jungs im Proberaum und Studio für den Metal Mopp vorbereitet haben. Ich drücke Play und ein beinahe eingängiger Opener fegt mir mit Tempo und Groove um die Ohren. Obwohl doch recht komplex zu Werke gegangen wird, wirkt der Stoff weder ansträngend durchgedreht noch quer und sperrig wie ich es von so manchem älteren Song der Band kenne. Es wird genug Raum für unbeschwerten aber anspruchsvollen Genuss gelassen. Der typische Jack Slater Style wird hier in etwas aufgeräumter und druckvollerer Art und Weise dargeboten als auf den Vorgängern. Zudem haben die 10 Songs eine deutlich bessere Produktion abbekommen was sehr gut gefällt.
Trotz der unzähligen Riffs und Ideen ist ein roter Faden vom ersten bis zum Letzten Stück erkennbar und macht das Album zu einer wirklich schlüssigen und Runden Sache. Auch der Gesang hat um einiges an Qualität zugelegt und die deutschen Texte werden dem Hörer schön agro ins Gesicht gebrüllt, gekeift und geschrieen.
So trifft der recht intelligent gespielte Death metal mit vielen breaks und rafinessen auch schon mal auf grindige oder melodiöse Parts und schreckt auch nicht vor der Verwendung von Saxophon und cleanen Jazzgitarren zurück die wirklich gut integriert wurden und ein schön ungewöhnliches Feeling erzeugen das hervorragend zum Charakter der Platte passt. Im letzten Drittel der Scheibe wird dann auch aus den letzten Rohren der Stil-Kanone geschossen und es wird für feinste musikalische Verstörung gesorgt. Man verabschiedet sich dann mit ein paar Vader Riffs und lässt den Hörer etwas verwirrt aber mit neuer Föhnfrisur mit sich allein.
Blut / Macht / Frei ist ein starkes Album für das man sich etwas Zeit nehmen sollte um es zu begreifen. Absolut kein Metal Fast Food zum schnell mal durchdüdeln sondern anspruchsvolles Liedgut für fortgeschrittene Metaller.
Jens
 
JACK SLATER - Playcorpse  
 
CD - VÖ 2001  
Death-Metal - Deutschland - Gernhart Rec.  
 
JACK SLATER waren mir bisher eigentlich nur entfernt vom Namen ein Begriff und sollen laut Info mit ?einer Art Crossover von Metal? und Hardcore Vocals begonnen und mit Erscheinen dieser Promo-CD bei technisch brutalem Death Metal angekommen sein. Das dies wirklich stimmt wollte ich aber beim Betrachten der Covergestaltung (wohlgemerkt ohne die Texte gelesen zu haben) erst gar nicht glauben, denn diese zeugt von Humor und nicht den üblichen Death Metal Thematiken. So ist das Cover z.B. wie das Titelblatt einer Zeitung (Metal Variante des Playboy!?) gestaltet und auch im Booklet regen Weisheiten wie ?Satan ist ein Hase? und Fragen wie ?Ist Hackfleisch eine erotische Komponente? zum Nachdenken an. Musikalisch kennen JACK SLATER dann aber tatsächlich kein Pardon und zelebrieren äußerst technischen Death Metal, welcher stark an VADER erinnert und somit nichts mit der momentanen Welle an ?ultra-brutal-guttural-Death-Grind? am Hut hat. Aber wen stört´s, ich zumindest bin schwer beeindruckt von der musikalischen Leistung der Band, denn hier gibt´s 9 Tracks geilen Death Metals mit Niveau. Dazu noch Texte in Deutsch, die äußerst makaber und übel ausgefallen sind und irgendwie Erinnerungen an Gottfried Benn (der Splatter-Dichter) wachrufen. Beeindruckendes Teil, also unbedingt mal anchecken.
Björn
 
JAN AG - Split mit TEKKEN  
 
MCD - VÖ 2004  
Crust/Grind - Belgien/Frankreich -  ZAS Rec.    
 
Nee, wat schnuckelig! So eine kleine 3“ CD in so einem großen Plastikgrab! Das Teil möchte man sogleich beschützend an die Brust nehmen!
Rein optisch gibt das schlichte aber nicht schlechte in Brauntönen gehaltene Cover gibt nur wenig Hinweise auf die Klänge preis, die auf dem Baby-Rundling gespeichert wurden. Musikalisch entpuppt sich unser Kleiner aber als ganz schöner Höllenbastard!
JAN AG ist allein der Jan von den belgischen Mincecorelern AGATHOCLES und gibt hier drei Solo-Kompositionen zum Besten.
So einen kranken Scheiß habe ich schon lange nicht mehr gehört! Klingt wie der amoklaufende Alleinunterhalter an der Heimorgel: Standard Pop-Rhythmus ausgewählt und immer schön im entspannten 4/4-Takt verharren. Dazu dann eine original Ein-Finger-Orgelmelodie eingedrückt, die eine düstere Aura Richtung Kinder-Gruselhörspiel verströmt. Anschließend noisiges, endverzerrtes Gekratze (vielleicht Gitarre?) drübergegossen und den (Sprech-)Gesang schön schräg verzerrt und mit endlosem Hall versehen. Das passt definitiv in keine Stilschublade und ist auch nicht sonderlich druckvoll. Dennoch machen die drei bizarren Songs Spaß wie die unheilbare Erkrankung der solventen Erbtante und mit der 3-Song-Dosis bin ich auch gut bedient. Sollte der Jan mal einen Longplayer verbrechen wollen, muss er aber noch ein wenig variantenreicher vorgehen, damit keine Langeweile aufkommt.
TEKKEN stöpseln im Anschluss die Gitarren ein, schieben ein Schlagzeug ins Küchenstudio und blasen uns zunächst zwei Songs grindigen Hardcores zwischen die Augen. Dann folgt eine schwer elektro-punkige Coverversion von den TENNIS BASTARDs, drei Remixe für Cybergrinder und ein Noise-Outro als Rausschmeißer.
Nach nicht einmal einem Viertelstündchen ist das Ganze bereits wieder Geschichte, aber wozu gibt es am Player den Repeat-Knopf?
Zumindest eine leichte Persönlichkeitsstörung sollte man mitbringen, um diesen Tonträger richtig genießen zu können. Eine Empfehlung für Mutige wage ich dennoch vorsichtig auszusprechen.
Wolfram
 
 JAPANISCHE KAMPFHOERSPIELE - Luxusvernichtung  
 
CD - VÖ 2009  
Death/Grind - Deutschland -  Unundeux  
 
JAKA sind zurück, haben aufgeräumt und alles, was sich so an nicht verwursteten Textfetzen und Riffs in den letzten fünf Jahren angesammelt hat, wird rigoros in 54 Songs verwandelt und auf CD gebannt. Wurde ja auch mal Zeit - schließlich ist der Release der Eisenvater - Split ja auch schon drei(!) Monate her. Textlich gewohnt dadaistisch, musikalisch irgendwo zwischen Den Goldenen Zitronen und Extreme Noise Terror gefällt mir auch der tausend und erste Output der Jungs aus Essen. Die Platte erscheint bei Unundeux – Jakas ganz frisch gegründetem Label, wo auch Eisenvater ein neues Zuhause gefunden haben. Die CD kommt inner Promopapphülle, die 10“ auch, ist aber auf 300 (is Sparta, ne?) Stück limitiert.
Andy
 
 JAPANISCHE KAMPFHOERSPIELE - Rauchen und Yoga  
 
CD - VÖ 2008  
Death/Grind - Deutschland -  Bastardized Rec.  
 
Wie lange wollte ich schon unbedingt die JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELE anchecken. Bisher hatte ich nur Compilation-Tracks von den Krefeldern gehört, was ich nach eingängigem Hören dieser Scheiblette nun schwer bedaure. Nach Die Großstadt Stinkt, Ist Laut Und Septisch und Hardcore Aus Der Ersten Welt ist Rauchen Und Yoga nun ihr drittes Album, obwohl es diverse Splits und EPs gibt (kürzlich erst kam die Split mit Are You God? raus). Und ist es ein fettes Teil. Kein Wunder, dass sie in so ziemlich allen Magazinen, sogar in den fernen amerikanischen Gefilden, abgefeiert werden. Abwechslung der ersten Klasse wird hier ganz groß geschrieben, denn wenn sie schreiben „Forget about Grindpunk! This is Popgrind!“, dann haben sie zu hundert Prozent recht. Eine so kurzweilige Geschichte wie auf dieser 36-minütigen Affäre bekommt man selten zu hören.
Angefangen beim Eröffnungskracher Der Angriff Startet mit der lustigen Verarbeitung von QUEEN’s We Will Rock You, über Industrial-, Death Metal-, Doom- und Hardcore-Anleihen bis hin zu Techno-Beats und groovigem Thrash wird hier alles geboten. An dieser Scheibe kann man eigentlich an nichts was aussetzen. Gut, wer nicht auf Witz und Spaß im Metal steht, hat vielleicht nicht so die Freude bei diesem Kleinod. Aber selbst ich, der da voll nicht draufsteht (außer natürlich bei BIRDFLESH!), kann voll damit leben, wenn’s so voll auf die Nuss geht wie hier. JAKA sind sich des ‚seriösen’ Images des Metal wohl sehr bewusst und setzen deswegen auch auf schärfste Ironie, wenn sie das abschließende Lied mit Verrat Am Metal betiteln. Und wer mir erzählt, dass das kein Überlied ist, dem kann ich auch nicht helfen. Einfach nur eine fette Band, die jeder mal gehört haben sollte! Nuff said!
Henrik
 
 JAPANISCHE KAMPFHOERSPIELE - Früher war auch nicht alles gut  
 
CD - VÖ 2006  
Death/Grind - Deutschland -  Bastardized Rec.  
 
Mit dem Titel dieser Scheibe machen die JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELE kein treffendes statement auf die ganzen "Damals war alles besser"-Prediger (Und die gibts in der Metal/Hardcore-Szene nun mal auch zu hauf!) sondern lassen schon durchklingen, daß diese CD nicht unbedingt ein neuer Output der JAKAs ist. Vielmehr ist es eine Zusammenstellung alter Aufnahmen, von denen die Jungs scheinbar fleissig, regelmässig und in DIY-Bunkerarbeit viele, nämlich insgesamt 8 Demos rausgehauen haben. Die sind hier auf 64 Minuten komprimiert und werden in chronologischer Reihenfolge beginnend mit dem 99er Demo "Le menu de'l autopsie..." präsentiert. Da man stolz auf seine Underground-Leistungen ist, pappt man sich hier auch keinen "remixt+remastert"-Sticker auf die CD sondern genau das Gegenteil. Dadurch das hier Originalsound wiedergegeben wird kann das Material natürlich nicht mit den letzten Scheiben mithalten, aber es geht hier ja auch im alte Eindrücke für Fans und Freaks. JAKA machen jedenfalls schon seit ihren Anfängen eigenwillige und bunte, experimentierfreudige Musik mit manchen Stilausflügen und Sample-Einlagen (wie das wüste "Aus dem Mark der Nebenniere" vom 2000er "Gott ist satt"-Demo), die allerdings in der früheren Phase noch deutlich thrashiger als die heutigen Sachen klingt und für meine tauben Ohren klingen da verdammt häufig punkige SLAYER hervor. Durch den chronologischen Aufbau kann man gut erkennen wie sich der Sound immer weiter mit Death-Metal Elementen vollsaugte und den Prügelfaktor angezogen hat. Vor allem der Gesang ist auch auf den späteren Scheiben deutlich angenehmenr aufgefallen. Die Grundelemente des JAKA-Sounds sind aber von Anfang an da, was vor allem für die recht seltsamen deutschen Texte gilt.
Zum Ende gibt es dann noch 4 unveröffentlichte Songs, die aber auch vom Sound sehr weit auseinandergehen wie das gesamte Material auf "Früher war auch nicht alles gut". Nach kurzer Pause kommt dann noch ein verstecktes Cover von "Reign in Blood" mit "Angel of Death" Riffs angereichtert und zudem voll vergrindet und mit wüsten Tempowechseln und verschiedenen Gesangsstilen aufgelockert, wodurch das mal ein abgegriffener Coversong ist, dem Charakter eingeblasen wurde... und was meine SLAYER-These vom Eingang stützt. Insgesamt viel Stoff zum hören, liebevoll zusammengestellt mit lustigem Bastelbooklet zum Cover einkleben und damit für Fans allemal ein Tipp. Ob alle anderen das brauchen sei mal dahingestellt, denn JAKA sind einfach zu gut geworden als daß die alten Sachen da noch mithalten können ...
Karim
 
 JAPANISCHE KAMPFHOERSPIELE - Deutschland von vorne  
 
MCD - VÖ 2005  
Death/Grind - Deutschland -  Bastardized Rec.  
 
Mit ihrem letzten Album "Hardcore aus der ersten Welt" konnten die JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELE scheinbar ziemlich punk(t)en. Kein Wunder, daß einem der eigenwillige Bandname in letzter Zeit öfter über den Weg lief, spielt man doch einen ziemlich eigenen Sound, der das beste aus Metal, Hardcore, Grind und Punk vermischt und zudem auch noch verdammt tight und schön produziert dargeboten wird. Bei "Deutschland von vorne" handelt es sich nicht schon um ein neues Album, sondern vielmehr um eine Mini-CD mit 8 Coversongs. Da wird mancher jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, da solche Veröffentlichungen meist einfach nur für den Arsch sind. Im Falle der Exil-Japaner hier erkennt man aber mal wieder, daß die Band nicht dem Standard angehören will. Da man sich ja eh schon mit eigenwilligen bis punkigen deutschen Versen schmückt, wurden hier ausschliesslich deutsche Bands aus der Punk/NDW-Ecke gecovert. Neben illustren Material von Bands wie TRIO und EXTRABREIT hat man hier lieber auf persönliche und nicht unbedingt aus Funk und Fernsehen bekannte Songs gesetzt. So gibts von EXTRABREIT "Es tickt", von TRIO "Kummer" und eigenwilliges Liedgut von DIE GOLDENEN ZITRONEN ("Diese Menschen sind (halbwegs) ehrlich"), FASAGA ("Pogo in der Strassenbahn"), FUNNY VAN DANNEN ("Menschenverachtende Untergrundmusik"), EA80 ("Der Mord fällt aus"), den mir völlig unverständlichen Hamburgern TOCOTRONIC ("Ich verabscheue euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst") und der dafür umso kultigeren Hamburgern EISENVATER ("Der Greuel"). All das wurde in den Sound der KAMPFHÖRSPIELE gewandelt, vergrindet und -metalt und macht wirklich Spass, da die Songs den eigenen Stempel aufgedrückt bekommen haben, der den meisten Coversongs im Metalbereich einfach fehlt. Daumen nach oben und auf jeden Fall ein Tipp für alle, die es auch mal eine Ecke punkiger mögen.
Karim
 
 
JAC-JAP  JAP-JUL  JUN-JUR