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Angezeigte Kategorie: "G" - Anzahl Reviews: 126
GAD-GAR  GAS-GHA  GHO-GOA  GOA-GOD  GOD-GOR  GOR-GOR  GOR-GOR  GOR-GRA  GRA-GRA  GRA-GRO  GRO-GSD  GUI-GUT  GUT-GWA  
 

 GADGET - The funeral march  
 
CD - VÖ 2006  
Death/Grind - Schweden -  Relapse Rec.  
 
Nachdem NASUM nun Geschichte sind, dürfte die Lücke bei Relapse mit den Schweden-Grindern GADGET gut gefüllt sein. Schon mit ihrem Debüt "Remote" konnten sie sich in der Prügelszene etablieren und schieben jetzt ihr zweites Album "The funeral march" nach, das vom Titel so garnicht zum herben Geholze passen will, das einem ohne grosse Umschweife nach kurzem Feedback um die Ohren fliegt. Dabei erinnert es auch vom ersten Ton an total an die ehemaligen Labelmates NASUM, wobei GADGET allerdings eine ganze Ecke roher zu Werke gehen als die Vorbilder auf ihren letzten Scheiben. Der Sound ist roh und rotzig, wodurch es im oberen Tempo-Segment (wo sich GADGET meist aufhalten) etwas noisig rüberkommt, was mich an "The funeral march" etwas nervt. Die Songs ballern aber ordentlich auf die Omme und haben eine oft crustige Ecke. Zwar kommen immer mal wieder Grooves vor aber im Vergleich zu den letzten NASUM Sachen gehen GADGET damit sehr sparsam um, was schade ist. Wer ohne Schnörkel die Snare in die Lauscher gedrückt bekommen will, wird an "The funeral march" seine Freude haben, aber es ist schon etwas einförmig was die Schweden hier abfeuern und da trägt der Sound massiv zu bei. Ein paar mehr coole Düster-Passagen wie in "Everyday Ritual" oder "Out of pace" würden dem Material ebensowenig wehtun wie die noch selteneren Grooves nicht so knapp zu halten. Das meiste was in der Richtung passiert sind Verschnaufpausen zwischen den Grind-Blasts und Crust-Beats, genauso wie die prägnanten aus der Blastwand stechenden Breaks, die immer mal wieder aufhorchen lassen. Zum Abschluss wird dann nochmal etwas bei "The Anchor" mit Groove und Melodie experimentiert und im Rausschmeisser "Tingens Förbannelse" düstergedoomt. "The funeral march" ist GRIND und zwar nicht die glattgebügelte Sorte, die viele Death-Metaller lieben. Insofern sollten diese erstmal testhören... Grinder, die zu 240bpm Geholze gut einschlafen sollten sich die Scheibe aber allemal in die Sammlung stellen.
Karim
 
 GADGET - Remote  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Grind - Schweden -  Relapse Rec.  
 
Ziemlich kompromisslos eingecrustet das Teil! Erinnert in erster Linie erstmal sehr stark an Nasum, wobei hier mit mehr Rock`n`Roll-Attitüde gekämpft wird! Die Band spielt ein wenig mit bewussten Ungenauigkeiten, die für mich zum Flair der Platte beitragen! Dieses Extreme Noise Terror, Entombed, Iron Monkey Phänomen! Der Sound geht komischerweise überhaupt nicht in die räudige Ecke wie besagte Bands, sonders tadellos produziert, mit ordentlich Druck auf der Stulle!
Von der eigenen Identität sind sie leider noch`n paar Meter entfernt! Teilweise kommen sogar leichte Schweden-Anleihen durch und hier und da gibt`s auch Parallelen zu typischen Napalm Death Leads der aktuellen Schule! Ist aber definitiv keine der Scheiben, die durch ihre ständigen Zitate nervt, da alles sehr homogen und locker aus`m Ärmel geschüttelt kommt! Sicherlich ne fette Liveband und auch die Platte hat einiges zu bieten, sehr solide!
Asgard
 
 GAIA EPICUS - Satrap  
 
CD - VÖ 2003  
Power Metal - Norwegen -  Sound Riot Rec.    
 
Da storch mir doch mal einer einen Brat: Diese Scheibe scheint auf den ersten Blick in Sachen Powermetal so etwas zu sein, wie die "Hot Shots!"-Filme im Cineasten-Millieu: Man hat die ganze Zeit das Gefühl, hier wurden viele versteckte (und offensichtliche) Andeutungen auf berühmte Bands und Scheiben der True-/Powermetal-Schiene untergebracht, denn wie sonst erklärt sich z.B. folgende Tracklist: "Keepers of Time", "Heavens Gate", "Fire & Ice" (es gibt z.B. einen Song von Nocturnal Rites auf der 99er "The sacred talisman"-Scheibe, der "Fire comes to ice" hieß und diesem Song hier vom Refrain her nicht ganz unähnlich ist..), "Inside the storm", "Die for your king" (auch wenn du nicht bei Hammerfall unter Vertrag stehst :-)), "Star Wars" (ist wohl wirklich auf den Film bezogen, auch wenn ich keinen Text vorliegen habe, jedenfalls wird der Imperial March kurz zitiert), "Innovation" (muss von der Mucke her die Andeutung von Dream Theater sein), "Cyber Future" (... in a future world ;-)), "Freedom Calls" (das letzte "s" versteckt den Bezug auch nicht gerade), "Heavy Metal Metal" (hey, Bezug zu Priest und Accept in einem einzigen Song, Respekt!), "Watch the sky" (haben wir auch schon öfter mal gehört, ich seh' trotzdem nix..). Und als ob das alles noch genug der Andeutungen und Assoziationsgrundlagen wäre, heißt der Shouter dieser Kapelle auch noch Thomas HANSEN - hat der gute Kai etwa einen Unehelichenhalbschwesternzwillingsadoptivbruder in Norwegen?
Wie dem auch sei, der lustige Querschnitt durch die Powermetal-Landschaft in Titelform wird auch musikalisch nachvollzogen, wobei allerdings am ehesten Helloween und Gamma Ray - ab und zu vielleicht auch mal Stratovarus - als Vorbilder herhalten mussten. Die Umsetzung ist dabei allerdings mitnichten lächerlich sondern im Gegenteil sehr gelungen, soll heißen, dieses Werk weiß sehr wohl auch ernsthafter Betrachtung standzuhalten und dürfte alle Fans der eben genannten Bands schwer begeistern. Den einzigen Schwachpunkt auf dieser ansonsten sehr empfehlenswerten Scheibe (wobei "Schwachpunkt" sich hier schlimmer anhört, als es in Wirklichkeit ist) bildet meiner Ansicht nach der Sänger (eben besagter Herr Hansen ;-)), der manches Mal so'n bisschen seine Probleme mit der Tonlage und der Stimmkraft bei schwierigeren Parts zu haben scheint und dessen Vocallines stellenweise ein bisschen so wirken, als ob auf deibelkommraus der Firsttake genommen werden musste, weil das Studio sonst zu teuer geworden wäre.
Sei's drum - diese Scheibe weiß über diese kleinen Mängel hinweg zu trösten und macht neugierig auf die weiteren Outputs dieser Band, die vielleicht auch mal ein heißer Tipp für das nächste Wacken Open Air wären... So, ich geh' jetzt die Wiederholung von Futurama kucken und Ihr kauft Euch in der Zeit die CD.
Lutz
 
 GAIA PRELUDE - To Beyond Of The Infinity  
 
CD - VÖ 2006  
Heavy Metal - Japan -  Yggrdrasill Rec.    
 
Erinnert sich noch jemand an die Instrumentalscheiben aus dem Hause Shrapnel Records, die in den 80ern die Runde machten? Grob könnte man auch das Debüt der Japanern GAIA PRELUDE in diese Schublade packen, bietet das Trio auf „To Beyond Of The Infinity“ reinen instrumental Stoff ohne einen Hauch von Gesang. Mit Hisashi Nishiwaki haben die Jungs auch einen Gitarrenhelden an der Axt, der das Griffbrett in atemberaubender Art und Weise bearbeitet. Immer wieder entlockt der Meister seinem Arbeitsgerät göttliche Melodien, die im wahnsinnigen Tempo gespielt werden. Unterstützt wird der Axeman von Keyboarder Masaki Goshima, der mit seiner Spielweise den Stücken einen epischen Charakter verleiht und zudem noch ein paar feine Melodien am Start hat. Den nötigen Punch nach vorne serviert Herr Okamoto, der beim Felle Verdreschen ordentlich Druck erzeugt und jedes Soundloch zuhämmert. Der Sound dieser galaktischen Produktion ist überzeugend. Auch wenn die Disk nur einen minimalen Zuhörerkreis ansprechen dürfte, um so mehr wird dieser das Dargebotene wie ein trockener Schwamm aufsaugen.
Michael
 
 GALLERY - Universe  
 
CD - VÖ 2002  
Metal/Rock - Deutschland -  Element Records    
 
"Spacerock" war die erste Assoziation, die ich beim Hören dieser Scheibe und gleichzeitiger Betrachtung von Cover-Artwork und Bandinfo hatte. Letzteres bestätigte mir dann auch, dass ich mit dieser Zusammenfassung der Musik von Gallery so falsch nicht liegen kann: Ist dort doch vom "Leben im Weltraum", dem "Sinn des Lebens und Zeitreisen" als thematischer Leitfaden dieses Werkes die Rede. Getreu dieser Attitüde sieht sich die Band daher auch als "die außerirdischte Band des Universums", was nicht zuletzt daher rührt, dass Bandleader Andreas Vockrodt bekennender Douglas Adams Fan ist. Das Image ist natürlich nur die eine Seite und dürfte kaum reichen, um einen vollständigen Eindruck von der Band zu gewinnen, daher soll hier der musikalische Teil nicht unerwähnt bleiben. "Rock" ist wie bereits erwähnt der passende Oberbegriff, wobei die Tendenz manchmal schon fast in poppige Bereiche abdriftet, nicht zuletzt aufgrund einer Vielzahl gefälliger Keyboard- und Gesangsmelodien, die nicht unbedingt den Eindruck vermitteln, dass diese Scheibe in diesem Magazin so ganz richtig platziert ist. Die Songstrukturen sind relativ simpel gehalten, was aber nicht schlimm ist sondern die Musik recht eingängig macht und den einen oder anderen geneigten Hörer nach kurzer Zeit zum mitwippen animieren dürfte. Um die obligatorischen Vergleiche nicht zu vergessen, seien hier mal ein paar Bands genannt, denen der eine oder andere Song von "universe" auch ganz gut zu Gesicht stände, man muss dabei allerdings erwähnen, dass die Vergleiche von Song zu Song ständig wechseln: Im großen und ganzen fühlt man sich in punkto Höreindruck an seichte Farmer Boys, stellenweise auch mal an Fury in the Slaughterhouse, Extreme und sogar Aerosmith erinnert. Eine Assoziation, die ich allerdings bei ca. 80% der Songs hatte, war die Vorstellung von "Waltari auf Baldrian" (wenn's auch vielleicht 'n bisschen merkwürdig klingt...). Soundtechnisch kann man den Herrschaften nix vorwerfen, die Scheibe ist absolut sauber produziert. Klingt nicht automatisch nach Major-Release aber wir sind hier ja auch ganz andere Sachen gewohnt, insofern geht der LB-Oscar für guten Ton in diesem Quartal u.a. an "Gallery". Wer 'nen Anspieltipp braucht, sollte sich mal den Opener "Freezin" oder das ähnlich eingängige "Another World" reintun, wem's gefällt, der ist auch für den Rest des Tonmaterials gewappnet. Fazit: eigentlich keine Scheibe für diese Plattform aber mir gefällt's trotzdem - vielleicht gibt es da draußen unter Euch Kettenfressern ja jemand mit genügend Toleranzrest um ebenfalls Gefallen an dieser Silberrille zu finden.
Lutz
 
GALNERYUS - Advance to fall  
 
CD - VÖ 2005  
Power Metal - Japan -  VAP Rec.    
 
Die zweite Scheibe der Japaner GALNERYUS ist wirklich ein leckeres Sahnehäubchen. Gourmets, die sich regelmäßig symphonischen Speed/Power Metal gönnen, werden beim Hören dieses Teils wahrscheinlich in Extase geraten. Ich wage jetzt schlicht und einfach einmal zu behaupten, dass diese Truppe die meisten ihrer Konkurrenten in die Tasche steckt und diese mächtig alt aussehen lässt. Der Grund dafür liegt im Detail. Das Quintett aus Fernost agiert auf einem fast unglaublich hohen spielerischen Level, dass man kaum seinen Ohren traut. Ins Leben gerufen wurde diese begnadete Band von Mastermind Yama-B, der zusätzlich nebenbei sein eigenes 1-Mann Metal Projekt GUNBRIDGE betreibt und zudem noch bei AXBITES zockt, und Gitarrist Syu, ein wahrer Wizard auf seinem Instrument. Es ist schon unbeschreiblich, was der Junge technisch so drauf hat. Der Kerl spielt sich fast einen Wolf, alles hat Hand und Fuß und klingt dermaßen frisch, dass es einfach nur Spaß macht seinem Riffs, Licks und Solis zu lauschen. Und ausgelastet scheint er bei dieser Formation auch noch nicht zu sein, denn der sechs Saiten Akrobat veredelt auch noch die neusten Hits von ANIMETAL und werkelt außerdem zusätzlich noch bei seiner Visual Hardcore Band. GALNERYUS jedenfalls vereinen die Brillanz und technische Versiertheit von DREAM THEATER mit symphonischen Speed/Power Metal a la SONATA ARCTICA oder STRATOVARIUS und fügen dem Ganzen eine gehörige Portion Eigenständigkeit dazu. Der Gesang ist für diese Stilrichtung angenehm, ja bodenständig und nervt weder mit extrem hohen Gejaule noch sonstigen Firlefanz. Die Songs sind bis ins kleinste Detail ausgefeilt und halten jede Menge Feinheiten parat. Unterstützt werden die beiden Genies von ausgezeichneten Musikern, die allesamt ihr Handwerk verstehen und „Advance To Fall“ zu einem absoluten Hörgenuss werden lassen. Die druckvolle Produktion ist eigentlich nur das Tüpfelchen auf dem I. Ich frag mich nur, wohin diverse Labelbosse ihre Lauscher gerichtet haben, dass sie es bisher versäumt haben erstklassige Truppen wie unsere Helden hier aus Nippon nicht zu lizenzieren. Japan Fans müssen hier zuschlagen, ebenso wie anspruchsvolle Metaleros. Erstklassiger Stoff!
Michael
 
GANDALF - Rock hell  
 
CD - VÖ 2000  
Death-Metal - Schweden -  Wicked World/Earache  
 
Mit ihrem zweiten Album gehen die vier Finnen eindeutig einen anderen Weg, den sie mit ihrem Debüt "Deadly Fairytales" mal eingeschlagen haben. Klang dieses Album noch sehr nach schwedischen Vorbildern der Marke In Flames...(gähn! Ingo), so hat man auf "Rock Hell", man glaubt es kaum – rockigere Töne erklingen lassen. Der Titel ist also auch Programm, jedoch gehen Gandalf wesentlich melodiöser zur Sache als z.B. Entombed, die dagegen wirklich dreckiger und reuiger klingen. Der schwedische Melodie Tick hat die Band auch noch nicht ganz losgelassen und ein Song wie "Human Value Zero" hätte auch noch auf dem Debüt Platz gefunden. Aber ansonsten ist das Album doch eher als rockig und groovig zu betrachten, jedoch ohne großartige Höhepunkte zu verzeichnen. Die Songs gehen alle ziemlich geradeaus, bleiben teilweise auch im Ohr hängen, aber irgendwie ist das Album nicht fesselnd genug. Es klingt mir alles noch ein wenig zu brav und bieder. Wenn schon rockig, dann auch dreckig, aber wer weiß, vielleicht können Gandalf ja mit ihrem dritten Album Entombed schon mehr Konkurrenz machen. Sollte man vorher anhören. .
Ingo
 
GARBAGE DISPOSAL - Reunion Carbide  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Grind - Tschechien -  Obscene Prod.    
 
Mit den ganzen Tonträgern, die im Laufe eines Jahres auf den Markt geworfen werden, könnte man locker den Grand Canyon zuschütten. Und allein der Veröffentlichungswahn im härteren Bereich reicht mindestens aus, um aufgestapelt die Twin Towers in New York zu ersetzen. Mann, in diesen Haufen Dreck würde ich dann liebend gerne meinen auf dem Schwarzmarkt erworbenen Cruise-Missile-Nachbau lenken.
Und als wäre das alles nicht schon überflüssig genug, grassiert der Wiederveröffentlichungswahn zügellos bei Labeln und Vertrieben. Haufenweise werden faulige Exkremente, die schon bei der ersten Veröffentlichung keine Sau interessierten, als heiliger Gral der Musikgeschichte angepriesen und beworben. Haben Berufspolitiker etwa unbemerkt die Chefetagen der Labels annektiert? Passend dazu finden sich noch genügend Schreiberlinge, die das entsprechende Produkt auch noch geil finden und abfeiern wie Taubstumme!
Mit GARBAGE DISPOSAL zerren Obscene die Leiche einer tschechischen Grindcore-Combo ans Tageslicht, die Mitte der 90er ihr Unwesen trieb.
Das Demo „Mind Detonator“, die 96er EP „Absolute Combustion Transformed The Fear“ (kam damals über das deutsche Perverted Taste-Label) und das Debütalbum „Union Carbide“ strecken die Spielzeit der Silberscheibe auf fast 74 Minuten. Dass hierbei insgesamt nur 19 Tracks rumkommen, macht GARBAGE DISPOSAL bei Grindcore-Freunden zunächst schwer verdächtig, denn logischerweise sind die Songs verhältnismäßig lang und die Uhr zeigt mehrmals satte vier bis fünf Minuten an!
Macht aber gar nix, denn die Herren können spielen und mögen es dabei für Grind-Verhältnisse verdammt progressiv.
Die ersten Nummern vom damaligen Debütalbum bieten (Death-)Grind mit schön tiefen Röchelvocals, schrägem Riffing und außergewöhnlichem Bassspiel, welches der anspruchsvollen und schön blastenden Deathgrind-Ursuppe eine gewisse Dissonanz verleiht und über das Gewohnte heraushebt.
Die Tracks der EP sind aber klar das Filetstück des Bandschaffens. Hier wurden noch industrialartige Klänge in den fett hämmernden Aggro-Sound integriert, die es dem Hörer nicht leicht machen sollen. Harmoniesüchtige Gemüter könnten im Rahmen einer erzwungenen Dauerbeschallung in gewalttätige Bestien verwandelt werden!
Und die Songs des Demos klingen, wie ein Grindcore-Demo aus der Ex-CSSR halt klingen muss: Wenig filigran im Sound, aber extrem räudig und schwer verballert!
Natürlich wurden alle Titel „remastered“, bzw. in der Lautstärke angepasst, wie es sich für eine ordentliche Wiederveröffentlichung gehört! Der Sound fährt zwar nicht immer das volle Brett, was durch angemessen hohe Lautstärke aber locker aufgefangen werden kann.
Eigenständig, technisch sehr gekonnt und dennoch brutal fühle ich mich von GARBAGE DISPOSAL hervorragend unterhalten! Durch die fehlende Eingängigkeit wächst die Scheibe mit jedem Durchlauf und zeigt kaum Abnutzungserscheinungen.
Und obwohl mich die Wiedererweckung von hunderter zu Recht vergessener Schrottkapellen gnadenlos ankotzt, haben die Verantwortlichen von Obscene meine Hasstiraden von oben für diese Veröffentlichung absolut nicht verdient, denn das Teil ist tatsächlich geil!
Wenigstens das Zahnrad-Cover kann ich aber Scheiße finden!
Wolfram
 
GARDEN OF SHADOWS - Oracle Moon  
 
CD - VÖ 2000  
Doom/Death - U.S.A. -  Wicked World/Earache    
 
Die Amis von GARDEN OF SHADOWS sind mir noch positiv von ihrer letzten Scheibe "Heart of the corona" in Erinnerung geblieben und knüpfen mit diesem Album daran an, haben aber scheinbar an Tempo zugelegt, da ich sie deutlich doomiger in Erinnerung habe. Auf jeden Fall haben sie nach wie vor ein Gespür dafür majestätische Atmosphäre aufzubauen. Kein Wunder also, dass kein Song unter 8 Minuten durchgeht und man auch nicht davor zurückschreckt, Keyboards einzusetzen, die die Atmosphäre aber gut unterstützen. Mir persönlich gefallen die langsamen, mächtigen Passagen nach wie vor am besten an GARDEN OF SHADOWS, aber dadurch, dass man den Sound um melodische, schnellere, teilweise gar mit Blast-Beat unterlegte Passagen erweitert hat, wird man ein breites Publikum ansprechen, denn die Sache ist kompetent umgesetzt. Verglichen mit dem Vorgänger klingt es deutlich skandinavischer und rein musikalisch vielleicht sogar hier und da etwas Black-Metal beeinflusst, wobei der Frontmann allerdings fast durchweg den Grizzly-Bär macht und nur sehr selten zum heiseren Kreischen übergeht. Sowohl Freunde des majestätischen Doom/Death wie auch Skandinavien-Melo-Deather sollten der Band also mal eine Chance geben und auch "Heart of the corona" mal anchecken.
Karim
 
GARDENIAN - Soulburner  
 
CD - VÖ 1999  
Death-Metal - Schweden -  Nuclear Blast    
 
Mit "Two Feed Stand" hatten Gardenian wohl eines der groovigsten Göteburg Death Metal Alben veröffentlicht und sich so ein wenig von Bands wie In Flames usw. entfernt. Da Gitarrist Niklas bei denen eine zeitlang ausgeholfen hat und so in Kontakt mit Nuclear Blast kam, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Gardenian dort landen. Naja, ist ja nicht von Nachteil, doch trotzdem haben Gardenian eine kleine Kursänderung vorgenommen, denn die fetten Grooves vom Debüt sind größtenteils verschwunden und sind reinen Metalriffs und einigen progressiveren Elementen zum Opfer gefallen, die der Band aber auch sehr gut zu Gesicht stehen. Und man ist sogar noch einen Schritt weitergegangen und vermischt cleane Vocals, die durch den Artch Sänger eingesungen wurden, mit den typischen Death Metal Gegrunze, was der Musik einen totalen eigenen Stil gibt. Obwohl der cleane Gesang manchmal kurz vorm nerven ist, passt diese Kombination hervorrand zusammen und machen "Soulburner" wirklich zu einem klasse Album, das locker zu den Top 5 Schweden Death Metal Alben dieses Jahres gehört, obwohl das Jahr noch nicht zu Ende ist. Der einzige Nachteil ist, das der Speed ein wenig aus den Songs genommen wurde, lediglich beim Opener wird noch Gas gegeben, der Rest ist im Midtempobereich angesiedelt. Doch das sollte keinen Death Metal Fan und gerade die des schwedischen davon abhalten, dieses Album von sich fernzuhalten, im Gegenteil, der Geldbeutel muß gezückt werden. Sicherlich einer der Höhepunkte auf den kommenden Nuclear Blast Festivals.
Ingo
 
 
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