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Angezeigte Kategorie: "C" - Anzahl Reviews: 200
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C.A.D. - Deadnation  
 
CD - VÖ 2001  
Death/Grind - Slowenien - Damnation Rec.  
 
Aarrghh! Was´n das? Ich weiß, dass Karim mich mal gewarnt hat, was es für krassen Mist im Grindcore Bereich gibt und ich das nie wirklich glauben wollte. Aber wie Recht er hatte wurde mir jetzt schlagartig bewusst, als ich das Debut dieser drei Slowenen in meinen CD-Player legte. Das Info versprach "brutal grind-death-core", aha, also ich hör nur Krach, denn so beknackt sich Songtitel wie "Cigarettes? - No thanx", "Destroy Nato Bastards" oder auch einfach nur "NO!" anhören, so beschissen klingt auch die "Musik". Nervtötender Grind-Noise, wobei die Betonung auf Noise liegt, gepaart mit nervendem Gejaule und dem berühmt berüchtigten GUT-Style Kindergekeife. Man, man, was es alles gibt. Besondere Beachtung verdient auch der Verkaufsslogan des Labels "Made many live concerts". Ja und? Das interessiert doch keine Sau bei dem Schrott. Ach scheiss drauf, ich geh jetzt lieber ins Freibad und versuch mal ein paar scharfe Tusen zu spontanen Begattungsspielen zu überreden, statt mir diese 47 minütige Kacke hier anzutun. Vielleicht haben die ja Mitleid mit mir, wenn ich denen erzähle, was ich mir heute anhören musste.
Björn
 
C.S.S.O. - Are you excrements?  
 
MCD - VÖ 2002  
Death/Grind - Japan -  Morbid Rec.    
 
Der Titel des Zweitwerks der abgedrehten Japaner CLOTTED SYMETRIC SEXUAL ORGAN (bizarr, sehr bizarr dieser Name) ist wohl eine Anspielung auf das erste Album der JIMI HENDRIX EXPERIENCE, nur eben die Grind-Variante, aber isses überhaupt Grindcore? Nein, nicht wirklich, aber CSSO machen auf "Are you Excrements" mit das abgedrehteste Zeug das mir bis dato bekannt ist, denn sie verbinden wirren, leicht psychedelischen (eigentlich bin ich mir da noch nicht mal so sicher) Rock, welcher zuweilen in strapazierende, lange Geräusch/Rückkopplungsorgien ausartet mit Harmonizer Gurgel-Grunts, wütendem Grindgeschrei und kurzen Grindcore Attacken, das alles in Songs (insgesamt sechs) gepackt, welche von 3 bis 12 min. reichen. Schwer verdaulich zwar, aber irgendwie rockts auch verdammt gut, sodass man CSSO schon zugestehen muss, sehr innovativ und abseits jeglicher Trends zu Werke zu gehen. Verrückt, geil und unterhaltsam, dann geht´s einem auch mal wieder auf die Eier, aber dennoch, CSSO rocken und grinden das es Laune macht. Nicht für jeden, aber ob nun für euch, kann ich beim Besten Willen nicht sagen. Are you Excrements?
Björn
 
CABAL - Midian  
 
CD - VÖ 1999  
Death/Thrash - U.S.A. -  Red Stream    
 
Wenn ich sage, daß bei CABAL mal wieder Leute von NECROPHAGIA sich austoben, wird sich keiner wundern, daß hier kein PANTERA-Thrash oder Gothic Black/Death gespielt wird, sondern die „guten alten Zeiten“ wieder verehrt werden. Leider habe ich keine Infos zu dieser CD bekommen, so daß ich nicht weiß wer hier genau mitockt. Aber egal ... CABAL spielen Thrash und gleich beim Opener „Images in Blood“ wird mir warm ums Herz, denn da geht es im feinsten DARK ANGEL Prügel-Stil nach vorne und vor allem der Gesang erinnert sehr an DARK ANGEL, also geile etwas hektische Thrash-Vocals. Leider kann musikalisch nicht durchgängig das Tempo gehalten werden. Genaugenommen sind die restlichen Songs dann doch eher auf schnelles Mid-Tempo mit viel Doublebass und einigen düsteren langsamen Passagen focussiert, die nur stellenweise mal durch schnelles Gethrashe oder gar Blast-Beats unterbrochen werden. Wie immer sehr Old-School wenn NECROPHAGIA-Leute dabei sind. Dafür aber nicht wieder so eine haarsträubende Scheiße wie manch anderes ihrer Projekte. Könnte mehr dreschen, ist aber auch ohne das eine anhörbare Thrash-Scheibe.
Karim
 
 CADUCITY - Destination:Caducity  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Belgien -  Shiven Rec.    
 
Die Belgier kannte ich noch von ihren beiden Alben aus den 90igern, wo sie technisch ausgereiften, eher atmosphärisch, teils auch experimentellen Death Metal der alten Schule gezockt haben. Irgendwie hab ich die Band dann aus den Augen verloren und wähnte sie schon im Reich der aufgelösten Kapellen, obwohl es 2004 sogar noch ein drittes Langeisen gab. Doch unverhofft kommt oft und ich war mehr als positiv überrascht als ich gehört habe, dass die Truppe mit einem neuen Album am Start ist. Zu m einer Überraschung hat sich auch stilistisch etwas im Lager der Truppe getan. Im Vergleich zu den alten Sachen kommen CADUCITY auf ihrem neusten Werk recht geradlinig und simpel gestrickt daher, was ich persönlich gut finde. Brutaler, schnörkelloser Death Metal der alten Schule wird hier geboten, der zudem noch technisch ziemlich gut gespielt ist. Vom Härtegrad und der Heaviness haben die Fünf aus dem westlichen Flandern eine ordentlich Schippe draugelegt, so dass das neue Material grob in die Richtung BOLT THROWER oder HAIL OF BULLETS marschiert. Mächtige Riffsalven bringen die Schädeldecke zum bersten. Das Ganze wird dann auch mit dem richtigen Spirit vorgetragen, so dass man die Platte gerne wieder und wieder auflegt. Nicht nur von der Mucke her tendiert man zu oben genannten Bands, sondern auch lyrisch hat fährt man auf der selben Schiene. Vorbei sind die Zeiten, wo die Texte eher im Reich der Fantasie angesiedelt waren. Den Zweiten Weltkrieg haben sich die Belgier als Thematik gewählt, was unmissverständlich schon beim Lesen der Songtitel zum Vorschein kommt. Kurios dabei ist, dass zwei Stücke komplett in deutsch eingesungen wurden. Hier könnte man sich etwas auf dünnen Eis bewegen, da hierzulande wieder ein paar Schwarzseher etwas hinein interpretieren möchten. Vom Sound her geht die Scheibe in Ordnung, vor allem die Gitarren sind gut in Szene gesetzt worden. Nur der Schlagzeugsound hatte etwas mehr Dampf vertragen können, was vor allem bei den kernigen Midtempo Walzen von Vorteil gewesen wäre. Dennoch sorgen Tracks wie "Time Is Blood" , "When Death Embraces Me" oder "Capitulation" für einen ausreichenden Headbanging Faktor. Starkes Comeback!!
Michael
 
 CAEDES - Promo 2004  
 
CD-R - VÖ 2004  
Metalcore - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
CAEDES kommen aus Deutschland, wurden 2003 gegründet und klingen auch so. Die drei Songs hier sind mit einem mässigen Demo-Sound eingespielt, das Schlagzeug rumpelt unsauber vor sich hin und die Mucke hat keinen Groove. Das Riffing ist simpel und abgenutzt und klingt nach dutzenden anderer Demos, die eigentlich niemand braucht weil sofort klar ist, daß die Band noch eine ganze Weile im Proberaum benötigt. Musikalisch hängt man zwischen Hardcore und Metal und hat sich einen Sänger ans Mikro geholt, der mehr nach Black-Metal als nach Hardcore klingt und mit seinem Rumpelstielzchen-Gekeife megamässig abnervt. Demo-typisch singt er dann auch noch clean und führt punk/HC-mässige Selbstgespräche, was entsprechend albern klingt. Der grösste Joke ist dann, daß im Bandinfo Einflüsse von TOOL und MESSHUGGAH genannt werden und das auch noch beim kerzengeraden Holper-Drumming. Sorry, entweder ich habe Bleistifte in den Ohren oder der Verfasser des Bandinfos.
Karim
 
 CALLENISH CIRCLE - My passion ... your pain  
 
CD - VÖ 2003  
Death/Thrash - Holland -  Metal Blade Rec.  
 
Die Holländer von CALLENSIH CIRCLE haben sich seid Ihrem letztem Album „Flesh_Power_Dominion“ ziemlich nach vorne entwickelt und haben sich in Europa schon mehr als nur einen guten Namen erspielt. Auch das neue Werk „My Passion/Your Pain“ führt konsequent den Weg des Vorgängers fort und liefert sehr technischen Melodic Death (Thrash) Metal, der alle Freund von Bands wie At The Gates, Dark Tranquillity, In Flames, Unanimated, Cynic, Forbidden oder auch Pestilence begeistern wird. Zumal das Album auch mit einer absolut fetten Produktion des Stage One Studios ausgestattet ist, die meiner Meinung nach die beste von Andy Classen ist, die ich bisher gehört habe. Auch musikalisch ist mit dem Opener „Soul Messiah“ oder dem gleich nachfolgenden „Dwelling in Disdain“ der eine oder andere sofort zündende Ohrwurm vertreten, der live wieder für bangende Köpfe sorgen wird. Einziges Manko an diesem Album ist vielleicht die Tatsache, das sich CC ab und an mal ein wenig zu sehr verfrickeln und den roten Faden etwas verlieren, was vielleicht für Mucker mehr als interessant ist, für den Normalobanger jedoch vielleicht etwas zu anstrengend sein könnte. Doch unter dem Strich ist „My Passion/Your Pain“ ein gutes modernes, straightes Death/Thrash Metal Album geworden, das viele Freunde finden wird und der Band sicherlich noch eine Stufe höher bringen wird. Wer o.g. Bands seine Faves nennt und das ganze wie gesagt in einer superben Produktion und auch Verpackung eingehüllt haben möchte, darf sich „My Passion/Your Pain“ ohne Bedenken zulegen. Wer trotzdem lieber einen Vorabcheck machen möchte, sollte die beiden o.g. Tracks antesten.
Ingo
 
 CALLENISH CIRCLE - Flesh Power Dominion  
 
CD - VÖ 2002  
Death-Metal - Holland -  Metal Blade Rec.  
 
Album Nummer 2 der Holländer, bzw. Nummer Drei, wenn man das Ep Debüt dazuzählt. Und es hat sich einiges getan, denn dieses Album klingt ein wenig schwedischer und melodischer als sein Vorgänger und die Songs gehen wesentlich schneller ins Ohr. Wenn man schwedisch und melodisch hört, denkt man logischerweise gleich an Bands wie At the Gates etc., die CC sicherlich auch ein wenig beeinflusst haben, doch ich würde "Flesh_Power_Dominion" nicht als einfaches Göteborg Death Metal Album abstempeln. Denn CC klingen zum einem wesentlich direkter als der Göteborg Sound und sind zum anderen auch experimenteller, denn eine fast Death Metal Ballade wie "Your Final Swansong" kommt mit diversen (nicht kitschigen) Keyboard Einsprengseln daher um sich sofort mit Hochgeschwindigkeitsgranaten wie "Suffer my Disbelief" abzuwechseln. Riffmässig ist man auch teilweise sehr hymnenhaft zu Werke gegangen und ich muss des öfteren an eine schnellere Variante von Amon Amarth denken. Nichts besonderes werden viele denken, doch CC haben von allem etwas und sind in der Lage damit Songs zu schreiben, die sofort zünden und das macht en reiz dieser CD aus. Das haben auch Metal Blade gemerkt, die sich die Band mittlerweile unter den Nagel gerissen hat. Soundmäßig hat auch alles geklappt, Andy Claassen hat mal wieder volle Arbeit in seinem Stage One Studio geleistet, so dass ich dieses Album jedem Anhänger von melodisch aggressiven Death Metal ans Herz legen möchte.
Ingo
 
 CALLENISH CIRCLE - Drift of empathy  
 
CD - VÖ 1996  
Death-Metal - Holland -  Hammerheart Rec.  
 
Coole und abwechslungsreiche Musik, die diese holländische Band auf ihrem Debüt abliefert. Irgendwo zwischen Death- und Thrash-Metal mit haufenweise Melodien und vereinzelten Keyboards. Tempo-mäßig ist es hauptsächlich Mid-Tempo bis doomig, was aber nicht stört, da auch so für Abwechslung gesorgt ist. Neben den Melodien packt man nämlich auch öfter verspieltere Gitarrenläufe aus und auch Sänger Patrick bleibt nicht nur beim tiefen Death-Metal-Gesang, sondern lockert das ganze auch mal mit ein paar Schreien auf. Gute Scheibe also, die vor allem bei den treibenderen Songs überzeugen kann.
Karim
 
 CALLISTO - True Nature unfolds  
 
CD - VÖ 2005  
Hardcore - Finland -  Earache  
 
Was dem Raver seine Chillout- und Ambient Mucke, ist dem Hardcore- und Metal Liebhaber wohl mittlerweile diese Art von Musik, für die es immer noch keine eindeutige Bezeichnung gibt, was es uns und den Plattenläden nicht gerade einfach macht, beim Einordnen derartiger Veröffentlichungen. Meistens ist aber „Wall of Sound Doom Metal mit starkem Einfluß aus der Post Rock Noise Core Ecke“ zu lesen, worunter man sich ja auch etwas vorstellen kann. Der Erfolg dieser Musikrichtung sorgt, wie bei jeder einigermaßen erfolgreichen Musikrichtung, zur Zeit für eine Art Schwemme von Bands, die zwar immer noch zum größten Teil musikalisches und produktionstechnisches Können vorweisen können, aber sich gleichzeitig nicht mehr großartig voneinander unterscheiden, da Aufbau, Breaks, Harmonien und sogar Melodien oftmals nahezu identisch sind, was den Kauf einer „neuen“ CD aus dieser Richtung fast schon nicht mehr rechtfertigt. Die Gleichheit solcher Bands geht manchmal sogar soweit, daß man, wie hier bei CALLISTO, nicht einmal eindeutig auf dem Bandfoto erkennen kann, ob es sich hierbei wirklich um eine andere Band als CULT OF LUNA handelt, da die vier jungen Finnenjungen das selbe Styling (Der zur Zeit so angesagte Deppenhaarschnitt, mindestens eine Person mit schlichter, schwarzer Baseballkappe und all sowas) bevorzugen, was natürlich auch am hauseigenen Earache Modelscout liegen kann, hehehe. Earache, der Indie-Major, ist nett zu seinen Künstlern, so daß beispielsweise CULT OF LUNA ihr Recht auf künstlerische Freiheit durchsetzen durften und es auf ihrem letzten Album ihren Mentors (Rest in Peace, El Duce!) ISIS gleichtaten, indem sie wesentlich sanfter als bisher zur Sache kamen. Da Earache aber auch immer am Puls der Zeit ist, hat man dort natürlich sofort erkannt, daß nicht jeder CD-Käufer Bock auf den schmalzigen Wechsel hat, und deswegen schnellstmöglich eine neue Band unter Vertrag genommen, die zumindest in etwa wie CULT OF LUNA (jedoch weniger „rockend“ als jene) auf ihrem zweiten Album, bzw. wie ISIS klingt. So in etwa wie „True Nature Unfolds“ hätte sich das „Oceanic“ Album von ISIS nämlich angehört, wenn sie noch einen Zacken ihrer alten Härte beibehalten hätten. Schon der Opener „Blackhole“ klingt dermaßen nach diversen ISIS Stücken, die in einem Track zusammengefaßt wurden, daß man sich zwangsläufig die Frage stellen muß, wo das Sichinspirierenlassen aufhört und das simple Abkupfern anfängt. Für diejenigen, bei denen der Groschen immer noch nicht gefallen ist: Auch bei CALLISTO gibt es die Mischung aus schleppender, melancholischer und teilweise düsterer Musik (manche Leute lesen auch gerne das Wort „episch“) mit gebrüllten Vocals (mal schwachbrüstiges Gegrunze, mal Geschrei), die zum Glück genauso selten wie bei den anderen beiden genannten Bands zu hören sind. Ab und zu wird sogar mit klarer Stimme gesungen und man vernimmt ein liebreizendes, weibliches Sangesorgan, welches neben den vereinzelt eingesetzten Streichersounds für zusätzliche Gänsehaut in lauen Sommernächten sorgen kann. Es ist einfach wieder mal ein Album für alle Boys, die ihren Girls etwas einführen wollen (Lechz!), ohne auf elektrische Gitarrenmusik verzichten zu müssen, oder für alle Boys, die ihre Girls in die Welt der elektrischen Gitarrenmusik einführen wollen, ohne auf die schmierigste Variante (October Rust, Love Metal, Vempire, Ein kleines bißchen Horrorshow, etc.) zurückgreifen zu müssen. Abgesehen von den erwähnten Kritikpunkten ist „True Nature Unfolds“ ein sehr schönes Album mit oberamtlichem Sound, für den u.a. MIESZKO von NASUM, BURST, usw. verantwortlich war. Der Umstand, daß er Ende letzten Jahres auf tragische Weise ums Leben kam, drückt dem ein oder anderen beim Hören dieses Albums sicherlich eine Träne mehr aus den Drüsen.
Philip
 
 CANALIS ANALIS - Split mit STOMBAMFIRER STEDKE  
 
DVD - VÖ 2002  
Noise/Grind - Polen - Twojastarachleja Rec.    
 
CANALIS ANALIS bedeutet sinnigerweise "Analkanal" und passend dazu trägt das Split-Tape den Obertitel „Shitty Sound Empereos“. Der Hörer sei also gewarnt! CANALIS ANALIS lärmen dann auch gleich frech drauflos. Ihre 12 punkigen Old-School-Grindcore-Ausflüsse klingen nach einem Proberaummitschnitt auf einem 1-Spur Kassettendeck. Leider ist selbst mir die Mucke der Polen zu pubertär, insbesondere die offensichtliche HELLHAMMER-Verarsche. Ihre Version von „Triumpf Of Death“ nennt sich hier „uugghhh“ und glänzt mit dämlichen Pseudo-Masturbations-Gestöhne. So hörten sich meine ersten musikalischen Erfahrungen auch an, als ich im zarten Alter von 12 Jahren die Kochtöpfe meiner Oma verdrosch und dazu rumstöhnte. Auch das restliche Rumgebrülle von CANALIS ANALIS ist eher peinlich als lustig. Also zurück in den Proberaum und entweder Musik oder wirklich heftigen Lärm einstudiert. 2012 dürft ihr euch dann wieder mit einem reiferen Output melden.
Auf der zweiten Kassettenseite findet sich ein Livemitschnitt der Polen-Grinder von STOMBAMFIRER STEDKE. Lest die Rezension ihrer Promo-CD hier in dieser Postille, dann muss ich nicht erneut über den saudummen Bandnamen herziehen.
Viele Titel, die mir bereits auf der Promo-CD gefallen haben, erkenne ich trotz des ultra-dumpfen Sounds tatsächlich wieder. Allerdings geht der Schlagzeugsound ziemlich unter und der Mann an den Trommeln kann zudem die Blastparts live nur mit angezogener Handbremse umsetzen. Wurde da im Studio etwas nachgeholfen oder hatte der Drummer beim Gig einen Arm in Gips? Ferner wurde der Gig direkt vom Mischpult mitgeschnitten und es sind kaum Zuschauerreaktionen zu hören. Deshalb kommt eine Menge Sterilität aber wenig Stimmung rüber. Fazit: Dumpfer Müllsound, sterile Atmosphäre und lahmarschiger Drummer. Da retten die teilweise coolen Kompositionen in der Schnittmenge von Grindcore, Goregrind, Hardcore und Deathmetal auch nix mehr.
Ich hör mir doch lieber noch mal die weit bessere Promo-CD an und suche mir einen Dummen, dem ich dieses Split-Tape als puren Underground-Kult schenken kann.
Wolfram
 
 
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