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Angezeigte Kategorie: "A" - Anzahl Reviews: 259
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 A PERFECT MURDER - War of agression  
 
CD - VÖ 2007  
Metalcore - U.S.A. -  Victory Records    
 
Das letzte Album der Amis von A PERFECT MURDER war zwar solide aber etwas schwachbrüstig. "War of aggression" legt mit einem ordentlich nach vorne corenden Titelsong und schweren Grooves im Mitelteil sowie einem ziemlich fetten Sound gewappnet überzeugend los. Wo mich das Artwork und der Titel schon etwas an PANTERA denken liessen, tut das der Gesang von Brüllwürfel um so mehr, denn der gute Mann wirkt wie eine metalcorigere Version des guten Phil Anselmo und gibt der Musik mit seinem Stimmchen eine ziemlich authentische Ecke. Die rockigen Elemente halten sich zwar Anfangs im Hintergrund, aber bei "Label me" legt man dann mit cleanem und etwas DANZIG-artigem Gesang in ziemlich rockigem Flair los. Musikalisch erinnert es in dem Song in den rhytmischen Momenten dann tatsächlich auch etwas an PANTERA und bei "Rapture" ist man dann in allen Belangen fast schon bei einem PANTERA-Ripoff angelangt. Allerdings würde ich A PERFECT MURDER ansonsten eher in die Metalcore-Richtung schieben. In den Uptemo-Passagen und vielen oldschooligen Grooves kippt der Sound durch die straighte Herangehensweise nicht selten stark zu klassischem Hardcore über, hat aber durch den Gesang und den modernen Sound immer ein frisches Feeling. Sicher ist das was die Jungs hier abliefern nichts neues und in einigen Songs bedient man sich wie schon erwähnt recht krass bei seinen Idolen, insgesamt wirkt die Mischung aber immer noch für sich und geht gut in den Nacken ohne wie viele ähnliche Bands monoton zu wirken. Im Gegenteil, das Material ist eher schön variabel zwischen schweren Grooves, corigem Up-Tempo, modernen Stakkatos und der richtigen Dosis Melodie und Lead-Gitarre arrangiert. Speziell wenn man die dem Cover entsprechende Rockigkeit an den Tag legt, weiss "War of Aggression" zu gefallen und ist in allen Belangen solide umgesetzt. Mit "Fortunate son" liefern A PERFECT MURDER noch einen Akustiksong ab, der zwar fast etwas gen STAIND und Co. tendiert aber auch mit durchgehend cleanem angerockten Gesang gut ins Ohr geht. Wer sich zwischen modernem Metal der PANTERA-Schule und Metal/Hardcore gut aufgehoben fühlt sollte sich das Ding also ruhig mal geben.
Karim
 
 A PERFECT MURDER - Stength through vengeance  
 
CD - VÖ 2005  
Metalcore - Kanada -  Victory Records    
 
A PERFECT MURDER sind schon etwas länger am Start, haben nur ihr Line-Up etwas umgekrempelt, aber zuvor schon 3 Scheiben rausgebracht. Musikalisch ist vom ersten Augenblick klar, daß PANTERA grosser Einfluss der Kanadier sind. Sänger Kevin klingt schon derb nach Anselmo-Phil und versucht sich neben gröhlschreiereien auch an klaren Gesangslinien, die mal gut funktionieren und mal fatal in die Hose gehen wie bei "Wake up and die". Auch vom Drumming hat man sich bei PANTERA bedient, speziell der Bassdrumsound kommt bekannt vor, speziell wenn es rhytmisch Stakkato-artig zugeht. Ein PANTERA Rip-Off sind A PERFECT MURDER aber dann doch nicht, da sie zusätzlich eine klare Metalcore-Ecke haben, die mal auf der Grenze zum schwedischen Melo-Death und mal sehr klassisch Hardcorig klingt. Da fehlen dann auch schwere Grooves nicht und auch das etwas rockige Riffing a la Dimebag wird immer mal eingestreut. An sich eine bunte Angelegenheit, die vor allem vom wirklich guten Gesang (von den wenigen erwähnten Ausfällen abgesehen) getragen wird. Was mir nur nicht in den Kopf will ist wo der im Info zitierte "heavy as hell" Sound sein soll. Der Sound ist absolut sauber, aber eben nicht wirklich heavy und druckvoll. Das wird schmerzlich von den langsameren Passagen und den Grooves mit angezogener Handbremse unterstrichen. In Songs wie "Black hate machine" oder "Snake eyes" hat man mitunter das Gefühl, daß die CD zu langsam läuft. Besonders ersterer ist so kraftlos und lappig, daß man nur vorspulen möchte und leider gibt es derer Beispiele doch noch ein paar weitere auf der CD. Wer auf PANTERA steht und sich mehr Hardcore drauf wünscht kann sich "Strength through vengeance" mal geben, denn speziell die rockigen Sachen gehen mit dem Gesang gut ins Ohr. Ansonsten sollten die Jungs mal ein Aggressionssteigerungs-Training machen, damit die Mucke mit ihren Aggro-Texten harmoniert. Wenn es in "Black hate machine" sowas wie "How about I break your face" tönt passt da irgendwas einfach überhaupt nicht zusammen.
Karim
 
 A TEAM - Parasite  
 
CD - VÖ 2005  
Death/Grind - Deutschland - Catpee Inc.  
 
Na sowas.... wenn eine Band sich so einen Namen zulegt erwartet meinereiner ja erstmal ohrenbetäubend debilen Punk-Müll. Dem ist aber nicht so, auch wenn A-TEAM durchaus gewisse punkig-crustige Elemente in ihren Sound bauen. In erster Linie wird auf "Parasite" aber Grindcore mit einer Death-Metal Ecke geboten, der
ordentlich Tempo bietet, dabei aber die Abwechslung nicht vergisst und vor allem immer wieder Grooves einbindet. Speziell im grindigen Bereich muß ich immer wieder an NASUM denken, die auf jeden Fall zu den Lieblingen des A-TEAMs gehören dürften. Wie die verblichenen Schweden schaffen auch A-TEAM es, simple Crust-Riffs interessant zu halten und überhaupt Abgeh-Songs mit prägnanten Breaks und Einsprengseln aufzulockern. Insgesamt klinen A-TEAM aber bunter und variieren auch gesanglich stark zwischen dem bekannten Grunz-Schrei Wechselgesang und crustigeren Brüllereien. Der ganze Spaß ist dabei in allen Belangen solide und durch den leichten Punk-Einfluss können sich A-TEAM auf jeden Fall irgendwo hinter ihren aufstrebenden Landsleuten von den JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELE anstellen, mit denen sie sich nicht nur daß Faible für blöde Namen sondern offenbar auch das für Collage-artige Artworks teilen.Wer also auf NASUM steht, aber keinen weiteren NASUM-Klon braucht, sollte sich "Parasite" mal anhören, denn hier gibt es nicht nur ordentliche Musik sondern mit knapp 45 Minuten auch noch für eine Grind-Band üppig viel davon. Daumen hoch für dies und Daumen runter für das Bandinfo... außer es gibt neben den Fakten "Gründung 2002 und 1 Demo 2003" echt nix zu sagen.
Karim
 
 A THOUSAND YEARS SLAVERY - A fury named spartan  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Schweiz -  Conatus Rec.    
 
Gar kein übler Einstand für A THOUSAND YEAR’S OF SLAVERY. Bei dieser Mini wird melodischer, moderner Death Metal präsentiert, der natürlich arg schwedisch klingt, ein paar gekonnte Breakdowns einbringt und natürlich auch mit ein paar klar gesungenen Passagen aufwartet. Natürlich ist die Laufzeit begrenzt mit ca. 23 Minuten Mucke, wovon auch ein paar für’s Intro und das ‚mystische‘ Gitarre/Keyboard Instrumental mit französischem Hintergrundgesäusel draufgehen, aber die eigentlichen Lieder weisen durchaus Potential auf. Da wird tight gespielt, zwei verschiedene Vokalstimmen (hoch/tief – welche Überraschung!) wechseln sich ab und insgesamt hat das ganze einen ziemlich nach vorn preschenden Charakter. Ich würde mal sagen, nehmt die Schnittstelle von JOB FOR A COWBOY und BLACK DAHLIA MURDER und ihr wisst, wovon ich rede. Wer diese neue Schiene gar nicht kann, braucht auch hier nicht zugreifen, denn das Rad wird beileibe nicht neu erfunden. Allerdings zeigen sie, dass da in Zukunft noch was kommen kann. Das abschließende „Betrayed Flavour“ (Hatt‘ da jemand einen fahren lassen?) lässt mich vermuten, dass sie durchaus etwas mehr in die epische, fast progressive Schiene reinrutschen könnten. Das fänd ich gar nicht so schlecht, denn dann könnte man sich etwas vom Durschnitt absetzen und die klare Stimme würde auch nicht aufgesetzt wirken. Man wird sehen… Check’s halt mal aus. Alle anderen warten, bis ich die nächste Scheibe rezensieren kann und einen neuen Status abgebe.
Henrik
 
 A TRAITOR LIKE JUDAS - Nightmare Inc.  
 
CD - VÖ 2005  
Metalcore - Deutschland -  Dockyard-1  
 
Diese deutschen Metalcoreler habennun schon ein paar Veröffentlichungen raus, kommen mir mit "Nightmare Inc" aber zum ersten Mal direkt vor die Ohren. Geboten wird vom ersten Ton an solider und ordentlich produzierter Metalcore mit dem bekannten Schweden-Death/Thrash Einschlag. Die Band findet dabei eine gute Mischung aus Schweden Melo-Gethrashe (dem für meinen Geschmack etwas mehr Tempo gut tun würde) für die AT THE GATES-Fraktion und Doublebass-Stakkato-Rhytmik und typisch corigen Breakdowns für die Hüpfer. Gesanglich wird dabei relativ aggressiv rumgeschrien, wobei aber immer mal wieder Death-Metal Einlagen eingestreut werden oder selten auch mal kurze melodische Einsprengsel. Speziell der Gesang geht mir aber nach ein paar Songs ziemlich auf die Eier, da so undefiniert rumgeschrien wird, daß man oft denken könnte der gute Mann hat keinen Text und macht die Hardcore-Version von OBITUARY-Tardy. Ansonsten kann das Material aber durchaus überzeugen und geht in corig-groovigen Songs wie "you rip your guts out" gut ins Genick oder mit zuckersüssen Melodien wie in "No more silence" gut ins Ohr. Am meisten in die Fresse kommen A TRAITOR LIKE JUDAS in den schweren ryhtmischen Breakdowns, mit denen man auch nicht geizt und dadurch auch allemal Metalcore verzapft, der nicht undefinierbar zum Schweden Death/Thrash rüberhängt sondern sich nur Elemente von dort klaut. Genau diese sind für meinen Geschmack auch der schwächste Part an "Nightmare Inc", da in den thrashigen Passagen meist absolutes Deja-Vu mit der zudem bereits erwähnten angezogenen Handbremse herrscht. Wenn die Jungs grooven sind sie aber eine Bank, übertreiben es nicht mit den Melodien und sollten daher für alle MetalCORE-Freunde zwischen AS WE FIGHT, AS I LAY DYING oder ASSWHIPPING COREMONKEYS nicht in den Ohren wehtun. Zuviel "As" für mich... ich muß wech.
Karim
 
 A18 - Dear Furious  
 
CD - VÖ 2004  
Hardcore - U.S.A. -  Victory Records    
 
Erstmal eine Nachricht an alle paranoiden Zahlencodedechiffrierfanatiker:
Das „A“ steht nicht für den vermeintlich perfekten Menschen, und die 1 und die 8 sind nicht die Initialen des „Großen Diktators“! Nein, ausgeschrieben bedeutet der Name AMENDMENT EIGHTEEN, und das ist sozusagen das Prohibitionsgesetz der USA (Genau genommen der 18. Zusatz der ursprünglichen 7 Artikeln der US-Verfassung, welcher sich auf Dauer leider nicht als besonders effektiv erwies). A18 sind nämlich eine Straight Edge Hardcore Band, die ursprünglich aus 4 Männern reifen Alters bestand, die vorher alle in bekannten End-80er und Früh-90er SXE-Bands aktiv waren. Die Gruppe wurde im Gegensatz zu vergleichbaren Re-Union oder Allstar Bands nicht gegründet, um die dicke Kohle zu machen, sondern um Spaß zu haben und der immer noch vorhandenen Energie freien Lauf zu lassen. Für Victory Records ist das Signing dieser junggebliebenen Erwachsenen eine Aufwertung, da das Label sich ja ansonsten ziemlich weit vom ursprünglichen Hardcore entfernt und stattdessen lieber diversen Weichspülmusikern eine Plattform geboten hat. Da ich mir leider immer noch nicht das zweite A18 Album angehört habe, kann ich nur ihren Erstling zum Vergleich heranziehen, auf dem sie noch durchweg simplen, roh-rotzigen, hauptsächlich schnellen Oldschool Hardcore gespielt haben, von dem auf „Dear furious“ nur noch relativ wenig übriggeblieben ist. Heute ist ihre Musik noch rockiger, abwechslungsreicher und mit einigen „modernen“ Einflüssen aufgepeppt, was nicht bedeutet, daß A.18 jetzt Emo oder technischen Hardcore spielen. Das Tempo wurde stark gedrosselt und durch Midtempo ersetzt. Dazu gibt es reichlich Moshparts und fast schon groovige Passagen, die, unterstützt von einer sehr sauberen, zum neuen musikalischen Outfit passenden Produktion, die Sache fast massenkompatibel machen. Um den Wechsel mal mit neueren Bands zu vergleichen, könnte man sagen, daß sie jetzt statt nach KILL YOUR IDOLS nach langsameren GIVE UP THE GHOST vermischt mit typischen NYHC Kombos klingen. Beste Voraussetzungen also, um von Jamie Hatebreed auf MTV präsentiert zu werden ;) Das ist aber gar nicht mal negativ gemeint, sondern soll unterstreichen, daß diverse Stücke dazu einladen, das Tanzbein zu schwingen. Beste Beispiele sind „Stab you through the everything“ und „Beating a dead horse“. Das letztgenannte Stück ist auch eines der wenigen, bei denen die Texte etwas vordergründiger sind. Ansonsten sind die Messages wieder subtiler und nicht nach typischem SXE-Muster gestrickt. Die prägnante Stimme des Sängers ist zwar immer noch kraftvoll und eindeutig als die von Isaac Golub zu identifizieren, aber sie klingt nicht mehr ganz so wütend wie auf „All my heroes are dead“. Leider hat er sich vor kurzem dazu entschlossen, die Band zu verlassen, um sich noch mehr um seinen siebenjährigen Sohn und seine eigene Bildung und Zukunft zu konzentrieren, nachdem er jahrelang fast nur für die Musik und die Szene gelebt habt. Was die verbleibenden 2 Bandmitglieder, von denen nur noch 1 (Vater einer 4jährigen Tochter) aus dem original Lineup stammt, daraus machen werden können, bleibt abzuwarten, da Isaac der Band doch ein gewisses Gesicht gegeben hat. Ihm gebührt auf alle Fälle Respekt, da er einer der wenigen Edger ist, für die „True til death“ und „Dedication“ nicht nur Phrasen aus ihrer wilden Jugend sind. In einer Zeit, in der es modern ist, Kriminelle und Drogenmißbraucher zu heroisieren, ist es wichtig, daß es auch Menschen jenseits der 30 gibt, die sich gegen diesen Trend stellen und nicht aufgeben, den Heranwachsenden die Augen zu öffnen und ihnen ein positives Vorbild zu sein, ohne sich der Masse anzupassen!
Philip
 
 ABADDON INCARNATE - Dark Crusade  
 
CD - VÖ 2004  
Death/Grind - Irland -  Xtreem Music  
 
Mit „Dark Crusade“ legen die ABADDON INCARNATE ihr drittes Album vor und dürften damit wohl die einzige Death/Grind Band aus Irland mit drei Alben auf drei verschiedenen Plattenfirmen sein. Das ist jetzt nur so auf Nummer sicher argumentiert, weil mir absolut keine andere härtere Band aus Irland einfallen will, ich mir aber eben doch nicht so sicher bin, ob Irland wirklich solches Brachland im Bezug auf Death-Metal und Grindcore ist. Wie auch immer ... ABADDON INCARNATE jedenfalls haben von ihrem Debüt zum Zweitling „Nadir“ einen ziemlichen Stilwandel vom rohen Death-Metal hin zum Grindcore mit Hardcore und Death-Metal Einflüssen vollzogen. Und genau da setzen sie jetzt auch wieder an. „Dark Crusade“ erinnert mich von der Mischung aus geradlinigem Grind-Gebolze und treibenden Hardcore-artigen Grooves wie sein Vorgänger sehr oft an NASUM, was ich nicht nur sage weil NASUMs Mieszko die letzten beiden Scheiben der Iren aufgenommen hat, sondern einfach weil es in meinen Ohren auch so klingt. Natürlich sind ABADDON INCARNATE keine NASUM-Coverband, denn auch neuere REGURGITATE könnten als Vergleich dienen und musikalisch verarbeiten sie auch immer noch deutlich hörbare Death-Metal Einflüsse und haben somit auch viele klassische Death-Metal Mid-Tempo Passagen im Sound. Auch der Gesang ist nicht so kreischig wie bei den Schwedischen Inspiratoren, sondern klingt eher nach heiseren Death-Metal Vocals, die auch einer Metalcore Band gut zu Gesicht stehen würden. Zwischendurch kommen aber auch immer mal grindige Schreiereien zum Einsatz und allgemein haben ABADDON INCARNATE ihre besten Momente, wenn sie richtig schön agrro nach vorne grinden oder hardcorig grooven. Der Death-Metal Anteil klingt für meinen Geschmack stellenweise ganz schön abgestanden, aber das ändert nichts daran, daß „Dark Crusade“ eine solide und hörbar um Abwechslung bemühte Grind-Scheibe geworden ist, die eben auch Death-Metaller anspricht.
Karim
 
 ABANDONED - Thrash Notes  
 
CD - VÖ 2006  
Thrash-Metal - Deutschland -  Dockyard-1  
 
Die Web Adresse der Band klingt schon mal kultig. Doch keine Angst, hier haben wir es nicht mit einer stumpfsinnigen Prügelkombo zu tun, sondern mit einer hervorragenden Thrash Band aus den heimischen Gefilden, die einem die Bay Area direkt ins Wohnzimmer zaubert. Ist schon erstaunlich, dass heutzutage die meisten Truppen dieses Stils vorwiegend aus anderen Teilen der Welt kommen, als aus dem Gründerland dieser Spielrichtung. Sei’s drum. Die Hessen können jedenfalls durchwegs auf ihrem Debütalbum überzeugen. Das Album ist vollgepackt mit brachialen Killerriffs der Marke VIOLENCE, FORBIDDEN & Konsorten und mit diversen teutonic Thrash Elementen verfeinert. Hinzu kommen herrliche, genretypische Gitarrenduelle mit feinen, teils wilden Leads und Solis. Die Rhythmusfraktion gibt sich auch keine Blöße und hämmert alles in Schutt und Asche. Die Scheibe wird zusätzlich im Verlauf der elf Stücke immer stärker und hält gegen Ende, wo vielen Bands bereits die Luft ausgeht, noch einige Kracher parat, was Hämmer wie „Demonic“, „You’re Going Down“ (speediger Power Metal meets Thrash) oder „Nightmares“ beweisen. Aber auch „Phoenix Rise“, „Return To One“ oder „Holy Terror“ wissen zu gefallen. Soundmäßig kann der Vierer durchaus überzeugen und die Produktion ist recht ansprechend ausgefallen und entfacht auch einigen Druck. Zwar könnte man gelegentlich noch eine Schippe drauflegen, dennoch durchaus in Ordnung wie ich finde. Mit diesem feinen Release haben sich die Jungs von Dockyard 1 wahrlich einen dicken Fisch geangelt. Für Freunde des guten alten End 80er Thrash Metals ein gefundenes Fressen. Hier ist Headbangen angesagt!
Michael
 
 ABAZAGORATH - Tenebrarum Cadent Exurgemus  
 
CD - VÖ 2005  
Black-Metal - U.S.A. -  Hell Attacks Prod.    
 
Das Debütalbum dieser höllischen Horde erschien bereits 1997 auf Elegy Records und ist seitdem restlos ausverkauft. Ein Grund mehr für das in Kolumbien ansässige Label Hell Attacks Productions dieses feine Stück bösen Metals wieder neu aufzulegen. Die Band geht auf „Tenebrarum Cadent Exurgemus“ etwas melodischer und atmosphärischer zu Werke als auf den späteren Veröffentlichungen, was ein Verdienst der grandiosen, düsteren Melodien des Albums ist. Zudem verwendet man gelegentlich ein paar Keyboard Einsprengsel, die allerdings nur zu Untermalung der bedrohlichen Stimmung dienen und wie die Faust aufs Auge passen. Von der Geschwindigkeit her geht es meist flott zur Sache, dennoch gibt es selbstredend genug zerschmetternde Parts mittleren Tempos. Die Band hat den Bogen raus und alles passt perfekt zu einander. Die Riffs schrauben sich in den Hirnwindungen fest, ebenso die feinen Gitarrenharmonien. Geht schön nach vorne los, unterstütz von einem druckvollen Schlagwerk. Als Anspieltipp seien nur mal das geniale „The Chaos That Crawls Beyond The Stars“, „Fleurs Du Mal“ oder „For All Eternity“ genannt. Eine gelungene Symbiose aus Black Metal mit Death Elementen, die man Anhänger von unheilvollen, melodischen Schwarzwurzelsounds nur wärmstens empfehlen kann. Als Bonus zum regulären Album gibt es noch diverse Bonustracks von Demo Aufnahmen sowie die rare 96er MCD „Channeling The Ethereal Moons“. Feines Teil!
Michael
 
 ABAZAGORATH - Sacraments Of The Final Atrocity  
 
CD - VÖ 2005  
Black-Metal - U.S.A. -  Necroharmonic Rec.    
 
ABAZAGORATH die Zweite. Seit dem erstklassigen Debüt Langeisen sind bereits geschlagene sieben Jahre ins Land gezogen, dennoch sind die Amis ihrem Stil im Großen und Ganzen treu geblieben. Man hat lediglich ein paar Feinjustierungen vorgenommen. So wurden z.B. die Keyboards aus dem Sound verbannt und das Tempo deutlich angezogen, was dem Material eine etwas ungestümere Kante verleiht. Zudem fliesen auch einige thrashige Elemente in den Sound mit ein. Trotz dieser kleinen Veränderungen hat das Quintett nichts verlernt und wartet weiterhin mit einem Gespür für fesselnde, treffsichere Riffs und Gitarrenharmonien auf. Die Kompositionen drücken ungemein nach vorne und selbst feine Bassläufe sind zu vernehmen. Es fällt einen schwer sich der Magie von Tracks wie „Cidadel Of Lies“, „Weapon Of Unholy Wrath“ oder „Where The Dephts Last Forever“ zu entziehen. Herrlich intensives, rabenschwarzes Material von erstklassigen Musikern, die genau das richtige Feeling für diese Art von Mucke besitzen. Unter anderem befinden sich auch Mitglieder von den genialen Old School Deathern FUNEBRARUM im Line Up dieser Horde, aber das nur am Rande. „Sacraments Of The Final Atrocity“ ist ein starkes Stück dunklen Stahls, welches sicherlich mit zum Besten gehört (zusammen mit dem genialen Debüt), was die US Black Metal Szene bisher ausgespuckt hat. Unbedingt bei Gelegenheit einmal antesten.
Michael
 
 
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