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Angezeigte Kategorie: "1" - Anzahl Reviews: 6
...-7TH  
 

... AND OCEANS - Cypher  
 
CD - VÖ 2002  
Black-Metal - Finland -  Century Media    
 
Die verrückten Finnen mit lassen auf Ihrem mittlerweile fünften Studiowerk (die Split mit Bloodthorn mitgezählt) wieder eine Menge Fragen offen, vor allem lassen sie sich wie schon auf den Vorgängeralbum "am god" in keine erdenkliche Schublade pressen, was auch gut so ist. Auf "cypher" ist man auf jeden Fall noch eine Ecke elektronischer geworden, was dem Album auf jeden Fall eine große Bandbreiten musikalischen Ergüssen beschert natürlich aber auch entsprechend oft angehört werden muss, wenn man die Musik verstehen möchte. Ich selber hatte große Schwierigkeiten nach den ersten beiden Hördurchgängen aber je öfter "cypher" im Player rotiert, desto interessanter wird das Album, denn es kommen immer mehr verschiedene Stimmungen zum Vorschein, die man erst nach mehrmaligen hören spitzkriegt. Tja, die Musik zum umschreiben ist natürlich wie schon oben erwähnt nicht ganz einfach, irgendwo zwischen Elektro/IndustrialBlack Metal, der Freunden von Strapping Young Lad/Samael/Satyricon oder auch Pain sehr zusagen dürfte. Der Gesamtsound ist sehr roh, dreckig und maschinell gehalten, jedoch klingt er immer noch supermodern. Wie gesagt, "cypher" muß man sich mehrmals gönnen um gutzufinden, dann zündet das Album aber richtig. Für Fans von o.g. Bands eine feine Sache.
Ingo
 
... AND OCEANS - A.M.G.O.D.  
 
CD - VÖ 2001  
Black-Metal - Finland -  Century Media    
 
Was für ein Hammeralbum! Das habe ich von den durchgeknallten Finnen nun wirklich nicht erwartet. Leider ist mir das Vorgängeralbum "The Symmetry of I" nicht bekannt, doch die ersten beiden Alben ""The Dynamic Gallery of Thoughts" bzw. das Splitalbum mit Bloodthorn waren guter, jedoch ziemlich belangloser Keyboardträchtiger Black Metal, den man zu seiner Zeit fast von jeder zweiten Black Metal Band zu hören bekam. Das o.g. dritte Album soll laut Ohrenzeugen schon mehr in eine progressivere Richtung des Black Metal abgedriftet sein, die man in etwas mit den mächtigen Emperor gleichsetzen konnte. Doch egal, denn schließlich ist ja "A.M.G.O.D." das zu rezensierende Album und ich muss gestehen, dass mich dieses Juwel wahrlich geplättet hat. ...and Oceans bieten hier Extremmetal der feinsten Art, den ich gar nicht mal so sehr in die Black Metal Ecke drängen möchte, denn er enthält auch einige andere Metal Anleihen, die mit wirklich originellen, teilweise sehr futuristisch klingenden Keyboards unterstrichen werden. Allein der alles zerstörende Opener "Intelligence is sexy" bietet in seinen 5 Minuten die Gesamte Spannbreite von ...and Oceans. Auf der einen Seite sehr melodiös wie Dimmu Borgir, auf der anderen Seite eher elektronisch, ähnlich wie The Kovenant und zu aller letzt teuflisch brutal und direkt wie in etwa Impaled Nazarene. Doch auch die progressiveren Seiten hat die mittlerweile zum Sextett gewachsene Band nicht vernachlässigt, denn ein Song wie "Postfuturistika" beispielsweise macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Mir gefallen hierbei vor allem die brutalen Blastbeatattacken, die einem förmlich überfahren und zudem in einem schön rohen, jedoch sehr fetten Sound des Abyss Studios B um die Ohren knallen und plötzlich in einem Keyboardsound gehüllt werden, der das Wort futuristisch wirklich verdient. Verfeinert wird das ganze durch extrem kranke und durchgeknallte heisere Vocals von Sänger Killjoy, was man dem Jungen mit seinem super Technooutfit auf dem Bandfoto gar nicht so zutrauen mag....and Oceans haben den Vorteil, das sie sehr experimentell zu Werke gehen, doch dabei immer noch den roten Faden namens Gradlinigkeit mit in die Songs stricken, so dass eigentlich jeder (Black) Metal Fan, sei es nun von Mainstreambands wie Dimmu Borgir oder Emperor, von avantgardistischen Bands wie Arcturus oder gradlinigen Kombos wie Imapled Nazarene mit diesem Album glücklich werden muss. Lediglich der letzte Track ""New Model World" passt in meinen Augen überhaupt nicht ins Konzept, denn handelt es sich hierbei um eine pure Techno/Dancefloor Nummer, die hoffentlich nicht in die musikalische Zukunft von ...and Oceans blicken lässt. Ansonsten ist "A.M.G.O.D." ein absoluter Kauftip, der eigentlich schon Kaufpflicht genant werden muss .
Ingo
 
 5X - Ur 5X Ru  
 
2CD - VÖ 2006  
Heavy Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
Eine Riesenüberraschung! Ich hätte nie gedacht je ein neues Album dieser Ur-Heavy Metal Formation aus Japan in meinen Briefkasten zu entdecken. Seit `83 glaub ich gab`s kein neues Scheibchen mehr. Also gleich mal ausgepackt und rein in den Player. Gleich der Opener macht schon mal Laune. Schneller, solider Metal erwartet einen bei „Beat Generation“. Altmeister George Azuma (seines Zeichen auch Präsident von ‚Killer Guitars Ltd.’) ist ein absoluter Könner und zieht in gewohnter Manier voll vom Leder. Ich glaub der gute wird nie alt. Neben dem brillanten Gitarrenspiel fallen vor allem Miwa Saitas markante Vokals auf. Eine exzellente Sängerin, die der alten 5X Frontfrau und Metal Veteranin Carmen Maki in nichts nachsteht. Track Nummer zwei „Evil call“ bietet auch Metal satt, relativ flott gespielt. „Stars In Your Eyes # 2“ ist ein feiner Heavy Metal Track mit gewohnt perfekter und treffsicherer Instrumentalisierung. Das Material des Albums hat einen leichten NWOBHM Touch und bezieht logischerweise auch Einflüsse aus dem Spät 70er Hard Rock, was natürlich auch der Background von George Azuma ist, dennoch bietet das Ganze zeitlos guten Heavy Metal Stoff. Tracks wie „Gotham City“, “Pain Givers” oder auch die feine Ballade “My Love” sind absolut starkes Material. Dieses Album kann man allen Metalheads, die auf 80er Jahre Stoff und Japan Metal stehen nur empfehlen, zumal die Scheibe zusätzlich mit einer Bonus Live DVD am Start ist. Ein Reinhören ist fast schon Pflicht.
Michael
 
6425 - Deorum – Attack Ov The Gods  
 
CD-R - VÖ 2003  
Black-Metal - Philippinen - Deadstring Rec.    
 
Dieses Teil ist bestimmt wieder ein gefundenes Fressen für alle Exotensammler und Fans obskurer Sachen, es denn man steht auf extrem rohen Black Metal. Auch wenn das Teil unter den Fittichen eines Labels herausgebracht worden ist so handelt es sich bei der Debüt EP um das Demo der Band (auf den Philippinen erscheinen fast alle Releases in CD-R Format, den Grund könnt Ihr Euch sicher denken). Die blasphemische Horde aus Iloilo bietet wie gesagt recht urigen, kalten und grimmigen Black Metal. Der nicht ganz optimale, durchschnittliche Demosound unterstreicht zusätzlich dieses barbarische Feeling. Klingt teilweise ganz schön kratzig und etwas high pitched das Ganze. Nach einem Intro (sinnigerweise mit „Alpha“ betitelt) geht’s dann so richtig in die Vollen. „Throne“ heißt diese Ausgeburt der Hölle und bittet zum Tanz mit dem Teufel. Bei diesem Track gibt es sogar ein paar thrashige Riffs auf die Lauscher. Herausragendes Stück ist meiner Meinung nach die Hymne „Into Thy Sword“, wo man relativ atmosphärisch beginnt und das Tempo eher gedrosselt darbietet. Da kommt auch der Sound ganz gut! Ansonsten gibt’s mit „Infernal Domination“, „Neehenya“ und „Hordes“ viel extremes Highspeed Gekloppe bevor das Outro „Omega“ den Spuck beendet. Die Vokals sind richtig schön fies und eklig keifend, ein purer Hassbatzen, was einem da entgegenschallt. Wer also auf primitiven, rohen Stoff steht sollte hier durchaus einmal reinhören. Mir gefällt das Teil jedenfalls mit jedem Durchlauf besser.
Michael
 
7TH CHILD - Bled to death  
 
MCD - VÖ 2000  
Death-Metal - England -  Deadsun Records    
 
Auf der Insel der ekelhaften Sandwiches und des Dunkelbiers ist ja irgendwie in letzter Zeit nicht so viel los, was die prügelnde Death-Metal Zunft angeht. 7TH CHILD machen sich mit dieser Mini-CD auf das zu ändern, hinterlassen dabei aber zumindest bei mir keinen tiefschneidenden Eindruck. Zwar ist "Bled to Death" eine nette Death-Metal Scheibe mit teilweise wirklich cool chaotischen Blast-Passagen und auch so manchen treibenden Parts, die etwas an neuere CANNIBAL CORPSE erinnern (allerdings nicht vom technischen Aspekt her). Vieles klingt aber noch ausbaufähig, vor allem vom Songwriting hakt es für meine Ohren mitunter. Wer sich aber mal ein Bild von der Lage in England machen will, kann mal reinhören.
Karim
 
7TH NEMESIS - Promo 2002  
 
MCD - VÖ 2002  
Death/Black - Frankreich - Eigenveröffentlichung    
 
Wieder mal Fronkroisch und wieder mal eine Band, die einen sehr erfreulichen Ersteindruck hinterlässt. Die fünf Baguettestangenknusprer hier ballern mit dieser Promo ihre erste Veröffentlichung raus, die wohl eher für Labels gedacht ist, da mit 3 Songs und 11 Minuten Spielzeit auch eine Mini-CD recht knapp ausgestattet wäre. Ist aber Wurst, denn die Songs sind wirklich solide. Musikalisch liegt man zwischen Death-Metal und Black-Metal, wobei ich den Schwerpunkt deutlich auf ersteren legen würde. Man prügelt teilweise guter Dinge vorwärts und fräst sich so durch die gesamte Death-Metal Geschichte, bleibt aber am ehesten bei den älteren Recken wie MORBID ANGEL und Co. hängen. Der Gesang ist recht heiser und Black-Metal lastig, wird aber von einem Grunzer unterstützt. Einige Black-Metal Harmonien und leichte Melodik kommt dazu und im letzten Song "Phoenix Resurrectio" auch mal ein atmosphärischer Part, der aber ziemlich geil kommt und oftmals erinnert der Song etwas an CRADLE OF FILTH, vor allem wegen dem geil angewiderten Gesang. Ich denke, daß 7TH NEMESIS sowohl für Death- wie Black-Metaller solide Kost sind und sowohl Sound- wie auch Spieltechnisch ein sauberes "Debüt" abgeliefert haben- Man sollte also die nach einem anstehenden Longplayer aufhalten und wer jetzt aber schon so richtig heiss auf die Band ist, findet sicher mehr Infos unter www.7thnemesis.fr.st.
Karim
 
 
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