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Angezeigte Kategorie: "NEWS" - Anzahl Reviews: 43
AOR-DIS  EAT-JAP  KIL-RAP  REY-UNA  V.A-ZAT  
 

 AORTA - Stille Omen  
 
CD - VÖ 2008  
Death-Metal - Deutschland - Eigenveröffentlichung    
 
AORTA aus der Stadt der Tornados (Schwerin) spielen progressiven Deathcore (scheint im Trend zu sein). Mit „Stille Omen“ liefern die vier Jungs bereits ihr zweites Album ab, aber im Gegensatz zum Anno 2005 erschienen Langspieler „Schwarze Narben“ können sie mich diesmal überzeugen. Der Gesang wechselt zwischen Krümelmonster und Gekreische im Stile von Eisregen, die Songlänge zwischen einer halben und sieben Minuten - wobei man aus den längeren Songs auch mehrere machen könnte und das keiner merken würde. Aufgelockert werden die zum Großteil recht schnellen Songs durch Breakdowns und gelegentliche Frickelparts. Mein persönliches Highlight „Massaker“ startet mit einem sehr melodiösen Intro, das sich langsam zu einem Grindbastard entwickelt, um sich dann langsam wieder zu beruhigen - SUPER! In den Texten spiegelt sich das Bild eines kranken Menschen wider, der mit der Welt nicht mehr zurecht kommt und immer psychotischer wird. Negativ finde ich lediglich den Drum – Sound, der etwas kraftlos wirkt und den einen englischen Song „Candlelieght Dinner“, der mit seinem klischeehaften Lyrics nicht ins Gesamtbild passt.
Andy
 
 ARMAGEDON - Death Then Nothing  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Polen -  Mystic Prod.    
 
Vor einer kleinen Ewigkeit, genauer gesagt 1993, flatterte mir ein LP Tape namens "Invisible Circle" in Haus, welches es wahrlich in sich hatte. ARMAGEDON hieß die Truppe und verpasste mir damals eine amtliche Death Metal Kelle, dass es sich gewaschen hatte. Spieltechnisch waren die 1986 aus der Taufe gehobenen Polen brillant und wussten auch wie man ein sattes Pfund vom Stapel lässt. Nach wie vor ist es mir ein Rätsel, dass solch ein Killer Akt nie die Chance hatte über die Landesgrenzen hinweg bekannt zu werden und einem Deal im Ausland zu ergattern. Schon damals zählte die Band zu den Top Vertretern des Todesbleis und war locker mit Formationen ala VADER auf Augenhöhe. Dannach wurde es ziemlich still um den Vierer, da man sich (frustriert?) 1994 auflöste. Knapp 16 Jahren nach "Invisible Circle" erscheint nun endlich das zweite Album. Der Sound wurde der neuen Zeit angepasst, das technische Level angehoben. Nichts desto trotz knallt uns das dynamische Quartett eine ziemlich heftige Breitseite old School angehauchten Death Metal vor den Latz. Trotz des hohen Standards bekommt man keine Frickelorgien vorgesetzt, sondern das Material wird flüssig und mit viel Zug nach vorne vorgetragen. Brutalle Riffsalven knallen furios aus den Boxen, die gezielt eingestetzten Blasts verstärken die Intensität nochmals. Sporadisch eingestreute Keyboardpassagen schaffen zusätzlich eine morbide und düstere Stimmung. Ein großes Plus ist auch die fette Produktion, welche die Songs lebendig und nicht klinisch oder steril wie bei so vielen Bands klingen lässt. Als Anspieltipp seinen hier nur der Titeltrack und Opener "Death Then Nothing", die beiden Kracher "Seeing And Believing" und "Betrayed" sowie die Walze "F...End" gennant. Bleibt nur zu hoffen, dass den Jungs diesmal mehr Beachtung außerhalb ihrer Heimat geschenkt wird. Verdient hätten sie's auf Grund der Klasse ihres neuen Albums allemal.
Michael
 
 BLOODICTION - Lordica Ov Whore  
 
CD-R - VÖ 2009  
Black-Metal - Bahrain -  Salute Rec.    
 
BLOODICTION sind ein Black Metal 1-Mann-Projekt aus Bahrain und servieren uns ihr Debüt Demo über Salute Records aus Schweden. Nach einem Intro steigt Nelsefog, der "Lordica Ov Whore" im Alleingang zusammengezimmet hat, in die Vollen und das auch noch richtig gut. Rauher, simpel gehaltener traditioneller Black Metal wie er sein sollte. Kalt, grimmig und böse. Eisiger Schwarzwurzelsound aus dem heißen Wüstensand, kaum zu glauben, aber wahr. Da wird einigen Kameraden die Kinnlade erstmal gen Erdboden fallen. BLOODICTION sind musikalisch eindeutig nordisch geprägt. Zwar hätte man sich gewünscht, dass man etwas mehr Einflüsse aus ihrer Heimat verbraten hätte, aber wenn das Endresultat so ansprechend wie in diesem Fall ausfällt, dann kann einem das auch egal sein. Bei "Migrations To Hell" bekommt Herr Nelsefog gesangliche Unterstützung von Learza von den schon etwas bekannteren DHUL-QARNAY, ebenfalls aus Bahrain. Ums kurz zu machen: Die Horde hat ein solides Underground Black Metal Demo auf die Beine gestellt, das sich keinesfalls hinter Genre Veröffentlichungen aus Europa oder Amerika zu verstecken braucht. Von BLOODICTION wird in naher Zukunft sicherlich noch mehr zu hören sein. Gelungener Einstand wie ich finde.
Michael
 
 BURIAL HORDES - Devotion to unholy creed  
 
CD - VÖ 2009  
Black-Metal - Griechenland -  Pulverised Rec.    
 
Aus dem sonnigen Griechenland kommt ganz unsonnige Musik!
Diesmal versuchen Burial Hordes Dunkelheit zu verbreiten - schaffen sie aber nicht, da mir bei ihrer neuen Platte „Devotion to unholy Creed“ sofort die Sonne im Herzen aufgeht. Die Jungens spielen Blackmetal der truen Art mit ohne Keyboard oder hübschen Frauen, die schön singen können, sondern knallen uns acht Songs an den Latz, die nach feuchtem Keller klingen! Vergleichbar ist das Ganze mit Darkthrone oder Bathory mit einem Fünkchen Skitsystem.
Ich finds toll, empfehlenswert für alle, die auf Darkthrone stehen!
Punk as Fuck!
True as Hell!
Andy
 
 CRIMINAL - White Hell  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Chile -  Massacre Rec.  
 
Verdammt hat mich das letzte CRIMINAL-Album Sicario von den Füssen geholt. Das war auch meine erste Bekanntschaft mit der Band. Das Teil ging einfach nur nach vorne los mit seiner modernen, mit Death-gespickten Thrash-Attacke. So sehr sogar, dass ich fast peinlich berührt war, als ihr neues Epos White Hell durch den Postschlitz flatterte und ich ihre anderen Alben in der Zwischenzeit noch nicht ausgecheckt habe. Aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag gebaut und da ist viel Mucke da draußen, die noch gehört werden muss…
Zuerst war ich wegen White Hell nicht ganz so von den Socken, was aber wohl mehr daran lag, dass ich die Durchschlagskraft von Sicario vor drei Jahren nicht erwartet hatte. Diesmal war die Messlatte ja hoch! Aber diese kurzen Zweifel waren beim mehrmaligen Hören vom Tisch gefegt, denn White Hell ist auch wieder ein absolutes Brett. Vor allem der Sound ist irgendwie fetter geworden. Alle Instrumente kommen einem irgendwie wärmer und besser gemischt vor. Die Drums sind besser integriert und die Stimme von Anton Reisenegger (Ob da wohl ein Auswanderer seine Finger im Spiel hatte?) strahlt auch deutlich mehr Kraft aus. Es kommt einem vor, als wenn die Spucke und Galle, die das Mikrophon sicher abbekommen hat, gleich aus den Lautsprechern tropft. Auf so einem herausragenden Track wie „Black Light“ kommt das einfach nur großartig an. Es scheint mir, als wenn sogleich die Melodie und die Dampfwalze mehr Platz auf diesem sechsten Album bekommen. Ansonsten ist eigentlich alles beim alten geblieben. Der Thrash ist noch immer modern, kommt natürlich ein wenig „südamerikanisch“ rüber und provoziert die Nackenpeitsche. Irgendwie, denke ich, müssten CRIMINAL irgendwie noch grösser sein (was sie wohl in Südamerika auch sind), aber ich sehe sie selten als Referenzpunkt herhalten. Kann ja noch werden! Das einzige Manko ist, dass man vielleicht ein oder zwei Lieder hätte streichen können, denn Thrash muss kurz und knackig sein – jedenfalls ist die zweite Hälfte des Albums weniger denkwürdig als die erste.
Henrik
 
 CROWN THE LOST - Blind Faith Loyalty  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - U.S.A. -  Cruz del Sur    
 
CROWN THE LOST werden in der Form, die sie auf diesem, ihrem zweiten Album vorlegen, leider keine blinde Loyalität von mir bekommen. Zwar sind viele gute Ansätze vorhanden, aber dennoch klingt Blind Faith Loyalty einfach zu monoton – und verworren zugleich! Dass die Band zwölf Monate gebraucht hat um die Musik zu schreiben und danach fünf Monate (!) im Studio verbracht hat, glaube ich gerne. Leider bedeutet sorgfältige Arbeit nicht immer Erfolg, was Chinese Democracy ja eindeutig beweist. Wenn die Thrasher aus Pittsburgh ihren Akt ein bisschen aufräumen, könnte da in Zukunft noch was werden. Dieses Album ist aber zu sehr ein großes Mumbojumbo.
Zwar ist Thrash Metal schon ein Eckpfeiler im Klangbild von CROWN THE LOST, aber eigentlich erinnern sie mich mehr an die Thinking Man’s Metal Bands aus den 80ern: FATES WARNING (bevor sie zu proggig wurden), METAL CHURCH und QUEENSRYCHE. Vor allem die Air Raid-Stimme von Sänger Chris Renaldi erinnert oft an Geoff Tate. Death Growls werden zwar auch eingesetzt, aber die hohe Stimme ist omnipräsent. Wer darauf gar nicht steht, braucht gar nicht erst weiter lesen. Alle anderen seien gewarnt, dass er zum Teil gute Sachen abliefert, aber im Verlauf des Albums kaum die Stimmlage ändert, weswegen fast alle Lieder gleich klingen. Abwechslung wäre angesagt! Obwohl ich dieser Stimmart nicht abgeneigt bin, wo’s passt, ist das Problem von Blind Faith Loyalty, dass die Vocals oft nicht zu den Instrumenten passen. Oftmals sind die Gitarren und das Schlagzeug einfach viel zu schnell, als das Renaldi mithalten kann. Und Tempowechsel werden nicht durch entsprechende Wechsel im Gesang unterstützt. Schade. Ansonsten sind in den Liedern viel Melodie und viele Soli zu hören. Zum Thrash/True Metal Gebräu gesellen sich ganz selten auch „Core“-Elemente, die aber nicht weiter negativ auffallen. Auffallen ist das Stichwort, denn leider unterscheiden sich die Lieder kaum voneinander, weswegen ich auch keinen Anspieltipp geben kann – obwohl das Album nun schon oft durchgelaufen ist. Das Album ist einfach zu „poliert“ um meine Aufmerksamkeit zu fangen. Und wenn man dann genauer hinhört, fallen einem schon die oft recht „fleischigen“ Riffs auf. Insgesamt klingt es aber alles wie eine Mischung aus Öl und Wasser…
Henrik
 
 DEVILMAKESTHREE - The Subservient  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Nordirland - Infected Wound Rec.    
 
Ups, welch wohlige Klänge schallen mir denn hier entgegen? Nach einem obligatorischen, kurzen Intro schmettern uns die Nordiren von DEVILMAKESTHREE donnernde Riffsalven entgegen, die unüberhörbar den alten Geist des Früh 90er Death Metals heraufbeschwören. "Mass Media Whore" nennt sich das Todesblei Stück. Die tiefergelegten, sägenden Äxte lassen Erinnerungen an alte Helden wie BENEDICTION, BOLT THROWER oder langesamere IMMOLATION in ihren Anfangstagen aufkommen. "Extinguish The Eternal" schlägt in die gleiche Kerbe und weiß ebenso zu begeistern. Der Vierer fühlt sich eindeutig im mittleren Tempobereich am wohlsten und spielt dabei seine Trümpfe voll aus. Die schnelleren Passagen, die etwas für Abwechslung sorgen, klingen bei ein oder zwei Stücken noch ein bisschen unrund. Beim Rausschmeißer "Timeless Horror", der ein gelungener Mix aus erdrückenden Dampfwalzeriffs und Uptempo Passagen ist, macht die Truppe jedoch wieder alles richtig. DEVILMAKESTHREE verströhmen Frische und Unbekümmertheit und lassen die Scheibe zu einem kurzweiligen Hörvergnügen werden. Die akkustische Umsetzung, sprich der Sound passt und so gibt es für Death Metal Lunatics der alten Schule eigentlich nur den Tipp in dieses feine Teil reinzuhören.
Michael
 
 DIE KURT COBAINS - Der Todesfluch des Zigeunerkoenigs  
 
CD - VÖ 2008  
Hardcore - Deutschland -  Nebula Fünf Enterprises    
 
DIE KURT COBAINS heißen jetzt CLUB DEJA-VU. Das hindert sie aber nicht daran, ihre 3 Jahre alten Aufnahmen in Form eines Albums bei Nebula Fünf Enterprises heraus zu bringen.
Hörer der Katzette 2007 mögen den Song "Alkoholproblem" schonmal im Ohr gehabt haben, denn dieser ist dort vertreten und natürlich auch auf dem Album.
Den Albumtitel könnte man auf den Konsum des neusten Sam Raimi Streifen "Drag me to hell" zurück führen oder aber man versteht ihn als Ausdruck jugendlichen Frohsinns.
Dieser Frohsinn schlägt sich in allen Songs nieder, sowohl musikalisch, als auch textlich - aber irgendwie geht es auch immer um die Liebe zwischen Individuen und um Alkohol. Eingestreut sind immer mal wieder melodischere, emotionale Parts, die das Ganze nicht eintönig werden lassen.
Und Textzeilen wie "Ich möchte nur noch Lieder schreiben um die Pascow mich beneiden und ZSK auch" lassen einem schon ein Grinsen ins Gesicht steigen.
Das Artwork ist mit bunten Bildern und immer mal wieder lustigen Zeitungsausschnitten über gläserne Käseigel und geklaute Leichen ansehnlich gestaltet.
Für Deutsch - und Funpunker ein sehr schönes Album, alle anderen können erstmal reinhören unter http://www.myspace.com/clubdejavu24.
Steffi
 
 DIFUNTOS - La Era De Los Muertos Andantes  
 
CD-R - VÖ 2009  
- Venezuela -  Salute Rec.    
 
Ungehobelten Death/Grind mit südamerikanischen Flair knallen uns DIFUNTOS aus Venezuela auf die fast abgefaulten Lauscher. Salute Records haben das Demo der Südamerikaner aus dem Jahr 2007 nochmals für den europäischen Markt wiederaufgelegt. Schon beim Blick auf das Cover, auf dem Zombies, Metzger und andere lustige Gesellen fröhlich vor sich hinmetzeln, wird klar, wohin die Marschrichtung des Vierers geht. Tiefergelegte Klampfen, brutaler, tiefer, teils goriger Gesang und nach vorne ballerndes Schlagwerk. Logisch, dass man hier keinen Blumentopf in Sachen Originalität gewinnt, aber das macht der Leidenschaft der Burschen keinen Abbruch und die scheren sich eh einen Dreck darum. Die vier eitrigen Geschüre, die man hier serviert bekommt, gehen voll nach vorne los und sind der richtige Soundtrack für die nächste Horrormovie Party. Fans der Gattung können ja mal ein Ohr riskieren, falls diese noch am Kopf verweilen.
Michael
 
 DISTASTE - Of Abyss-Hearts and falsity  
 
CD - VÖ 2008  
Crust/Grind - Österreich - Eigenveröffentlichung    
 
Seit Ende 2000 knüppeln sich DISTASTE jetzt schon durch Österreich und den Rest der Welt. 2007 nahmen sie ihre erste Full Length (24 Minuten - pfff) auf und jetzt im Mai 2009 wurde sie endlich released! Nach einem Intro, das irgendwie nach Earth Crisis „Destroy the Machines“ (- das soll nix heißen für mich hört sich alles nach Earth Crisis an) klingt, geht’s auch schon mit voller Kraft voraus. Ungefähr die Geschwindigkeit muss wohl auch der Herr Haider draufgehabt haben, als er sein einschneidendes Erlebnis mit dem Betonklotz gemacht hat.

Und so grinden und crusten die drei Jungs sich durch ihre vierzehn Songs wie die Stiefkinder von Discharge und Nasum und Tante Erna kommt wohl aus Schweden und macht Deathmetal. Textlich geht’s gegen das Schweine(Grippe)system und Menschen, denn Menschen kann man aus mannigfaltigen Gründen hassen z.B. weil sie Politiker sind oder Machos, Nazis, religiöse Spinner oder auch nur so. Gesungen wird hier zwölf Mal auf Englisch und einmal auf Deutsch, aber das versteht man ja eh nich bei dem Rumgeschreie. Fazit: Super Platte schnell, chaotisch mit ner ordentlichen Kante Punk und sympathischen Texten. Ich sach anhören unter www.myspace.com/distastecult ,Platte kaufen und ab aufs Obscene Extreme Festival.
Andy
 
 
AOR-DIS  EAT-JAP  KIL-RAP  REY-UNA  V.A-ZAT