laermbelaestigung.zine

interviews on tour news reviews printzine
    
   ALKOHOLIZER
   DARK AMBITION
   DOG-MAG
   FEIREISHEN
   FINAL VENGEANCE
   GOREAPHOBIA
   IMPALER
   IN VEIN
   INANNA
   JOE THRASHER
NEWS 1 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Suche:  nur Wortanfang Stil:  [?]  
Angezeigte Kategorie: "NEWS" - Anzahl Reviews: 25
ALK-JOE  MON-SUB  THO-WOR  
 

 ALKOHOLIZER - Drunk or dead  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Italien -  Punishment 18 Rec.    
 
Diese Scheibe hat mich wirklich überrascht und beim Anblick des Covers hätte ich niemals gedacht, dass sich dahinter so eine geile Thrash Metal Scheibe versteckt. Die Sardinier haben mit "Drunk Or Dead..." ein ordentliches Pfund abgeliefert und dürften eigentlich jeden Thrash Maniac, der auf die gute alte 80er Schule steht, munden. Man könnte behaupten, dass der Vierer grob als mörderische Legierung aus SLAYER, SODOM und TANKARD durchgeht, gewürzt mit einer Prise MOTÖRHEAD. Zu den Frankfurtern besteht bei den Lyriks der Bezug zum Gerstensaft und anderen leckeren Spirituosen. Jedenfalls macht die Horde mächtig Alarm und legt sich voll ins Zeug. Es wird eine Spielfreude entfacht, bei der der Funke sofort überschwapt. Handwerklich machen die Italiener ebenfalls eine gute Figur und bollern ihre Tracks meist recht flott und gekonnt runter. Die Tracks schallen druckvoll und aggressiv aus dem Äther, headbangen geht da durch die Bank automatisch. Abrißbirnen wie "Alkoholic Metal", "Thrash Metal", das kurze "Sick Orthopedic" oder "Drinking Till Death" machen einfach nur Spaß. Da auch die Klangqualität der Scheibe durchaus in Ordnung geht, sollten Thrasher auf alle Fälle mal ein Ohr risikiern. Coole Platte!!
Michael
 
DARK AMBITION - Tears Of Daewongoon  
 
CD - VÖ 2007  
Death/Black - Südkorea -  Rockspace Korea Ent.    
 
Ein recht interessantes Album haben die Südkoreaner DARK AMBITION mit ihrem ersten Longplayer "Tears Of Daewongoon" abgeliefert. Bereits ihre 2003 erschienene selbstbetitelte EP zeigte einiges an Potential auf. Einige Jahre verstrichen und der bereits überfällige acht Tracker rückt nun die Stärken der Formation besser den je ins Licht. Der Keyboard Einsatz wurde etwas zurückgeschraubt und die Äxte dürfen sich fortan noch mehr austoben. Gut, die Synths wurden beibehalten, aber der man verwendet diese effektiver und fügt diese recht gut plaziert und dosiert in das Songmaterial ein. Alle Songs des Albums sind bis ins kleinste Detail subtil arrangiert und ausgearbeitet. Allen voran die Gitarristen bestechen mit einer Vielzahl an erstklassigen Melodien und Harmonien. Zudem macht die Sechssaitenfraktion wenn es sein muss ordentlich Dampf und Power, was überwiegend ein Verdienst der knackigen Riffs ist ("Vice Ages"). Die meist langen Tracks sind gespickt mit vielen Details und es gibt auch nach mehrmaligen Hören immer wieder was zu entdecken. Geschickt werden sogar Soprangesang von einer Gastsängerin
in die düsteren Black/Death Metal Hymnen integriert. Aus Verbundenheit zu ihrer Heimat verwendet man auch tradtionelle koreanische Folkinstrumente, was in dem 12 minütigen Epos "Bird" voll zum Tragen kommt. Hier gehen harte Gitarren Hand in Hand mit den oben erwähnten Folkloreeinflüssen und -instrumenten. Kommt genial. Ebenfalls sehr gut gefallen mir die Vokals von Dark Nimrodel, die im schwarzmetallischer Mannier gekreischt werden, aber dennoch von der Stimmlage variabel dargeboten werden. Respekt! Nur am Rande bemerkt: Dark Nimrodel spielt zudem als Sessionmusiker bei SAD LEGEND den Tieftöner. Produktionstechnisch lässt man ebenfalls nichts anbrennen und die Platte knallt äußerst dynamisch und druckvoll aus den Boxen. Das Quartett aus Seoul hat ein grundsolides Album abgeliefert, das Black/Death wie auch Dark Metal Fans gleichermaßen ansprechen dürfte. Starke Platte!
Michael
 
 DOG-MAG - Welcome To The Darkside  
 
CD - VÖ 2009  
Heavy Metal - Japan -  Lights Out Rec.    
 
Lange hat's gedauert bis die Debütscheibe dieser kraftvoller Heavy Metal/Hard Rocker aus dem Fernen Osten fertig war. Gute fünf Jahre nach dem letzen Demo rotiert die Scheibe in meinem Player und ich muss zugeben, dass die Truppe ordentlich zugelegt hat. Die zwölf vertretenen Songs stehen gut im Saft und leben von den harten Gitarren, die mit voller Inbrunst gnadenlos abriffen und gleichermaßen ein gutes Händchen für griffige Melodien beweisen. Da wird losgerockt ohne Ende, perfekt zum Matten schütteln. Das Spektrum reicht von harten Rockern wie "Burning City" oder "Devil Behind The Mirror" bis hin zu Speedgranaten ala "Prisoner" oder "Do It!", bei denen ordentlich Gas gegeben wird. Bis auf zwei Tracks befinden sich lauter neue Kompositionen auf der Scheibe und die beiden Remakes der alten Gassenhauer kicken die vorherigen Versionen locker in den Gulli. Wie immer versprüht Sängerin Tam mit ihren hysterischen und energischen Vokals einen ganz besonderen Charm und verpasst den glühend heißen Metalhymnen somit gewissermaßen ihren eigenen Anstrich. Musikalisch läßt die Truppe nichts anbrennen und verabreicht uns eine ordentliche Watschen (um's mal bayrisch zu sagen). Handwerklich solide Kost mit Arschtritt Mentalität. Da auch die Produktion passt können Japan Metalfans ohne wenn und aber zuschlagen.
Michael
 
 FEIREISHEN - Rei  
 
CD - VÖ 2008  
Heavy Metal - Japan - Eigenveröffentlichung    
 
Der japanische Underground spühlt immer wieder vielversprechende Akts ans Tageslicht. Auch im Falle von FEIREISHEN ist das so. Das Trio aus der Hyogo Präfektur bietet auf seinen Debütalbum, welches als Eigenpressung erschienen ist, sehr guten Metal Stoff, der von der Ausrichtung her in Richtung der Nippon Schwergewichte von ONMYO ZA tendiert. Dies liegt zum einem daran, dass man mit Rinko ebenfalls eine fantastische Sängerin in den eigenen Reihen hat, die einen mit ihrer fast engelhaften Stimme zu verzaubern weiß. Außerdem kleidet man sich ebenfalls in traditioneller japanischer Tracht, welches die zweite Paralelle darstellt. Die Musik, auf der ja der Schwerpunkt liegt, besitzt ebenfalls viele Gemeinsamkeiten. Der Edelstahl der Band ist zum einen kräftig und erdig, zum anderem aber auch mystisch und episch angehaucht. Dieser Mix zieht sich durch das komplette Album und weiß einen durchaus in den Bann zu ziehen. Die handwerklichen Fähigkeiten der Musiker sind wie zu erwarten erstklassig und die drei können ihre Ideen auch dementsprechend umsetzen. Solides Material wie das speedige "Agan", "Zuiun" und "Gozan" (beide sind Beispiele für den Abwechslungsreichtum des Albums) sowie der gute Opener "Tuki No Kage Yume" sind Belege für die Klasse dieser noch recht jungen Formation. Der Sound der Scheibe geht in Ordnung und lässt die Kompositionen gut rüber kommen. Logisch, dass man noch nicht mit so einer Bombastproduktion wie ihre Vorbilder aufwarten kann, aber jeder hat ja mal klein angefangen. Für ONMYO ZA Fans und Japan Metal Fans generell besteht zumindest einmal Reinhörpflicht.
Michael
 
FINAL VENGEANCE - Within the realm  
 
CD - VÖ 2009  
Heavy Metal - U.S.A. -  Texas Metal Underground    
 
Zunächst einmal führt der Bandname etwas in die Irre. Es handelt sich bei FINAL VENGEANCE nicht um eine Band, sondern der Name wurde aus zwei recht angesagten Underground Akts aus Texas zusammengesetzt. FINAL ASSAULT und VENGEANCE hießen die beiden Truppen aus dem Bundesstaat der Ewings. Nach dem Split von FINAL ASSAULT hoben Sänger Alexander und Bassist Alex Beltron VENGEANCE aus der Taufe. Trivia: Manager von FINAL ASSAULT war anfangs Rodney Dunsmore, seines Zeichen Frontmann der Thrasher DEVASTATION und in der selben Stadt beheimatet (nämlich Corpus Christi) wie unsere Helden hier. Ebenso gehörte der spätere DEVASTATION Axeman David Burk zum ersten Line-Up von F.A., welche er nach dem Aufnahmen des ersten Demos verließ. Nach so viel Hickhack nun zum wesentlichen, nämlich der Mucke. Diese ist dann wie zu erwarten vom Allerfeinsten und reiht sich ohne weiteres in das hohe Qualitätslevel, welches man von texanischen Metalakts gewohnt ist, ein. Auch hat man mit vielen Bands aus diesen US Staat eines gemeinsam: der große Durchbruch auf internationaler Ebene blieb ihnen, wie so vielen ihrer Mitstreiter, verwehrt. Warum das so war, wird wohl nie mehr ans Tageslicht kommen. Vielleicht war man zu gut oder spielte nicht die Art von Musik, die gerade angesagt war bzw. sich leicht vermarkten ließ. An der Qualität hat es wohl kaum gelegen. Sei's drum. Im Nachhinein kann man jetzt noch einmal das 1988er Demo "The Second Coming" (von FINAL ASSAULT) und ein bislang unveröffentlichtes Rehearsal von VENGEANCE auf diesem Silberling genießen. Einfach nur genialer Stoff. Eine herrliche, edle Speed/Power Metal Mixtur, verfeinert mit melodischen Thrash Einschüben. Wie für Texanische Schwadronen üblich besaßen die Jungs hier ebenfalls einen Sänger, dessen Stimme etwas in den höheren Regionen angesiedelt war. Passt aber perfekt zum dargebotenen Material und Alexander wirkt meinen Meinung auch nicht zu aufdringlich. Dessen Sirene erinnert mich etwas an ANGEL STEELS Shouter John Cyris oder an HAVE MERCY. Die Axtfraktion ist in beiden Fällen erhaben und rifft sich die Seele aus dem Leib, geschweige denn von den furiosen, alles zerfetzenden Solis. Die Soundqualität geht durchaus in Ordnung und für Demo Verhältnisse ist die Produktion auf alle Fälle recht ordentlich. Das VENGEANCE Material gefällt mir sogar noch einen Tick besser. Fans von MILITIA, WATCHTOWER, HELSTAR etc. müssen hier einfach zuschlagen.
Michael
 
 GOREAPHOBIA - Mortal Repulsion  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - U.S.A. -  Ibex Moon Rec.  
 
Endlich ist es soweit! Die US Underground Legende GOREAPHOBIA legt endlich ihren ersten vollständigen Longplayer vor - und das mehr als 20 Jahre nach der Gründung der wüsten Truppe. Die Band war Anfang der 90er eine feste Größe in der amerikanischen Death Metal Szene und stand so ziemlich auf allen wichtigen Festivals auf der Bühne und absolvierte unendlich viele Shows. Die Jungs aus Philadelphia waren zudem kaum aus der Underground Bewegung wegzudenken, dennoch reichte es bislang lediglich zu ein paar Demos und diversen 7" EPs, die u.a noch mal ausreichend auf der "Vile Of Abomination" CD ausreichend gewürdigt wurden. Woran lag's? Keine Ahnung, aber die Todesblei Schwadron hatte ständig mit Line-Up Problemen zu kämpfen und die unzähligen Bandmitglieder gaben sich quasi ständig die Klinke in die Hand, dass es eine wahre Pracht war. Nun gut, Schwamm drüber. Mittels Ibex Moon Records konnte man nunmehr zwölf bessessene, morbide Todesblei Häppchen auf Disk bannen, die urtypisch GOREAPHOBIA sind. Das Trio erzeugt bei den gesamten knapp über 48 Minuten eine okkulte, ja schaurig böse Atmosphäre und bietet somit Death Metal wie er sein muss. Klassischer Old School Stoff mit teils komplexen Gitarrenarrangements, dessen tödliche Aura auch perfekt ins Jahr 1991/92 passen würde. Auch soundtechnisch haben die Amis zugelangt. Vorbei sind die Zeiten mit matschigen Soundbrei. "Mortal Repulsion" wartet mit einer grundsoliden Produktion auf, die genug Dampf hat um die Stücke krachen zu lassen, dennoch exzellent die Stimmung vergangener Zeiten einfängt. GOREAPHOBIA haben eine Klasse Scheibe abgeliefert, die nicht nur Anhängern der alten Schule munden dürfte, sondern auch denjenigen zusagen sollte, die von den ganzen "Griffbrett Gewichse Todesblei" die Nase voll haben.
Michael
 
 IMPALER - Nightmare Attack  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Japan - Rock Stakk Rec.    
 
Eine volle Thrash Salve bis ins Mark servieren uns IMPALER aus der Präfektur Kagawa. "Most Dirty Pure Thrashers From Sanuki" prangt es auf der CD und dies kann man durchaus so stehen lassen. Wüst und ungehobelt geht das Trio zu Werke und holzt sich gepflegt durch die acht Tracks, die es auf lediglich grob 22 Minuten Spielzeit bringen - und das bei einer Langrille. Ziemlich mager wie ich finde, doch entschädigt das Material dafür um so mehr. Thrash Metal der alten Schule wie er old schooliger nicht seine kann knallt in ohrenbetäubender Lautstärke aus den Boxen. Die wetzenden Gitarren animieren sofort zum Headbangen und schütteln die letzten verbliebenen Läuse aus der Matte (falls noch vorhanden). Die Scheibe startet ungewöhnlich mit einem Instrumental namens "AxPx" bevor es dann zum ersten richtigen Track "Nightmare Attack" übergeht. Geht man anfangs noch etwas mit gebremsten Schaum zu Werke so endledigt man sich auf der zweiten Häfltes des Albums jedlichen Hemmungen und metzelt alles in Grund und Boden. Die Äxte fräsen regelgerecht die Schädeldecke weg und legen das Maden verseuchte Hirn frei, welches dann zusehends in Feinstaub pulverisiert wird. "Total Dementia", "Slave Of Master", "Thrash Genocide" und "Impaler" sind allesamt schnelle Thrashgranaten, die ohne Rücksicht auf Verluste runtergehämmert werden und mit pfeilschnellen, wahnwitzigen Solis daherkommen. Der Sound der Platte ist aggressiv und richt schön dreckig - so wie es sich für eine ordentliche Thrashscheiblette auch gehört. IMPALER dürften für alle old School Thrash Maniacs genau das richtige Kraftfutter liefern und Anhängern von RAZOR, KREATOR, SODOM, NUCLEAR ASSAULT, EXODUS, DARK ANGEL und Tonnen mehr ein fieses Grinsen ins Gesicht treiben. Coole Scheibe!!
Michael
 
 IN VEIN - Bloodbath Democracy  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Thailand - Day One Rec.    
 
Bei Thailand denkt man zu aller erst an endlose Strände, Traumurlaub oder mandeläugigen Schönheiten als an ordentlichen Metalstoff. Dabei hat das Land in den vergangenen Jahren durchaus ansprechende Formationen hervorgebracht, die aber leider vom Bekanntheitsgrad nicht über die Grenzen Südostasiens hinausgekommen sind, sieht man einmal von wenigen Ausnahmen wie LACERATE, die Schwarzheimer SURRENDER OF DIVINITY oder vielleicht ZYGOATSIS ab. IN VEIN aus Bangkok gehören mit Sicherheit zu den starken Vertretern der thailändischen Metalzunft und legen mit "Bloodbath Democracy" bereits ihr zweites Langeisen vor. Auf den acht vorhandenen Tracks (allessamt in Thai gesungen) wartet der Vierer mit mehr als soliden handwerklichen Fähigkeiten seitens der Musiker auf und lässt ein ordentliches Pfund Death/Thrash vom Stapel. Die Jungs wissen das Material durchaus variabel zu gestalten und schieben auch schon mal das ein oder andere Break in die ansonst recht flotten Tracks ein. Abwechslungsreiche Death Läufe, Thrash beeinflusstes Riffing gepaart mit pfeilschnellen Blasts, würzige Passagen mittleren Tempos, aber auch der ein odere melodische Aspekt garniert mit erstklassigen Solis bereiten durchwegs ein gelungenes Hörerlebnis. Dazu trägt sicherlich auch die recht ansprechende Produktion der Scheibe bei, die sich keineswegs hinter etablierten internationalen Akts zu verstecken braucht. Gesangstechnisch bewegt man sich vorwiegend im kreischigen Bereich gepaart mit ein paar Growls und es sind sicherlich ein paar Spritzer Black Metal als Einfluß beim Vokalisten auszumachen. Alles in allem ein grundsolides Album, dass man sich durchaus einmal Reinziehen kann.
Michael
 
 INANNA - Converging ages  
 
CD - VÖ 2009  
Death-Metal - Chile - Corvus Discos    
 
Die Kategorie Death Metal wird den vier Chilen auch nur im Ansatz in keinster Weise gerecht. Mit "Converging Ages" hat die Truppe ein grandioses Album eingespielt, dass mit Sicherheit von der Band selbst in Zukunft nur noch schwer zu toppen sein wird. Die acht Tracks sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und fein arrangiert. Dennoch besitzen die Kompositionen eine natürliche Ursprünglichkeit und dynamische Frische. Die handwerklichen Fähigkeiten der einzelnen Musiker ist enorm und man merkt, dass man nicht nur eine Gitarre in der Hand hält weil's cool aussieht. Die Tracks (darunter zwei Instrumentals) lassen trotz ihrer teilweise recht langen Spielzeit nicht im Anflug jedliche Langeweile aufkommen. Das Quartett überrascht den Hörer immer wieder mit neuen Feinheiten, Tempo- und Stimmungswechseln und Wendungen. Flüssig wird von knallharten Death Metal Parts in thrashiges Riffing umgeschaltet, um dann im nächsten Moment progressive Elemente einzuschieben oder im irrwitzigen Tempo loszuballern. Aggressive Riffs und Leads gehen Hand in Hand mit gefühlvollen Melodielines, Akkustikgitarren Solis oder ausgefeilten Drumming mit brachialen Blasts. Nichts wirkt gekünstelt oder deplaziert. Wie ein roter Faden zieht sich das Ganze perfekt durch die knapp 60 Minuten Hörgenuß. Die Musiker haben bei den teils langen Instrumentalpassagen immer wieder Zeit uns ihr versiertes Können vorzutragen. Dies kommt auch nicht von ungefähr. INANNA sind bereits seit 1996 aktiv und die einzelnen Mitglieder haben vor dieser Zeit bereits in anden Bands reichlich Erfahrungen sammeln können. Trotz der vielschichtigen Elemente und Einflüsse ist "Converging Ages" ein knallhartes Stück Metal geworden, das in sich eine Einheit bildet. Man stelle sich grob einen Bastard aus EDGE OF SANITY, DEATH, AT THE GATES, OPETH und SLAYER vor und man hat grob eine Vorstellung von den Chilenen. Ihr Meisterstück haben Diego Ilabaca und seine Mannen wohl in dem über 17 minütigen Opus "Sea Of The Dead" abgeliefert, das so ziemlich alles beinhaltet, was ein Metalherz begehrt. Die Produktion der Scheibe passt und Fans von anspruchsvollen, dennoch knallharten todesbleihaltigen Stoff sollte die Formation unbedingt mal antesten.
Michael
 
 JOE THRASHER - Metal Forces  
 
CD - VÖ 2009  
Thrash-Metal - Kanada - Eigenveröffentlichung    
 
Eigentlich könnte man die Besprechung recht kurz machen: cooler Bandname, geiler Titel und Klasse Musik! Die Kanadier gibt es seit 2003 und rocken mit ihrem Erstling in bester Power/Thrash Manier alles in Grund und Boden. Man hält sich nicht lange mit unnötigen Balast auf - neun gelungene Tracks, kurz und bündig in knapp 27 Minuten runtergeholzt. JOE THRASHER sind geradlinig, erdig, dreckig - kurz gesagt ehrlicher und purer Metal vom Faß, der richtig Spaß macht. Die Songs werden recht flott dargeboten ohne sich dabei in sinnlose Speedorgien zu verzetteln. So richtig schön direkt in die Fresse. Man meint hier verschmelzen der alte Spirit von Legenden ala EXCITER, steinalte METALLICA und räudige NWOBHM Akts zu einer tollwütigen Legierung. Knackg-knusprige Riffs, die voll auf die Rübe zielen und druckvolles und treibendes Drumming verleihen diese lebendigen Platte Seele. Die coolen, rauhen Vokals von Frontmann & Tieftonakrobat Scott sind da nur noch das Tüpfelchen auf dem "I". Vom soundtechnischen Aspekt präsentieren sich die Tracks ungeschliffen und ursprünglich, dennoch erzeugen diese jede Menge Druck und Power. Oder Vielleicht gerade deshalb. JOE THRASHER sind ein Geheimtipp für all diejenigen, die auf handwerklich ehrliche und pure Metalkost stehen. Anspieltipps: Die treibenden "SST" und "Waking The Dead" (mit EXCITER Flair) das speedige Titelstück "Metal Forces", das ruppige "Riot" oder der fullminante Rausschmeißer "Assassin Of Lies". Da kann man sich schon auf den zweiten Streich der Holzfäller freuen, denn zehn neue Kracher stehen schon in den Startlöchern und warten nur darauf losgelassen zu werden!
Michael
 
 
ALK-JOE  MON-SUB  THO-WOR