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Angezeigte Kategorie: "NEWS" - Anzahl Reviews: 25 |
ANA-HER IRA-UNI UNL-ZAT |
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ANA SPYS -
Ana Spys |
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CD - VÖ 2008 |
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Heavy Metal - Japan - SYB Rec. |
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In eine gängige Schublade passt das japanische Trio schon mal nicht. Auf ihrem Debüt präsentiert die aus Saitama City stammende Formation eine Verschmelzung verschiedenster Zutaten wie sie in dieser Art eigentlich nur aus Japan kommen kann. Der erste Song bietet guten, treibenden Metal Stoff mit für Nippon Bands typischen Refrain. Unüberhörbar besitzt das Material eine moderne Kante mit gewissen J-Rock Flair. Track Nummer zwei groovt wie die Hölle, jedoch wäre das wohl zu einfach für unsere Freunde von ANA SPY’S. Diverse schräge Einschübe geben dem Track dann einen experimentellen Charakter und Kick und zudem wirft man noch einen überraschend gut platzierten Percussion Part hinterher. Bei „Season Of Change“ kommen zum ersten Mal auch verzerrte Gesangsparts zum Einsatz. Mit harten Groove startet „Magenta“ durch, bevor der Song in etwas getragenere Region vorstößt und zum Ende wieder durch recht heavy gespielte Parts mit furiosen Leads daherkommt. Das könnte man jetzt mit allen Tracks beliebig so fortführen. Ich gebe zu, dass mag jetzt alles ziemlich wirr klingen, was es zweifelsohne auch manchmal ist, aber irgendwie schaffen es diese Girls, alles auf einen Nenner zu bringen. Und die Hauptsache: es klappt! Ungeübte Ohren, die wenig mit japanischen Stoff zu tun haben werden wahrscheinlich mit dem hier dargebotenen überfordert sein. J-Rock/Metal Anhänger dürften mit der Truppe allerdings keine Probleme haben, zumal die Band ihre Arbeitsgeräte recht solide beherrscht und auch die Produktion mit ihrem trockenen, harten Charme recht ordentlich ausgefallen ist. |
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Michael |
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ARSIS -
We are the nightmare |
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CD - VÖ 2008 |
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Das letzte verbliebene Gründungsmitglied James Malone (Git/Vox) und seine Jungs klettern mit ARSIS seit 2004 in rasendem Tempo die stählerne Karriere Leiter hoch und haben mittlerweile eine ansehnliche Höhe erreicht auf der man schon Mal den Herren von Nuclear Blast begegnet. Und so wurde das vorliegende Werk mit weiteren Optionen für die Zukunft von eben diesen veröffentlicht.
Passend zum neuen Label kommt das Album sehr modern und bis ins letzte Detail aufpoliert rüber. Mit jeder Komposition wird deutlich klar gemacht wer hier spielerisch die Hosen an hat und das manche Leute einfach besser spielen können als Andere.
Allerdings hatte ich nach dem ersten Durchlauf das Gefühl, die „Extreme Aggression“ von KREATOR mit doppelter Geschwindigkeit durchgehört zu haben und konnte mich an keinen der eben genossenen Songs mehr so richtig erinnern.
Ausser an den Refrain von „Servants To The Night“ der ein echter Hit ist.
We Are The Nightmare ist ein höchst anspruchsvolles Album, voll gestopft bis unters Dach mit technischen Raffinessen und specials die wirklich beeindrucken.
Leider erschöpft sich diese Frickelorgie schnell und überfordert das in den meisten Köpfen zu findende Durchschnittsgehirn.
Zusätzlich ist im Vergleich zu den Vorgängeralben der Gesang etwas monotoner geworden und der furchtbar totgetriggerte Drumsound nervt.
Wenn jemand nach musikalischen Grenzbereichen in schön heftigem Uptempo sucht, ist mit „We Are The Nightmare“ absolut gut beraten und kann sicher dieses Gitarren- und Schlagzeuglehrer Feeling genießen. Wer eher auf den Drive der älteren ARSIS Produktionen abfährt könnte etwas vor den Kopf gestoßen werden. |
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Jens |
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ASHES OF DESTINY -
Desolate Figures |
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CD - VÖ 2007 |
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Gothic-Metal - Deutschland - Eigenveröffentlichung |
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Ganz entschieden old school! Einfacher kann man ASHES OF DESTINYs selbstveröffentlichtes Debütalbum nicht beschreiben. Die ganz alten Kamellen von PARADISE LOST, MY DYING BRIDE oder die ersten Sachen von PYOGENESIS müssen die Ziehväter der Erfurter sein. Da ist kein moderner Einfluss zu spüren: Die Riffs donnern so aus der Anlage, das man denken könnte es wäre 1992. Ob das Genre des Gothic Dooms (als er noch primär vom Death Metal beeinflusst war!!) seine Durststrecke zu überwinden scheint, ist noch zu früh zu sagen, aber da sowohl MDB in letzter Zeit zu den Wurzeln zurückfinden und die Iren von MOURNING BELOVETH einige Erfolge feiern können, scheint vielleicht was am Köcheln zu sein. ASHES OF DESTINY jedenfalls sind ganz unverschämt in ihrem Retrogewand. Zweifelsohne fehlt ihnen noch die Routine und das Quäntchen ‚oomph’, aber was sie auf Desolate Figures zu bieten haben zeigt wirklich in eine klasse Richtung. Fette und atmosphärische Riffs werden nur so aus dem Ärmel geschüttelt und auch viel Melodie und Keyboard reihen sich fleißig ein. Letzteres Instrument kann sehr wohl noch an Tiefgang gewinnen, da es doch einige überflüssig klischeehafte Stellen gibt. Aber wer ein Lied wie den Titeltrack Desolate Figures zusammenzustricken kann, verdient Respekt! Hier werden auch alte Death Metal-Inspirationen in den Topf geschmissen. Anfangen tut’s mit BOLT THROWER-mässigem Rumpelriff und verarbeitet im weiteren Verlauf noch CARCASS, AT THE GATES und CELTIC FROST Versatzstücke. Da kann man nur sagen, bessere Produktion, weniger Ein-Tasten-Keyboard und eine etwas stärkere klare Gesangsstimme und man könnte beim nächsten Mal ein Kleinod in den Händen halten. Na ja, etwas Glück muss auch dazukommen, denn so ganz sehe ich die Renaissance dieses Genres leider noch nicht (was allein schon daran liegt, dass die meisten Doom-Köpfe nach der Knarre greufen, wenn sich gothische Tasten ins Bild schmuggeln). Zu wünschen wäre es ihnen. Mir hat das Album nach anfänglichen Bedenken richtig Spaß gemacht (oder heisst das Trauer im Gothic Doom?). Für einen Zehner ist das Album auch nicht so teuer und als Nostalgiker (oder Voranschreitender?) kann man es sich allemal leisten. |
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Henrik |
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BLOOD DUSTER -
Lyden Na |
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CD - VÖ 2008 |
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The Düster is back.... die Aussie-Chaoten rocken endlich wieder. Nach ihrem selbstbetitelten Album und der extrem geilen und spassigen Tour sind die Asis bei mir noch weiter im Ansehen gestiegen und nach einem Kult-Album wie "Blood Duster" ist es natürlich schwer einen draufzusetzen. Nach eine Weile Pause liefern BLOOD DUSTER mit "Lyden Na" eine Doppel-CD ab, die einen an sich sehr konsequenten Schritt geht. War ihr Sound auf den letzten Alben schon geprägt vom Wechsel zwischen reinen Rockern a la "I want to do it with a donna" und grindigem Stoff der nicht so weit weg von ihren "Yeest"-Roots liegt, hat man diesmal einfach je eine CD mit rockigen Songs und eine mit rohem Grindgeprügel abgeliefert. Dabei sind sich BLOOD DUSTER in allen Punkten treu geblieben... wie immer werden die Texte in einem durchgeschrieben und sind nur mit viel Geduld lesbar, wie immer sind Songtitel a la "Pissstomper" und "Isawyourdadsuckingoffanotherdudesdad" am Start und wie immer steckt die Mucke durch Partyflair und den herrlich räudigen Gesang von Frontsau Jason PC an. Die Rock-Scheibe fängt sogar wieder mit "Hells Bells"-Style Glocken an. Der Spass rockt wieder zwischen AC/DC mit punkrockigen Gangshouts und tiefergelegtem Sound und einige metallischeren Doublebass-Einlagen, hat aber so manch arge Deja-Vu Momente. Mitunter dachte ich echt, daß Songs komplett vom letzten Album übernommen und nur 3 Töne höher gespielt wurden. Leider treten BLOOD DUSTER etwas auf der Stelle und kopieren sich selbst und da hier nicht so unglaubliche Rock-Hymnen wie auf dem letzten Album zu finden sind kommt "Lyden Na" nicht ganz hinterher. Komischerweise kommt die Grind-CD da deutlich frischer und kurzweiliger daher... vielleicht liegts daran, daß hier doch noch ordentlich zwischen Grind, Death-Metal, etwas crustigem Zeug und rockigen Einlagen variiert wird und die reine Rock-Nummer dann doch zu bekannt klingt. Insofern war die Doppel-CD Idee vielleicht nicht die beste, zumal die Spielzeit der Grind-CD mit 17 Minuten (von denen sogar noch 2 Minuten mit Feedback gefüllt sind) und die der Rock-CD mit 22 auch locker auf eine CD gepasst hätte. Auf CD 2 gibts dann zwischen den kurz-knackigen 1-Minütern dann auch wieder die altbekannten Samples und Soundspielereien. "Lyden na" wird keinen BLOOD DUSTER Fan enttäuschen, aber wie gesagt nutzt sich der Spass dann doch etwas ab. Wo mir auf "Blood Duster" noch die Rock-Nummern am besten in die Ohren gegangen sind, machen hier die eher grindigen Sachen mehr Spass. Einfach mal reinhören oder das Teil gleich neben die anderen BLOOD DUSTER Scheiben in der Sammlung stellen. |
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Karim |
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CORVUS -
8 Years Limit |
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CD - VÖ 2007 |
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Death-Metal - Japan - Eigenveröffentlichung |
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Bereits seit 2002 sind CORVUS in ihrer Heimat in Sachen melodischen Death Metal unterwegs, anfangs allerdings noch unter dem alten Namen KAMAGI. „8 Years Limit“ ist das Debütalbum dieses Quintetts aus der alten Kaiserstadt Kyoto. Zwei Tracks landeten dann auch zu Recht auf der Kult Samplerreihe „The Red Hot Burning Hell“ und konnten zweifellos als Highlight von Vol. 15 angesehen werden. Gleich nach den ersten Takten des vorzüglichen Openers „Ruler“ fühlt man sich Mitte der 90er zurückversetzt, als Heerscharen von melodischen Death Metal Bands aus Schweden die Szene unsicher machten. Diesen Stil bekommt man in seiner ursprünglichen Form jedoch heute nicht mehr all zu oft zu Gehör. Wie ihre Vorbilder setzen CORVUS auch auf sehr schnelle Parts, die sogar auch bis in den Blast Bereich vordringen. Die rockigen Sachen, wie sie die Skandinavier dann später immer öfter verwendet haben, fehlen hier völlig. Die Gitarristen sprudeln nur so vor Spielfreude und servieren uns ihre pfeilschnellen, präzisen Läufe und Harmonien wie am Fließband. Die Jungs sind in ihrem Eifer fast nicht zu bremsen. Das Schlagwerk klopft jedes Soundloch zu und gibt wie erwähnt ebenfalls öfters mächtig Gas. Auch gut gefallen mir die Vokals. Vom genretypischen Kreischgesang bis hin zu Growls, die echt tief rausgebrüllt werden, reicht die stimmliche Palette. Wer ist denn nur der Staubsauger am Mikro? ;--). Soundtechnisch ist das Teil, welches von der Band im Alleingang zusammengeschustert wurde, auch in Ordnung, obwohl hier sicherlich an ein paar Stellen noch etwas Handlungsbedarf besteht. Alles in allem ein recht gutes, anständiges Stück melodischen Todesblei, in das man durchaus bei Gelegenheit mal reinhören kann. Nicht schlecht. |
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Michael |
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DIABOLOS RADIO -
Japan needs a hero |
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CD - VÖ 2006 |
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Helden, wer braucht die nicht? Nun, wir haben zumindest unsere Euro Helden (auch wenn’s zum Schluss nicht ganz gereicht hat – trotzdem super). Ob die Jungs von DIABOLOS RADIO diese Lücke im Land der aufgehenden Sonne ausfüllen können sei mal dahingestellt. Eins muss man dem Quartett allerdings bescheinigen, denn man holzt sich recht partykompatibel durch die zehn Songs des Albums. Stilistisch ist die ganze Chose in einen nicht all zu engen Rahmen verpackt und so wirft man dem Hörer einen wüsten Mix aus diversen Genres zum Fraß vor. Mal gibt’s die geballte Ladung Heaviness (wie beim Titelsong), dazu gibt’s desöfteren eine rotzige R & R Attitüde obendrauf. Das Ganze garniert mit Ausflügen in den Pop Punk Bereich („Bad Boy“), ja selbst rockige Elemente haben den Platz in diesen Cocktail gefunden, was das eher ruhigere „Summer Rain“ belegt. Punkten können die vier Rocker auf jeden Fall mit dem recht fetten Sound, der schön brät und trotzdem eine raue Kante besitzt. Zudem wird das Material mit der für japanische Bands typischen Leichtigkeit vorgetragen und auch sonst gibt’s einen gehobenen Fun Faktor zu vermelden. Macht die Band eigentlich nur sympathischer. Neben diesem vollen Album aus dem Jahre 2006 haben die Söhne Nippons auch noch ein aktuelles Werk vorzuweisen. Sinnigerweise mit „Still Japan Needs A Hero“ betitelt, lümmelt man sich durch die acht Tracks. Stop, es sind eigentlich nur vier reguläre Songs, da alle Stücke noch mal als Instrumentals auf dem Silberling enthalten sind. Quasi die Karaoke Vorlage um selbst mal die Stimmbänder heißer werden zu lassen und die letzen Nachbarn mit Gejaule zu vergraulen. Musikalisch setzt man dort an, wo man mit dem Vorgänger aufgehört hat. Will heißen: die bunte Mischung wurde beibehalten und lediglich Feinjustierungen vorgenommen. Zudem gibt’s eine Neueinspielung von „Namakemono De Yushu“ zu vermelden. Japan Fans können in die beiden Scheiben durchaus mal reinhören. Vielleicht sind die Scheiben ja das richtige für ne alternative Fete. |
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Michael |
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DREAMSCAPE -
Revoiced |
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CD - VÖ 2007 |
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Und wieder mal ein typisches Beispiel dafür, dass man dem ersten äußeren Eindruck nicht trauen darf. Als ich das Photoshop-Cover sah (das sich auch in der Abteilung „Esoterische Meditation“ gut machen würde) und mir die Herren DREAMSCAPE dann ins Auge fielen (Biker-Rocker?), da schwante mir Übles. Gut, die Aufmachung finde ich immer noch frech, aber das ist nun völlig egal, wenn Musik diese Qualität erreicht wie auf Revoiced.
Die Sache ist die: die Prog Metaller DREAMSCAPE gibt es schon seit 1986! Zwar dauerte es aufgrund etlicher Besetzungswechsel elf Jahre, bis man das erste Album herausbringen konnte, doch dann gab es drei Alben innerhalb von sieben Jahren. Allerdings mit drei verschiedenen Sängern! Das ist auch der Grund, warum es Revoiced gibt. Denn um Kontinuität in die Band zu bringen und auf das neueste Album, das im letzten Herbst erschien, vorzubereiten, haben die (älteren?) Herren ihren besten Lieder (zum Teil stark verändert) wieder aufgenommen. Als kleine Draufgabe gibt’s noch ein kleines Preview von 5th Season.
DREAMSCAPE widmen sich ohne Zurückhalten dem progressiven Metal à la DREAM THEATER (und wahrscheinlich einer Million Nachahmern). Böse Zungen würden dieser Art des Prog Metals nachsagen, dass es die musikalische Form des Onanierens ist. Alle Mitglieder der Band spielen sich ihre Finger wund an ihren Instrumenten, das ist keine Frage. Auch könnte man sagen, dass an Bands wie DREAMSCAPE nix progressives mehr ist, da alles schon mal da gewesen ist. Das wird Fans des Genres wohl kaum tangieren. Fakt ist auf jeden Fall, das man der Band technisch nichts vorwerfen kann – außer dass die Compilation keine großen Songhighlights aufbieten kann. Irgendwie erscheint alles wie mit Zucker überzogen. Liebhabern des ‚konservativen’ Progs werden damit wohl kein Problem haben. Und nach dem Preview When Shadows Are Gone zu urteilen, wartet 5th Season auch mit Liedern auf, die mehr fokussiert klingen. Ich werd’s mir wohl nicht anhören, aber allen Prog Metal Fans sei ein Anhören sehr wohl empfohlen. |
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Henrik |
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GRAVE -
Dominion VIII |
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CD - VÖ 2008 |
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„Dominion VIII”, das zehnte Release der mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel habenden Grave. Von Regain Records released und komplett in Eigenregie produziert. Na da bin ich aber gespannt.
Noch kurz das Trinkhorn mit dem goldenem Gerstentee befüllt und auf Play gedrückt.
Was mich dann wie eine Baumstamm große Keule am Kopf trifft ist der Opener „A World In Darkness“ und ich sinke benommen auf den kalten, feuchten Friedhofsboden.
Eigentlich hatte ich GRAVE schon lange aus den Augen verloren und bin umso angetaner von diesem Oldschool Gewitter welches oldshooliger kaum klingen könnte. Staubtrockener Monstersound, Druck und Groove ohne Ende, so soll es sein.
Selten habe ich einen so heftigen Drumsound gehört den man nicht nur hören sondern auch fühlen kann. Klingt zwar alles ein wenig mumpfig aber heftigst Fett so das sich auch das älteste Grab öffnen und totes Gebein zum Tanz bitten dürfte.
Spätestens bei dem Song „Deathstorm“ sollte auch der letzte, zweifelnde Newschool-Technik-Freak von einer Herde wütender Elche überrannt worden sein und wimmernd um Nachsicht bitten.
Allerdings ist so manches verwendete Riff vielleicht doch schon etwas zu antiquiert um es heutzutage noch guten Gewissens spielen zu dürfen aber das ist dem gemeinen Grabschänder dann letztendlich auch egal und man lässt sich wohlwollend von den meist uptempo gespielten Songs hinreißen.
Die alten Werte und Traditionen wurden wohl damals im Proberaum-Kühlschrank konserviert und für die Zukunft eingefroren um auch noch 2008 ein dermaßen nach Anfang der 90er klingendes Album raus hauen und von den guten alten Zeiten berichten zu können.
Sehr geil und für jeden der mit den alten Roots nichts mehr anfangen kann bestimmt eine positive Überraschung. |
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Jens |
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HANGMANS CHAIR -
A Lament for the Addicts |
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CD - VÖ 2007 |
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Mein lieber Herr Gesangsverein, nach HORRORS OF THE BLACK MUSEUM weht mir schon die zweite geniale Doom-Scheibe aus Frankreich in einem Jahr vor die Tür. Besitzen HORRORS die Ausgeflipptheit, die man oftmals mit der französischen Szene verbindet, sind HANGMAN’S CHAIR jedoch von einem anderen Kaliber. Wenn man es nicht wüsste, würde man denken, dass dieses Quintett aus den Wüstengegenden der Südstaaten kommen muss. Die Mucke geht auf jeden Fall in Richtung des Stoner-Dooms. Nun haben wir’s aber mit keinem herkömmlichen KYUSS-Klon zu tun. Vielmehr stehen der bluesige Sound mancher Doom-Bands und auch der traditionelle Doom Pate. Oftmals werden HANGMAN’S CHAIR mit ALICE IN CHAINS verglichen. Zwar gibt es einige Parallelen, doch der Zusammenhang ist völlig übertrieben. AIC waren nie so heavy und jammig wie diese Rabauken aus den südöstlichen Vorstädten von Paris. Gut, die Stimme erinnert manchmal etwas an Layne Staley, aber genauso gut kann man da auch Lou Gorra von HALFWAY TO GONE als Vergleich nennen (mit denen HANGMAN’S CHAIR sicher eine Bühne teilen könnten).
Die Band zeichnet sich damit aus, dass sie es schafft die wirklich langsamen, tief verzweifelt klingenden Lieder wie etwa No Rest I’ve Found nahtlos an mehr rockende Nummern wie Deep in the Bottle anzuknüpfen. Bei letzterem taucht auch der gute alte Heavy Metal auf und hat mit dem Refrain „A Whisky Suicide“ mit einem Ohrwurm dienen kann.
Bei (A Lament for…) The Addicts kann man eigentlich kein Haar in der Suppe finden. Dies ist einfach nur guter Doom mit Südstaaten und Stoner-Untertönen. Sie haben übrigens auch schon eine Split mit EIBON draußen, was ja auch schon mal eine Hausnummer ist. Für Fans des Genres ein fantastischer Griff! |
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Henrik |
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HERRUMBRE -
Tierra Madre |
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CD - VÖ 2007 |
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Thrash-Metal - Uruguay - Montevideo Music Group |
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Gute vier Jahre sind bereits ins Land gezogen seit die Metaller aus Uruguay ihr letztes Werk “Perros Cimarrones” veröffentlicht haben. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die Jungs bereits als aufgelöst abgehakt hatte. Umso erfreulicher ist natürlich die Tatsache nach dieser relativ langen Schaffenspause ein neues Album auf die Lauscher gebraten zu bekommen. Mit „Tierra Madra“ hat man wieder ein absolut souveränes Werk aus dem Boden gestampft, welches an Tightness und Power kaum zu überbieten ist. Der Vierer stellt von Anfang an klar, dass man nichts verlernt hat und weiß auf den 14 Tracks (inkl. Intro) voll zu überzeugen. Knusprige, präzise Riffs, die voll auf die Rübe zielen prägen das neue Langeisen der aus Canelones stammenden Formation. Messerscharfe Solis fräsen sich in die Hirnwindungen fest, unterstützt von einer äußerst druckvolle Rhythmussektion, die eine fette Soundwand errichtet. Das Material wird so variabel wie möglich dargeboten – zumindest was der stilistische Rahmen zulässt. Tracks wie etwa „Cyber Club“, Excavacion“, „Hijo De Los Angeles“ oder „Diosa Razon“ dürften mit Sicherheit jede Menge Anhänger finden, sofern man auf spanisch gesungenes Material abfährt. „Tierra Madre“ bietet exzellenten Power/Thrash Stoff, der sich blendend in der heimischen Sammlung neben argentinischen Größen a la HORCAS, HERMETICA oder ihren Landsmännern CHOPPER macht. Sehr solides Teil! |
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Michael |
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